Samstag, 5. Oktober 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (7)

Der Regen fällt. In den TropfentanzStarr ich hinaus, versunken ganzIn allerlei trübe Gedanken. Mir ist,Als hätt' es geregnet zu jeder Frist,Und alles, so lange ich denken kann,Trüb, grau und nass in einander rann,Als hätte es nie eine Sonne gegeben,Als wäre nur immer das ganze Leben,Die Jahre, die Tage, die Stunden all,Ein trüber, hastiger Tropfenfall. (Gustav Falke) weiterlesen...


Freitag, 4. Oktober 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll, Seit ich liebe? warum achtetet ihr mich mehr, Da ich stolzer und wilder, Wortereicher und leerer war? Ach! der Menge gefällt, was auf den Marktplatz taugt, Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen; An das Göttliche glauben Die allein, die es selber sind. (Friedrich Hölderlin) weiterlesen...


Donnerstag, 3. Oktober 2019 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Fotos | Kommentare (4)

Sieht man sehr genau hin, so kann man den goldenen Oktober auch im Regen finden. Meine Pflanzen genießen ihn sichtbar.Für mich sind Regentage gute Gelegenheiten, mir nicht angenehme Arbeiten am Schreibtisch zu erledigen. Anschließend „belohne“ ich mich mit einem neuen Buch ;) Ich liebe halt Blätter ;) weiterlesen...


Montag, 30. September 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Nur über ihr Satellitentelefon kann die Naturwissenschaftlerin Kontakt zu ihren Liebsten aufnehmen. Allein auf sich gestellt ist sie mitten im Winter für drei Monate nach Finnmark, in die nördlichste Region Norwegens, aufgebrochen, um für ihre Doktorarbeit wissenschaftliche Studien durchzuführen. Sie will den Einfluss klimatischer Veränderungen auf die Seevögelpopulation nachweisen. "Hier ist das Ende der Welt. Danach kommt nichts mehr. Ein endloses Meer grenzt an Klippen und Berge, zwei Extreme, die unaufhörlich miteinander ringen, bei ruhigem Wetter wie bei Sturm. ... Tief unten bricht sich das Meer, grauschwarz und in schwerer Dünung. Das Dröhnen ist ohrenbetäubend, konstant; selbst als ich die Hände ...weiterlesen...


Sonntag, 29. September 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (5)

Ist es nicht möglichsich nach Jahren der Trennungder Funkstilleeinmal wieder gegenüberzusitzen um einen Kaffee zu trinkenetwas zu essensich zu erkundigenwie es geht nach all den Jahren ohne irgendwelche Reminiszenzenan die Vergangenheit oder Zugriff auf Zukunft nur im Augenblick sein. (© mona lisa) weiterlesen...


Samstag, 28. September 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Zitate | Kommentare (6)

Das wahre Glück des Menschen ist eine zarte Blume; tausenderlei Ungeziefer umschwirret sie; ein unreiner Hauch tödtet sie. (Jeremias Gotthelf) weiterlesen...


Freitag, 27. September 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Mir gefällt der Titel des Originals "Cette nuit" besser, also heute abend. Denn es geht in diesem kleinen, intensiven, leisen Roman um die bevorstehende Nacht des jüdischen Sederabends, der jährliche Pessachfest einleitet, stets mit der Frage:"Was unterscheidet diese Nacht von allen anderen Nächten, von der vorherigen und den kommenden, von den vergangenen Frühjahren und den bevorstehenden Osterfesten?" So wird und soll alles wie immer sein. Und doch wird alles anders sein, denn Sarah, Salomons Frau, ist vor kurzem an Krebs gestorben. Sie wird fehlen. Allen. Vor allem aber Salomon, der mit ihr mehr als 50 Jahre verheiratet ...weiterlesen...


Donnerstag, 26. September 2019 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Fotos | Kommentare (8)

Spuren weiterlesen...


Montag, 23. September 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

"ICH MÖCHTE SCHREIEN. Aber das tut man nicht in Amerika, wie ich in der kurzen Zeit meines Hierseins bereits gelernt habe. Hier lächelt man - Keep smiling - und auf die Frage, wie es geht, antwortet man noch im Sterben: 'Danke fein.' Mir kann freilich nichts passieren, denn ich war schon tot. Also, lächle ich zu allem, was das Leben noch bietet, und sage ohne weiteres: 'Fein.'" Welch ein Romananfang! Die, die des öfteren schreien möchte und sicher auch allen Grund hätte zu schreien, ist die Irene, die nach ihrer Befreiung aus dem KZ in einem amerikanischen Lazarett wach wird, ...weiterlesen...


Sonntag, 22. September 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Mein Fenster lehnt sich weit in den Abend hinaus,Die Wolken stehen über den Dächern, ein Blumenstrauß,Die Luft streichelt mich und ist sanft und voll großer Güte.Ich aber halte die Hände gefaltet, denn ich bin müde,Und höre verwundert auf das beschwingte SchreitenDer Menschen, die auf der Straße vorübergleiten,So sehr sind ihnen heute die Glieder leicht.Nur ich liege, schwergebettet in meine Müde.Manchmal höre ich einen Schritt, der Deinem gleicht,Dann bin ich, Geliebter, wie die Musik der Schritte leichtUnd wie die Wolken über den Dächern silberne Blüte. (Maria Luise Weissmann) weiterlesen...