Wir wollen Brot aber auch Rosen


„Wenn wir zusammen gehen, geht mit uns ein schöner Tag
durch all’ die dunklen Küchen, und wo grau ein Werkshof lag,
beginnt plötzlich die Sonne unsere arme Welt zu kosen
und jeder hört uns singen: Brot und Rosen! Brot und Rosen!

Wenn wir zusammen gehen, kämpfen wir auch für den Mann,
weil unbemuttert kein Mensch auf die Erde kommen kann.
Und wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch,
wollen wir mehr: gebt uns das Brot, doch gebt uns die Rosen auch.

Wenn wir zusammen gehen, gehen unsre Toten mit.
Ihr unerhörter Schrei nach Brot schreit auch durch unser Lied.
Sie hatten für die Schönheit, Liebe, Kunst, – erschöpft – nie Ruh.
Drum kämpfen wir um’s Brot und wollen die Rosen dazu.

Wenn wir zusammen gehen, kommt mit uns ein bessrer Tag.
Die Frauen, die sich wehren, wehren aller Menschen Plag.
Zu Ende sei: dass kleine Leute schuften für die Großen.
Her mit dem ganzen Leben: Brot und Rosen! Brot und Rosen!“

(James Oppenheim)

Datum: 12. November 2018
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4 Kommentare

  1. Quer | Montag, 12. November 2018 9:03
    1

    Oh ja, beides gehört zwingend zum Leben.
    Sie sind die beiden Pole sozusagen.

    Einen lieben Gruss in eine Woche mit Brot und Rosen,
    Brigitte

  2. Sonja | Montag, 12. November 2018 9:09
    2

    Ich staune: unbemuttert kann kein Mensch auf die Erde kommen!
    Brot und Rosen, Tulpen vielleicht auch noch.

    Genau: Her mit dem ganzen Leben!!

    Gruß von Montagssonja

  3. mona lisa | Montag, 12. November 2018 11:40
    3

    @ Quer Habe ich sie doch noch zusammenbekommen ;)
    Liebe Grüße

  4. mona lisa | Montag, 12. November 2018 11:42
    4

    @ Sonja Ist ja mal wohl ne Tatsache, oder ;)
    Ich picke mir gern das zu mir Passende heraus – fürchte, dass ich sonst überfordert bin.
    Auch dir liebe Grüße in deinen Montagmorgen

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