Mittwoch, 24. Juni 2015 | Kategorie: Alltägliches, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Und Wolken, sehr hoch in blauer Luft, sind Locken aus Eis sind Dunst, sind Hauch der Stimme der auf immer verstummten, der wir lauschen (Philippe Jaccottet, Der Unwissende, S.49) weiterlesen...


Samstag, 20. Juni 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Wer still spaziert im eignen Garten, mag zehn, mag zwanzig Jahre warten, eh draußen in der Menschen Kreis ein andrer wirklich von ihm weiß. (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Freitag, 19. Juni 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Mein garten bedarf nicht luft und nicht wärme. Der garten den ich mir selber erbaut Und seiner vögel leblose schwärme Haben noch nie einen frühling geschaut. Von kohle die stämme. von kohle die äste Und düstere felder am düsteren rain. Der früchte nimmer gebrochene läste Glänzen wie lava im pinien-hain. Ein grauer schein aus verborgener höhle Verrät nicht wann morgen wann abend naht Und staubige dünste der mandel-öle Schweben auf beeten und anger und saat. Wie zeug ich dich aber im heiligtume – So fragt ich wenn ich es sinnend durchmaß In kühnen gespinsten der sorge vergaß – Dunkle große schwarze blume? (Stefan George) ...weiterlesen...


Dienstag, 16. Juni 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Ich habe sie selbst gezogen aus einem winzigen Kern. Nun hat sie ihre Blüte geöffnet gleich einem Stern. Ich stehe davor und schaue und fühle nicht der Arbeit Last. Mir ist so still zu Mute, als sei ich bei Gott zu Gast. Als wären meine Glieder und Hände schön nicht mein. Als müsste ich nur wie die Blüte: geöffnet sein. (Matthias Claudius) weiterlesen...


Sonntag, 14. Juni 2015 | Kategorie: Denk-Würdiges, Gedichte, Merk-Würdiges | Kommentare (4)

Wenn ich gesehen werden möchte muss ich zulassen dass ich gesehen werde Wenn ich berührt werden möchte muss ich zulassen das ich berührt werde und berührt sein kann (© mona lisa) weiterlesen...


Montag, 8. Juni 2015 | Kategorie: Gedichte, Merk-Würdiges | Kommentare (4)

Es gibt Menschen, die nichts zu sagen haben, aber ununterbrochen reden das Gesagte mehrfach wiederholen und nicht mitbekommen dass sie nur zu sich selbst sprechen Es ist als hörte man ihren Nicht-Gedanken zu, die ungehindert, ungefiltert aus ihnen herauspurzeln oft so laut dass selbst Weghören nicht hilft Stille wäre eine Wohltat oder Kindergeplapper birgt es doch die Möglichkeit neue oder verschüttete Perspektiven auf die Welt zu entdecken und mal wieder zu staunen (mona lisa) weiterlesen...


Sonntag, 7. Juni 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Wie wenn das Leben wär nichts andres Als das Verbrennen eines Lichts! Verloren geht kein einzig Teilchen, Jedoch wir selber gehn ins Nichts! Denn was wir Leib und Seele nennen, So fest in eins gestaltet kaum, Es löst sich auf in Tausendteilchen Und wimmelt durch den öden Raum. Es waltet stets dasselbe Leben, Natur geht ihren ew'gen Lauf; In tausend neuerschaffnen Wesen Stehn diese tausend Teilchen auf. Das Wesen aber ist verloren, Das nur durch ihren Bund bestand, Wenn nicht der Zufall die verstäubten Aufs neu zu einem Sein verband. (Theodor Storm) weiterlesen...


Dienstag, 2. Juni 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Das Leben ist ein Traum! Wir schlüpfen in die Welt und schweben Mit jungem Zehn Und frischem Gaum Auf ihrem Wehn Und ihrem Schaum, Bis wir nicht mehr an Erde kleben: Und dann, was ist’s, was ist das Leben? Das Leben ist ein Traum! Das Leben ist ein Traum! Wir lieben, uns’re Herzen schlagen, Und Herz an Herz Geschmolzen kaum, Ist Lieb’ und Scherz Ein lichter Schaum, Ist hingeschwunden, weggetragen! Was ist das Leben? hör’ ich fragen: Das Leben ist ein Traum! Das Leben ist ein Traum! Wir denken, zweifeln, werden Weise; Wir theilen ein In Art und Raum, In Licht und Schein, In Kraut und Baum, Studiren und gewinnen Preise; Dann, nah’ am Grabe, sagen Greise: Das Leben ist ein Traum! (Johann Wilhelm Ludwig Gleim) weiterlesen...


Montag, 1. Juni 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Ein Mann mit Hund geht in meine Richtung Ich träume dass du es bist der da freudig lächelnd auf mich zukommt Der Hund bringt schwanzwedelnd seine Feude zum Ausdruck Wir gehen anschließend in die gleiche Richtung Schon sind die beiden vorbei Ich sitze noch immer da Ein Lächeln auf dem Gesicht und Wehmut im Herzen (mona lisa) weiterlesen...


Sonntag, 31. Mai 2015 | Kategorie: Gedichte, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (2)

Ich beschwere ich beschwere mich ich beschwere mich mit ich beschwere mich über Vielleicht ist es sinnvoller einfach neue Sätze mit anderen Verben zu wählen: Ich entlaste mich ich erleichtere mich ich lasse ganz unbeschwert los was beschwerlich ist (mona lisa) weiterlesen...