Mittwoch, 19. Juli 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (0)

„Meine liebe Bergit. Es gibt Tage, an denen man das Alleinsein sehr spürt. Da hilft kein Buch. Da hilft selbst die tollste Arbeit nicht. Vielleicht ist das neu einsetzende Winterwetter dran schuld, dass ich heute nur so herum pendle, vielleicht die Übermüdung nach einer anstrengenden Woche, vielleicht ist es das Gefühl, dass dieser Krieg noch endlos dauern wird. Dazu der Gedanke, dass die letzte Nachricht von dir vier Monate alt ist, und vier Monate sind eine schrecklich lange Zeit. Wenn man sich doch nur direkt schreiben könnte! Aber immer auf diesem grässlichen Umweg und dazu stets nur Grüße und nicht ...weiterlesen...


Montag, 17. Juli 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (0)

Es schien, als wäre die alte Welt gestorben und eine neue begönne mit uns, so geistig und kräftig und liebend und leicht war alles geworden, und wir und alle Wesen schwebten, selig vereint wie ein Chor von tausend unzertrennlichen Tönen, durch den unendlichen Aether. ... Sterblichkeit ist Schein, ist, wie die Farben, die vor unserm Auge zittern, wenn es lange in die Sonne sieht! ... Ja, eine Sonne ist der Mensch, allsehend, allverklärend, wenn er liebt, und liebt er nicht, so ist er eine dunkle Wohnung, wo ein rauchend Lämpchen brennt. (aus: Hölderlin, Hyperion oder Der Eremit in Griechenland, Frankfurt a.M. 2. Aufl. ...weiterlesen...


Montag, 17. Juli 2017 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Fotos | Kommentare (0)

"Aber was hilft die Mauer um den Garten, wo der Boden dürre liegt? Da hilft der Regen vom Himmel allein. O Regen vom Himmel! o Begeisterung!" Hölderlins Metapher für den Zustand des Staates. (aus: Friedrich Hölderlin, Hyperion oder Der Eremit in Griechenland, Frankfurt a.M. 2. Aufl. 1980, S. 42f) weiterlesen...


Sonntag, 16. Juli 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

„Deinen Brief vom 23. Mai überreichte mir der Postsekretär heute früh, als ich nach dem Brunnen ging. Es war mir umso angenehmer, als ich wirklich seit einigen Tagen briefdurstig bin: denn außer einem lakonischen Blatt von der Mutter und einem Leipziger Brief von Cotta habe ich die ganze Zeit meines Hierseins von Freunden nichts weiter vernommen…“ (Johann Wolfgang Goethe an seinen achtzehnjährigen Sohn August, mitgenommen aus der heutigen Sendung "Lebenszeichen, Mitten im leben schreib ich dir" des WDR v. 16.07.2017) weiterlesen...


Sonntag, 9. Juli 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Fotos | Kommentare (0)

Diese Aufkleber gab's schon Wochen vor dem G20 Gipfel in Hamburg zu sehen: weiterlesen...


Montag, 3. Juli 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Fotos | Kommentare (0)

"Nach einem halben Leben im Ausland dürstete mich nach meinem Land mit all seinen Erbärmlichkeiten. Mit seinen Frauenvereinskaffetrinken, seiner Kuchenbesessenheit, seinem Colakonsum und dem Cocktailsoßengeklecker. Mit Regen und Sturm und seinen ungehobelten, barschen Kerlen. Mit seiner kulturlosen, schafzüchtergroben, schlechtdeutschen Architektur, seinen endlosen Parkplätzen und Benzintempeln. ... Island ist nun weiß Gott nicht überall schön. Das Hochland zum Beispiel ist über weite Strecken total hässlich, so auch rund um den Snæfellsjökull, und erst recht die Halbinsel Reykjanes und die Hellisheidi, diese kalt gebackene Schneesturmgrütze. Dennoch suchen Reisende von weither diese kahlen, öden Landstriche auf, weil sie von ihrer EU-genormten Lieblichkeit mit steinernen ...weiterlesen...


Dienstag, 13. Juni 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Fotos, Zitate | Kommentare (2)

Der unglückliche Mensch ist immer von sich selbst abwesend und niemals präsent.“ (Søren Kierkegaard) weiterlesen...


Montag, 12. Juni 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (3)

Abends gab's dann noch einmal im Dortmunder Konzerthaus in der Reihe Musik für Freaks Kafka zu hören. Der ungarische Komponist György Kurtág hat vierzig Kafka Aphorismen und Miniaturen für Sopran und Violine "mit wenigsten Tönen, so viel und so dicht wie möglich" (Programmheft d. Konzerthauses Dortmund) vertont. Das Ergebnis ist keine leichte, erbauliche Kost, aber mit Anna Maria Pammer und Patricia Kopatchinskaja, zwei Musikerinnen mit Leidenschaft und Begeisterung, ein eindringliches, nachklingendes Erlebnis. Hier einige der Kafka-Texte: DER WAHRE WEG "Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt, stolpern ...weiterlesen...


Sonntag, 4. Juni 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Worte, Zitate | Kommentare (2)

Zu nah den Augen ist nicht besser als zu fern - dich selbst durchschaust du nicht und nicht den Weltenstern. (HARIRI, dem Roman Friedrich Torbergs, .. . und glauben, es wäre die Liebe vorangestelltes Motto) weiterlesen...


Dienstag, 30. Mai 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Merk-Würdiges | Kommentare (4)

Woglinde Nur wer der Minne Macht entsagt, nur wer der Liebe Lust verjagt, nur der erzielt sich den Zauber, zum Reif zu zwingen das Gold. Wellgunde Wohl sicher sind wir und sorgenfrei: denn was nur lebt, will lieben; meiden will keiner die Minne. (Richard Wagner, aus: Der Ring des Nibelungen, Rheingold) weiterlesen...