Fahren mit der Deutschen Bahn


Aussicht für zwei Stunden im Bahnhof von Köthen

Fahre seit einiger Zeit lange Strecken lieber mit der Bahn, wenn ich allein unterwegs bin. Immer in der Hoffnung, die Fahrt möge entspannter, erholsamer sein, als fahrend mit dem eigenen Auto.
Am Wochenende ging es nach Halle (Saale). Die Züge waren pünktlich, die Anschlüsse funktionierten also. So weit so gut. Kurz vor Halle standen wir dann in Bahnhof Köthen. Es ging nicht weiter; keiner wusste, was los war.
Am amüsantesten waren für mich die mehr oder weniger hilflosen, nichtssagenden Durchsagen. Zunächst wurden wir informiert, dass es nicht weitergehe und wir informiert würden, wenn Genaueres bekannt sei. Dann:

– die nächste Durchsage:
„Bitte beachten Sie, dass wir weiterhin stehen. Wir wissen auch noch nicht genau, wann es weitergeht.“

– die nächste Durchsage:
„Wir sind auch noch da. Wir wissen aber noch nichts Genaues. Wir geben Bescheid, wenn‘s weitergeht.“

-die nächste Durchsage von einem deutlichen Seufzer begleitet:
„Wir wissen immer noch nichts Neues, geben aber sofort Bescheid, wenn wir was Neues wissen. Aber die reden nicht mit uns.“

Dann wurde uns irgendwann Notfallwasser angeboten. Doch einige der Toiletten funktionierten nicht mehr. Wir standen ja auch im Bahnhof! Also: danke nein, für mich kein Notfallwasser.

Mit mehr als 2 Stunden Verspätung bin ich dann in Halle angekommen. Mittlerweile fuhren die Straßenbahnen wieder, so dass ich dann doch noch an meinem Ziel angekommen bin.

Auf der Rückfahrt passten die Verbindungen. Ich bin ohne Verspätung, aber völlig durchgefroren zu Hause angekommen. Mehr als 4,5 Stunden in einem Zug, in dem es so zugig war, dass alle im Abteil gefroren haben. Ich war winterlich dick angezogen, mit Fellschuhen etc. und mir war dennoch kalt.

Die unfreundliche Antwort der Zugbegleitung auf unsere Frage, ob man die Heizung/ Klimaanlage nicht so einstellen könne, dass es nicht so ziehe, war: Die Heizung funktioniert, mehr können wir nicht machen.
An ein Umsetzen war nicht zu denken, da der Zug proppevoll war, denn er hatte nicht die vorgesehene Anzahl an Waggons, so dass es auch noch zu Doppelbesetzungen bei der Platzreservierung gekommen ist.

Fazit: Mit der DB zu fahren ist herausfordernd für Fahrgäste und Personal. Und: Seit Dienstag liege ich krank im Bett.

Datum: 21. März 2018
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2 Kommentare

  1. Quer | Freitag, 23. März 2018 7:14
    1

    Oh, du Arme. Dann wünsche ich dir in erster Linie gute Besserung und hoffe, du trägst zumindest seelisch keine bleibende Bahnerkältung davon..
    Toi, toi, toi und herzlichen Gruss,
    Brigitte

  2. mona lisa | Freitag, 23. März 2018 7:54
    2

    Der seelischen Bahnerkältung konnte ich mit Humor begegnen.
    Der war der zugigen Kälte gegenüber machtlos :(
    Bettruhe, viel Schlaf helfen mir, wieder auf die Beine zu kommen.
    Liebe Grüße

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