Montag, 20. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Kochen als Trost, Therapie, Möglichkeit, Trauer zu bewältigen und ins eigene, veränderte Leben zurückzufinden? Warum nicht? Nachdem Ingrid Niemeiers Mann nach 34 Jahren Ehe gestorben ist, hat sie sich zunehmend in ihre Küche zurückgezogen und gegen ihre Trauer angekocht, vor allem mit Zimt, denn "Zimt ist die Ermunterung etwas zu wagen. Zuerst in der Küche, dann sehen wir weiter." Kreativ hat sie Rezepte ausprobiert, sich mit sinnlichen Düften umgeben, die sie umarmen, weil sie frohe Erinnerungen wachrufen. Sie merkt für sich, dass das Kochen "die einzige Zeit des Tages ist, in der ich bin. ... Die pure Version aus Mandarinen, Zucker ...weiterlesen...


Donnerstag, 16. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Die von Christine Nippoldt am Linol- und Holzdruck orientierten Illustrationen dieser Ausgabe fokussieren in hervorragender Weise die von Christopher Isherwood gesammelten Eindrücke von Berlin und seinen Bewohnern in den frühen dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts: "Scheinbar zufällig zusammengesammelt hat er sie, die Leute, die Dialoge, die Ereignisse und dann im Nachhinein geordnet und unter Kapitelüberschriften katalogisiert. Er scheint mir manchmal wie ein Ethnologe, der sich voller Lust am Beobachten in die Begegnung stürzt und jede bezaubernde wie skurrile Eigenart seines Forschungsobjektes minutiös festhält." So beschreibt Christine Nippold in ihrem Nachwort von "Leb wohl Berlin", die sich mit diesem Buch intensivst auseinandergesetzt ...weiterlesen...


Montag, 13. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

"Die Betrachtung der Schönheit war für ihn ein Mittel gegen die Hässlichkeit der Welt. Er hatte es schon immer so gemacht. Wenn es ihm schlecht ging, hatte er ein Museum besucht. Das Wunderbare war immer noch die beste Waffe gegen den Schmerz." Davon ist Antoine Duris, Professor an der Hochschule der Schönen Künste, überzeugt und handelt entsprechend. Von einem Tag auf den anderen - scheinbar ohne Grund, zumindest für seine Umgebung nicht erkennbar - kündigt er seine Stelle, bricht alle Kontakte hinter sich ab, unterzieht sich einer "Schweigekur" und bewirbt sich als Museumswärter im Musée d'Orsay. Er bekommt die Stelle ...weiterlesen...


Donnerstag, 9. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Schluss jetzt" ist ein Buch "für alle, die sich besser trennen sollten". Damit sind all diejenigen gemeint, die sich länger und intensiver mit der Frage beschäftigen:"Gehen oder bleiben?" als mit der Planung ihres nächsten Urlaubs. Doch so einfach, wie sich das auf dem Cover liest, ist die Entscheidung dann doch nicht getroffen, von den meisten jedenfalls. Die beiden Autorinnen, Heike Blümner und Laura Ewert, beleuchten in diesem Buch die verschiedenen Aspekte, die es Trennungswilligen letztendlich so schwer machen, sich aus einer Beziehung oder Ehe zu lösen. Da ist zum einen das Idealbild der "heiligen Familie", der häufige mit einer Trennung verbundene ...weiterlesen...


Dienstag, 7. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Gerade scheint der Winter noch einmal zurückgekehrt zu sein, dennoch sind die Zeichen der beginnenden Gartensaison nicht zu übersehen. Und damit erwacht vielleicht auch bei dem ein oder anderen der Traum von einem eigenen Gartenhaus. Dieser Band von Sally Coulthard kann vielleicht der entscheidende Impuls sein, seinen Wunsch konkret werden zu lassen. Selbst wenn man sich nicht zutraut, ein Gartenhaus nach den sehr eindeutigen Anweisungen und Zeichnungen zu bauen, so gibt es zahlreiche Impulse, sich darüber klar zu werden, welche Funktion ein solches Gartenhaus haben kann, wo es stehen, aus welchem Material es gebaut werden soll, welche Bauvorschriften man beachten ...weiterlesen...


