Donnerstag, 2. April 2020 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Die Krähe lacht. Die Krähe weiß,Was hinter Vogelscheuchen steckt,Und dass sie nicht wie Huhn mit ReisUnd Curry schmeckt.Die Krähe schnupft. Die Krähe bleibtNicht gern in einer Nähe.Dank ihrer Magensäure schreibtSie Runen. Jede Krähe.Sie torkelt scheue Ironie,Flieht souverän beschaulich.Und wenn sie mich sieht, zwinkert sieMir zu, doch nie vertraulich. (Joachim Ringelnatz)  weiterlesen...


Mittwoch, 1. April 2020 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

mein Garagendach Auf den eisbedeckten Scheibenfängt im MorgensonnenlichteBlum und Scholle an zu treiben... Löst in diamantnen Tränenihren Frost und ihre Dichte,rinnt herab in Perlensträhnen... Herz, o Herz, nach langem Wähnenlass auch deines Glücks Geschichtediamantne Tränen schreiben! (Christian Morgenstern, Morgensonne im Winter) weiterlesen...


Freitag, 20. März 2020 | Kategorie: Allgemein, Denk-Würdiges, Fotos | Kommentare (4)

Diese Krise beinhaltet - wie alle anderen zuvor - die Möglichkeit, innezuhalten und Neues zu entdecken. Was auch immer das Ergebnis sein wird: Sie wird Spuren hinterlassen, ein Weiter so wie bisher wird es nicht geben. Und vielleicht ist das auch gut so. Noch stecken wir drin und müssen schauen, wie wir damit umgehen, vor allem mit der großen Unsicherheit. Wir begegnen uns selbst auf eine unmittelbarere Art und Weise. Die Möglichkeiten, sich selbst aus dem Weg zu gehen, sind geringer geworden. Und sicher zeigen sich auch unsere Schattenseiten deutlicher, wenn wir in die Stille gehen, lauschen, fühlen, wahrnehmen und ...weiterlesen...


Donnerstag, 19. März 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Für mich ist "Sommer bei Nacht" der erste Krimi von Jan Costin Wagner, aber auf keinen Fall der letzte. Marko geht mit zwei sehr großen Teddybären über das Gelände eines Schulhofs, auf dem gerade ein Flohmarkt stattfindet und wird von Jannis, einem fünfjährigen Jungen angesprochen: " 'Dein Teddy?' ...'Ja', sagt er.Er reicht dem Jungen den Teddy, nimmt seine Hand. Etwas rastet ein. Seine Hand in der Hand des Jungen und noch etwas. Etwas anderes. ... Sein Wagen steht in der Seitenstraße. Er versetzt dem Jungen einen Schlag gegen die Schläfe, bevor er ihn auf die Rückbank legt.Er steigt ein, startet den ...weiterlesen...


Mittwoch, 18. März 2020 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Worte, Zitate | Kommentare (2)

Jetzt ist nur AbstandAusdruck der Fürsorge. (Angela Merkel) weiterlesen...


Dienstag, 17. März 2020 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Wir gehen aneinander vorüber,Jeder in sich und sein Schicksal gebannt –Wir schicken Gruß und Gebärde hinüberund leben jeder in anderem Land ...Aber hinter Wällen und Mauern,Die sich unsichtbar zwischen uns baun,Lebt der einsamen Seelen TrauernUnd der verwirrten Geschöpfe Graun.Suchender Sehnsucht trübe FunkenSchwirren über den Mauerrand –Aber schon hat sie die Nacht getrunken,Ehe das Licht zum Ziele fand ...Und von der nächtlichen Schwermut Fächeln,Von der Wehmut des jähen VerwehnsBleibt nur der wissenden Seele LächelnÜber den kurzen Trug des Verstehns. –Alles wähnt, im andern zu leben –Wenige küssen im Dunkeln sich sacht,Wenn die Mauern klingend erbeben –Doch über allen brütet die Nacht. ...weiterlesen...


Montag, 16. März 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieser Roman löste bei seinem Erscheinen 1922 in Frankreich einen Skandal aus. Konservative Sittenwächter forderten ein Verbot des Buches und der Autor wurde aus der Ehrenlegion entlassen. Der Hype, den das Buch gemacht hat, hat "La Garçonee" dann allerdings auch zum Bestseller werden lassen. Jetzt ist er in einer neubearbeiteten Fassung bei eberbach & simon erschienen. Zu Beginn des Romans, der zeitlich in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts spielt, ist Moniques, die man als "Original" und als "Wichtigtuerin" bezeichnet, weil sie kein Interesse hat zu tanzen und zu flirten wie all die anderen Frauen ihres Alters, 20 Jahre alt und ...weiterlesen...


Montag, 9. März 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Professor Dr. Dr. Peter Zielke ist der Protagonist dieses Krimierstlings von Holger Senzel. Zielke ist der angesehene ärztliche Direktor in der Klinik seines Schwiegervaters, renommierter Onkologe, der Millionen für wohltätige Zwecke sammelt und regelmäßig in Afrika praktiziert, gefragter Gast in Talkshows. Einer, der es geschafft hat und die wichtigsten Attribute der "Sparkassen-Werbung" besitzt: "Mein Haus (mit Blick auf die Elbe), mein Auto (natürlich ist es ein Porsche - was denn sonst) ..."Er ist stolz auf das "Messingschild auf dunklem Nussbauholz im Edelstahlaufzug neben dem obersten Knopf. Das bin ich! Klein-Peter aus der niedersächsischen Provinz! Es verblüfft mich jedes Mal aufs ...weiterlesen...


Samstag, 7. März 2020 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Fotos | Kommentare (2)

Diese Gerichtszahlstelle ist wohl Vergangenheit. Früher musste man erst in die Amtsstuben und sein Anliegen vorbringen. Wenn man Glück hatte, konnte es sofort bearbeitet werden. Doch bevor jemand auch nur einen Handschlag machte, wurde man zur Zahlstelle geschickt, um die Gebühren zu bezahlen. Für ältere Menschen schwierig, es ist ein altes, weit verzweigtes, eher unübersichtliches Gebäude. Immer wieder mussten JustizbeamtInnen Auskunft nach dem Weg geben. Inzwischen trifft man nette, höfliche Beamte dort, die - wenn möglich - sofort tätig werden. Die Rechnung kommt dann einige Zeit später.Höflichkeit senkt Hemmschwellen und bei einigen sicher auch den Blutdruck, wenn man die Einlasskontrollen ...weiterlesen...


Donnerstag, 5. März 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

"Sicherlich will man all das Unnötige wegwerfen, was man anhäuft - aber das ist etwas anderes, als alles zu verlieren. Nie im Leben hätte ich mir diese hilflose Verlassenheit ausmalen können, die in der Abwesenheit dessen lauert, was man sich im Laufe des Lebens aufgebaut hat. " Agneta, 65, und Xavier, 79 Jahre alt, stehen - im wahrsten und im übertragenen Sinne - vor den Trümmern ihres gemeinsamen Lebens, als Agneta bei der Vorbereitung auf ein Essen mit Freunden versehentlich das Haus in Brand steckt. Sie hat die angebratenen Hasen, die Xavier geschossen hat, unbeobachtet auf dem Herd stehen lassen, um ...weiterlesen...