Samstag, 3. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Einmal in Kindertagen Ging ich die Wiese lang, Kam still getragen Im Morgenwind ein Gesang, Ein Ton in blauer Luft, Oder ein Duft, ein blumiger Duft, Der duftete süß, der klang Eine Ewigkeit lang, Meine ganze Kindheit lang. (Hermann Hesse, 1. Strophe des Gedichts "Verlorener Klang") weiterlesen...


Freitag, 2. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Kalter Herbst vermag den Tag zu knebeln, seine tausend Jubelstimmen schweigen; hoch vom Domturm wimmern gar so eigen Sterbeglocken in Novembernebeln. Auf den nassen Dächern liegt verschlafen weißes Dunstlicht; und mit kalten Händen greift der Sturm in des Kamines Wänden eines Totenkarmens Schlußoktaven. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Donnerstag, 25. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Nichts regt sich um ihn her, nur Schwärme Von Kranichen begleiten ihn, Die fernhin nach des Südens Wärme In graulichtem Geschwader ziehn. "Seid mir gegrüßt, befreundte Scharen! Die mir zur See Begleiter waren, Zum guten Zeichen nehm ich euch, Mein Los, es ist dem euren gleich. Von fernher kommen wir gezogen Und flehen um ein wirtlich Dach. Sei uns der Gastliche gewogen, Der von dem Fremdling wehrt die Schmach!" (Auszug aus Friedrich Schillers, Die Kraniche des Ibykus) weiterlesen...


Mittwoch, 24. Oktober 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Astern blühen schon im Garten; Schwächer trifft der Sonnenpfeil Blumen, die den Tod erwarten Durch des Frostes Henkerbeil. Brauner dunkelt längst die Heide, Blätter zittern durch die Luft. Und es liegen Wald und Weide Unbewegt im blauen Duft. Pfirsich an der Gartenmauer, Kranich auf der Winterflucht. Herbstes Freuden, Herbstes Trauer, Welke Rosen, reife Frucht. (Detlev von Liliencron) weiterlesen...


Dienstag, 23. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Das ist's, was mich hier so entzückt: Diese unbedingte Weite, dieser Horizont in Tief’ und Breite verschwenderisch hinausgerückt. (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Sonntag, 21. Oktober 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Zitate | Kommentare (4)

Wenn einer einen blütenreichen Frühling und einen satten Herbst erlebt, so muss er sich doch eingestehen, dass es schön ist, Mensch zu sein. (Kumagai Naoyoshi, 1782-1862) weiterlesen...


Samstag, 20. Oktober 2018 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Fotos | Kommentare (2)

Manchmal wird das frühe Aufstehen wirklich belohnt: Unwillkürlich musste ich an Hesse denken: Seltsam (ist es), im Nebel zu wandern ... weiterlesen...


Freitag, 19. Oktober 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Das Cover dieses neu erschienenen Bandes täuscht ein wenig. Mann wie Frau scheinen alterslos, also gleichaltrig. Der tatsächliche Altersunterschied zwischen den Frauen und ihren jüngeren Freunden, Geliebten, von denen in den Texten die Rede ist, ist teilweise aber erheblich. Einige könnten Söhne der jeweiligen Frauen sein. Dennoch verstehe ich nicht, weshalb der Begriff "Boys" benutzt wird, genauso wenig wie die immer weiter um sich greifende Bezeichnung "Mädels" auch für erwachsene Frauen. Ich sehe in diesen "Verniedlichungen" einfach keinen Sinn Trotz bekannter Ehepaare von großem Altersunterschied zwischen Frau und Mann - wie Frankreichs Première Dame Brigitte Macron und ihr Ehemann - ist ...weiterlesen...


Dienstag, 16. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still, du mein tieftiefes Leben; dass du weisst, was der Wind dir will, eh noch die Birken beben. Und wenn dir einmal das Schweigen sprach, lass deine Sinne besiegen. Jedem Hauche gieb dich, gieb nach, er wird dich lieben und wiegen. Und dann meine Seele sei weit, sei weit, dass dir das Leben gelinge, breite dich wie ein Federkleid über die sinnenden Dinge. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Montag, 15. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

(hier: Mollbeckteich in RE-Speckhorn) Verträumter, verträumter Klang überm See. Wo ist meine Heimat auf einsamer Erden? Wo sind die Herzen, die für mich schlugen? Wo ist das Haus meiner Eltern, lindenumrauscht? Verträumter, verträumter Klang überm See. Wo sind die Augen, die für mich blitzten? Wo sind meine Freunde aus tollen Tagen? Wo ist das Glück, das ich suchte in weiter Welt? Verträumter, verträumter Klang überm See. (Max Halbe) weiterlesen...