Samstag, 22. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen |
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Habt ihr schon einmal etwas von "toleranten Zaunbesitzern" gehört? Ein Neologismus?
Dieses Wort eines Anschreibens ist mir jedenfalls sofort ins Auge gefallen, mit dem ein Zirkus bat, Plakate für seine Vorstellungen am Zaun befestigen zu dürfen. Der Brief - eine nette Geste, jedenfalls allemal besser als das Verhalten vieler wilder Plakatierer, die meist ungefragt - oft auch noch sehr häßlich gestaltete - Hinweise für Veranstaltungen aufhängen, die man nie unterstützen würde!
Jetzt bin ich nicht nur Deutschland, Weltmeister, Papst sondern auch noch toleranter Zaunbesitzer, wäre doch sicher bei der nächsten Bewerbung ein vielleicht entscheidendes Kriterium Mitbewerbern gegenüber! Und ich hab's schriftlich!
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Freitag, 21. Dezember 2007 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen |
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Sollte ich diese Meldung als Weihnachtsbotschaft, als Friedensangebot werten? Jedenfalls konnte ich heute Morgen in der Zeitung Folgendes lesen: "Schulministerin Barbara Sommer (CDU) will auf die Kritiker zugehen. NRW werde das Instrument der Kopfnoten zuerst erproben. Danach will Sommer mit Eltern, Schülern, Lehrern und Firmen über mögliche Korrekturen reden."(RZ v. 21.12.07)
Angesichts dieser Meldung ist vielleicht die Frage erlaubt: Wieso soll erst danach mit den Betroffenen geredet werden? Wäre es nicht vorher sinnvoller gewesen? Jeder in der Praxis betroffene Lehrer hätte vorher sagen können, dass sechs Kopfnoten unsinnig sind, wenn man Schüler sinnvoll und begründet beurteilen will, ansonsten läuft es ...
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Dienstag, 18. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate |
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"Ich hab es satt, wozu sollen wir Menschen miteinander kämpfen? Wir sollten uns nebeneinandersetzen und Ruhe haben." (Georg Büchner, Dantons Tod II,1)
Eine noch immer aktuelle Forderung, die Büchner schon 1835 seinem Danton in den Mund gelegt hat.
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Sonntag, 16. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate |
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"Die Liebe braucht so viel Distanz, dass man immer wieder aufeinander zugehen kann. "
(Ernst Ferstl)
Eigentlich ein sinnvolles Motto für die kommenden Festtage: Auf die zugehen, die wir lieben, wenn sie es denn wollen, und die Distanz zu denen aushalten, die Nähe nicht zulassen können. Das auzuhalten, kann Liebe sein.
Euch einen sonnigen dritten Advent!
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Montag, 10. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate |
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"Dennoch war Oskar nach dem Abitur der Einzige seiner Klasse, der noch keine Erfahrungen in angewandter Nächstenliebe gesammelt hatte. Er berachtete das als Sieg. Er war überzeugt, dass es auf der ganzen Welt keinen Menschen gebe, dessen Anwesenheit er länger als zehn Minuten ertragen könnte.
Die Größe dieses Irrtums machte ihn schwindeln, als er an der Universität auf Sebastian traf."
Ob die Bemerkung zutrifft: "It was the beginning of a wonderful friedship." wie in dem Filmklassiker "Casablanca"? Diese Frage kann ich erst nach dem Lesen des neuen Romans "Schilf" von Juli Zeh beantworten. - Demnächst.
(aus: Juli Zeh, Schilf, Frankfurt/M 2007 S. ...
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Samstag, 8. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Gedichte |
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Willst du dir ein gut Leben zimmern
Musst ums Vergangene nicht nicht bekümmern,
Und wäre dir auch was verloren,
Erweise dich wie neu geboren.
Was jeder Tag will, solllst du fragen,
Was jeder Tag will, wird er sagen;
Musst dich an eigenem Tun ergötzen,
Was andre tun, das wirst du schätzen;
Besonders keinen Menschen hassen ,
Und das Übrige Gott überlassen.
(J.W. Goethe)
Leider bekomme ich seit Tagen das Gleiche zu hören, ... ihr wisst schon!
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Samstag, 8. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Rezensionen |
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"An einem eiskalten, bedeckten Wintertag des Jahres 1975 wurde ich - im Alter von zwölf Jahren - zu dem, der ich heute bin. Ich erinnere mich noch genau an den Moment: Ich hockte hinter einer bröckelnden Lehmmauer und spähte in die Gasse in der Nähe des zugefrorenen Bachs. Viel Zeit ist inzwischen vergangen, aber das, was man über die Vergangenheit sagt, dass man sie begraben kann, stimmt nicht. So viel weiß ich nun. Die Vergangenheit wühlt sich mit ihren Krallen immer wieder hervor. Wenn ich heute zurückblicke, wird mir bewusst, das ich die letzten sechsundzwanzig Jahre immerzu in diese ...
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Freitag, 7. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate |
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"Ruhe ist Frieden. Gelassenheit. Ruhe kehrt ein, wenn der Lautstärkenregler des Lebens heruntergedreht wird. Stille heißt, es ist alles ausgeschaltet. " ( Khaled Hosseini, Der Drachenläufer, S. 367)
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Mittwoch, 5. Dezember 2007 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Zitate |
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"Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken."
(Hermann Hesse)
(Ungelesene) Bücher habe ich genug, der Wunsch zu lesen ist mächtig. Doch leider kann ich mit dem Kauf eines Buches nicht auch die dazu notwendige Zeit erwerben. Ich habe schon fast Entzugserscheinungen, sehe Rot, da ich im Moment zwar lese, lese lese, aber leider überwiegend Hefte. Aber wie heißt es so schön? Alles hat seine Zeit.
Die Zeit des Bücherlesens (und die der Rezensionen) wird wieder kommen.
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Montag, 3. Dezember 2007 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen |
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Ein weiser Mann wird gerufen, um einem kranken Kind zu helfen. Er sprach einige Worte, dann gab er den Eltern das Kind zurück und meinte, dass es nun gesunden werde. Doch die Eltern glaubten das nicht. Nur durch Worte sollte das Kind genesen? Darauf schimpfte der Weise: "Ihr versteht doch gar nichts davon, ihr Narren!" Nun wurden die Eltern ärgerlich. Der Eingeweihte aber meinte ruhig: "Wenn Worte die Kraft haben, euch zu erzürnen, warum sollten dann Worte nicht auch die Kraft haben zu heilen?"
Was geht oft in unseren Köpfen vor, welche Sätze tummeln sich dort und lähmen unsere Kraft, Energie, ...
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