Freitag, 30. Juli 2010 | Kategorie: Denk-Würdiges, Gedichte, Worte, Zitate | Kommentare (2)

Ich suche nicht - ich finde Suchen, das ist Ausgehen von alten Beständen. Und ein Finden-wollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden, das ist das völlig Neue! Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis - ein heiliges Abenteuer. Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen geborgen wissen - die in Ungewissheit geführt werden - die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen - die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht menschlich beschränkt und eingeengt, das Ziel bestimmen. Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen: das ist das Wesenhafte ...weiterlesen...


Samstag, 24. Juli 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Das Unkraut Es sprosset aber viel üppiges neidiges Unkraut, das blendet, schneller schießet Es auf, das ungelenke, denn es scherzet Der Schöpferische, sie aber Verstehen es nicht. Zu zornig greift Es und wächst. Unter dem Brande gleich, Der Häuser anzehret, schlägt es Empor, achtlos, und schonet Den Raum nicht und bedecket Weit gärend, ein dampfend Gewölk, Die unbeholfene Wildnis. (Friedrich Hölderlin) weiterlesen...


Mittwoch, 21. Juli 2010 | Kategorie: Gedichte, Zitate | Kommentare (6)

Es ist nicht unsere Aufgabe einander näher zu kommen so wenig wie Sonne und Mond zueinander kommen oder Meer und Sand. Unser Ziel ist es, einander zu erkennen und einer im anderen das zu sehen was er ist: Gegenstück und Ergänzung. (Hermann Hesse ) weiterlesen...


Dienstag, 20. Juli 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (10)

ich traue mich ich vertraue mich an wir trauen uns ich trauere - allein um dich um uns immer noch © mona lisa weiterlesen...


Mittwoch, 30. Juni 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Was mich bewegt man muss den Dingen die eigene, stille ungestörte Entwicklung lassen, die tief von Innen kommt, und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann; alles ist Austragen - und dann Gebären ... Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch! Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos still und weit ... Man muss Geduld haben, Gegen das Ungelöste im Herzen, und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben, und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man ...weiterlesen...


Montag, 28. Juni 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Gedichte | Kommentare (2)

Mehrere Gedichtbände von Rose Ausländer habe ich bereits im Regal stehen. Nun habe ich noch die kleine, gebundene Ausgabe des Fischer-Verlages gekauft, einfach weil das Büchlein so klein und daher gut mitzunehmen ist. Denn die Gedichte von Rose Ausländer in ihrer Kürze, Tiefe, Wortgewaltigkeit, Tiefgründigkeit, Klarheit und Geheimnishaftigkeit (-kennt einer ein besseres Wort? Der Duden hilft mir hier auch nicht weiter-) mag ich in fast allen Lebenslagen. Und immer wieder schrieb sie über Worte, Sprache  und ihre Wirkungen: Sprich Sprich lieber Freund ich weiß du kannst zaubern Mach aus der Welt ein Wort Dein Wort ist eine Welt Rose Ausländer, Gedichte, hrsg. v. Helmut Braun, Frankfurt/M 6. Aufl. 2010, 381 S. , ISBN ...weiterlesen...


Donnerstag, 6. Mai 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Maitag Still! - Ich hör, wie an Geländen leicht der Wind vorüberhüpft, wie die Sonne Strahlenenden an Syringendolden knüpft. Stille rings: Nur ein geblähter Frosch hält eine Mückenjagd, und ein Käfer schwimmt im Äther, ein lebendiger Smaragd. Im Geäst spinnt Silberrhomben Mutter Spinne Zoll um Zoll, und von Blütenhekatomben hat die Welt die Hände voll. (R.M. Rilke) weiterlesen...


Sonntag, 7. März 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Vorfrühling Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung an der Wiesen aufgedecktes Grau. Kleine Wasser ändern die Betonung. Zärtlichkeiten, ungenau, greifen nach der Erde aus dem Raum. Wege gehen weit ins Land und zeigens. Unvermutet siehst du seines Steigens Ausdruck in dem leeren Baum. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Montag, 30. November 2009 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Der Aesthet Wenn ich sitze, will ich nicht sitzen, wie mein Sitz-Fleisch möchte, sondern wie mein Sitz-Geist sich, säße er, den Stuhl sich flöchte. Der jedoch bedarf nicht viel, schätzt am Stuhl allein den Stil, überläßt den Zweck des Möbels ohne Grimm der Gier des Pöbels. (Christian Morgenstern, Galgenlieder) weiterlesen...


Freitag, 27. November 2009 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Ich weiß, daß mir nichts angehört Als der Gedanke, der ungestört Aus meiner Seele will fließen, Und jeder günstige Augenblick, Den mich ein liebendes Geschick Von Grund aus läßt genießen. (J.W.v.Goethe) weiterlesen...