Sonntag, 9. Dezember 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Markt und Straßen stehn verlassen, Still erleuchtet jedes Haus, Sinnend geh’ ich durch die Gassen, Alles sieht so festlich aus. An den Fenstern haben Frauen Buntes Spielzeug fromm geschmückt, Tausend Kindlein stehn und schauen, Sind so wunderstill beglückt. (Joseph von Eichendorff) weiterlesen...


Donnerstag, 6. Dezember 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (8)

Wach auf, da schon der Morgen Die Wolken überflammt. Lass, was in Nacht verborgen, Und üb des Tages Amt. Das ist: In Höhen greifen, So hoch es nur gelingt. Das ist: In Welten streifen, So weit der Fuß nur dringt. Das ist: Zum Guten halten Die ungewohnte Hand. Das ist: In Werken walten, Was nur die Kraft umspannt. Das ist: Zum Großen dringen, So weit es heute geht, Und alles niederzwingen, Was klein im Wege steht! (Gustav Schüler) weiterlesen...


Dienstag, 27. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Du bist die Zukunft, großes Morgenrot über den Ebenen der Ewigkeit. Du bist der Hahnschrei nach der Nacht der Zeit, der Tau, die Morgenmette und die Maid, der fremde Mann, die Mutter und der Tod. Du bist die sich verwandelnde Gestalt, die immer einsam aus dem Schicksal ragt, die unbejubelt bleibt und unbeklagt und unbeschrieben wie ein wilder Wald. Du bist der Dinge tiefer Inbegriff, der seines Wesens letztes Wort verschweigt und sich den Andern immer anders zeigt: dem Schiff als Küste und dem Land als Schiff. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Sonntag, 25. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Manchmal verhindern Sehnsucht und Trauer das wahrzunehmen was gerade ist (Mona Lisa) weiterlesen...


Samstag, 24. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

... Aus unerklärlich holden Träumen Bin früh und frisch ich heut erwacht. Der Morgen weht mit goldner Schwinge Mir um die Stirn den kühlen Schein; Noch möcht' ich rasten, doch ich singe, Mein Herz ist wie der Himmel rein. (Zeilen aus dem Emanuel Geibels Gedicht, Frühmorgens) weiterlesen...


Mittwoch, 21. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Laß sterben, was sterben will, und schleppe dich mit ihm nicht müde! Du zwingst es doch nicht mehr zum Leben und zu der frohen Freude eines Sommers! Es hat die Kraft nicht mehr, dein Mitleid, deine Liebe dir zu danken, und zerrt dich selber nur in seinen Herbst! Laß sterben drum, was sterben will ... und ohne Klage! (Cäsar Flaischlen) weiterlesen...


Dienstag, 20. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Es ist mitunter, als wären alle Fäden abgeschnitten... als wäre alles um dich her weitab und leer, ein toter Raum, und du dir selbst ein fremder Traum... ...als käme nie die Sonne wieder, als klänge nie ein Lied mehr durch, als höre alles langsam auf... und plötzlich flimmert's durch die Wolken und plötzlich trifft ein Klang ans Ohr und leise fliegt auf goldenem Flügel ein Schmetterling am Weg empor! (Cäsar Flaischlen) weiterlesen...


Montag, 12. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

„Wenn wir zusammen gehen, geht mit uns ein schöner Tag durch all’ die dunklen Küchen, und wo grau ein Werkshof lag, beginnt plötzlich die Sonne unsere arme Welt zu kosen und jeder hört uns singen: Brot und Rosen! Brot und Rosen! Wenn wir zusammen gehen, kämpfen wir auch für den Mann, weil unbemuttert kein Mensch auf die Erde kommen kann. Und wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch, wollen wir mehr: gebt uns das Brot, doch gebt uns die Rosen auch. Wenn wir zusammen gehen, gehen unsre Toten mit. Ihr unerhörter Schrei nach Brot schreit auch durch unser Lied. Sie hatten für die Schönheit, Liebe, Kunst, ...weiterlesen...


Samstag, 3. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Einmal in Kindertagen Ging ich die Wiese lang, Kam still getragen Im Morgenwind ein Gesang, Ein Ton in blauer Luft, Oder ein Duft, ein blumiger Duft, Der duftete süß, der klang Eine Ewigkeit lang, Meine ganze Kindheit lang. (Hermann Hesse, 1. Strophe des Gedichts "Verlorener Klang") weiterlesen...


Freitag, 2. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Kalter Herbst vermag den Tag zu knebeln, seine tausend Jubelstimmen schweigen; hoch vom Domturm wimmern gar so eigen Sterbeglocken in Novembernebeln. Auf den nassen Dächern liegt verschlafen weißes Dunstlicht; und mit kalten Händen greift der Sturm in des Kamines Wänden eines Totenkarmens Schlußoktaven. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...