Meeresstrand


Ans Haff nun fliegt die Möwe,
Und Dämmrung bricht herein;
Über die feuchten Watten
Spiegelt der Abendschein.

Graues Geflügel huschet
Neben dem Wasser her;
Wie Träume liegen die Inseln
Im Nebel auf dem Meer.

Ich höre des gärenden Schlammes
Geheimnisvollen Ton,
Einsames Vogelrufen –
So war es immer schon.

Noch einmal schauert leise
Und schweiget dann der Wind;
Vernehmlich werden die Stimmen,
Die über der Tiefe sind.

(Theodor Storm)

Datum: 13. September 2017
Themengebiet: Allgemein, Fotos, Gedichte Trackback: Trackback-URL
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6 Kommentare

  1. Quer | Mittwoch, 13. September 2017 6:05
    1

    Wie schön! Wie schön: Wort und Bild!
    Ich nehme das mit in diesen grauen und windigen Tag.
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  2. mona lisa | Mittwoch, 13. September 2017 6:41
    2

    Die Sehnsucht nach dem Meeresstrand wächst, mal sehen, ob ich bis zum nächsten Jahr warten kann oder ihm nicht doch noch kurzfristig einen Besuch abstattet – dieses WE sicher nicht, sie haben Sturmwarnung gegeben, es ist nicht sicher ob die Fähren fahren oder nicht besser im Hafen bleiben.
    Dir dennoch einen ruhigen Tag.

  3. seelenruhig | Mittwoch, 13. September 2017 7:58
    3

    Ich genieße – Wort und Bild. Das Bild ist atemberaubend – hast du es gemacht?

    Interessant der Text von Rilke unten!

    Danke für all deinen Posts – sie inspirieren stets erneut!

  4. Nordic | Mittwoch, 13. September 2017 14:25
    4

    Text und Bild passen zusammen und sind super

  5. mona lisa | Mittwoch, 13. September 2017 17:48
    5

    @ seelenruhig
    Ja, das Bild ist während meines letzten Langeoog-Urlaubs entstanden. Danke auch für die positiv Rückmeldung, für die du trotz deiner vielen Beschäftigungen Zeit genommen hast.

  6. mona lisa | Mittwoch, 13. September 2017 17:49
    6

    @ Nordic – auch dir: herzlichen Dank!

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