Regenbogen über den Hügeln einer anmutigen Landschaft

Grau und trüb und immer trüber
Kommt das Wetter angezogen,
Blitz und Donner sind vorüber,
Euch erquickt ein Regenbogen.

Frohe Zeichen zu gewahren
Wird der Erdkreis nimmer müde;
Schon seit vielen tausend Jahren
Spricht der Himmelsbogen: Friede.

Aus des Regens düstrer Trübe
Glänzt das Bild, das immer neue;
In den Tränen zarter Liebe
Spiegelt sich der Engel – Treue.

Wilde Stürme, Kriegeswogen
Rasten über Hain und Dach;
Ewig doch und allgemach
Stellt sich her der bunte Bogen.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Datum: 7. Juni 2020
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2 Kommentare

  1. Quer | Sonntag, 7. Juni 2020 6:32
    1

    Es ist immer ein Glücksgefühl, einen Regenbogen zu Gesicht zu bekommen.
    Noch habe ich keinen gesehen in diesem Frühjahr…
    Danke für Bilder und Text,
    Brigitte

  2. mona lisa | Sonntag, 7. Juni 2020 7:43
    2

    Das ergeht mir genauso, vor allem, wenn es ein so großer kompletter, doppelter ist. Leider geben meine Regenbogenfotos nur einen geringen Hauch dieses Zaubers wieder.
    Dir einen schönen Sonntag

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