Donnerstag, 13. November 2008 | Kategorie: Gedichte, Merk-Würdiges | Kommentare (9)

Spaziergang Rotästige Föhren, Birken silbern und zier, Schweigsame Buchen, Sagt, leidet auch ihr? Und ihr, atmende Blumen Im summenden Bienengesang, Ist denn auch euer Leben so dunkel und bang? (Hermann Hesse, März 1909) Summenden Bienen werde ich wohl heute nicht entdecken, schweigsame Buchen sicher, dazwischen aber auch "schreiende", denn die Holzfäller sind unterwegs. Ich war gestern erstaunt zu hören, wie laut ein umfallender Baum ist. Luna, meine Hündin, ist richtig zusammengezuckt und hat den Schwanz eingezogen. Kennt ihr vielleicht weitere Spaziergang-Gedichte? Dann lasst es mich bitte wissen. weiterlesen...


Mittwoch, 12. November 2008 | Kategorie: Alltägliches, Frag-Würdiges, Gedichte | Kommentare (4)

Regelmäßig gehe ich mit meinem Hund spazieren, vorbei an den Mollbeckteichen mit ihrer Enten- und Gänsebevölkerung durch die Felder, mal mehr mal weniger weit, je nach Wetter, Zeit, Lust und Laune. Inzwischen genieße ich diese Spaziergänge, sie sind nicht mehr nur Pflicht. Dabei begegnen mir viele Menschen, einige von ihnen schon von weiten zu hören, wenn sie mit ihren Stöcken, meist auch noch in "Horden" den Boden bearbeiten, sich oft lauthals unterhalten und dabei mehr oder weniger vergnüglich bis verbissen aus der "Wäsche schauen", in dem Wissen, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Dann sind da die Jogger, die mit ...weiterlesen...


Mittwoch, 29. Oktober 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Gedichte, Merk-Würdiges | Kommentare (3)

Aufgrund einer Unterhaltung am letzten Wochenende habe ich mich daran erinnert, wie schwer es mir in meiner Jugend gefallen ist, angesichts abgeernteter Felder, dem Angebot von Pflaumen und Sonnenblumen auf dem Markt nicht in Tränen auszubrechen. Für mich waren es stets eindeutige Hinweise für Herbst, Winter, Dunkelheit, Einsamkeit und wenig Licht, für Mangel. Ich hatte den Eindruck, dass niemand mich verstehen konnte, etwas, was das Gefühl von Verlorenheit noch verstärkt hat. Irgendwann hat mir dann mal jemand gesagt: "Man vermisst die Sonne, das Licht nur, wenn man sie, es nicht in sich hat!" - Klang überzeugend. Ich wusste, dass ich die ...weiterlesen...


Sonntag, 19. Oktober 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Gedichte, Worte | Kommentare (2)

Gedichte habe ich immer schon gerne gelesen, mir die der Stimmung entspechenden ausgesucht, früher z.T. in schöne Kladden geschrieben, so dass ich meine eigenen Anthologien hatte. Sie stehen heute noch im Regal, letztendlich sind sie eine besondere Form eines Tagebuches. Auf Folgendes bin ich durch einen heutigen Kalenderspruch gestoßen. Mir gefällt besonders die 6. Strophe. Sie hat etwas Tröstliches, vor allem aber etwas Aufmunterndes, Forderndes: Lied der Freude Ach! was wollt ihr, trübe Sinnen Doch beginnen! Traurigsein hebt keine Noth; Es verzehret nur die Herzen, Nicht die Schmerzen, Und ist ärger, als der Tod. Dornenreiches Ungelücke, Donnerblicke Und des Himmels Härtigkeit Wird kein Kummer linder machen; Alle Sachen Werden anders mit der Zeit. Sich ...weiterlesen...


Samstag, 23. August 2008 | Kategorie: Denk-Würdiges, Gedichte, Worte | Kommentare (0)

Lange jahre sprachlos bin ich nun meiner Sprache auf der Spur. Lange Jahre würdelos, bin ich nun meiner Würde auf der Spur. Lange Jahre ohne Wert, bin ich nun mir als Wert auf der Spur. Lange Jahre ohne Anerkennung erkenne ich mich an. Das geht nicht ohne Trauer, ohne Angst. Die Räume werden weiter. Was finde ich? Mich als Sprache, als Würde, als Wert. © mona lisa (geschrieben 1998) weiterlesen...


Donnerstag, 24. Juli 2008 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (10)

Die Jahre mit dir Gestutzte Flügel wachsen wieder verlorenes Lachen kehrt zurück vergessenes Selbstbewusstsein ruft sich in Erinnerung ermüdete Kraft wacht zu neuem Leben auf Ich bin wieder da: flugfähig lachend selbstbewusst kraftvoll Bedrohung oder Heraus-Forderung ? für dich © mona lisa weiterlesen...


Freitag, 18. Juli 2008 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Todmüde zu erschöpft für das Leben (mona lisa) weiterlesen...


Samstag, 17. Mai 2008 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (3)

Vermisse mich, aber lass mich gehen Wenn ich an das Ende meines Weges komme und die Sonne für mich untergegangen ist, wünsche ich keine Zeremonien in einem dunklen Raum. Warum um die Seele weinen, die frei geworden ist; vermisse mich eine Weile, aber nicht zu lange, und nicht mit tiefgebeugtem Haupt. Erinnere dich der Liebe, die uns einst verband. Traure um mich, aber lass mich gehen. Das ist eine Reise, ein Weg, den wir alle gehen müssen, und jeder muss allein gehen, es ist ein Teil von Gottes Plan. Vermisse mich – aber lass mich gehen. Gefunden bei: Rainer Knirsch weiterlesen...


Sonntag, 4. Mai 2008 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Gedichte | Kommentare (1)

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn. Ich kreise um Gott, um den uralten Turm, und ich kreise jahrtausendelang; und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang. (Rainer Maria Rilke) Schön, wenn man sagen kann: Ich lebe mein Leben oder ich liebe das Leben. Wahrscheinlich ist das eine die Bedingung des anderen. Ich kann das Leben nur lieben, wenn es mein Leben ist. Am Ende möchte ich sagen können wie Pablo Neruda(?): Ich bekenne, ich habe gelebt. weiterlesen...


Mittwoch, 13. Februar 2008 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

  Sind wir denn schon vom Glück umglänzt? Nein, uns gehört erst dieses Rufen, dies Stillestehn auf weißen Stufen, an die der tiefe Tempel grenzt. Das Warten an dem Rand des Heut. Bis uns der Gott der reifen Keime aus seinem hohen Säulenheime die Rosen, rot, entgegenstreut. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...