Montag, 18. September 2017 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

"Giftflut" ist der dritte Kriminalroman Ditfurths mit Kommissar Eugen de Bodt, einem eigenwilligen, einzelgängerischen Kommissar. De Bodt setzt sich ständig - im Sinne seiner bisher immer erfolgreichen Ermittlungen - über Hierarchien, Kompetenzbereiche, Länder- und damit auch Ermittlungsgrenzen hinweg und gibt nichts auf Vorgesetzte, genauso wie Lebranc, ein französischer Kommissar, mit dem er im Verlauf der Ermittlungen zu tun hat. Denn die aufzuklärenden Anschläge werden in Berlin, Paris, London und weiteren europäischen Ländern verübt. Es scheinen terroristische Anschläge auf Europa zu sein: "Der Terror kroch in die Köpfe. Die Angst vor dem nächsten Anschlag größer noch als die Empörung über den letzten." "De ...weiterlesen...


Donnerstag, 14. September 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Mit Theresa Schwietzer kann man in diesem Buch eine Reise nach Indien, Ecuador, Haiti und Zentral- und Südafrika unternehmen. Allerdings ist es ein Reiseführer der besonderen Art. (copyright Theresa Schwietzer, edition büchergilde) Es geht im Text und den zarten, sich zum Teil überlagernden Illustrationen um "Totenkult und Jenseitsvorstellungen" in diesen Ländern. Anlass für dieses Buch war offensichtlich die Beerdigung ihrer geliebten Oma: "Als ich 21 Jahre alt war, verstarb meine geliebte Oma. Daran ist nichts Besonderes. Die Totenrede des Pastors war nichts Besonderes, das Begräbnis war nichts Besonderes, das Grab nichts Besonderes, und der Kaffe und Kuchen danach waren auch nichts ...weiterlesen...


Montag, 11. September 2017 | Kategorie: Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

"Anima" ist ein aus der Perspektive verschiedener Tiere erzählter (Kriminal-) Roman, der es in sich hat. Die Lektüre setzt entweder starke Nerven voraus oder eine gewisse Unfähigkeit, sich bildlich vorstellen zu können, was man dort liest. "So oft schon hatten sie gespielt, sie stürben in den Armen des anderen, dass er im ersten Moment lauf auflachte, als er sie blutverschmiert im Wohnzimmer liegen sah, weil er glaubte, sie hätte das Ganze nur im großen Stil inszeniert, um ihn zu überraschen, zu schockieren, aus der Fassung zu bringen, um ihm eins auszuwischen." Léonie, die Frau des Protagonisten Wash Dibsch, ist bestialisch ermordet ...weiterlesen...


Montag, 4. September 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Ob man nun Yogaübungen an einer Straßenlaterne oder auf einer belebten Straße - wie die beiden Autoren auf den Coverabbildungen - machen möchte, das bleibt jedem selbst überlassen. Auf jeden Fall haben die beiden Autoren das Ziel, dem Leser die Welt ihres Yoga so nahe zu bringen, dass das Leben des Lesers sich verändern kann. Allerdings darf es - verständlicherweise - nicht beim Lesen des Buches bleiben. Es ist im Vergleich zu älteren Yogabüchern ein Buch, dass bunte, individuelle Wege aufzeigt, Yoga in den eigenen Alltag bis hin zu den Mahlzeiten zu integrieren bzw. Yoga zu einer Lebenshaltung, -einstellung zu machen, ...weiterlesen...


Dienstag, 29. August 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

"Aller guten Dinge sind drei." - heißt es. Manchmal darf es ruhig eins mehr sein! Der vierte Band von Ulla Hahns "autobiografischem Epos" - so der Verlag - ist nun erschienen. Wie immer eine sehr unterhaltsame, in Ulla Hahns spezifisch poetischer Sprache geschriebene Lektüre, für die man dennoch einen langen Atem haben muss. Dieser Roman setzt dort an, wo der dritte Roman geendet hat: "Lommer jon, sagte der Großvater, sagt er noch einmal, und griff in die Luft, greift er noch einmal, zum letzten Mal, denn ich muss die Geschichte weitererzählen, die Geschichte von Hilla Palm und Hugo Breidenbach. Die ...weiterlesen...


