Donnerstag, 1. Dezember 2016 | Kategorie: Allgemein, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Vor diesem Konzert 'Triadic Memories'von Morton Feldmann letzten Mittwoch bin ich gewarnt worden: 90 Minuten Klaviermusik ohne Pause. Na, dann. Doch ich liebe die Konzertreihe "Musik für Freaks", weil die "normalen" Gehörgewohnheiten gegen den Strich gebürstet, auf den Kopf gestellt werden. Ich erkundige mich vorher bewusst nicht, was mich erwartet, lasse mich einfach überraschen. Und das tut mir gut. Erwartungen können nicht enttäuscht werden und das ist auch gut so. Im Programmheft konnte ich lesen: "EIN STÜCK EWIGKEIT, Morton Feldman Ich bin kein Uhrmacher. Ich bin an der Zeit in ihrem unstrukturierten Zustand interessiert. Das heißt, mich interessiert, wie dieses ...weiterlesen...


Montag, 28. November 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Rezensionen | Kommentare (5)

"Die schwedischen Gummistiefel" ist nun definitiv Henning Mankells letzter Roman und kann als Folgeband der 2006 erschienenen "Die italienischen Schuhe" angesehen werden, setzt die Kenntnis dieses Romans aber nicht voraus. Fredrik Welin, ehemaliger Chirurg, lebt nun seit Jahren auf seiner Insel im Schärengarten. Sein Großvater mütterlicherseits war Teil dieser Schärengemeinschaft. Er selbst hat nur den allernötigsten Kontakt zu den anderen Bewohnern. "Ich stamme von den Inseln hier draußen ab, gehöre aber trotzdem nicht dazu. Ich bin ein entlaufener Arzt, der sich hier auf seinem ererbten Schärenhof versteckt hat. Dass ich heilkundig bin, ist natürlich ein Vorteil. Aber ein richtiger Schärengartenbewohner ...weiterlesen...


Mittwoch, 23. November 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Mittlerweile sind eine Menge Bücher über Hochbegabte (HB) und Hochsensible (HSP) auf dem Markt. Dieses Buch allerdings ist erfrischend anders. Bewusst: "Dieses Buch ist explizit kein wissenschaftliches ... hat jedoch eine andere Herangehensweise - nämlich die über Bilder. Bilder und Geschichten sprechen uns in ganz anderer Weise an und geben uns die Möglichkeit, auf einer tieferen Ebene Dinge zu entdecken (wieder) zu erkennen und zu verstehen. Dies ist das Prinzip des Geschichenerzählens und des vorliegenden Buches. Deshalb schreibe ich auch so, als redete ich - ein wenig, wie mir der Schnabel gewachsen ist." Mit erlebten Geschichten Hochbegabter und Hochsensibler, mit Märchen ...weiterlesen...


Sonntag, 20. November 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

"Lunapark" ist der Folgeband von "Märzgefallene", der vor zwei Jahren erschienen ist. Mittlerweile, d.h. 1934, ist Hitler an der Macht. Viel hat sich geändert. Dennoch begegnen dem Leser viele alte Bekannte, teilweise aber in anderen Institutionen und Positionen. Gereon Rath ist nach wie vor Kommissar bei der Kriminalpolizei. Er trifft bei seinen Ermittlungen nach der Ermordung eines SA-Mannes auf seinen früheren Kollegen Reinhold Gräf, der nun für die Gestapo arbeitet. Gräf will und muss unbedingt nachweisen, dass der Mord politisch motiviert ist und es Kommunisten gewesen sind. Diese Annahme ist für ihn leitend und verhindert, dass er unvoreingenommen ermittelt. Rath ...weiterlesen...


Montag, 14. November 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Still und leise geht es in dieser kleinen Geschichte von Martin Walker aus dem Dörlemann Verlag schon zu, wenngleich nicht unbedingt weihnachtlich. Das macht aber schon der Untertitel deutlich: "Nicht nur eine Weihnachtsgeschichte". Lucia ist mit Simon, einem Kriegsfotografen, verheiratet, der immer wieder für Monate weg ist, in den Nahen Osten. Sie haben in der Zeit seiner Abwesenheit dann keinen Kontakt. Lucia ist das gewohnt und dennoch kann sie sich an die Situation nicht wirklich gewöhnen. "Komm wieder flüsterte sie in sein Ohr, ich liebe dich. Pass auf dich auf, sagte er und drehte sich halb um. Ich liebe dich auch, jetzt ...weiterlesen...


