Donnerstag, 19. März 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Für mich ist "Sommer bei Nacht" der erste Krimi von Jan Costin Wagner, aber auf keinen Fall der letzte. Marko geht mit zwei sehr großen Teddybären über das Gelände eines Schulhofs, auf dem gerade ein Flohmarkt stattfindet und wird von Jannis, einem fünfjährigen Jungen angesprochen: " 'Dein Teddy?' ...'Ja', sagt er.Er reicht dem Jungen den Teddy, nimmt seine Hand. Etwas rastet ein. Seine Hand in der Hand des Jungen und noch etwas. Etwas anderes. ... Sein Wagen steht in der Seitenstraße. Er versetzt dem Jungen einen Schlag gegen die Schläfe, bevor er ihn auf die Rückbank legt.Er steigt ein, startet den ...weiterlesen...


Montag, 16. März 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieser Roman löste bei seinem Erscheinen 1922 in Frankreich einen Skandal aus. Konservative Sittenwächter forderten ein Verbot des Buches und der Autor wurde aus der Ehrenlegion entlassen. Der Hype, den das Buch gemacht hat, hat "La Garçonee" dann allerdings auch zum Bestseller werden lassen. Jetzt ist er in einer neubearbeiteten Fassung bei eberbach & simon erschienen. Zu Beginn des Romans, der zeitlich in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts spielt, ist Moniques, die man als "Original" und als "Wichtigtuerin" bezeichnet, weil sie kein Interesse hat zu tanzen und zu flirten wie all die anderen Frauen ihres Alters, 20 Jahre alt und ...weiterlesen...


Donnerstag, 12. März 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Die "Grasbeißerbande" ist inzwischen zu einer Bewegung geworden. Das Ehepaar Stanberger hat sich zum Ziel gesetzt, auf der einen Seite das für viele schwierige Thema - das Sterben von Kindern - zu enttabuisieren und zu zeigen, dass Kinderhospize nicht in erster Linie Orte des Sterbens, sondern Orte des Lebens sind. Auf der anderen Seite wollen sie dazu beitragen, dass Kinderhospize - über den Erlös des Buches, durch Mitgliedsbeiträge in der Grasbeißerbande, Spenden etwa zu Geburtstagen oder anderen Jubiläen statt Geschenken - in ihrer so wichtigen, sinnhaften Arbeit unterstützt werden, da sie - wie übrigens auch andere Hospize - dringend auf ...weiterlesen...


Montag, 9. März 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Professor Dr. Dr. Peter Zielke ist der Protagonist dieses Krimierstlings von Holger Senzel. Zielke ist der angesehene ärztliche Direktor in der Klinik seines Schwiegervaters, renommierter Onkologe, der Millionen für wohltätige Zwecke sammelt und regelmäßig in Afrika praktiziert, gefragter Gast in Talkshows. Einer, der es geschafft hat und die wichtigsten Attribute der "Sparkassen-Werbung" besitzt: "Mein Haus (mit Blick auf die Elbe), mein Auto (natürlich ist es ein Porsche - was denn sonst) ..."Er ist stolz auf das "Messingschild auf dunklem Nussbauholz im Edelstahlaufzug neben dem obersten Knopf. Das bin ich! Klein-Peter aus der niedersächsischen Provinz! Es verblüfft mich jedes Mal aufs ...weiterlesen...


Donnerstag, 5. März 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

"Sicherlich will man all das Unnötige wegwerfen, was man anhäuft - aber das ist etwas anderes, als alles zu verlieren. Nie im Leben hätte ich mir diese hilflose Verlassenheit ausmalen können, die in der Abwesenheit dessen lauert, was man sich im Laufe des Lebens aufgebaut hat. " Agneta, 65, und Xavier, 79 Jahre alt, stehen - im wahrsten und im übertragenen Sinne - vor den Trümmern ihres gemeinsamen Lebens, als Agneta bei der Vorbereitung auf ein Essen mit Freunden versehentlich das Haus in Brand steckt. Sie hat die angebratenen Hasen, die Xavier geschossen hat, unbeobachtet auf dem Herd stehen lassen, um ...weiterlesen...


