Sonntag, 17. Juni 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Im Garten: blumige Üppigkeiten, wohin das Auge sieht, in der Küche nur einen duftenden Hauch davon. Rose, Wunder aller Blumen die blühen, jedes Blatt ein Zeuge der Liebe im Frühling. Selbst die himmlischen Mächte erfreuen sich ihrer. Sie ist die junge Leidenschaft der Aphrodite, sie ist der Liebling der Cythere, die Schläfe mit Blumenblättern umkränzt, und mit ihrem süssen Parfüm macht sie ihre Herren trunken. (Anakreon) weiterlesen...


Donnerstag, 14. Juni 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Johann Die Raupe und der Schmetterling Freund, der Unterschied der Erdendinge Scheinet groß und ist so oft geringe; Alter und Gestalt und Raum und Zeit Sind ein Traumbild nur der Wirklichkeit. Träg und matt auf abgezehrten Sträuchen Sah ein Schmetterling die Raupe schleichen, Und erhob sich fröhlich, argwohnfrei, Dass er Raupe selbst gewesen sei. Traurig schlich die Alternde zum Grabe: »Ach, dass ich umsonst gelebet habe! Sterbe kinderlos und wie gering! Und da fliegt der schöne Schmetterling.« Ängstig spann sie sich in ihre Hülle, Schlief, und als der Mutter Lebensfülle Sie erweckte, wähnte sie sich neu, Wusste nicht, was sie gewesen sei. Freund, ein Traumreich ist das Reich der Erden. Was wir waren, was wir einst noch werden, Niemand ...weiterlesen...


Dienstag, 12. Juni 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Mondscheintrunkne Lindenblüten, Sie ergießen ihre Düfte, Und von Nachtigallenliedern Sind erfüllet Laub und Lüfte. Lieblich läßt es sich, Geliebter, Unter dieser Linde sitzen, Wenn die goldnen Mondeslichter Durch des Baumes Blätter blitzen. Sieh dies Lindenblatt! du wirst es Wie ein Herz gestaltet finden; Darum sitzen die Verliebten Auch am liebsten unter Linden. Doch du lächelst; wie verloren In entfernten Sehnsuchtträumen - Sprich, Geliebter, welche Wünsche Dir im lieben Herzen keimen? Ach, ich will es dir, Geliebte, Gern bekennen, ach, ich möchte, Daß ein kalter Nordwind plötzlich Weißes Schneegestöber brächte; Und daß wir, mit Pelz bedecket Und im buntgeschmückten Schlitten, Schellenklingelnd, peitschenknallend, Über Fluß und ...weiterlesen...


Sonntag, 10. Juni 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Noch blühen sie nur, doch im Herbst kann Folgendes passieren: Jetzt schlägt Deine schlimmste Stunde, du Ungleichrunde, du Ausgekochte, du Zeitgeschälte, du Vielgequälte, du Gipfel meines Entzückens, Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens, Mit der Gabel - sei stark! Ich will auch Butter und Quark Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen. Mußt nicht gleich so ängstlich dampfen. Ich möchte dich doch noch einmal erfreun. Soll ich Schnittlauch über dich streun? Oder ist dir nach Hering zumut? Du bist ein rührend junges Blut. Deshalb schmeckst du besonders gut. Wenn das auch egoistisch klingt, So tröste dich damit, du wundervolle Pellka, daß du eine Edelknolle Warst, und daß dich ein Kenner verschlingt. (Joachim Ringelnatz) weiterlesen...


Samstag, 9. Juni 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Ein Regen ist niedergefallen Auf die zarten Blüten zur Nacht, Doch war's kein erquickendes Rieseln, Das Dürstenden Labung gebracht. Der Sturm und der Donner erbrauste, Die Tropfen prasselten dicht, Da senkten die Blumen die Kelche, So Hartes ertrugen sie nicht. Ein Regen ist niedergefallen Auf des Herzens Blüte so schwer, Ein Sturm ist drüber gegangen, Von bittersten Qualen ein Heer; Die jungen Knospen der Liebe Beraubt von Sonne und Licht, Sie mußten verwelken und sterben, So Hartes ertrugen sie nicht. (Adelaide von Gottberg-Herzog) weiterlesen...


Dienstag, 5. Juni 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Wir sind ganz angstallein, haben nur aneinander Halt, jedes Wort wird wie ein Wald vor unserm Wandern sein. Unser Wille ist nur der Wind, der uns drängt und dreht; weil wir selber die Sehnsucht sind, die in Blüten steht. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Montag, 28. Mai 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Licht ist Liebe. Sonnen-Weben, Liebes-Strahlung einer Welt schöpferischer Wesenheiten – die durch unerhörte Zeiten uns an ihrem Herzen hält, und die uns zuletzt gegeben ihren höchsten Geist in eines Menschen Hülle während dreier Jahre: da Er kam in Seines Vaters Erbteil – nun der Erde innerlichstes Himmelsfeuer: daß auch sie einst Sonne werde. (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Samstag, 26. Mai 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß, Das durch den sonnigen Himmel schreitet. Und schmücke den Hut, der dich begleitet, Mit einem grünen Reis. Verstecke dich faul in die Fülle der Gräser. Weil's wohltut, weil's frommt. Und bist du ein Mundharmonikabläser Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt. Und lass deine Melodien lenken Von dem freigegebenen Wolkengezupf. Vergiss dich. Es soll dein Denken Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf. (Joachim Ringelnatz) weiterlesen...


Freitag, 11. Mai 2018 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (6)

to do listen täglich, beinahe endlos manchmal kaum zu schaffen der Tag hat schließlich nur vierundzwanzig Stunden Erleichterung und Heiterkeit wenn sie kürzer wird es sei denn ein heimliches diktatorisches DU MUSST hat das Regiment übernommen und ich Gefahr laufe, mich beim Erledigen selbst zu erledigen (© mona lisa) weiterlesen...


Mittwoch, 9. Mai 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (5)

Manchmal wird frühes Aufstehen reichlich belohnt, leider kommt meine Handy-Kamera bei solchen Fotos an ihre Grenzen. Wenn spazieren geht der Reiher, Denkt er über manches nach: Ob sich's besser fischt am Weiher Oder besser noch am Bach. Endlich hat er sich entschlossen, Geht zum Weiher hin und fischt, Und da weilt er unverdrossen, Bis er einen Fisch erwischt. Warten, das versteht er prächtig, Langeweile kennt er nicht; Was er tut, er tut's bedächtig, Und Geduld ist seine Pflicht. - Willst du irgendwas erringen, Lern vom Reiher mancherlei, Und Geduld vor allen Dingen Bestens dir empfohlen sei. (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben) weiterlesen...