Mittwoch, 13. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

"Ich bin einundfünfzig Jahre, Zahnärztin und Nymphomanin. Meine Geschichte zu erzählen erfordert schonungslose Ehrlichkeit und Offenheit, mein Ich ebenso Studienobjekt wie das dasjenige der gevögelten Männer, und auch der ungevögelten. Nur eine sorgfältige Untersuchung aller Beteiligten wird zur Auflösung führen, sei sie Versöhnung, Trennung oder Tod." Die Ich-Erzählerin weist schon auf der ersten Seite daraufhin, was den Leser, den sie immer wieder anspricht, erwartet: schonungslose Offenheit. Ab und zu warnt sie dann auch: "Die Hypersexualität ist eine im internationalen Klassifikationssystem für Diagnosen verzeichnete Krankheit und betrifft Menschen, die über einen Zeitraum von sechs Monaten wöchentlich mindestens sieben Orgasmen haben, was uneingeschränkt auf mich ...weiterlesen...


Montag, 11. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieses kleine von Bille Weidenbach illustrierte Büchlein unternimmt den Versuch, den diversen Grübelviren auf die Spur zu kommen, sie zu benennen und Wege zu ihrer Beseitigung aufzuzeigen. Im ersten Kapitel wird dargelegt, was unser psychologisches Immunsystem ist und welche Funktion es hat. Anschließend begleitet der Leser im zweiten Kapitel Anna durch ihren Tag und bekommt Einblick in ihre von verschiedenen Grübelviren infizierten Gedanken und erkennt mühelos die damit für Anna verbundenen negativen Auswirkungen. Insgesamt 13 Grübelviren machen Anna das Leben schwer und färben ihren Tag bzw. ihre Gedanken und damit auch ihre Stimmung, die immer trüber werden und Anna zunehmend ...weiterlesen...


Donnerstag, 7. März 2019 | Kategorie: Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

(Copyright: Ann Cathrin Raab, kunstanstifter verlag) Dieses Bilderbuch ist ein Bilderbuch im engeren Sinne, denn die Bilder erzählen die eigentliche Geschichte um ein Wettrennen verschiedener Tiere. Natürlich geht es dabei darum, als Erster im Ziel zu sein. Erlaubt sind offensichtlich diverse Vehikel zur Temposteigerung: "Tretrollerraketenrenntechnik" oder "Siebenmeilenroboterbeinmaschinen". Eine "Unfaireerbsenballwurfschikane" ist allerdings nicht erlaubt und wird mit einer "Gelberüsselbüffelschweinverwarnungskarte" geahndet. Kennzeichnend für dieses "Wörterwuselwettrennen"-Bilderbuch sind zahlreiche Wortungetüme, kaum lesbar, wenn die einzelnen Wortteile nicht farbig voneinander abgegrenzt wären: "HALBZEITPFIFFBOXENSTOPPMITPRICKEBRAUSETRUNKERFRISCHUNGSSTÄRUNG UNDHOPPAVANTIDALLIDALLIWEITERGEHTS" (Copyright: Ann Cathrin Raab, kunstanstifter verlag) Natürlich gibt es am Ende ein Siegerpodest und einen Sieger: JUBELTRUBEL GEWINNERMEDAILLEN BEWUNDERUNGUND SIEGEREHRUNGSPOKAL GRATULATIONS FREUDE Mir ist das Bilderbuch ehrlich gesagt zu wörterwuselig, obwohl ich ...weiterlesen...


Montag, 4. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

(mehr ist mehr!) scheint das Motto dieses Buches zu sein. Es kommt fast schon schockierend laut, überbordend bunt und detaillreich daher: Gelb der Einband, Grün der Buchschnitt, Lila und Orange die beiden Lesebändchen und drinnen die gesamte Farbpalette! (copyright: Kat Menschik, Galiani Verlag) Es wird jedenfalls in der Küche beim Zubereiten der Speisen nicht untergehen ;) In der Einleitung bekennt Kat Menschik, dass sie nicht gerne kocht, aber wenn mit frischen Zutaten, dass es schnell gehen und unprätentiös sein muss, die Mengenangaben oft "absichtlich vage" bleiben, um der Fantasie keine Grenzen zu setzten und Platz für eigenen Spielraum zu lassen. "FÜHLEN SIE SICH FREI, ...weiterlesen...


