Samstag, 7. Dezember 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Sie kommen aus dem Schoß der Nacht;Doch wären unten sie geblieben,Wenn nicht das Licht mit seiner MachtHinauf ins Leben sie getrieben. Holdselig aus der Erde bricht'sUnd blüht nun über alle Schranken;Du bist der Freund des holden Lichts;Laß dir des Lichtes Kinder danken! (Theodor Storm) weiterlesen...


Freitag, 6. Dezember 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Licht ist Liebe. Sonnen-Weben,Liebes-Strahlung einer Weltschöpferischer Wesenheiten –die durch unerhörte Zeitenuns an ihrem Herzen hält,... (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Donnerstag, 5. Dezember 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Du bist die Zukunft, großes Morgenrotüber den Ebenen der Ewigkeit.Du bist der Hahnschrei nach der Nacht der Zeit,der Tau, die Morgenmette und die Maid,der fremde Mann, die Mutter und der Tod.Du bist die sich verwandelnde Gestalt,die immer einsam aus dem Schicksal ragt,die unbejubelt bleibt und unbeklagtund unbeschrieben wie ein wilder Wald.Du bist der Dinge tiefer Inbegriff,der seines Wesens letztes Wort verschweigtund sich den Andern immer anders zeigt:dem Schiff als Küste und dem Land als Schiff. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Sonntag, 1. Dezember 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Euch einen stillen ersten Advent Die Sterne sind klug, sie halten mit FugVon unserer Erde sich ferne;Am Himmelszelt, als Lichter der Welt,Stehn ewig sicher die Sterne. (Heinrich Heine, 3. Strophe des Gedichts "Kluge Sterne") weiterlesen...


Dienstag, 26. November 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Schöpfe du, trage du, halte Tausend Gewässer des Lächelns in deiner Hand! Lächeln, selige Feuchte, ist ausgespannt All übers Antlitz. Lächeln ist keine Falte, Lächeln ist Wesen vom Licht. Durch die Räume bricht Licht, doch ist es noch nicht. Nicht die Sonne ist Licht, Erst im Menschengesicht Wird das Lächeln als Licht geboren. Aus den tönenden, leicht unsterblichen Toren, Aus den Toren der Augen wallte Frühling zum erstenmal, Himmelsgischt, Lächelns nieglühender Brand. Im kühlen Brand des Lächelns spüle die alte Hand, Schöpfe du, trage du, halte! (Franz Werfel, eine Strophe des Gedichts "Lächeln, Atmen, Schreiten“) weiterlesen...


Mittwoch, 13. November 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Ich bin hinausgegangen den Sonnenschein zu fangen:Kommt mit und versucht es doch selbst einmal. (Zeilen aus "Im Frühtau zu Berge" v. Gustav Schulten) weiterlesen...


Sonntag, 3. November 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Solchen Monat muss man loben:Keiner kann wie dieser toben,Keiner so verdrießlich seinUnd so ohne Sonnenschein!Keiner so in Wolken maulen,Keiner so mit Sturmwind graulen!Und wie nass er alles macht!Ja, es ist 'ne wahre Pracht. Seht das schöne Schlackerwetter!Und die armen welken Blätter,Wie sie tanzen in dem WindUnd so ganz verloren sind!Wie der Sturm sie jagt und zwirbeltUnd sie durcheinanderwirbeltUnd sie hetzt ohn' Unterlass:Ja, das ist Novemberspass! Und die Scheiben, wie sie rinnen!Und die Wolken, wie sie spinnenIhren feuchten HimmelstauUr und ewig, trüb und grau!Auf dem Dach die Regentropfen:Wie sie pochen, wie sie klopfen!Schimmernd hängt's an jedem Zweig,Einer dicken Träne gleich. O, wie ist der ...weiterlesen...


Freitag, 1. November 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

s gibt Gräber, wo die Klage schweigt,Und nur das Herz von innen blutet,Kein Tropfen in die Wimper steigtUnd doch die Lava drinnen flutet;'s gibt Gräber, die wie WetternachtAn unserm Horizonte stehnUnd alles Leben niederhalten,Und doch, wenn Abendrot erwacht,Mit ihren goldnen Flügeln wehnWie milde Seraphimgestalten.Zu heilig sind sie für das Lied,Und mächt'ge Redner doch vor allen,Sie nennen dir, was nimmer schied,Was nie und nimmer kann zerfallen;O, wenn dich Zweifel drückt herab,Und möchtest atmen Ätherluft,Und möchtest schauen Seraphsflügel,Dann tritt an deines Vaters Grab!Dann tritt an deines Bruders Gruft!Dann tritt an deines Kindes Hügel! (Annette von Droste-Hülshoff) weiterlesen...


Donnerstag, 24. Oktober 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Keine Vase will dich. KeineLiebe wird durch dich erhellt.Aber deines Samens reineweiße Kugel träumt wie eineWolke, wie der Keim der Welt. Lächle! Fühl dich gut gedeutet!Blüh! So wird aus Schweigen Huld.Bittre Milch und Flaum, der gleitet:O nicht Haß – den Himmel weitetWeisheit. Stillesein. Geduld. Wärst du auf der Höh geboren,ferne, selten, früh empor:teilnahmslosem Gang der Horenblühtest ruhmvoll, unverloren,groß, dein Wunder vor. (Joseph Weinheber) weiterlesen...


Dienstag, 15. Oktober 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Wenn man mit Menschennichts mehr klären kann ist es umso notwendigerdie eigene Klarheit zu findenzu leben Vielleicht begegnet man dann denendie auch Klarheit lieben und leben (© mona lisa) weiterlesen...