Samstag, 25. Juni 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Man hat nicht HS, sondern man ist es." Reichardt räumt in ihrem interessanten und gut zu lesenden Buch mit vielen, weit verbreiteten Vorteilen über Hochsensibilität auf. Eine davon ist, dass man sich Hochsensibilität abgewöhnen kann, wie eine lästige Marotte, die einem nur den Alltag, den Umgang mit anderen schwer macht. Nein, man kann nur lernen, damit zu leben und die eigene Lebensmelodie zu finden, indem man die eigenen "Stärken erkennt und das wirkliche Potential entfaltet." Dabei kann das Buch einen nützlichen Beitrag leisten. Insgesamt klar und gut strukturiert bekommt man zunächst durch einen ausführlichen Test in der Einleitung die Möglichkeit zu ...weiterlesen...


Sonntag, 19. Juni 2016 | Kategorie: Allgemein, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

In der heutigen Sendung "Lebenszeichen" im WDR 3 geht es um sogenannte Ersatzkinder, Kinder, die nach dem Tod eines Geschwisterkindes zur Welt gekommen sind und im Extremfall auch denselben Namen erhalten haben. Eine - wie immer - hörenswerte Sendung, die nicht nur für Betroffene wichtig sein kann, sondern für viele. Denn: Jeder ist ja auf jeden Fall Kind gewesen, viele sicher auch Mutter/ Vater oder später dann auch Oma oder Opa. Es geht in der Sendung auch um Voraussetzungen guter Bindungen, die, sollten sie nicht vorhanden sein, warum auch immer, zu Schwierigkeiten in der eigenen Identitätsfindung führen können. Darüber mehr ...weiterlesen...


Montag, 13. Juni 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Ein Maulwurf der russischen Mafia bei der Polizei in Kopenhagen? Nach Ansicht Jens Jessens kommen dafür fünf Verdächtige in Frage. Einer davon ist Vizekriminalkommissar Axel Steen, dessen Leben gerade suboptimal läuft. Er kifft, trinkt übermäßig viel Alkohol, nimmt Kokain zu sich und hat Kontakte in die Unterwelt Kopenhagens. Er trifft sich mit V-Leuten und vernachlässigt seine kleine Tochter, wenn sie denn mal bei ihm sein kann, sein darf, denn Cecilie Lind, seine Ex-Ehefrau, verheiratet mit Jens Jessen, seinem Chef, überlässt ihm das Kind nur ungern, hält sie ihn doch für äußerst unzuverlässig. Doch damit ist das Konfliktpotential, das sich aus den ...weiterlesen...


Sonntag, 5. Juni 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Das Nachwort habe ich zuerst gelesen. Die biografischen Angaben zu Irène Némirovksky haben mich neugierig gemacht auf ihre Geschichten. Die Autorin lebte als russische Jüdin in Paris, nachdem sie fünfzehnjährig mit ihren Eltern vor der russischen Revolution über Finnland und Schweden nach Frankreich geflohen ist. Dort erst hat sie, verheiratet und Mutter zweiter Töchter, mit dem Schreiben begonnen, das durch ihre Inhaftierung und Deportation jäh beendet worden ist. Den Töchtern erzählt sie, sie verreise nur für ein paar Tage. "Wir haben uns an einen alten russischen Brauch gehalten, nämlich zu schweigen, wenn ein Familienmitglied allein weggeht." Ihr Mann und ihre ...weiterlesen...


Freitag, 3. Juni 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Carol Jordan, die Ermittlerin dieses Thrillers tritt ihre neue Position psychisch ziemlich angeschlagen an. In einem früheren Fall ist sie - sozusagen im Dienst - vergewaltigt worden, da es Pannen bei den Ermittlungen gegeben hat. Das wird ihr als Leiterin nicht passieren, das hat sie sich geschworen. Sie soll sich mit ihrem neu zusammengestellten Team alte, nicht aufgeklärte Fälle vornehmen, um zu überprüfen, ob in den Akten nicht doch noch brauchbare Hinweise, neue Ansätze zur Wiederaufnahme von Ermittlung zu finden sind. Stacey, die Computerspezialistin, findet im Internet das Bild eines vor einiger Zeit entführten Jungen, nackt vor dem Panorama einer Berglandschaft. ...weiterlesen...


