Mittwoch, 24. April 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Ja ich sehne mich nach dir. Ich gleite mich verlierend selbst mir aus der Hand, ohne Hoffnung, dass ich Das bestreite, was zu mir kommt wie aus deiner Seite ernst und unbeirrt und unverwandt. ... jene Zeiten: O wie war ich Eines, nichts was rief und nichts was mich verriet; meine Stille war wie eines Steines, über den der Bach sein Murmeln zieht. Aber jetzt in diesen Frühlingswochen hat mich etwas langsam abgebrochen von dem unbewussten dunkeln Jahr. Etwas hat mein armes warmes Leben irgendeinem in die Hand gegeben, der nicht weiß was ich noch gestern war. (Rainer Maria Rilke, ...weiterlesen...


Dienstag, 23. April 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieses schmale Bändchen ist kein Krimi, wie vielleicht der Titel vermuten lassen könnte. Es wird aus der Sicht des Sohnes, der als Ich-Erzähler vorkommt, von einer - autobiografisch gefärbten - schwierigen Vater-Sohn-Beziehung erzählt: "Einmal schrieb ich in mein Heft über dich: Die Geschichte seines Lebens erzählen heißt, die Geschichte meiner Abwesenheit schreiben." Schon lange ist der Sohn aus dem Haus, Kontakt kaum vorhanden, schon früher redete der Vater nicht: "Letzen Monat habe ich dich in der kleinen Stadt im Norden besucht, wo du jetzt wohnst. ... Ich hatte dich einige Monate nicht gesehen - es ist lange her. Als du die ...weiterlesen...


Samstag, 20. April 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Und auf einmal merkst du äußerlich: Wieviel Kummer zu dir kam, Wieviel Freundschaft leise von dir wich, Alles Lachen von dir nahm. Fragst verwundert in die Tage. Doch die Tage hallen leer. Dann verkümmert deine Klage… Du fragst niemanden mehr. Lernst es endlich, dich fügen, Von den Sorgen gezähmt. Willst dich selber nicht belügen Und erstickst es, was dich grämt. Sinnlos, arm erscheint das Leben dir, Längst zu lange ausgedehnt – Und auf einmal – : Steht es neben dir, An dich angelehnt – Das, was du so lange ersehnt. (Joachim Ringelnatz) weiterlesen...


Freitag, 19. April 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

Ein Wetter zum Eierlegen - wie man hier sagt. Das kommt dem Osterhasen sicherlich entgegen und den Kindern Ostern auch, denn das Wetter soll in den nächsten Tagen so bleiben. Das heißt aber auch: den Gartenschlauch nutzen und Blumen etc. wässern. weiterlesen...


Freitag, 19. April 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Dies ist ein ernster Tag der Buße, des Rückwärtsschauns, der Runzelstirn; ich überdenke mir in Muße die letzte Zeit in meinem Hirn. Was war denn da? Vielleicht ein Sündenbabel? Ein Teufelsdienst? Ein Satanskult? Ein Hass, wie Kain einst Abel den Bauch zersägt in himmlischer Geduld? Ein Mord? Ein Diebstahl? Eine Lügenzunge? Ein Feuerbrand-? Ach, gar nichts solcherlei. Er war so brav, der gute dicke Junge, und nur ein helles Mädchen war dabei. Wir haben leider keine Kirchenglocken. Und ohne sichtbar-güldenen Heiligenschein Läut ich mir froh in blonden Locken Mein ganz privates Ostern ein! – (Kurt Tucholsky) weiterlesen...


Donnerstag, 18. April 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Kommt, reden wir zusammen wer redet, ist nicht tot, es züngeln doch die Flammen schon sehr um unsere Not. (Gottfried Benn, 1.Strophe des Gedichtes) weiterlesen...


Sonntag, 14. April 2019 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Denk-Würdiges, Fotos | Kommentare (2)

In der heutigen Sendung "Lebenszeichen" - sie ist wie immer nachzuhören und nachzulesen - ging es um den "Ashram Jesu". Eine Wortkombination, die mich hat aufhorchen und zuhören lassen. Die dort praktizierte Form der Meditation findet man auf einer Postkarte, die im Ashram hängt: Verweilen in der Wahrnehmung dessen, was ich von mir hier und jetzt merke. Achtsam Gelassen Liebevoll. Bleiben, verweilen und wahrnehmen, was ist. Als Möglichkeit, den eigenen Grund zu entdecken. weiterlesen...


Samstag, 13. April 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Laut flötet der Wind durch den Haselnußstrauch, Schneeflocken durchwirbeln den Hain, Bald Hagel, bald Regen und eisiger Hauch, Bald lachendster Lenzsonnenschein. Ich weiß ja, daß kurz dieser Sonnenblick dauert, Daß Hagel und Regen und Schneefall schon lauert Und Nordwinds erstarrendes Wehn Und dennoch mich freudige Hoffnung durchschauert, Es ist ja so schön, ja so frühlingshaft schön. Erfrieren auch die Veilchen, die gestern erblüht, Verstummt auch der Fink in dem Wald, So lieb ich, April dich, in meinem Gemüt Ist's auch heute warm, morgen kalt. ... (Hermann Löns) weiterlesen...


Freitag, 12. April 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Wer Engel sucht in dieses Lebens Gründen, der findet nie, was ihm genügt. Wer Menschen sucht, der wird den Engel finden, der sich an seine Seele schmiegt. (Christoph August Tiedge) weiterlesen...


Donnerstag, 11. April 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Laß, o Welt, o laß mich sein! Locket nicht mit Liebesgaben, Laßt dies Herz alleine haben Seine Wonne, seine Pein! Was ich traure weiß ich nicht, Es ein unbekanntes Wehe; Immerdar durch Tränen sehe Ich der Sonne liebes Licht. Oft bin ich mir kaum bewußt, Und die helle Freude zücket Durch die Schwere, so mich drücket Wonniglich in meiner Brust. Laß, o Welt, o laß mich sein! Locket nicht mit Liebesgaben, Laßt dies Herz alleine haben Seine Wonne, seine Pein! (Eduard Mörike) weiterlesen...