Freitag, 25. Juli 2014 | Kategorie: Allgemein, Gedichte | Kommentare (4)

Tiefblauer Sonnenhimmel dekoriert mit hingehauchten Wolkenschleiern und beweglichen Glitzerpunkten dazu das Rauschen der Blutbuche im Garten und das Streicheln des Windes auf sonnenwarmer Haut das lässt turbulente Gedanken langsamer werden. (© mona lisa) weiterlesen...


Sonntag, 20. Juli 2014 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Manchmal spricht ein Baum durch das Fenster mir Mut zu. Manchmal leuchtet ein Buch als Stern auf meinem Himmel, manchmal ein Mensch, den ich nicht kenne, der meine Worte erkennt. (Rose Ausländer) weiterlesen...


Dienstag, 15. Juli 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (4)

Ist auch das Leben des Steins Verlangen nach Leben? Sicher kommt es vor, daß er weint. Menschen können leblos werden, er nicht. (Walter Helmut Fritz, Wunschtraum, Alptraum, Hamburg 1983, S. 14) weiterlesen...


Donnerstag, 3. Juli 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Oft war sie als Kind ihren Dienerinnen entwichen, um die Nacht und den Wind (weil sie drinnen so anders sind) draußen zu sehn an ihrem Beginnen; doch keine Sturmnacht hatte gewiß den riesigen Park so in Stücke gerissen, wie ihn jetzt ihr Gewissen zerriß, da er sie nahm von der seidenen Leiter und sie weitertrug, weiter, weiter...: Bis der Wagen alles war. Und sie roch ihn, den schwarzen Wagen, um den verhalten das Jagen stand und die Gefahr. Und sie fand ihn mit Kaltem ausgeschlagen; und das Schwarze und Kalte war auch in ihr. Sie kroch in ihren Mantelkragen und befühlte ihr Haar, als bliebe es hier, und hörte fremd einen Fremden sagen: Ich bin bei dir. (Rainer Maria ...weiterlesen...


Donnerstag, 19. Juni 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (3)

Schönes, grünes, weiches Gras. Drin liege ich. Inmitten goldgelber Butterblumen! Über mir ... warm ... der Himmel: Ein weites, schütteres, lichtwühlig, lichtblendig, lichtwogig zitterndes Weiß, das mir die Augen langsam ... ganz ... langsam schließt. Wehende ... Luft ... kaum merklich ein Duft, ein zartes . . . Summen. Nun bin ich fern von jeder Welt, ein sanftes Rot erfüllt mich ganz, und deutlich . . . spüre ich . . . wie die Sonne mir durchs Blut rinnt. Minutenlang. Versunken alles . . . Nur noch ich. Selig! (Arno Holz) weiterlesen...


Mittwoch, 18. Juni 2014 | Kategorie: Alltägliches, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Fast ohne Worte: In diesen Tagen schmerzt mich nicht, daß ich vergessen kann und mich erinnern muß. (3. Strophe aus Ingeborg Bachmanns Gedicht, Tage in Weiß) weiterlesen...


Sonntag, 15. Juni 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Ich sehne oft nach einer Mutter mich, nach einer stillen Frau mit weißen Scheiteln. In ihrer Liebe blühte erst mein Ich; sie könnte jenen wilden Haß vereiteln, der eisig sich in meine Seele schlich. Dann säßen wir wohl beieinander dicht, ein Feuer surrte leise im Kamine. Ich lauschte, was die liebe Lippe spricht, und Frieden schwebte ob der Teeterrine so wie ein Falter um das Lampenlicht. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Montag, 9. Juni 2014 | Kategorie: Gedichte, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Die heutige Sendung "Liegen bleiben" widmet sich ausschließlich Gedichten von Mascha Kaléko. Eine Liste der vorgetragenen Gedichte findet man im Netz (oder mit einem Klick auf "Liste"). Ob im Liegen oder Sitzen, Hauptsache zuhören und genießen. Mein schönstes Gedicht? Ich schrieb es nicht. Aus tiefsten Tiefen stieg es. Ich schwieg es. (Mascha Kaléko) Damit endete diese Sendung. Schade, es hätte ruhig weiter gehen können. weiterlesen...


Mittwoch, 4. Juni 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Dies also. Dies geht von mir aus und löst sich in der Luft und im Gefühl der Haine, entweicht mir leicht und wird nicht mehr das Meine und glänzt, weil es auf keine Feindschaft stößt. Dies hebt sich unaufhörlich von mir fort, ich will nicht weg, ich warte, ich verweile; doch alle meine Grenzen haben Eile, stürzen hinaus und sind schon dort. Und selbst im Schlaf. Nichts bindet uns genug. Nachgiebig Mitte in mir, Kern voll Schwäche, der nicht sein Fruchtfleisch anhält. Flucht, o Flug von allen Stellen meiner Oberfläche. Was sich dort bildet und mir sicher gleicht und aufwärts zittert in verweinten Zeichen, das mochte so in einer Frau vielleicht innnen entstehn; es war ...weiterlesen...


Sonntag, 1. Juni 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden, in welchen meine Sinne sich vertiefen; in ihnen hab ich, wie in alten Briefen, mein täglich Leben schon gelebt gefunden und wie Legende weit und überwunden. Aus ihnen kommt mir Wissen, daß ich Raum zu einem zweiten zeitlos breiten Leben habe. Und manchmal bin ich wie der Baum, der, reif und rauschend, über einem Grabe den Traum erfüllt, den der vergangne Knabe (um den sich seine warmen Wurzeln drängen) verlor in Traurigkeiten und Gesängen. (aus: Rainer Maria Rilke, Das Buch vom Mönchischen Leben) weiterlesen...