Donnerstag, 1. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Gedichte, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

An allen Feiertagen strahlt das WDR die Sendung "Liegen bleiben" aus. Ich freue mich nach jeder Sendung bereits auf die nächste! Die heutige Sendung war Erich Fried gewidmet, der vor dreißig Jahren verstorben ist. Ich kann mich noch glücklich schätzen, ihn auf einer Lesung - ich meine in Marburg - erlebt haben zu können. Ich mag seine Gedichte wegen der Knappheit und Klarheit im Ausdruck, auf kleinstem Sprach-Raum Platz zu schaffen für ein eigenes Phansatie- und Assoziationsuniversum. Er hat viel von den Herausforderungen der Liebe, in der Liebe, durch die Liebe geschrieben. Viele dieser Gedichte sind nicht weniger politisch als seine ...weiterlesen...


Donnerstag, 25. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Nichts regt sich um ihn her, nur Schwärme Von Kranichen begleiten ihn, Die fernhin nach des Südens Wärme In graulichtem Geschwader ziehn. "Seid mir gegrüßt, befreundte Scharen! Die mir zur See Begleiter waren, Zum guten Zeichen nehm ich euch, Mein Los, es ist dem euren gleich. Von fernher kommen wir gezogen Und flehen um ein wirtlich Dach. Sei uns der Gastliche gewogen, Der von dem Fremdling wehrt die Schmach!" (Auszug aus Friedrich Schillers, Die Kraniche des Ibykus) weiterlesen...


Mittwoch, 24. Oktober 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Astern blühen schon im Garten; Schwächer trifft der Sonnenpfeil Blumen, die den Tod erwarten Durch des Frostes Henkerbeil. Brauner dunkelt längst die Heide, Blätter zittern durch die Luft. Und es liegen Wald und Weide Unbewegt im blauen Duft. Pfirsich an der Gartenmauer, Kranich auf der Winterflucht. Herbstes Freuden, Herbstes Trauer, Welke Rosen, reife Frucht. (Detlev von Liliencron) weiterlesen...


Dienstag, 23. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Das ist's, was mich hier so entzückt: Diese unbedingte Weite, dieser Horizont in Tief’ und Breite verschwenderisch hinausgerückt. (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Dienstag, 16. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still, du mein tieftiefes Leben; dass du weisst, was der Wind dir will, eh noch die Birken beben. Und wenn dir einmal das Schweigen sprach, lass deine Sinne besiegen. Jedem Hauche gieb dich, gieb nach, er wird dich lieben und wiegen. Und dann meine Seele sei weit, sei weit, dass dir das Leben gelinge, breite dich wie ein Federkleid über die sinnenden Dinge. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Montag, 15. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

(hier: Mollbeckteich in RE-Speckhorn) Verträumter, verträumter Klang überm See. Wo ist meine Heimat auf einsamer Erden? Wo sind die Herzen, die für mich schlugen? Wo ist das Haus meiner Eltern, lindenumrauscht? Verträumter, verträumter Klang überm See. Wo sind die Augen, die für mich blitzten? Wo sind meine Freunde aus tollen Tagen? Wo ist das Glück, das ich suchte in weiter Welt? Verträumter, verträumter Klang überm See. (Max Halbe) weiterlesen...


Samstag, 13. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Weiche Finger auf den Tasten Spielten traumverloren. Brausend wogten aus dem Kasten Walzerstimmen, lustgeboren. Und am Straßeneck, wo leise Wort und Ton im Wind verklingt, Sang ein Gassenbub die Weise, Wie das Volk sie singt. Abseits hielt ich still und lauschte Beiden Melodien, Daß mir’s, als das Spiel verrauschte, Wie ein Traum erschien. Und sie haben nichts gespürt Von dem fremden Wandersmann, Dem ihr Lied das Herz gerührt, Bis ihm Trän um Träne rann. (Joachim Ringelnatz) weiterlesen...


Mittwoch, 10. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Jetzt kommen wieder die Pläne, die ins Weite gehn. Draußen rufen die Hähne: die Ferne will entstehn (Rainer Maria Rilke, 1. Strophe des Gedichts "Tageslied") weiterlesen...


Freitag, 5. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Wenn man den Sand sägen hört und das Schlurfen der kleinen Steine in langen Wellen soll man aufhören zu sollen und nichts mehr wollen wollen nur Meer Nur Meer (Erich Fried, 3. Strophe des Gedichts "Meer") weiterlesen...


Donnerstag, 4. Oktober 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Gewaltig endet so das Jahr Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten. Rund schweigen Wälder wunderbar Und sind des Einsamen Gefährten. (Georg Trakl, 1.Strophe des Gedichts „Verklärter Herbst“) weiterlesen...