Sonntag, 5. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

In diesem Band der Journalistin und Historikerin Miriam Gebhardt geht es um eine sehr spezielle Gruppe von Kriegsbetroffenen, von vergewaltigten deutschen Frauen und ihren Kindern, die durch die Vergewaltigung ihrer Mütter entstanden sind. Diese Frauen und meist auch ihre Familien leiden zum Teil bis heute unter den Auswirkungen dieser Vergewaltigungen, weil diese eine Reihe von Stigmatisierungen der Frauen und ihrer Kinder zur Folgen hatten. Statt diesen Frauen mitfühlend zu begegnen, ihnen zuzuhören oder auch hilfreich zur Seite zu stehen, wurden sie oft für diese Vergewaltigungen verantwortlich gemacht, mit verheerenden sozialen, finanziellen, gesundheitlichen Auswirkungen. Dass auch Männer Opfer von Vergewaltigungen geworden sind, ...weiterlesen...


Freitag, 3. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Wie mache ich aus einer Wohnung meine Wohnung? Diese Frage stellt sich vor, während und nach einem Umzug oder auch bei einer anstehenden Renovierung. Mit welchen Farben, Farbmischungen, welchen Materialien kann ich Harmonie erreichen, wie das nicht mehr so ansehnliche Sofa aufpeppen, wenn das Budget für ein neues nicht reicht? Mit welchen Pflanzen kann ich Akzente setzen? Wohin mit den sich im Lauf eines Lebens angesammelten Erb- und Sammlerstücken? Wo finden Katze oder Hund ihren Platz? Dieser ansehnlich gestaltete Band enthält zahlreiche Vorschläge in Bild und Wort (in englischer Sprache), an denen man sich orientieren kann, um zu eigenen Umsetzungslösungen zu ...weiterlesen...


Mittwoch, 1. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

"Eintausend Namen für Freude" ist eine Art Dialog zwischen Byron Katie und Laotses Tao Te King, quasi zwischen Meister und Meisterin, wenn man der Definition von Stephen Mitchell in seinem Vorwort zu diesem Buch folgen will: "Der Meister hat nichts Mystisches oder Überhebliches an sich. Er (oder sie) ist einfach ein Mensch, der die Wirklichkeit von seinen Gedanken über die Wirklichkeit zu unterscheiden weiß. ... Er ist wie alle anderen Menschen, nur glaubt er nicht mehr, dass die Dinge in diesem Augenblick anders sein sollten, als sie sind. Deshalb fühlt er sich unabhängig von den Umständen auf der Welt zu Hause, ...weiterlesen...


Donnerstag, 25. April 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Herkunft" ist ein modern erzählter, stark autobiografischer Roman über ein uraltes, aber immer noch bzw. wieder sehr aktuelles Thema. Wie soll man die Frage nach der Herkunft beantworten? "Das Land, in dem ich geboren wurde, gibt es nicht mehr. Solange es das Land noch gab, begriff ich mich als Jugoslawe. Wie meine Eltern, die aus einer serbischen (Vater) bzw. einer bosniakisch-muslimischen Familie stammten (Mutter). Ich war ein Kind des Vielvölkerstaates, Ertrag und Bekenntnis zweier einander zugeneigter Menschen, die der jugoslawische Melting Pot befreit hatte von den Zwängen unterschiedlicher Herkunft und Religion." Der gesamte Roman ist der Versuch einer Antwort. "Komplexe Frage! ...weiterlesen...


Dienstag, 23. April 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieses schmale Bändchen ist kein Krimi, wie vielleicht der Titel vermuten lassen könnte. Es wird aus der Sicht des Sohnes, der als Ich-Erzähler vorkommt, von einer - autobiografisch gefärbten - schwierigen Vater-Sohn-Beziehung erzählt: "Einmal schrieb ich in mein Heft über dich: Die Geschichte seines Lebens erzählen heißt, die Geschichte meiner Abwesenheit schreiben." Schon lange ist der Sohn aus dem Haus, Kontakt kaum vorhanden, schon früher redete der Vater nicht: "Letzen Monat habe ich dich in der kleinen Stadt im Norden besucht, wo du jetzt wohnst. ... Ich hatte dich einige Monate nicht gesehen - es ist lange her. Als du die ...weiterlesen...