Samstag, 24. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

... Aus unerklärlich holden Träumen Bin früh und frisch ich heut erwacht. Der Morgen weht mit goldner Schwinge Mir um die Stirn den kühlen Schein; Noch möcht' ich rasten, doch ich singe, Mein Herz ist wie der Himmel rein. (Zeilen aus dem Emanuel Geibels Gedicht, Frühmorgens) weiterlesen...


Mittwoch, 21. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Laß sterben, was sterben will, und schleppe dich mit ihm nicht müde! Du zwingst es doch nicht mehr zum Leben und zu der frohen Freude eines Sommers! Es hat die Kraft nicht mehr, dein Mitleid, deine Liebe dir zu danken, und zerrt dich selber nur in seinen Herbst! Laß sterben drum, was sterben will ... und ohne Klage! (Cäsar Flaischlen) weiterlesen...


Dienstag, 20. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Es ist mitunter, als wären alle Fäden abgeschnitten... als wäre alles um dich her weitab und leer, ein toter Raum, und du dir selbst ein fremder Traum... ...als käme nie die Sonne wieder, als klänge nie ein Lied mehr durch, als höre alles langsam auf... und plötzlich flimmert's durch die Wolken und plötzlich trifft ein Klang ans Ohr und leise fliegt auf goldenem Flügel ein Schmetterling am Weg empor! (Cäsar Flaischlen) weiterlesen...


Montag, 12. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

„Wenn wir zusammen gehen, geht mit uns ein schöner Tag durch all’ die dunklen Küchen, und wo grau ein Werkshof lag, beginnt plötzlich die Sonne unsere arme Welt zu kosen und jeder hört uns singen: Brot und Rosen! Brot und Rosen! Wenn wir zusammen gehen, kämpfen wir auch für den Mann, weil unbemuttert kein Mensch auf die Erde kommen kann. Und wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch, wollen wir mehr: gebt uns das Brot, doch gebt uns die Rosen auch. Wenn wir zusammen gehen, gehen unsre Toten mit. Ihr unerhörter Schrei nach Brot schreit auch durch unser Lied. Sie hatten für die Schönheit, Liebe, Kunst, ...weiterlesen...


Samstag, 3. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Einmal in Kindertagen Ging ich die Wiese lang, Kam still getragen Im Morgenwind ein Gesang, Ein Ton in blauer Luft, Oder ein Duft, ein blumiger Duft, Der duftete süß, der klang Eine Ewigkeit lang, Meine ganze Kindheit lang. (Hermann Hesse, 1. Strophe des Gedichts "Verlorener Klang") weiterlesen...


Freitag, 2. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Kalter Herbst vermag den Tag zu knebeln, seine tausend Jubelstimmen schweigen; hoch vom Domturm wimmern gar so eigen Sterbeglocken in Novembernebeln. Auf den nassen Dächern liegt verschlafen weißes Dunstlicht; und mit kalten Händen greift der Sturm in des Kamines Wänden eines Totenkarmens Schlußoktaven. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Donnerstag, 1. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Gedichte, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

An allen Feiertagen strahlt das WDR die Sendung "Liegen bleiben" aus. Ich freue mich nach jeder Sendung bereits auf die nächste! Die heutige Sendung war Erich Fried gewidmet, der vor dreißig Jahren verstorben ist. Ich kann mich noch glücklich schätzen, ihn auf einer Lesung - ich meine in Marburg - erlebt haben zu können. Ich mag seine Gedichte wegen der Knappheit und Klarheit im Ausdruck, auf kleinstem Sprach-Raum Platz zu schaffen für ein eigenes Phansatie- und Assoziationsuniversum. Er hat viel von den Herausforderungen der Liebe, in der Liebe, durch die Liebe geschrieben. Viele dieser Gedichte sind nicht weniger politisch als seine ...weiterlesen...


Donnerstag, 25. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Nichts regt sich um ihn her, nur Schwärme Von Kranichen begleiten ihn, Die fernhin nach des Südens Wärme In graulichtem Geschwader ziehn. "Seid mir gegrüßt, befreundte Scharen! Die mir zur See Begleiter waren, Zum guten Zeichen nehm ich euch, Mein Los, es ist dem euren gleich. Von fernher kommen wir gezogen Und flehen um ein wirtlich Dach. Sei uns der Gastliche gewogen, Der von dem Fremdling wehrt die Schmach!" (Auszug aus Friedrich Schillers, Die Kraniche des Ibykus) weiterlesen...


Mittwoch, 24. Oktober 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Astern blühen schon im Garten; Schwächer trifft der Sonnenpfeil Blumen, die den Tod erwarten Durch des Frostes Henkerbeil. Brauner dunkelt längst die Heide, Blätter zittern durch die Luft. Und es liegen Wald und Weide Unbewegt im blauen Duft. Pfirsich an der Gartenmauer, Kranich auf der Winterflucht. Herbstes Freuden, Herbstes Trauer, Welke Rosen, reife Frucht. (Detlev von Liliencron) weiterlesen...


Dienstag, 23. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Das ist's, was mich hier so entzückt: Diese unbedingte Weite, dieser Horizont in Tief’ und Breite verschwenderisch hinausgerückt. (Christian Morgenstern) weiterlesen...