Donnerstag, 25. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (1)

Mein Leben ist ein leises Lied im Wind. Ich töne wohl in euren breiten Gassen; Doch weil sie lautem Lärm verfallen sind, Können mich eure Herzen nimmer fassen. Nur hin und wieder horcht ein Sonntagskind, Fängt auf mein Lied und will es nimmer lassen, Singt es mit mir hinein in Sturm und Wind Und trägt mit mir die Liebe in das Hassen. (Alfons Petzold) weiterlesen...


Dienstag, 23. Mai 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Du innig Rot, Bis an den Tod Soll meine Lieb Dir gleichen, Soll nimmer bleichen, Bis an den Tod, Du glühend Rot, Soll sie Dir gleichen. (Karoline von Günderrode) weiterlesen...


Montag, 22. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Du fragst, was ist die Zeit? und was ist Ewigkeit? Wo hebt sich Ew`ges an, und hebet auf die Zeit? Die Zeit, sobald du sie aufhebst, ist aufgehoben, Wo dich das Ewige zu sich erhebt nach oben. Die Zeit ist nicht, es ist allein die Ewigkeit. Die Ewigkeit allein ist ewig in der Zeit. Sie ist das in der Zeit sich stets gebärende, Als wahre Gegenwart die Zeit durchwährende, Wo die Vergangenheit und Zukunft ist geschwunden In Gegenwart, da hast du Ewigkeit empfunden. Wo du Vergangenheit und Zukunft hast empfunden Als Gegenwart, da ist die Ewigkeit gefunden. - (Friedrich Rückert) weiterlesen...


Donnerstag, 18. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Uns überfüllts. Wir ordnens. Es zerfällt. Wir ordnens wieder und zerfallen selbst. Wer hat uns also umgedreht, daß wir, was wir auch tun, in jener Haltung sind von einem, welcher fortgeht? Wie er auf dem letzten Hügel, der ihm ganz sein Tal noch einmal zeigt, sich wendet, anhält, weilt –, so leben wir und nehmen immer Abschied. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Mittwoch, 17. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Immer wird sie eine Bedeutung haben diese Zahl 17 meine Erinnerungs-, Wunsch- und Sehnsuchtszahl Sie lässt mich dankbar und traurig sein für das, was war über das, was nicht mehr sein kann Zumindest nicht in dieser Welt in der ich mit der 17 im Herzen weiterlebe (mona lisa) weiterlesen...


Dienstag, 16. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still. Du mein tieftiefes Leben; Daß du weißt, was der Wind dir will. Eh noch die Birken beben. Und wenn dir einmal das Schweigen sprach, Laß deine Sinne besiegen. Jedem Hauche gib dich, gib nach, Er wird dich lieben und wiegen. Und dann, meine Seele, sei weit, sei weit. Daß dir das Leben gelinge, Breite dich wie ein Feierkleid Über die sinnenden Dinge. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Mittwoch, 10. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (0)

Eingehüllt in graue Wolken, Schlafen jetzt die großen Götter, Und ich höre, wie sie schnarchen, Und wir haben wildes Wetter. Wildes Wetter! Sturmeswüten Will das arme Schiff zerschellen - Ach, wer zügelt diese Winde Und die herrenlosen Wellen! Kanns nicht hindern, daß es stürmet, Daß da dröhnen Mast und Bretter, Und ich hüll mich in den Mantel, Um zu schlafen wie die Götter. (Heinrich Heine) weiterlesen...


Sonntag, 7. Mai 2017 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Ein immerwährender Kalender für alle Tage des Jahres Oktober 1859 Sonntag. Deutschland pflegt sich – Wohl zu besinnen, Montag. Deutschland regt sich – Was wird's beginnen? Dienstag. Deutschland trägt sich – Mit großen Gedanken. Mittwoch. Deutschland bewegt sich In gesetzlichen Schranken. Donnerstag. Deutschland frägt sich – Ob's endlich soll? Freitag. Deutschland schlägt sich Schlägt sich wie toll! Sonnabend. Deutschland legt sich – Zu Protokoll! (Georg Herwegh) weiterlesen...


Samstag, 6. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Läuten kaum die Maienglocken, leise durch den lauen Wind, hebt ein Knabe froh erschrocken, aus dem Grase sich geschwind. Schüttelt in den Blütenflocken, seine feinen blonden Locken, Und nun wehen Lerchenlieder und es schlägt die Nachtigall, von den Bergen rauschend wieder kommt der kühle Wasserfall. Rings im Walde bunt Gefieder, Frühling ist es wieder und ein Jauchzen überall. (Joseph von Eichendorff) weiterlesen...


Freitag, 5. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Ein Buchenblatt wie aus dem Wald meiner Heimatstadt fliegt in mein Zimmer Es kam mich zu trösten Jene junge Zeit ein Gedankenort da wohnen die verlorenen Freunde und Berge Feines Geäder eine Widmung für mich (Rose Ausländer, aus: Gedichte, 6. Aufl.Frankfurt/M 2010, S. 34) weiterlesen...