Dirk Bennewitz/ Andrea Kubasch, Yoga für dein Leben

Ob man nun Yogaübungen an einer Straßenlaterne oder auf einer belebten Straße – wie die beiden Autoren auf den Coverabbildungen – machen möchte, das bleibt jedem selbst überlassen.

Auf jeden Fall haben die beiden Autoren das Ziel, dem Leser die Welt ihres Yoga so nahe zu bringen, dass das Leben des Lesers sich verändern kann. Allerdings darf es – verständlicherweise – nicht beim Lesen des Buches bleiben. Es ist im Vergleich zu älteren Yogabüchern ein Buch, dass bunte, individuelle Wege aufzeigt, Yoga in den eigenen Alltag bis hin zu den Mahlzeiten zu integrieren bzw. Yoga zu einer Lebenshaltung, -einstellung zu machen, die Körper und Geist verändern können.

Arbeitsblätter geben die Möglichkeit, sich darüber klar zu werden, was genau man erreichen möchte. Der Tipp, doch vorm Start einmal eine Woche lang schriftlich festzuhalten, wofür man seine Zeit verwendet, ist sicher immer sinnvoll, wenn Veränderungen gemacht werden sollen. Dann weiß man anschließend, wo die Zeitfresser sitzen und kann gezielt Zeit für diese Veränderungen einplanen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Vorschläge für eine Tagesgestaltung, denn die Autoren wissen aus eigener Erfahrung, dass zum Beispiel Rituale, feste Zeiten sinnvoll sein können, um „den inneren Schweinehund“ zu besiegen bzw. positiv ausgedrückt, die anvisierten Ziele auch tatsächlich zu erreichen.

Zahlreiche Yoga-Übungen werden in Bildern dargestellt, unterlegt mit Beschreibungen der Übungen, die meist zu Sequenzen zusammengefasst werden und bestimmte Ergebnisse zur Folge haben können: mehr Dynamik, physische Gesundheit, strahlend schönes Aussehen, Entspannung, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein …
Atemübungen und diverse Rezepte ergänzen die Übungen und sollen die Wirkungen auf den Körper sinnvoll unterstützen.

Der Leser wird nicht mit klassischen Übungsbezeichnungen überfordert. Die Übungen tragen die entsprechenden deutschen Bezeichnungen. Allerdings fehlt ein alphabetisches Verzeichnis.

Dafür findet der Leser allerdings zur Unterstützung, zur Anregung, mit den Übungen auch zu beginnen, ein Wochenprogramm und ein 21-Tage-Transformationsprogramm vor, sowie Adressen und Links für weitere Informationen.

Ich denke allerdings, dass die Übungen dieses Buch wie auch jedes anderen Yoga-Buches – zumindest für den Neuling – von erfahrenen YogalehrerInnen begleitet werden werden sollte, damit die Haltungen, die man in den Übungen einnimmt, überprüft und ggf. korrigiert werden können, um körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Ein Teil der Bucheinnahmen werden übrigens dem Bundesverband Deutsche Kindertafel e.V. gespendet.

Dirk Bennewitz, Andrea Kubasch, Yoga für dein Leben, Lotos Verlag München 2017, 222 S., ISBN 978-3-7787-8266-8

Datum: 4. September 2017
Themengebiet: Buch-Rezensionen, Rezensionen Trackback: Trackback-URL
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