Literatur als elternfreie Zone


„‚Mats liest viel, und wenn er liest, hört er nichts, man muss ziemlich laut rufen, um überhaupt irgendeine Reaktion zu bekommen. Ich habe zu ihm gesagt: ‚Du hörst ja nicht, was man dir sagt, wenn du liest.‘ Worauf er antwortete: ‚Nein, und das ist auch gut so. Denn wenn Mama wütend ist, setze ich mich einfach hin und lese.‘ Mir gefällt es sehr, dass Kinder auf diese Weise mit den verdammten Erwachsenen zurechtkommen.“

(aus: Jens Andersen, Astrid Lindgren, Ihr Leben, München 2018, S. 308)

Das spricht mir aus der Seele.
Lesen war und ist für mich immer noch Eintauchen in eine andere Welt.

Datum: 27. Januar 2019
Themengebiet: Allgemein, Aufgelesen, Fotos, Zitate Trackback: Trackback-URL
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4 Kommentare

  1. Quer | Montag, 28. Januar 2019 7:02
    1

    Lesen als Abwehrfunktion, das war mir bisher nicht bekannt.
    Heute übernehmen das wahrscheinlich die Smartphones und Kopfhörer…
    Lieben Gruss in die neue Woche,
    Brigitte

  2. mona lisa | Montag, 28. Januar 2019 8:15
    2

    Lesen/Literatur hat viele Funktionen, ob mit Buch oder Smartphone ;)
    Herzliche Grüße in die neue Woche.

  3. Sonja | Mittwoch, 30. Januar 2019 9:04
    3

    Der Enkel meinte letzthin, bevor er zu seinen kleinen Freundinnen ging: da können wir endlich spielen ohne nervende Erwachsene…daran denke ich jetzt.
    Gruß von Sonja

  4. mona lisa | Mittwoch, 30. Januar 2019 23:09
    4

    Tja. Es wäre sicher oft hilfreich, in solchen Situationen, wenn man sich an seine eigene Kindheit erinnern könnte – so wie Astrid Lindgren es offensichtlich in hohem Maße konnte. Dann muss man bei solchen Sätzen nicht in Widerstand gehen, sondern kann mit liebevoller Empathie reagieren.
    Mit herzlichem Gruß

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