Mittwoch, 20. März 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Mutter, ich bin müde, lass in Deinen Treuen Armen schlummern nun dein Kind, Doch versprich mir erst nicht mehr zu weinen Heiss und brennend Deine Tränen sind Hier ist es kalt, und draussen Stürme wehen, Doch im Traum ist alles licht und klar, Engelkinder hab ich dort gesehen, Immer wenn mein Aug geschlossen war. Sieh! Da steht schon eins an meiner Seite, Hör, wie süss es klingelt, Mutter, sieh Doch die Flügel, weiss und glänzend beyde! Mutter, gab ihm unser Vater die? Gold und Blumen mir vor Augen schweben Gottes Engel streut sie um mich aus. Sag, bekomm ich Flügel auch im Leben, Oder erst in seinem Sternenhaus? Warum drückst Du meine Hand zusammen, Warum ...weiterlesen...


Dienstag, 19. März 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Der Tod ist groß, Wir sind die Seinen lachenden Munds. Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen mitten in uns. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Montag, 18. März 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang erinnern wir uns an sie; Beim Wehen des Windes und in der Kälte des Winters erinnern wir uns an sie; Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers erinnern wir uns an sie; Beim Rauschen der Blätter und in der Schönheit des Herbstes erinnern wir uns an sie; Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht, erinnern wir uns an sie; Wenn wir müde sind und Kraft brauchen, erinnern wir uns an sie; Wenn wir verloren sind und krank in unserem Herzen erinnern wir uns an sie; Wenn wir Freude erleben, die wir so gern ...weiterlesen...


Donnerstag, 14. März 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Hast einmal wieder gestürmt? Wildes, tobendes Element, Wider Erd und Himmel Feindlich kämpfend angerennt? Töricht! Fruchtlos! Sieh! Die Erde steht unbewegt Und der Himmel wölbt sich, heiter glänzend, Lächelnd über sie und dich. Du aber bist trüb und düster Und warst doch schön wie sie. ... (Franz Grillparzer) weiterlesen...


Sonntag, 10. März 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Der Tag ging aus mit mildem Tone, so wie ein Hammerschlag verklang. Wie eine gelbe Goldmelone lag groß der Mond im Kraut am Hang. Ein Wölkchen wollte davon naschen, und es gelang ihm, ein paar Zoll des hellen Rundes zu erhaschen, rasch kaut es sich die Bäckchen voll. Es hielt sich lange auf der Flucht auf und sog sich ganz mit Lichte an; - da hob die Nacht die goldne Frucht auf: Schwarz ward die Wolke und zerrann. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Samstag, 9. März 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Bruder Jakob, Bruder Jakob, schläfst du noch? Schläfst du noch? Hörst du nicht die Glocken, hörst du nicht die Glocken? Bim bam bom, bim bam bom. weiterlesen...


Mittwoch, 6. März 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Sogar mein Schatten ist durch und durch gesund an diesem Frühlingstag (Issa) weiterlesen...


Sonntag, 24. Februar 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Endet schon des Tages Leben und sein ganzes Glück? Töne und Gestalten schweben in sich selbst zurück. Zwischen Wachen, zwischen Träumen trinkt die Seele schon, zugeweht aus andern Räumen, leisen Harfenton. Breite nun, du sternenschöne, atemstille Nacht, deine Schleier und versöhne wo ein Leiden wacht. (Johann Georg Fischer) weiterlesen...


Montag, 11. Februar 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Ich säume liebentlang durchs Morgenlicht, Längst lebe ich vergessen – im Gedicht. Du hast es einmal mir gesprochen. Ich weiß den Anfang – Weiter weiß ich von mir nicht. Doch hörte ich mich schluchzen im Gesang. Es lächelten die Immortellen hold in deinem Angesicht, Als du im Liebespsalme unserer Melodie Die Völker tauchtest und erhobest sie. (Else Lasker-Schüler, heute vor 150 Jahren in Wuppertal geboren) weiterlesen...


Dienstag, 5. Februar 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (5)

Flockendichte Winternacht... Heimkehr von der Schenke... Stilles Einsamwandern macht, daß ich deiner denke. Schau dich fern im dunklen Raum ruhn in bleichen Linnen... Leb ich wohl in deinem Traum ganz geheim tiefinnen?... Stilles Einsamwandern macht, daß ich nach dir leide... Eine weiße Flockennacht flüstert um uns beide... (Christian Morgenstern) weiterlesen...