Samstag, 25. Juni 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

"Novalis vorm Grab. Die Zukunft in Scherben, die Vergangenheit mit Erde bedeckt. Indessen die Gegenwart? Wüst und einsam ist ihre Stelle. Wohin aus dem schmerzhaften Jetzt? Mit der Asche sich vermischen. Und wie überstehen die kommende Stunde? Kraftlos. Nur ein Gedanke des Elends. Und all die anderen sinnlos kommenden Stunden?" (aus: Marion Titze, Unbekannter Verlust, Berlin 1994 S. 51) weiterlesen...


Sonntag, 19. Juni 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

"Tanz des Erkennens" nennt Ken Wilber den Zirkel des Verstehens: "Um das Ganze verstehen zu können, muß man die Teile verstehen. Um die Teile zu verstehen, muß man das Ganze verstehen. Das ist der Zirkel des Verstehens." (aus: Ken Wilber, Das Wahre, Schöne Gute, Frankfurt/M 2005, S. 27) weiterlesen...


Freitag, 17. Juni 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

"Unbekannter Verlust" ist Marion Titzes erster Roman und spielt in den Jahren kurz nach der Wende in Berlin. Es ist die Geschichte bzw. das langsame zu Ende gehen einer Freundschaft zwischen Daniel und der Ich-Erzählerin. "Ich habe oft von ihm geträumt. Anders als unsere wirklichen Begegnungen waren die Träume friedlich und schön, waren greifbar wie Morgen und Abend. Die tatsächliche Zeit zwischen Morgen und Abend verlief wie verworrene Träume." Durch zahlreiche, oft nur assoziativ verbundene Rück-blicke, Geschichten, Anekdoten, (Kindheits-)Erinnerungen, Märchenschnipsel wird verständlich, weshalb die Freund-schaft zwischen den beiden zerbricht, die gemeinsam an einem Film über Novalis arbeiten. Es ist aber nicht nur die Geschichte einer letztendlich gescheiterten Freundschaft, sondern auch ...weiterlesen...


Donnerstag, 9. Juni 2011 | Kategorie: Allgemein, Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieser Roman beginnt mit einem harmlosen Familienfoto, das der Arzt Delbast am Strand von seiner Familie machen möchte. Durch den Sucher bemerkt er, dass Fanny, die Jüngste, auch Nummer sechs genannt, nicht mit dabei ist. Das nächste Kapitel (sie sind oft nur 1-2 Seiten lang/ kurz) beginnt mit dem Satz: "ICH BIN LANGSAM INS MEER HINEINGEGANGEN". Es endet mit: "Ich lebe." Ihr Vater hat sie gerettet. Im Verlauf des Romans wird deutlich, was die Tochter alles unternimmt, um die Aufmerksamkeit des Vaters zu erreichten, den sie so sehr liebt und bewundert, vor dem sie gleichzeitig aber auch Angst hat, den sie ...weiterlesen...


Dienstag, 31. Mai 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Hoffentlich zeigen sie diesen Film auch hier im Kino. Den möchte ich auf jeden Fall sehen! Hier ein kleiner Vorgeschmack: http://www.die-nordsee-von-oben.de/film/index.php weiterlesen...


Montag, 9. Mai 2011 | Kategorie: Allgemein, Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Deutschland - ein Land mit ausgeprägtem "Wiederver-wertungsgedanken", zahlreichen Wertstoffhöfen und diversen Tonnen für die privaten Haushalte. Aber eine Tonne für (wiederverwertbare) Sprachabfälle? Axel Hacke hat in seinem Büro "ein Eckchen für Sprachabfälle" eingerichtet, die er nicht mehr benötigt: "leere Floskeln, hohle Sprüche, zu oft verwendete Wörter, verbrauchte Sätze". Und Axel Hacke wäre nicht Axel Hacke, wenn er beim (Aus-) Sortieren nicht auch Wörter fände, mit denen er mehr oder weniger kleine, ironisch, bissige, anrührende Geschichten erzählt. Natürlich kommen dann auch Wörter zum Vorschein, die ihm besonders ans Herz gewachsen sind: "Alpen-hauptkamm" ist eins dieser Wörter: "Manchmal bilde ich mir ein, ich wohne nur deswegen in München, weil ich in Norddeutschland dieses Wort viel zu ...weiterlesen...


Mittwoch, 4. Mai 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Macht in der Liebe zerstört was alles vor allem aber die Liebe © mona lisa weiterlesen...


Sonntag, 1. Mai 2011 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (2)

Was mir (aus meinem Poesiealbum) so durch den Kopf schwirrt, wenn ich im Garten arbeite: - Sei wie das Veilchen im Moose, sittsam, bescheiden und rein und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert will sein. Derjenige, diejenige, der das gesagt hat, hatte von Gartenarbeit wenig Ahnung! Veilchen sind viel-leicht nicht soooo sichtbar wie Rosen, aber unterschätze man den Stolz der Veilchen nicht, die sich alles Mögliche einfallen lassen, um zu überleben und sich auszubreiten. Gut so! Ich mag sie nämlich!!!!! - Gärtner sein, das bringt schon Arbeit, kostet Zeit und viele Müh'n, aber groß ist dann die Freude, wenn recht schön die Blumen blüh'n. Wie wahr! - Rosen, Tulpen, Nelken, alle drei verwelken, ...weiterlesen...


Sonntag, 1. Mai 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (5)

Frühstück, "Lebenzeichen" hören, Gartenmobiliar auf die Terrasse stellen, in der Sonne Kaffee trinken, mit dem Hund durch die Frühlingslandschaft spazieren, immer wieder Fahrradfahrern begegnend, Spargel zum Mittag-essen, ein Nickerchen in der Sonne und dann die Idee, mal zu sehen, was auf dem grünen Hügel so los ist. Seit ich in Recklinghausen lebe, und das ist schon länger so, bin ich am 1. Mai noch nie dort gewesen. "Mama, das ist nichts für dich!" haben mir meine Jungs vor Jahren gesagt. Heute wollte ich mir selbst ein Bild machen: laute Musik, deren Texte ich nicht verstehen konnte, Massen von Leuten, die laufen, stehen, liegen, sich anstellen für Döner, ...weiterlesen...


Dienstag, 12. April 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

"Gestern war alles schöner, Die Musik in den Bäumen Der Wind in meinem Haar Und in deinen ausgestreckten Händen Die Sonne." (aus: Agota Kristof, Die Analphabetin, S. 24) weiterlesen...