Chris Paul, Warum hast du uns das angetan?


In diese überarbeitete Neuauflage hat Chris Paul das von ihr entwickelte “Kaleidoskop des Trauerns” eingearbeitet, das sie bereits in ihren vorigen Büchern “Ich lebe mit meiner Trauer” und “Wir leben mit deiner Trauer” ausführlich dargestellt hat.

In diesem Band geht es um die besondere Situation nach einem Suizid und die danach oft gestellt Frage:
“Warum hast du uns das angetan?” die “von der Voraussetzung ausgeht, der vertraute Mensch habe sich mit Blick auf die Angehörigen das Leben genommen.
Doch wer sich selbst tötet, will das in der Regel nicht anderen antun, er tut es für sich. … Wenn ein Mensch sich das Leben nimmt, hat diese Tat für ihn selbst Sinn. Es gibt Ursachen in einer Lebenssituation, die die eigenen Kräfte und Hoffnungen überforderte, es gab einen Anlass und es gab ein Ziel – die Lösung und Erlösung von Problemen und Leid, für die es keine andere Lösung mehr zu geben schien.”

Das zu akzeptieren ist sicher eine schwierige Aufgabe für die Hinterbliebenen, zumal dann, wenn kein Abschiedsbrief hinterlegt worden ist. Paul hält es für sinn-voller, sich nicht den Schuldgefühlen zu überlassen, sondern der Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens nachzugehen, die auch nur im eigenen Leben gefunden werden kann.

Dabei können die Ausführungen und praktischen Übungen dieses Buches als Anregungen für die eigene, individuelle Trauerarbeit sicher helfen.

Chris Paul, Warum hast du uns das angetan? Ein Begleitbuch für Trauernde nach einem Suizid, Gütersloher Verlagshaus, München 2018, 246 S., ISBN 987-3-579-07312-5

Datum: 25. Juli 2018
Themengebiet: Buch-Rezensionen, Rezensionen Trackback: Trackback-URL
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