Samstag, 5. November 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (1)

Selbst diejenigen, die die bekannten Erzählungen Kafkas kennen, 1920 beim Kurt Wolff Verlag erstmals veröffentlicht, werden überrascht und begeistert von dieser Ausgabe sein, die Kat Menschik illustriert hat. Eine in jeder Hinsicht ungewöhnliche Gestaltung: Die Farben des Einbands, der Buchseitenränder fallen sofort ins Auge, das Papier ist fein und glatt, ein wahrer Handschmeichler. Und dann erst die außer-gewöhnlichen farbigen Illustrationen!! Sie passen zu den Geschichten der von Kafka beschriebenen Menschen mit ihren außerordentlichen Lebensschicksalen, sind gleichsam Interpretationen dieser zum Teil nur knapp eineinhalb Seiten kurzen Miniaturen, wie "Eine kaiserliche Botschaft". Nach dem Begriff "Herz" sucht man in der Erzählung vergeblich, ...weiterlesen...


Donnerstag, 3. November 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

"Himbeeren mit Sahne im Ritz" von Zelda Fitzgerald ist eine Sammlung ironisch feiner, sehr bildhaft erzählter Geschichten, in denen stets Frauen die Protagonistinnen sind. Die Männer sind in ihrem Leben entweder nicht (mehr) vorhanden, spielen eine eher unbedeutende Rolle oder sind Mittel zum Zweck weiblicher Pläne: "Es hatte einen weitsichtigen Ehemann gegeben, der ihr bis ans Lebensende jährlich fünftausend Dollar zahlen musste. Kein Zweifel, sie war in der Lage, auf dem Blumenpfad der Lust zu wandeln." Es sind insgesamt eigen-willige, eigen-sinnige, aber nicht wirklich emanzipierte Frauen, u.a. "Revuetänzerinnen", "Leinwandköniginnen", Sängerinnen, oder "Das Mädchen, das dem Prinzen gefiel", allesamt aber mit großen ...weiterlesen...


Dienstag, 25. Oktober 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

"Zum ersten Mal in meinem Leben wollte ich mich mit Hingabe langweilen. Ich habe in den vergangenen zwanzig Jahren alles Spekulative zur Langeweile gelesen ... Aber es ist etwas anderes, sich theoretisch mit Langeweile zu beschäftigen, als sich ihr auszusetzen. Kann man sich zur Langeweile entschließen? Ein Leergelassensein von der Welt, das wollte ich erreichen. ... Keine Arbeit, keine Verpflichtung, keine Verantwortung, das war mein Minimalprogramm." Der Ich-Erzähler, ein ehemaliger Archivar, bezieht - inkognito - in seinem von einer ihm gänzlich unbekannten Tante geerbten Haus eine große, leer stehende Wohnung, in der der letzte Mieter, der Schriftsteller Georg Faust, nur ein ...weiterlesen...


Samstag, 22. Oktober 2016 | Kategorie: Allgemein, Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

"Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wagenknochen. Ihre farblose Kleidung zeugte von ihrer Scheu, etwas von sich preiszugeben." Sie, das ist Yong-Hye, die von ihrem Ehemann als an Durchschnittlichkeit kaum zu überbieten beschrieben wird. Das einzig Ungewöhnliche an ihr: Sie trägt keinen BH, sehr zum Unmut ihres Ehemannes, der sonst mit ihr zufrieden ist. Denn sie macht keine Scherereien, redet nicht viel und bedient ihn mit Essen, wann immer er nach Hause kommt. Aus seiner Sicht also die ideale Ehefrau. Stets zu Diensten! Doch das ändert sich schlagartig: Eines Tages entfernt Yong-Hye sämtliche ...weiterlesen...


Montag, 17. Oktober 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Der Titel ist Programm: Die ukrainische Schriftstellerin Babkina beschreibt in ihrem Roman die oft paradox anmutende Suche einer jungen Frau auf Antworten in ihrem Leben. weiterlesen...