Dienstag, 23. August 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (6)

Schau dort kommen Melodien durch den Tag gezogen. Wie den lang gespannten Bogen höre ich ihr Tönen ziehn. Warum geben sie sich hin allen, die da stehn? Könnten sie nicht einzig blühn nur für die, die sehn? Und so sprechen sie mich an, mich, die sie nicht tragen kann, denn ich bin so müd. Und so steh' und klinge ich voll von Sehnsucht, die verblich und die weinend schied. (Selma Meerbaum-Eisinger) weiterlesen...


Sonntag, 14. August 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Leise schlägst in deinem Lied du einen Ton an - und dir ist, als fehlte noch etwas. Und du suchst verwirrt bei allen Tönen, ob sie dir nicht sagen können, wo's zu finden, wo und wie und wann... Doch der eine ist zu blaß und zu lüstern ist der zweite und der dritte ist so voll mit Weite - viel zu voll. Du suchst lange - Moll und Dur und Moll werden lebend unter deinen Händen. Und dann schlägst du plötzlich eine Taste an, und - es kommt kein Ton. Und das Schweigen ist dir wie ein dumpfer Hohn, denn du weißt es plötzlich ganz genau: Dieser fehlt dir. ...weiterlesen...


Freitag, 5. August 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (1)

"Selbst der Irrtum erweist sich ja oft als Stufe einer kleinen Plattform, auf der sich dann fußen lässt." (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Freitag, 29. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Was wäre mir entgangen, könnte ich nicht lesen - einfach unvorstellbar! Das Lesevergnügen hat James Krüss in einem Gedicht in Reimen zum Ausdruck gebracht, hier ein Auszug: Wer lesen kann und Bücher hat, Ist nie allein in Land und Stadt. Ein Buch, das uns gefällt, Hilft weiter durch die Welt. (Aus: James Krüss, Das Lesen) weiterlesen...


Mittwoch, 27. Juli 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Der Himmel, groß, voll herrlicher Verhaltung, ein Vorrat Raum, ein Übermaß von Welt. Und wir, zu ferne für die Angestaltung, zu nahe für die Abkehr hingestellt. Da fällt ein Stern! Und unser Wunsch an ihn, bestürzten Aufblicks, dringend angeschlossen: Was ist begonnen, und was ist verflossen? Was ist verschuldet? Und was ist verziehn? (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Montag, 25. Juli 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (4)

Zärtlich berührt einander Zuwendung schenken ohne den Freiraum zum Wachsen zu verlieren Zärtlich nah einander Geborgenheit erfahren lassen im Genießen der erotischen Kraft der Freundschaft Zärtlich aufgerichtet einander Weite eröffnen zum Sinn des Lebens bewegt: wirklich lieben können Zärtlich verwurzelt einander in Verschiedenheit ergänzen zum schöpferischen Mitsein angestiftet (Pierre Stutz) weiterlesen...


Mittwoch, 20. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Der Mond. Dies Wort so ahnungsreich, So treffend, weil es rund und weich – Wer wäre wohl so kaltbedächtig, So herzlos, hart und niederträchtig, Daß es ihm nicht, wenn er es liest, Sanftschauernd durch die Seele fließt? – (Wilhelm Busch) weiterlesen...


Montag, 20. Juni 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Und hell wird's, immer heller; der Mond, der hat 'nen Teller mit allerfeinstem Silbersand, den streut er über Meer und Land, und hell wird's, immer heller. (Paula Dehmel, letzte Strophe) weiterlesen...


Dienstag, 24. Mai 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Der Wind zieht seine Hosen an, Die weißen Wasserhosen! Er peitscht die Wellen, so stark er kann, Die heulen und brausen und tosen. Aus dunkler Höh', mit wilder Macht, Die Regengüsse träufen; Es ist, als wollt die alte Nacht Das alte Meer ersäufen. An den Mastbaum klammert die Möwe sich Mit heiserem Schrillen und Schreien; Sie flattert und will gar ängstiglich Ein Unglück prophezeien. (Heinrich Heine) weiterlesen...


Donnerstag, 19. Mai 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Da fliegt, als wir im Felde gehen, Ein Sommerfaden über Land, Ein leicht und licht Gespinst der Feeen, Und knüpft von mir zu ihr ein Band. Ich nehm' ihn für ein günstig Zeichen, Ein Zeichen, wie die Lieb' es braucht. O Hoffnungen der Hoffnungsreichen, Aus Duft gewebt, von Luft zerhaucht! (Ludwig Uhland) weiterlesen...