Montag, 25. Juli 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Zärtlich berührt einander Zuwendung schenken ohne den Freiraum zum Wachsen zu verlieren Zärtlich nah einander Geborgenheit erfahren lassen im Genießen der erotischen Kraft der Freundschaft Zärtlich aufgerichtet einander Weite eröffnen zum Sinn des Lebens bewegt: wirklich lieben können Zärtlich verwurzelt einander in Verschiedenheit ergänzen zum schöpferischen Mitsein angestiftet (Pierre Stutz) weiterlesen...


Mittwoch, 20. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Der Mond. Dies Wort so ahnungsreich, So treffend, weil es rund und weich – Wer wäre wohl so kaltbedächtig, So herzlos, hart und niederträchtig, Daß es ihm nicht, wenn er es liest, Sanftschauernd durch die Seele fließt? – (Wilhelm Busch) weiterlesen...


Montag, 20. Juni 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Und hell wird's, immer heller; der Mond, der hat 'nen Teller mit allerfeinstem Silbersand, den streut er über Meer und Land, und hell wird's, immer heller. (Paula Dehmel, letzte Strophe) weiterlesen...


Dienstag, 24. Mai 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Der Wind zieht seine Hosen an, Die weißen Wasserhosen! Er peitscht die Wellen, so stark er kann, Die heulen und brausen und tosen. Aus dunkler Höh', mit wilder Macht, Die Regengüsse träufen; Es ist, als wollt die alte Nacht Das alte Meer ersäufen. An den Mastbaum klammert die Möwe sich Mit heiserem Schrillen und Schreien; Sie flattert und will gar ängstiglich Ein Unglück prophezeien. (Heinrich Heine) weiterlesen...


Donnerstag, 19. Mai 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Da fliegt, als wir im Felde gehen, Ein Sommerfaden über Land, Ein leicht und licht Gespinst der Feeen, Und knüpft von mir zu ihr ein Band. Ich nehm' ihn für ein günstig Zeichen, Ein Zeichen, wie die Lieb' es braucht. O Hoffnungen der Hoffnungsreichen, Aus Duft gewebt, von Luft zerhaucht! (Ludwig Uhland) weiterlesen...


Montag, 16. Mai 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (0)

Wann war ein Mensch je so wach Wie der Morgen von heut? Nicht nur Blume und Bach, Auch das Dach ist erfreut. Selbst sein alternder Rand, von den Himmeln erhellt, – wird fühlend: ist Land, ist Antwort, ist Welt. Alles atmet und dankt. O ihr Nöte der Nacht, wie ihr spurlos versankt. Aus Scharen von Licht War ihr Dunkel gemacht, Das sich rein widerspricht. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Dienstag, 10. Mai 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Ich weiss nicht was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Märchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn. Die Luft ist kühl und es dunkelt, Und ruhig fließt der Rhein; Der Gipfel des Berges funkelt Im Abendsonnenschein. Die schönste Jungfrau sitzet Dort oben wunderbar; Ihr goldnes Geschmeide blitzet, Sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme Und singt ein Lied dabei; Das hat eine wundersame, Gewaltige Melodei. Den Schiffer im kleinen Schiffe Ergreift es mit wildem Weh; Er schaut nicht die Felsenriffe, Er schaut nur hinauf in die Höh. Ich glaube, die Wellen verschlingen Am Ende Schiffer und Kahn; Und das hat mir ihrem Singen Die Lore-Ley getan. (Heinrich Heine) weiterlesen...


Sonntag, 8. Mai 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (3)

Ich danke dir, dass du mich unter (Lebens-)Gefahr geboren, dass du mich nach deinen Kräften behütet und versorgt hast, dass ich lernen und studieren durfte – obwohl ich ein Mädchen war. Gewünscht hätte ich mir Anerkennung auch da, wo ich deinen Vorstellungen und Erwartungen nicht entsprach, weil ich anders war als du oder vielleicht auch nur den Mut hatte, anders zu leben, andere Wege zu gehen, als die, die du gewählt hattest für dich und für mich. Es tut mir Leid, dass ich für dich in vielerlei Hinsicht Zumutung und Enttäuschung war. Ich war offensichtlich nicht die Tochter, die du dir gewünscht hattest, die du vielleicht gebraucht hättest. Die konnte und wollte ...weiterlesen...


Samstag, 7. Mai 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (0)

Ich bin so knallvergnügt erwacht. Ich klatsche meine Hüften. Das Wasser lockt. Die Seife lacht. Es dürstet mich nach Lüften. Ein schmuckes Laken macht einen Knicks Und gratuliert mir zum Baden. Zwei schwarze Schuhe in blankem Wichs Betiteln mich „Euer Gnaden“. Aus meiner tiefsten Seele zieht Mit Nasenflügelbeben Ein ungeheurer Appetit Nach Frühstück und nach Leben. (Joachim Ringelnatz) weiterlesen...


Mittwoch, 4. Mai 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (1)

(© Emanuel Raue) Wie meine Träume nach dir schrein. Wir sind uns mühsam fremd geworden, Jetzt will es mir die Seele morden Dies arme, bange Einsamsein. Kein Hoffen, das die Segel bauscht. Nur diese weite, weiße Stille, In die mein tatenloser Wille In atemlosem Bangen lauscht. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...