Dienstag, 29. April 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Worte | Kommentare (7)

Heute war sie wieder da. Gemeint ist die Tageszeitung, die ich gestern nicht zum Frühstück lesen konnte. Fast war die Welt wieder in Ordnung, wenn, ja wenn mir nicht immer wieder der Satzfetzen "nie mehr, nie wieder mit ihm" durch den Kopf gegangen wäre. Ich würde so gerne wieder auf unsere Insel fahren, doch ich weiß nicht, ob die Furcht vor Erinnerungen an gemeinsame Aufenthalte nicht belastender ist als erholsame Spaziergänge am Meer - allein. Doch das kann ich nur herausfinden, indem ich dorthin fahre. - "Kneifen gildet nicht" - so hieß es in meiner Kindheit und Jugendzeit immer wieder,  ist vielleicht ...weiterlesen...


Montag, 28. April 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (1)

Tisch gedeckt, Brot geschnitten, Kaffee gekocht, Hund gefüttert - Frühstück ist fertig. Doch etwas fehlt. Zuerst bin ich gar nicht darauf gekommen. Doch dann wusste ich es: Es ist die Zeitung. Selbst wenn die Zeit noch so knapp ist, ein Blick in die Zeitung gehört für mich zum Frühstück dazu. Der Blick in die Zeitungsrolle fiel auf keine Zeitung, der in den Briefkastenschlitz ebensowenig. Also: Frühstück ohne Zeitung! Wird zwar gutgeschrieben, nutzt mir aber auch nichts. Hoffentlich liegt sie morgen wieder an gewohnter Stelle. weiterlesen...


Donnerstag, 17. April 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (10)

Die siebzehn war unsere Zahl: Er, geboren am 17. 05., ich am 17.11., geheiratet haben wir am 17.12., heute, am 17.04., sind sechs Wochen seit seinem Tod vergangen. Immer wieder fallen mir die Verse der ersten Strophe aus Erich Frieds Gedicht "Ohne dich" ein: "Nicht nichts/ ohne dich/ aber nicht dasselbe." Ich komme ohne ihn klar, es hat ja auch ein Leben vor ihm gegeben, also gibt es auch ein Leben nach ihm. Und dennoch: Ich vermisse ihn so sehr. Es gibt keine gemeinsame Entwicklung, keine "Löffelchenliste" mehr, die wir gemeinsam "abarbeiten", genießen können, nur noch Erinnerungen. Die aber ...weiterlesen...


Dienstag, 15. April 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Aufgeschnappt | Kommentare (2)

Das Lämpchen des AB leuchtet. Ich lasse zurückspulen und wundere mich, wie lange das dauert: "Sie haben definitiv einen Preis gewonnen, der unter notarieller Aufsicht, ja Sie haben richtig gehört, unter notarieller Aufsicht gezogen wurde. Damit wir Ihnen diesen Preis auch zukommen lassen können, müssen Sie nur noch anrufen. Wählen Sie: 0900 .... , der Anruf kostet Sie nur 1,99 € pro Minute. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören." Das glaube ich gerne, sonst aber auch nichts. Mich wundert, dass sich sich diese Masche offensichtlich immer noch zu lohnen scheint. weiterlesen...


Samstag, 5. April 2008 | Kategorie: Alltägliches, Aufgelesen, Zitate | Kommentare (4)

"Gleichgewicht ist nicht "Entweder - Oder". Es ist Und." (Stephen R. Covey) Dieser Satz ist mir heute Morgen in die Augen gesprungen. Sofort habe ich gedacht: Ja, wie oft in meinem Leben bin ich von anderen in Situationen gebracht worden, in denen sie mir klar machen wollten, es gebe nur ein entweder ... oder und ich hätte mich zu entscheiden für das eine oder das andere. "Entweder du machst dies oder du hast mich/ uns nicht mehr gern." "Entweder du hast einen Freund oder du studierst. Beides geht nicht." Ich wollte meinen Freund nicht aufgeben und studieren. Ich habe ihn nicht ...weiterlesen...


