Mittwoch, 10. April 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (5)

Zunächst hab‘ ich mit großem Erstaunen festgestellt, dass der Duden Verlag nicht nur den Duden in all seinen Varianten herausgibt, sondern auch andere Bücher. Das war mir echt neu. Nun gut, man lernt immer noch dazu ;) Stutzt ihr auch ab und zu bei Begriffen, die ihr - neuerdings auch wieder Politiker - benutzt, und fragt euch, ob die überhaupt noch verwendet werden sollten oder eher aus dem "Wörterbuch des Unmenschen" stammen - so der Titel eines längst vergriffenen Buches - und daher nicht mehr zu benutzen sind? Mit Matthias Heines "Verbrannte Wörter" haben wir die Möglichkeit zu überprüfen: "Wo wir noch ...weiterlesen...


Dienstag, 9. April 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Saatengrün, Veilchenduft, Lerchenwirbel, Amselschlag, Sonnenregen, linde Luft! Wenn ich solche Worte singe, braucht es dann noch große Dinge, Dich zu preisen, Frühlingstag! (Ludwig Uhland) Lerchen gibt's hier leider nicht mehr. Und die Amseln sind gerade unterwegs ;) weiterlesen...


Montag, 8. April 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Auguste, wie fast jede Nichte, Weiß wenig von Naturgeschichte. Zu bilden sie in diesem Fache Ist für den Onkel Ehrensache. Auguste, sprach er, glaub es mir, Die Meise ist ein nettes Tier. Gar zierlich ist ihr Leibesbau, Auch ist sie schwarz, weiß, gelb und blau. Hell flötet sie und klettert munter Am Strauch kopfüber und kopfunter. Das härt'ste Korn verschmäht sie nicht, Sie hämmert, bis die Schale bricht, Mohnköpfen bohrt sie mit Verstand Ein Löchlein in den Unterrand, Weil dann die Sämerei gelind Von selbst in ihren Schnabel rinnt. Nicht immer liebt man Fastenspeisen, Der Grundsatz gilt auch für die Meisen, Sie gucken scharf in alle Ritzen, Wo fette Käferlarven sitzen, Und fangen sonst noch Myriaden Insekten, die dem Menschen schaden, Und ...weiterlesen...


Sonntag, 7. April 2019 | Kategorie: Allgemein, Denk-Würdiges, Fotos, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (6)

"Erinnerungen, wie angenehm sie auch sein mögen, haben nichts Wirkliches. Sie sind Dinge der Vergangenheit, fort, erledigt, tot: nur im Beobachten ohne den Beobachter, der Vergangenheit, sieht man das Wesen der Zeit und das Enden der Zeit." (Krishnamurti, Selbstgespräche, Grafing, 2007, S. 48) Ab und an verhelfen mir Erinnerungen, die Vorfreude auf den nächsten Aufenthalt am Meer zu entfachen ;) weiterlesen...


Dienstag, 2. April 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Zitate | Kommentare (8)

O bitte, beachten Sie doch diesen herrlichen Tag! Vergessen Sie nicht, wenn Sie noch so beschäftigt sind, wenn Sie auch nur in dringendem Tagwerk über den Hof eilen, vergessen Sie nicht, schnell den Kopf zu heben und einen Blick auf diese riesigen silbernen Wolken zu werfen und auf den stillen blauen Ozean, in dem sie schwimmen. Beachten Sie doch die Luft, die von leidenschaftlichem Atem der letzten Lindenblüten schwer ist, und den Glanz und die Herrlichkeit, die auf diesem Tage liegen, denn dieser Tag kommt nie, nie wieder! Er ist Ihnen geschenkt wie eine vollaufgeblühte Rose, die zu Ihren Füßen liegt und drauf ...weiterlesen...


Sonntag, 31. März 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Zitate | Kommentare (2)

"Hast du Angst vor dem Tod", fragte der kleine Prinz die Rose. Darauf antwortete sie: "Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt, soviel ich konnte. Und Liebe, tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen verblühen.“ (Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz) Text, den ein katholischer Pfarrer gestern in seiner Trauerrede zitiert hat. weiterlesen...


Donnerstag, 28. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Wenn Heimat nicht mehr Heimat sein kann, weil sie zerstört ist, weil man sie verlassen musste oder auch "nur" wollte, um das eigene Leben zu retten, was bleibt dann (noch)? "Literatur ist eine Heimat, die umso wichtiger ist, wenn andere Heimaten verschwinden oder zerstört werden. Wer sie als seinen oder ihren Ort gefunden hat, weiß, wie stark, mutig, umsichtig und traurig wir in ihr und durch sie sein können. Sich dort zu begegnen, scheint mir eine der besten Möglichkeiten, um miteinander zu sprechen und Gehör zu schaffen" Dieses Zitat von Nora Bossong beschreibt, worum es bei diesem literarischen Projekt geht: Um literarische ...weiterlesen...


Mittwoch, 27. März 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Hyazinthe war die teure Lieblingsblume meiner Mutter, Die ein Lenzeskind gewesen, Eine echte Märzgeborne. Jährlich um des Monats Mitte, Trat ich morgens in ihr Zimmer Und bescherte zum Geburtstag Ihr die ersten Hyazinthen. Lenz durchglomm ihr blaues Auge, Wob in ihrem feinen Antlitz Und umstrahlte noch im Alter den kastanienbraunen Scheitel. Märzenstark war ihre Seele, Die sich hob aus allem Niedern Zum Erhab'nen und zum Zarten Wie auf sichtbar hellen Schwingen. Und auch diese Edle wurde Hingebeugt von Erdenschwere, Ihre lichte Liebe wankte Kummervoll zu eis'ger Grabnacht. Dorthin um des Monats Mitte Trag' ich jetzt die Märzengabe Süßester Erinnerungen, Meinen ganzen toten Frühling! (Emil Claar) weiterlesen...


Dienstag, 26. März 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Man muß weggehen können und doch sein wie ein Baum: als bliebe die Wurzel im Boden, als zöge die Landschaft und wir ständen fest. (aus: Hilde Domin, Ziehende Landschaften) weiterlesen...


Montag, 25. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (1)

"Wohin wir gehen" erzählt in mosaikartigen Bildern, leise, still, den Leser stets nötigend, zwischen den Zeilen zu lesen - von den verwirrenden, oft verzweigten Wegen zweier "Freundinnenpaare verschiedener Generationen" durch verschiedene soziale Systeme, geprägt von schwierigen politischen Umwälzungen im 20 Jahrhundert. Chronologisch, aber im Wechsel, erhält der Leser Einblick in das Alltagsleben dieser Freundinnen, das in hohem Maße geprägt ist durch die politischen Wirren und Katastrophen des 20. Jahrhunderts in Tschechien, der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR, und im zunächst noch geteilten Berlin. Dies hat mehrfach erzwungene Abschiede zur Folge, aber auch freiwillige, politisch motivierte und berufsbedingten Abschiede, die bis ...weiterlesen...