Neologismen und wiederbelebte Wörter

„Annette von Droste-Hülshoff war eine Nervensäge.“

(Karen Duve, Fräulein Nettes kurzer Sommer, Galiani 2018, S.18)

Für WörterliebhaberInnen ist der Roman eine Fundgrube. Es wimmelt von Neologismen und/oder alten Formulierungen, die wahrscheinlich bereits auf dem „Friedhof der Wörter“ gelandet sind und in diesem Roman eine Art „Auferstehung“ erleben dürfen. Hier einige Kostproben, vielleicht auch als Appetithappen für den (noch zu rezensierenden) Roman von Karen Duve:

Büchergrotten, Tanzbodenadel, Fliegenpötscher, Stubenblumen, Gartenzaunbillete, Brunnenhäuschen, moderne Afterkultur, Augenschirm, Großsstadtschliff, Kaff, Hausarme, Stiftsfräulein, Geistesadel …

Datum: 22. November 2018
Themengebiet: Aufgelesen, Worte, Zitate Trackback: Trackback-URL
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8 Kommentare

  1. Sonja | Donnerstag, 22. November 2018 11:15
    1

    Herrlich! Dankeschön für die Draufaufmerksammachung!
    „Büchergrotten“…lasse ich mir grad auf der Lesefrauenzunge zergehen wie Frühlingsgespargel…
    Gruß von Sonja

  2. mona lisa | Donnerstag, 22. November 2018 11:48
    2

    Ich dachte mir schon, dass es für dich etwas sein würde ;)
    Fröhliche Noch-Morgen-Grüße

  3. Quer | Donnerstag, 22. November 2018 15:55
    3

    Ja, das sieht nach einer besonderen Wörterfundgrube aus. Aber wenn es um ein Fräulein Nette geht, ist das vielleicht nicht verwunderlich…
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  4. geschichtenundmeer | Donnerstag, 22. November 2018 16:35
    4

    Ich lese es auch gerade.

  5. mona lisa | Freitag, 23. November 2018 5:03
    5

    @ Quer, es sind eher Begriffe, die die anderen in der Umgebung Nettes benutzen. Dennoch lassen sie – aus dem Kontext genommen – eigene Fantasieräume entstehen.
    Liebe Grüße

  6. mona lisa | Freitag, 23. November 2018 5:04
    6

    @ geschichtenundmehr, und wie gefällt der Roman?

  7. geschichtenundmeer | Samstag, 24. November 2018 6:12
    7

    Er gefällt mir teils gut, teils weniger gut. Die Studenten nerven ziemlich, aber die Verwandtenbesuche sind wunderbar geschildert, finde ich. Ich kann nur gerade nicht weiterlesen, weil mein E-Book-Reader den Geist aufzugeben scheint. (Seit drei Tagen geht gar nichts mehr.)

  8. 8

    […] Freude an den ironischen, oft sakrastischen Bemerkungen des Erzählers, vor allem an den vielen Neologismen oder historischen Wörtern, die heute vielfach in der Versenkung verschwunden […]

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