Sommerabend


Die große Sonne ist versprüht,
der Sommerabend liegt im Fieber,
und seine heiße Wange glüht.
Jach seufzt er auf: „Ich möchte lieber …“
Und wieder dann: „Ich bin so müd …“

Die Büsche beten Litanein,
Glühwürmchen hangt, das regungslose,
dort wie ein ewiges Licht hinein;
und eine kleine weiße Rose
trägt einen roten Heiligenschein.

(Rainer Maria Rilke)

Datum: 20. August 2018
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4 Kommentare

  1. Quer | Dienstag, 21. August 2018 12:17
    1

    Sehr schön ist das – und es kommt mir irgendwie bekannt vor. :-)

    Lieben Dank dafür und herzlichen Gruss,
    Brigitte

  2. mona lisa | Dienstag, 21. August 2018 17:16
    2

    Hast du es etwa in den letzten Tagen gepostet?
    Durch meinen Besuch hier, habe ich in den letzten Tagen nicht regelmäßig bei dir gelesen.
    Herzliche Grüße

  3. Quer | Dienstag, 21. August 2018 18:39
    3

    Nein, das habe ich nicht. Aber ich dachte, ich hätte es bei dir vor Tagen rasch gesehen, bevor es wieder verschwand. Oder habe ich vielleicht geträumt? Oder es anderswo gelesen. Das kann nämlich auch sein. :-)

    Wie auch immer. Es ist schön, beides, Text und Bild.

  4. Quer | Donnerstag, 23. August 2018 6:40
    4

    Jetzt weiss ich es wieder – wie dumm von mir.
    (Das muss die Hitze gewesen sein.)
    Ich selber habe das Gedicht vor einiger Zeit bei mir für den 26. August geplant und darum so präsent gehabt.
    Na ja, du wirst es dann auch sofort erkennen.
    Sorry für das ganze Verwirrspiel.
    Lieben Gruss in den Tag,
    Brigitte

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