Freitag, 23. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Fotos, Zitate | Kommentare (2)

Der moderne Mensch muss vor allem drei Dinge lernen, um gesund und ganz zu werden: Die Kunst des Ausruhens Die Kunst der Kontemplation Die Kunst des Lachens und des Lächelns (Roberto Assagioli) weiterlesen...


Donnerstag, 22. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Worte, Zitate | Kommentare (8)

"Annette von Droste-Hülshoff war eine Nervensäge." (Karen Duve, Fräulein Nettes kurzer Sommer, Galiani 2018, S.18) Für WörterliebhaberInnen ist der Roman eine Fundgrube. Es wimmelt von Neologismen und/oder alten Formulierungen, die wahrscheinlich bereits auf dem "Friedhof der Wörter" gelandet sind und in diesem Roman eine Art "Auferstehung" erleben dürfen. Hier einige Kostproben, vielleicht auch als Appetithappen für den (noch zu rezensierenden) Roman von Karen Duve: Büchergrotten, Tanzbodenadel, Fliegenpötscher, Stubenblumen, Gartenzaunbillete, Brunnenhäuschen, moderne Afterkultur, Augenschirm, Großsstadtschliff, Kaff, Hausarme, Stiftsfräulein, Geistesadel ... weiterlesen...


Sonntag, 11. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Fotos | Kommentare (4)

Von Rainer Maria Rilke gibt es eine Geschichte aus der Zeit seines ersten Pariser Aufenthaltes: Gemeinsam mit einer jungen Französin kam er um die Mittagszeit an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld anhielt. Ohne zu irgendeinem Geber je aufzusehen, ohne ein anderes Zeichen des Bittens oder Dankens zu äußern als nur immer die Hand auszustrecken, saß die Frau stets am gleichen Ort. Rilke gab nie etwas, seine Begleiterin gab häufig ein Geldstück. Eines Tages fragte die Französin verwundert nach dem Grund, warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort: "Wir müssen ihrem Herzen ...weiterlesen...


Freitag, 9. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges | Kommentare (2)

Ein Tag wie dieses Bild. Viel Nebel. Wenig Land in Sicht. Verwirrung. Trauer. Müdigkeit. Schon wieder gewinnt einer von denen. Einer, der Nebel und Bilder für sich und gegen andere nutzt. Sich und einige über andere stellt. Einer, von denen die Kraft rauben, statt sie zu geben. Einer von denen, denen ihr Platz erst dann reicht, wenn sie ihn allen anderen genommen haben. Einer von so vielen, die mich zwingen, Menschen nicht zu mögen, nicht zu trauen, nicht zu nah kommen zu lassen. Weil er einer von so vielen ist. Es schmerzt nicht, weil er es ist, weil er noch lauter, noch sexistischer, noch rassistischer ...weiterlesen...


Mittwoch, 7. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

"Wenn ... dir jemand wirklich zuhört, ohne dich zu verurteilen, ohne dass er den Wunsch hat, die Verantwortung für dich zu übernehmen oder dich nach seinem Muster zu formen - dann fühlt sich das verdammt gut an. Jedes Mal, wenn mir zugehört wird und ich verstanden werde, kann ich meine Welt mit neuen Augen sehen und weiterkommen. Es ist erstaunlich, wie scheinbar unlösbare Dinge doch zu bewältigen sind, wenn jemand zuhört. Wie sich scheinbar unentwirrbare Verstrickungen in relativ klare, fließende Bewegungen verwandeln, sobald man gehört wird." (Carl Rogers) Diese heilsame Erfahrung kann ich in manchen Kontakten immer mal wieder machen und ...weiterlesen...


Dienstag, 6. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

Alt sein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt. (Martin Buber) weiterlesen...


Donnerstag, 1. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Gedichte, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

An allen Feiertagen strahlt das WDR die Sendung "Liegen bleiben" aus. Ich freue mich nach jeder Sendung bereits auf die nächste! Die heutige Sendung war Erich Fried gewidmet, der vor dreißig Jahren verstorben ist. Ich kann mich noch glücklich schätzen, ihn auf einer Lesung - ich meine in Marburg - erlebt haben zu können. Ich mag seine Gedichte wegen der Knappheit und Klarheit im Ausdruck, auf kleinstem Sprach-Raum Platz zu schaffen für ein eigenes Phansatie- und Assoziationsuniversum. Er hat viel von den Herausforderungen der Liebe, in der Liebe, durch die Liebe geschrieben. Viele dieser Gedichte sind nicht weniger politisch als seine ...weiterlesen...


Montag, 29. Oktober 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (8)

"Wieder muss ich die Gezeitenwechsel ertragen - mein Leben ist ein Rosenkranz erbitterter Zweikämpfe, und die mächtige Anziehung des Sex verbindet die Kugeln zur Kette. Und am Ende hängt ganz gewiss das Zeichen des Gekreuzigten ... Ich weiß nicht, und ich mag nicht hinschauen, aber ich bin so erschüttert vor Schmerz, dass ich spüre, es muss ein Ende haben mit meinem kompromisslosen Lieben und Entliebtwerden - mit den Liebesgeschenken, die mir wieder an den Kopf geschleudert werden, blass und wurmstichig. Pah! Wie sieht mein nächster Zug aus, frage ich mich - Tod, Resignation oder Lähmung? Es wird nicht von Dauer ...weiterlesen...


Sonntag, 28. Oktober 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (3)

“Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrthum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrthum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist. – Oft lehrt man auch Wahrheit und Irrthum zugleich und hält sich an letzteren.” (Goethe im Gespräch mit Johann Peter Eckermann) weiterlesen...


Montag, 22. Oktober 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (4)

"Mein liebster Umgang mit Menschen ist ein indirekter, ein Traum, mein zweitliebster: der Briefwechsel … ich habe Begegnungen im Leben nicht gern: es ist wie ein Zusammenstoßen der Stirnen. Zwei Wände. So dringt man nicht durch. Eine Begegnung muss sein wie ein Bogen. Ein Darüberhinaus. Ein Emporwerfen der Stirnen." (Marina Zwetajewa an Boris Pasternak) weiterlesen...