Freitag, 6. Mai 2011 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Ich bin die ich bin Lebenslang auf dem Weg zu mir Doch wieso suche ich nach mir die ich bin Vielleicht finde ich mich oder ist auch das unsinnig Denn ich bin die ich bin die ich immer schon war und immer sein werde © mona lisa weiterlesen...


Mittwoch, 30. März 2011 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Frühling Die Vögel jubeln - lichtgeweckt -, die blauen Weiten füllt der Schall aus; im Kaiserpark das alte Ballhaus ist ganz mit Blüten überdeckt. Die Sonne schreibt sich hoffnungsvoll ins junge Gras mit großen Lettern. Nur dorten unter welken Blättern seufzt traurig noch ein Steinapoll. Da naht ein Lüftchen, fegt im Tanz hinweg das gelbe Blattgeranke und legt um seine Stirn, die blanke, den blauen Syringenkranz. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Donnerstag, 30. Dezember 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

WINTERMORGEN Der Wasserfall ist eingefroren, die Dohlen hocken hart am Teich. Mein schönes Lieb hat rote Ohren und sinnt auf einen Schelmenstreich. Die Sonne küßt uns. Traumverloren schwimmt im Geäst ein Klang in Moll; und wir gehn fürder, alle Poren vom Kraftaroma des Morgens voll. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Montag, 1. November 2010 | Kategorie: Gedichte, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Wach geworden wollte ich Nachrichten hören um zu wissen, wie das Wetter heute wird. Statt dessen erzählt Renan Demirkan das Märchen vom "Hässlichen Entlein", die Stelle, an der es sich bewusst wird, dass es ein wunderschöner Schwan ist, der nur geglaubt hat, ein hässliches Entlein zu sein, ungeliebt und verstoßen von allen in seiner Umgebung. - Welch wunderbare Ent-deckung! Statt aufzustehen, bin ich liegen geblieben, habe in den nebligen Novembermorgen geschaut und dabei die Gedichte der  Sendung "Liegen bleiben" des WDR 5 gehört und dazu passende Musikstücke - ein guter Tagesanfang. Das folgende Gedicht von Georg Trakl war nur eines unter ...weiterlesen...


Mittwoch, 29. September 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Herbstbeginn Der Herbst streut weiße Nebel aus, Es kann nicht immer Sommer sein! Der Abend lockt mit Lampenschein Mich aus der Kühle früh ins Haus. Bald stehen Baum und Garten leer, Dann glüht nur noch der wilde Wein Ums Haus, und bald verglüht auch der, Es kann nicht immer Sommer sein. Was mich zur Jugendzeit erfreut, es hat den alten frohen Schein Nicht mehr und freut mich nimmer heut - Es kann nicht immer Sommer sein. O Liebe, wundersame Glut, Die durch der Jahre Lust und Mühn Mir immer hat gebrannt im Blut - O Liebe, kannst auch du verglühn? (Hermann Hesse) weiterlesen...


Sonntag, 8. August 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Sophie für dich war die welt nie dunkel und zerklüftet du schrittest mir voran mit frohem glanz und frohem schein dein mut zog hilfreich in mich ein du schirmtest unseren traum und jede stunde hatte einen sinn und einen sauberen saum (Hans Arp nachdem Tod seiner Frau Sophie Taeuber-Arp) weiterlesen...


Mittwoch, 4. August 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (4)

Wir haben zwar schon Anfang August, doch immer wieder gibt es Gewitter, die es in sich haben. Ich bin zwar um jeden Regen dankbar, aber muss es gleich immer so heftig schütten? Schöner formuliert hat es Hesse in seinem Gewittergedicht: Gewitter im Juni Sonne krankt, Gebirge kauert, Schwarze Wetterwolkenwand Mit geduckten Kräften lauert, Niedrig flattern scheue Vögel, Graue Schatten übers Land. Donner, lange schon zu hören, Poltert lauter los und klingt Herrlich auf zu Paukenchören, Draus trompetenhell und golden Blitz um Blitz den Schwall durchdringt. Regen stürzt in dichten Güssen Gläsern, kalt und silberfahl, Rennt in Bächen, rauscht in Flüssen Wild wie lang verhaltenes Schluchzen Nieder ins erschreckte Tal. (Herman Hesse, Juni 1953) weiterlesen...


Montag, 2. August 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Gedichte, Rezensionen | Kommentare (1)

Dieses Geschenkheftchen von nur 20 S. enthält in fünf Abschnitten:- Von der Liebe träumen - Immer wieder Brücken suchen - Wirklich Abschied nehmen - Zu mir selbst zurückfinden - Neue Hoffnung wagen - zahlreiche Gedichte der Autorin, die in ihrer Abfolge die Wege einer Liebe aufzeigen, mit allen Höhen und Tiefen. Rosen-Fotografien von Johannes Rodi setzen farbige Akzente und symbolisieren diesen Weg. Wer weiß, was dir heue entgegenkommt - vielleicht erste Spuren der Hoffnung. Wer weiß, was dir heute wieder im Wege steht - vielleicht der Hinweis auf eine neue Richtung. Wer weiß was dir heute wieder blüht - vielleicht ein Strauß roter Rosen. Halten wir Ausschau nach Hindernissen und Rosen - es müssen ja nicht gleich rote sein! Christa Spilling-Nöker, ...weiterlesen...


Freitag, 30. Juli 2010 | Kategorie: Denk-Würdiges, Gedichte, Worte, Zitate | Kommentare (2)

Ich suche nicht - ich finde Suchen, das ist Ausgehen von alten Beständen. Und ein Finden-wollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden, das ist das völlig Neue! Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis - ein heiliges Abenteuer. Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen geborgen wissen - die in Ungewissheit geführt werden - die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen - die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht menschlich beschränkt und eingeengt, das Ziel bestimmen. Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen: das ist das Wesenhafte ...weiterlesen...


Samstag, 24. Juli 2010 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Das Unkraut Es sprosset aber viel üppiges neidiges Unkraut, das blendet, schneller schießet Es auf, das ungelenke, denn es scherzet Der Schöpferische, sie aber Verstehen es nicht. Zu zornig greift Es und wächst. Unter dem Brande gleich, Der Häuser anzehret, schlägt es Empor, achtlos, und schonet Den Raum nicht und bedecket Weit gärend, ein dampfend Gewölk, Die unbeholfene Wildnis. (Friedrich Hölderlin) weiterlesen...