Donnerstag, 27. März 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (1)

Als Hinterbliebene hat man Anspruch auf eine Vorschusszahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung, unabhängig von der Höhe des eigenen Einkommens. Die Zahlung dieses Vorschusses ist mit der Auflage verbunden, einen Antrag auf Hinterbliebenenrente zu stellen. Den muss man auch dann stellen, wenn aufgrund der Höhe des eigenen Einkommens kein Anspruch auf Rente besteht, denn sonst wird der bereits ausgezahlte Vorschuss zurückgefordert. Alles klar? Also heißt es, Formulare, Bescheinigungen, Ausweise, Stammbuch, Urkunden etc. zusammenzusuchen und die Fragen des Antrags zu beantworten. Selbst die Kontoverbindung muss man angeben, auch dann, wenn keine Zahlungen erfolgen werden. Als Beamtin ist man nicht in ...weiterlesen...


Sonntag, 23. März 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Aufgeschnappt | Kommentare (2)

Im Radio ging es in den letzten Tagen viel um Tod, Sterben und den Sinn von Auferstehung. In diesem Zusammenhang sagte jemand, dass die Menschen allzuoft nicht bereit seinen, darauf zu warten, dass sie auf ihre (z.T. vorschnell gestellten Fragen) Antworten bekämen. Ich habe soviele Fragen, so wenig Antworten, was meine (unmittelbare) Zukunft betrifft, dass ich in dem Moment gedacht habe, vielleicht ist es sinnvoll, erst einmal richtige, sinnvolle Fragen zu finden, auf deren Antworten es sich zu warten lohnt. Doch wie, womit füllt man die Zeit des Wartens? Mit hektischer Betriebsamkeit, mit innerer Einkehr und Stille, mit der Rückkehr zum ...weiterlesen...


Dienstag, 4. März 2008 | Kategorie: Alltägliches, Aufgeschnappt, Worte | Kommentare (9)

"Ich lebe meinen Traum! Lebensträume wahr machen" das war der heutige Titel der WDR 5 Sendung "Lebensart". Dort erzählten Menschen unterschiedlichsten Alters von ihren Lebensträumen, die sie sich erfüllt hatten oder von deren Erfüllung sie noch träumen. Das erinnert mich an die "Löffelchenliste" einer Bekannten, die ihre Wünsche immer wieder in ein kleines Büchlein schreibt und "abarbeitet", genießt, wenn sie sich einen davon erfüllt hat, um andere hinzuzuscheiben. Eine nachahmenswerte Idee. Werde gleich mal schauen, welche Wünsche, Träume ich aufschreibe, an schönen Büchlein, Kladden etc. fehlt es nicht, das Leben der Träume wird dann schon schwieriger, aber wer weiß? Was erst ...weiterlesen...


Donnerstag, 28. Februar 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (2)

Meist fällt man um, wenn man in große Klassen kommt, vor allem im Winter, als wenn Schüler Angst hätten zu erfrieren. Wie angenehm ist es zur Zeit in einer Unterstufenklasse: Dort duftet es zart nach Frühling. Auf den Fensterbänken wachsen Tulpen, Hyazinthen, Osterglocken, setzen farbige Akzente und verströmen großzügig ihren Duft. Scheint dann auch noch die Sonne durch endlich geöffnete Fenster, genießen alle die "Stilleminute" zu Beginn der Stunde, die ich in einigen Klassen eingeführt habe. Während dieser "Sendepause" genieße ich Vogelgezwitscher, den Blick nach draußen und: ruhige Schüler, die mir manchmal sehr erstaunt erscheinen über diese Ruhe, so ...weiterlesen...


Mittwoch, 27. Februar 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (2)

Während einer Oberstufenklausur: Es ist kurz vor Pausenbeginn, als eine Horde Unterstufenklässler auf den Schulhof gerannt kommt. Soweit noch kein Problem, müssten sie ihr Rennen nicht mit ohenbetäubendem Lärm verbinden. Sämtliche Fenster bleiben auf Wunsch der schreibenden Schüler während der kompletten Pause geschlossen, damit die Konzentration nicht aufgrund des Lärms "baden" geht. Der Wunsch nach anderen Klausurräumen für die Zukunft wird laut. Doch diesem Wunsch sind räumliche Grenzen gesetzt. Vielleicht sind Ohrstöpsel während der Klausuren in Zukunft notwenig. Oder könnte sich die SV dieses Problems einmal annehmen? Doch das ist sicher fraglich, da seit einiger Zeit die Pausenhalle während der großen ...weiterlesen...