Ich sah dir und der roten Blume nach

Es stand in der Dämmerung ziegelrot
Die erste Mohnblume über den Weg,
Die sich im Halbdunkel noch deinem Aug’ anbot.

Du nahmst sie mit. Die Mohnblum’ brannte noch,
Als längst die Nacht in alle Bäume kroch;
Hieltst sie wie eine kleine Fackel hoch.

Zu Haus trugst du sie leuchtend ins Gemach.
Ich sah dir und der roten Blume nach. –
Du trägst mir ewig neues Feuer unters Dach.

(M. Dauthenday)

Datum: 18. Mai 2020
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4 Kommentare

  1. Quer | Montag, 18. Mai 2020 7:59
    1

    Das Mohnblumenfoto ist grandios!
    Und die Gedichte von Dauthenday mag ich auch sehr.
    Wie schön das zusammen passt!
    Lieben Gruss zum Wochenbeginn,
    Brigitte

  2. mona lisa | Montag, 18. Mai 2020 8:21
    2

    Ich bin gestern mit dem Wunsch, eine Mohnblume zu finden, spazierengegangen. Es war (nur) diese eine!
    Welch eine Freude, sie dann festhalten und mit diesem Gedicht kombinieren zu können.
    Liebe Grüße

  3. sylvia | Montag, 18. Mai 2020 17:08
    3

    whaaaa! das knallt. oder klatscht. wie es mohn halt tut. wunderschön mitsamt gedicht!
    lieber gruß
    Sylvia

  4. mona lisa | Dienstag, 19. Mai 2020 7:28
    4

    Solche Hingucker lassen mein Herz und meine Seele tanzen, zumindest hüpfen ;)
    Liebe Grüße

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