verweilen


Wir sind die Treibenden.
Aber den Schritt der Zeit,
nehmt ihn als Kleinigkeit
im immer Bleibenden.

Alles das Eilende
wird schon vorüber sein;
denn das Verweilende
erst weiht uns ein.

Knaben, o werft den Mut
nicht in die Schnelligkeit,
nicht in den Flugversuch.

Alles ist ausgeruht:
Dunkel und Helligkeit,
Blume und Buch.

(Rainer Maria Rilke)

Datum: 7. Juni 2017
Themengebiet: Fotos, Gedichte Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0

4 Kommentare

  1. Quer | Mittwoch, 7. Juni 2017 9:33
    1

    Wie schön er uns das Verweilen veranschaulichen konnte, der Herr Rilke.
    Und wir lernen es Tropfen für Tropfen. :-)

    Lieben Gruss in einen hoffentlich nicht getriebenen Tag,
    Brigitte

  2. Nordic | Mittwoch, 7. Juni 2017 11:30
    2

    Da ist er ja wieder , mein geliebter Herr Rilke. Bei deinem Scharz-Weissem läßt sich wirklich gut verweilen. Hervorragend!

  3. mona lisa | Donnerstag, 8. Juni 2017 5:29
    3

    @ Nordic, ich verweile gern mit Herrn Rilke, manchmal fügen sich seine Worte und meine Bilder für mich ganz harmonisch zusammen.

  4. mona lisa | Donnerstag, 8. Juni 2017 5:30
    4

    @ Quer, verweilen geht halt nicht in Eile ;)
    Herzliche Frühmorgengrüße

Kommentar abgeben