Mittwoch, 9. April 2014 | Kategorie: Aufgelesen, Worte | Kommentare (0)

In Frank Goosens "Sommerfest" ist von "Heimatwörtern" die Rede. Das sind Wörter, in denen man sich zu Hause fühlt. Bewusst wird einem das meist erst, wenn man längere Zeit nicht in der Heimat gelebt hat, so wie mir, als ich in Hessen gelebt habe. Heimatwörter des Ruhrgebiets waren/sind u.a.: drinne, astrein, knorke, sich diebisch freuen, Muckefuck, Killefit, Blagen, Bude, Bömbskes, Klümpkes ... Die Heimat-Zeitform ist das Plusquamperfekt: Da war ich drinne gewesen. Kannze vergessen. (Goosen, Sommerfest, S.173) weiterlesen...


Samstag, 29. März 2014 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (3)

Kl. Frauchen, lieb, ehrl. u. treu , 47 J., 160 gr., 55kg, NR, sucht einen ge. sanften Mann, der sie beschützt und lieb hat. Zuschriften an Chiffre-NR. weiterlesen...


Dienstag, 25. März 2014 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen | Kommentare (1)

"Wer dich auffordert, endlich erwachsen zu werden, der meint damit eigentlich, dass du aufhören sollst, zu wachsen." (Tom Robinson, Musiker und Songwriter, aufgelesen in: barbara I. frederickson. die macht der guten gefühle, s. 239) Dieses Zitat erinnert mich daran, dass ich nie erwachsen werden wollte, weil Erwachsene für mich immer so "fertig" waren. Sie wussten genau, was richtig und falsch war, wie man was, wie tun musste, wie man sich zu benehmen hatte ... Ihr Postulat: "Werd endlich erwachsen!" Hieß übersetzt: Werd endlich so wie wir! Aber genau das wollte ich nicht! Der Satz eines Deutschlehrers hat mich aufhorchen lassen: "Je älter man wird, desto weniger genau ...weiterlesen...


Mittwoch, 12. März 2014 | Kategorie: Aufgelesen, Worte | Kommentare (3)

Ich stelle mir gerade folgende Artikelüberschriften bildlich vor: Mit einem Bein im Gefängnis Aufschrei der Krankenhäuser Kindergeld soll erst 2016 steigen Rente aufstocken Karstadt-Chefin verzichtet auf Kahlschlag weiterlesen...


Montag, 10. März 2014 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (2)

Einmal kam einer zu einem Weisen. "Sag mir etwas über das Leben", bat er. Der Weise überreichte ihm eine Tasse. Er goss Tee hinein und goss und goss und goss, bis sie überlief. "Halt, hör auf. Es pass nicht mehr hinein!" "Wie diese Tasse", entgegnete der Weise, "bist du randvoll mit deinen Ansichten, Meinungen, Spekulationen. Wie soll ich dir etwas erzählen, wenn du nicht erst deine Tasse leerst?" (gefunden im 1. Brief der Aktion: 7 Wochen anders leben) weiterlesen...


Dienstag, 25. Februar 2014 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Aber zeugt es nicht von einer guten Ökonomie, daß sensitive Künstler in ruhigen Zeiten und unter günstigen Umständen ungestört nach der schönsten und passendsten Form für ihre tiefsten Erkenntnisse suchen können, an denen sich Menschen, die in bewegteren und kräftezehrenden Zeiten leben, aufrichten können und in denen sie ein fertiges Gehäuse vorfinden für ihre Verwirrung und ihre Fragen, die noch zu keiner eigenen Form und Lösung gelangt sind, weil die tägliche Energie für die täglichen Nöte aufgebraucht wird? In schweren Zeiten pflegt man gelegentlich mit einer verächtlichen Geste die geistigen Errungenschaften von Künstlern aus sogenannten leichteren Zeiten (Künstler-Sein ist doch ...weiterlesen...


Dienstag, 18. Februar 2014 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (3)

Das Leben selbst muß immer die Urquelle sein, niemals ein anderer Mensch. Viele Menschen, vor allem Frauen, schöpfen ihre Kraft aus anderen Menschen, statt selbst wirklich zu leben; jener Mensch und nicht das Leben ist ihre Quelle. Das ist so verdreht und unnatürlich wie nur möglich. (aus: Etty Hillesum, Das denkende Herz, S.40) weiterlesen...


Sonntag, 16. Februar 2014 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Der Mensch mag seine höhere Bestimmung auf Erden oder im Himmel, in der Gegenwart oder in der Zukunft suchen, so bleibt er doch innerlich einem ewigen Schwanken, von außen einer immer störenden Einwirkung ausgesetzt, bis er ein für allemal den Entschluß faßt, zu erkären, das Rechte sei das, was ihm gemäß ist. (Goethe, Dichtung und Wahrheit) weiterlesen...


Freitag, 24. Januar 2014 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (4)

Was tummelt sich nicht alles in den Zeitungsanzeigen: Bergische Jungen (59), große Riesen, die eine kleine Riesin suchen, Bruchpiloten, Pferdeflüsterer und wintersportbegeisterte Brillenträger. Und was suchen sie? Die lebenslustige, schlanke, verrückte, flexible Nudel, ein Herzblatt, die bereits erwähnte kleine Riesin (175), die Bodenständige oder eine Frau auf Augenhöhe, was bei 187 nicht so ganz einfach sein wird. Einer fragt, ob er sich eine neue Partnerin backen soll? Er ist Gärtner, vielleicht sollte er sich da lieber an einen Bäcker wenden. weiterlesen...


Mittwoch, 1. Januar 2014 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Ein großer harter Samurai ging einmal einen kleinen Mönch besuchen. „Mönch“, herrschte er ihn an, „lehre mich etwas über Himmel und Hölle!“. Der Mönch sah zu dem mächtigen Krieger auf und sagte voller Verachtung: „Warum sollte ich dich etwas lehren? Du bist schmutzig, du stinkst, deine Klinge ist rostig, du bist eine Schande für die Kaste der Samurais! Geh mir aus den Augen!“ Der Samurai war sprachlos vor Wut. Er zog sein Schwert, um den Mönch damit zu erschlagen. „Das ist die Hölle“, sagte der Mönch sanft. Der Samurai begriff. Dankbarkeit und plötzlicher Frieden erfüllten ihn. „Und das ist der Himmel“, sagte der Mönch. (nachzulesen im ...weiterlesen...