Sonntag, 27. August 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Der neue Roman von Julia Wolf ist ein außergewöhnlicher, ein ungewöhnlicher Roman und steht mittlerweile auf der Longlist für den deutschen Buchpreis. Er kommt nicht als flüssig, linear erzählter Text daher, sondern als ein Etwas, das sich aus zahlreichen, verschieden gestalteten Mosaiksteinchen zusammensetzt, die zeitlich nicht immer sofort klar und eindeutig zuzuordnen sind. Eine Zuordnung und die Erstellung eines Ganzen ist Aufgabe des Lesers, von dem - auch durch die sprachliche Präsentation - hohe Konzentration gefordert wird. Nicht nur der erzählte Inhalt ist zu einem Ganzen zu ordnen. Julia Wolfs Sätze sind häufig ellipsenartig und unvollständig, können aber vom Leser leicht ...weiterlesen...


Donnerstag, 17. August 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (4)

John Strelecky ist der Autor von "Das Café am Rande der Welt" und anderen Büchern, die einen dazu anleiten können, mal innezuhalten und sich zu fragen: Lebe ich so, wie ich leben möchte? Bin ich glücklich und zufrieden? Oder nur "eigentlich"? Mit kleinen Texten, manchmal nur kurzen Impulsen, lädt der Autor die LeserInnen dazu ein, zu überprüfen, wie sie es mit ihrem Leben so halten, ergänzt durch bunte lebensfrohe Aquarellillustrationen, manchmal auch nur farbig unterlegte Seiten von Root Leeb: "Ich sterbe einen langsamen Tod, wenn ich jeden Tag das Gleiche mache. ... In den Momenten, in denen ich mich festgefahren fühle, muss ...weiterlesen...


Dienstag, 15. August 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (0)

Küssen als "Allerweltsgeschäft", als "zarte Tätigkeit", die ungezählte Formen kennt und entsprechend unterschiedliche Bedeutungen aufweist", das interessiert Peter von Matt in diesem überaus lesenswerten und interessant geschriebenem Buch über "Glück und Unglück" in der Literatur nicht. Ihn beschäftigt vielmehr der Kuss als Ereignis, das tief eingreift in die "Selbst- und Welterfahrung der Protagonisten". Dazu hat sich der Autor sieben Werke der Weltliteratur ausgesucht, um - gut nachvollziehbar - aufzuzeigen, welche Bedeutung der jeweilige einzige und einzigartige Kuss sowohl im Leben der Protagonisten als auch für die Handlung des jeweiligen Werkes hat. Er beginnt mit Virginia Woolfs Mrs. Dalloway und weist nach ...weiterlesen...


Mittwoch, 9. August 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Manchmal entdecke ich in meinen Bücherregalen dort schon lange schlummernde Kostbarkeiten. Sie warten geduldig auf mich, bis die Zeit reif ist, nach ihnen zu greifen und sie zu lesen. Seit 1994 wartet auf mich Marguerite Duras "Der Schmerz" auf mich. Ich weiß es so genau, da ich zu der Zeit noch meinen Namen in Bücher geschrieben habe, sowie den Monat und das Jahr, in dem ich die Bücher gekauft habe. Das mache ich heute nicht mehr, da ich mittlerweile Bücher nach der Lektüre auch weggebe. Warum ich es damals gekauft habe? Keine Ahnung, vielleicht ein Tipp von jemandem, was weiß ...weiterlesen...


Sonntag, 6. August 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Die Flügel meines schweren Herzens" - welch ein Titel! Es ist der Titel einer interessanten Lyriksammlung arabischer Dichterinnen vom 5. Jahrhundert bis heute, mit einem Nachwort von Khalis Al-Maaly, das für die LeserInnen eine sinnvolle Einführung in die doch - zumindest für uns westliche LeserInnen - so fremde und unbekannte Welt gibt. Von arabischen Lyrikerinnen gibt es, im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, kaum Anthologien. Diese Sammlung wundersamer Gedichte ist eine Neuauflage und Erweiterung der 2008 erstmals erschienenen Ausgabe, allerdings um zehn Gedichte jüngerer Lyrikerinnen erweitert. Sie enthält zudem erstmals auch die arabischen Originaltexte. Die meisten Gedichte verarbeiten eigene (Liebes-) ...weiterlesen...