Sonntag, 29. Mai 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Sind Sie Bewohner eines Hamsterrades? Nicht Besitzer, sondern Bewohner? Der schnell noch mal eben dies und das erledigen will und stolz darauf ist, wie er das alles so hinbekommt, aber irgendwo tief im Inneren fühlt - wenn er sich denn die Zeit dafür nimmt - dass es so nicht mehr lange gut geht. Dann hat Winfried Hille für Sie ein Buch geschrieben, dass Sie einlädt, das Hamsterrad anzuhalten, um nach Möglichkeiten der Entschleunigung im Alltag zu suchen. Er ermutigt zur "Kunst der langen Weile", zur aktiven Ziellosigkeit, um dann in verschiedenen Lebensbereichen zu verdeutlichen: "Wir können zwar die Zeit nicht anhalten, aber ...weiterlesen...


Montag, 23. Mai 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Die große Reise" erzählt von dem fünftägigen Eisenbahntransport des Ich-Erzählers ins Konzentrationslager Buchenwald, wobei die Insassen dieses Zuges, somit auch der Erzähler nicht wissen, die Reise geht. Bahnhofsnamen, vage Landschafskenntnisse, Gerüchte über Lager etc. lassen aber nach und nach erahnen, wohin die Reise geht. Die Erinnerung des Erzählers an die Reise ist so vollkommen, "daß, wenn ich anfinge, diese Reise in all ihren Einzelheiten zu erzählen, die Leute um mich herum, die mir anfänglich gern, wenn auch nur aus Höflichkeit, ihre Aufmerksamkeit geschenkt hätten, vor Langeweile vergehen, sterben, sachte in ihren Sitzen zusammensinken und in den Tod wie in den träge ...weiterlesen...


Mittwoch, 18. Mai 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Die Edition Büchergilde hat die bekannte Novelle von Gottfried Keller als "Graphic Novel" herausgegeben. Martin Krusche/Edition Büchergilde Der 1982 geborene Illustrator Martin Krusche hat die Geschichte des Schneidergesellen Wenzel Strapinski in eine heutige Großstadt verlegt - dem verwendeten Slang nach - könnte es Berlin sein. Kellers Geschichte des arbeitslosen Schneiders beginnt so: "An einem unfreundlichen Novembertage wanderte ein armes Schneiderlein auf der Landstraße nach Goldach, einer kleinen reichen Stadt, die nur wenige Stunden von Seldwyla entfernt ist. Der Schneider trug in seiner Tasche nichts als einen Fingerhut, welchen er, in Ermangelung irgendeiner Münze, unablässig in den Fingern drehte, wenn er der Kälte ...weiterlesen...


Donnerstag, 12. Mai 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Noch eine Neuauflage des Klassikers? Ja! Und was für eine! Schlägt man dieses Buch auf, begegnet man Bildern, die ein Kenner des Originaltextes mit Goethes Werther zunächst kaum in Verbindung bringen würde. „© Franziska Walther / kunstanst!fter verlag“ Sie schaffen es aber sofort, einen in ihren Bann zu ziehen, neugierig zu machen, zu blättern, sich über die zwei (!) farblich zum Buch passende Lesebändchen zu freuen und zu wundern. Doch dann erkennt man an den Papierrändern, eine Zweiteilung im Buch, die im zweiten Teil mit der persönlichen Rezeptionsgeschichte der Illustratorin beginnt. Franziska Walther hat den ursprünglichen Text, den sie - sicher ...weiterlesen...


Donnerstag, 5. Mai 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

"Mein Leben lang habe ich mich bemüht, dem verhassten Schatten meines Vaters zu entgehen, ich war aus G. geflohen, hatte in Marseille Unterschlupf gesucht, ich hatte mich sogar um die Aufnahme bei der Fremdenlegion bemüht, nur um diesem gefürchteten und verhassten Gerhard Müller zu entkommen. Sollte ich mich durch Geld verführen lassen, nun doch zum Sohn meines Vaters zu werden?" Dieser Satz umfasst den gesamten Lebenslauf des Konstantin Boggosch. Er ist der Ich-Erzähler in "Glückskind mit Vater", ein pensionierter Schuldirektor, der anlässlich eines Jubiläums von einer jungen Journalistin um ein Interview gebeten wird. Sie plant einen Artikel, in dem alle in ...weiterlesen...