Briefdurstig

„Deinen Brief vom 23. Mai überreichte mir der Postsekretär heute früh, als ich nach dem Brunnen ging. Es war mir umso angenehmer, als ich wirklich seit einigen Tagen briefdurstig bin: denn außer einem lakonischen Blatt von der Mutter und einem Leipziger Brief von Cotta habe ich die ganze Zeit meines Hierseins von Freunden nichts weiter vernommen…“

(Johann Wolfgang Goethe an seinen achtzehnjährigen Sohn August, mitgenommen aus der heutigen Sendung „Lebenszeichen, Mitten im leben schreib ich dir“ des WDR v. 16.07.2017)

Datum: 16. Juli 2017
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2 Kommentare

  1. Sonja | Sonntag, 16. Juli 2017 9:13
    1

    Ein so schönes Zitat!

    Bei mir kommt noch der Schönpostkartenlustdurst hinzu!

  2. mona lisa | Sonntag, 16. Juli 2017 9:20
    2

    Ich kenne auch beides, doch leider wird der Durst so selten gelöscht – obwohl die Küchentürzarge ist bis zum Ende des Jahres immer gefüllt mit eintrudelnden Postkarten.
    Dir einen schönen Sonntag!

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