Samstag, 29. Februar 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Der Roman ist der Rückblick einer gealterten Frau, die in der Einsamkeit eines kleinen Dorfes im Norden Finnlands auf ihr Leben schaut. "Am Morgen fiel Schneeregen. Ich rappelte mich auf und schlurfte vor den Spiegelschrank. Von dort sah mich ein Ungeheuer an, das glasige Augen vom Alkohol, einen fetten Bauch und einen abgewirtschafteten Körper hatte. Ich dachte: Bin ich das? Wo ist das schöne, blühende Ich, das ich mal war. ... Ich schämte mich nicht für mich. Ich trage den alten absterbenden Frauenkörper mit Stolz. Rosten ist das Gesetz des Lebens, das der Kreislauf des Lebens und die Natur der Kette ...weiterlesen...


Montag, 24. Februar 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

"Perla" ist ein sehr leises, zart geschriebenes, poetisches Buch über die Mutter des Autors, die als junge Frau in Auschwitz war und überlebt hat. Nun ist sie eines natürlichen Todes gestorben. Der Sohn bearbeitet in diesem Buch seine Trauer oder sollte man besser sagen die Liebe zu seiner Mutter, die er nun ihr gegenüber nicht mehr aktiv ausüben kann: "Annie Erneaux schreibt: 'Mama ist tot. Niemals könnte ich diese Worte in einer Fiktion verwenden.' Um offen zu reden, weiß ich auch nicht genau was ich schreibe. Es ist kein Roman, kein Tagebuch, keine Autofkition, Was ist es aber dann? Mein Ich ...weiterlesen...


Samstag, 22. Februar 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Die "Gummibärchenkampagne" von Helwig Brunner ist ein wunderbares Büchlein mit vielen - kaum eine Seite langen - "Minutennovellen", mit denen man auf unterschiedliche Art und Weise in Resonanz gehen kann. Ein Büchlein, so leicht, dass man es gut bei sich haben kann an Tagen, an denen man voraussichtlich Wartezeit füllen muss. Ein fantastische Alternative zu den veralteten, verblödenden Zeitschriften, die manchmal ausgelegt sind.Der Bücherstapel neben dem Bett ist ebenfalls ein passender Ort, wenn man zu müde ist, den Roman, den Krimi weiterzulesen, dann sind die Mininovellen immer noch möglich, etwa: RechtschreibungDie Zungenspitze zwischen den Lippen, zog Timo den Bleistiftstrich immer weiter ...weiterlesen...


Sonntag, 9. Februar 2020 | Kategorie: Allgemein, Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

"Neue Reisende" ist Tine Høegs erster Roman. Er umfasst einen Zeitraum von ca. 5 Monaten - von August bis Dezember - und schildert die Affäre zwischen der Ich-Erzählerin, einer gerade in den Schuldienst eingetretenen Lehrerin, und einem älteren, verheirateten Mann, einem Grafiker in einem Reisebüro, die sich in einem Zug begegnen, da beide Pendler sind: "du kannst mir nicht schreiben ich schreibe dir" Dieser dem Roman vorangestellte Satz umfasst eigentlich schon alles. Sie können sich offiziell nicht treffen. Die meisten Begegnungen finden im Zug statt. Das ist ihre Zeit. das erste Mal, dass ich dich nackt sehe: Zugtoilette irgendwo zwischen Kopenhagen und Næstved das ...weiterlesen...


Montag, 20. Januar 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Über die "drei großen Themen Figur, Ernährung und Sexualität" führt Katrin Jonas die Leserin an Möglichkeiten heran, sich mit ihrem Körper zu versöhnen, indem sie lernt, sich ihre fremdbestimmten gesellschaftlichen Maßstäbe, Ideale und Normen bewusst zu machen und durch individuelle, dem eigenen Körper gemäße und angemessene zu ersetzten. Dabei ist es bei allen drei Themen wichtig "der Natur des eigenen Körpers" näher zu kommen, dessen wahre Bedürfnisse kennenzulernen und ihn in seinen Reaktionen besser zu verstehen" mit dem Ziel, sich im eigenen Körper zu Hause zu fühlen und sein eigenes Spiegelbild nicht mehr mit einem "feindseligen, kritikbereiten, kontrollierenden" , sondern ...weiterlesen...