Nicht alle Schmerzen sind heilbar


Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen
Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
Und während Tage und Jahre verstreichen,
Werden sie Stein.

Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
Sie scheinen zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere
Bis in den Traum.

Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
Die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
Da blüht nichts mehr.

(Ricarda Huch)

Datum: 19. Juli 2018
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4 Kommentare

  1. Sonja | Donnerstag, 19. Juli 2018 10:59
    1

    Auf dass noch viele Stellen in unseren Herzen blühen mögen!
    Ein gutes Gedicht!
    Gruß von Sonja

  2. Quer | Donnerstag, 19. Juli 2018 18:29
    2

    Dieses Gedicht scheint für dich und deine Biografie geschrieben zu sein, Mona Lisa. Ich hoffe, der Stein lastet nicht (mehr) zu schwer…
    Lieben Gruss ins Heute,
    Brigitte

  3. mona lisa | Donnerstag, 19. Juli 2018 19:41
    3

    @Sonja: Das tun sie sicher!
    Hängt vom Fokus der Aufmerksamkeit ab, ob man nur den Stein wahrnimmt oder daneben auch noch die große Blumenwiese ;)
    Liebe Abendgrüße.

  4. mona lisa | Donnerstag, 19. Juli 2018 19:44
    4

    @ Quer: Ab und an spüre ich ihn noch.
    Aber: Ich liebe Steine ;)
    Auch dir: liebevolle Abendgrüße.

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