Sonntag, 3. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Schon in der Schule haben mich Kleists Gedanken "Über das Marionettentheater" fasziniert. Ich habe nur immer gedacht, es sei seine Schrift "Über Anmut und Würde gewesen". Jetzt liegt im Kunstanstifterverlag eine von Hanna Jung illustrierte Ausgabe vor. Diese Illustrationen sind im Rahmen ihrer Bachelorarbeit entstanden, in der Hanna Jung sich mit dm Thema der "natürlichen Grazie" auseinandergesetzt hat. (copyright: Hanna Jung, kunstanstifter verlag) Die von Grün nach Rose und umgekehrt irisierende Buchinnenseiten zeigen diverse Hände an und mit Fäden, die so bereits feinsinnig bildhaft in die Thematik einführen. Tänzer und Zuschauer sind als Tiere dargestellt in höfisch eleganter, farbiger Kleidung, die eigentlichen ...weiterlesen...


Mittwoch, 27. Februar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Die Kunstdetektei von Schleewitz erhält von Egon Schwarzer, einem Schraubenfabrikanten, einen besonderen Auftrag. Er hat vor kurzem für drei Millionen Franz Marcs "Der Turm der blauen Pferde" gekauft, ein Bild das seit der Nazizeit als verschollen galt. "Ich hätte gern eine lückenlose Provenienzgeschichte. Bekannt ist ja, dass die Nazis das Bild beschlagnahmt haben und Göring höchstpersönlich es 1937 in Besitz nahm. Doch wo befand es sich zwischen 1945 und heute? Können Sie das für mich herausfinden?" Das Team der Kunstdetektei, Rupert von Schleewitz, Klara Ivanovic und Max Müller, beginnt mit seiner Recherche, die sich als ziemlich schwierig herausstellt. Jedes Mitglied hat seine ...weiterlesen...


Dienstag, 26. Februar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Die Glocke im See" ist ein leise erzählter Roman, der in Butangen, einem Dorf in Norwegen, im Jahre 1880 beginnt, aber bis weit in die Geschichte des Dorfes, der Familie Hekne und die dort stehende alte Stabskirche mit ihren Geschwisterglocken zurückreicht, denen magische Kräfte zugesprochen werden. In Butangen lebt Astrid Hekne, eine aufgeschlossene, intelligente, wissbegierige junge Frau, die bereits zwei Heiratsanträge ausgeschlagen hat, weil sie das damit verbundene, vorgezeichnete Leben einer jungen Bäuerin auf fremdem Hof nicht leben will. Sie träumt, "dass das eigentliche Leben anderswo vor sich ging, so dass dieser Tag nichts anderes war als eine Verspätung. Doch ...weiterlesen...


Donnerstag, 14. Februar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Der Roman ist die Geschichte einer außergewöhnlichen, nein eher unmöglichen Beziehung zwischen der Neurowissenschaftlerin Margot Shape und ihrem Forschungsobjekt Elihu Hoopes, die über dreißig Jahre besteht. Schon der Beginn macht das Ungewöhnliche deutlich und enthält thematisch alles, was den Roman ausmacht, inhaltlich und stilistisch. "Anmerkung zur Amnesie. Projekt "E.H."(1965-1996) Sie lernt ihn kennen, sie verliebt sich. Er vergisst sie. Sie lernt ihn kennen, sie verliebt sich. Er vergisst sie. Sie lernt ihn kennen, sie verliebt sich. Er vergisst sie. Schließlich nimmt sie Abschied von ihm, dreiunddreißig Jahre nach ihrer ersten Begegnung. Auf seinem Sterbebett hat er sie vergessen. Er steht auf einer Holzbrücke in einer Sumpfniederung, die ...weiterlesen...


Dienstag, 12. Februar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

Dieses Buch ist keines der üblichen Ratgeber nach dem Motto: Wie werde ich in der Beziehung/ mit meinem Partner glücklich und das möglichst für immer? Es ist erfrischend anders, für viele aber sicherlich auch ernüchternd, wenn sie nämlich beim Lesen mitbekommen, dass es in erster Linie um das eigene Verhalten geht und der Wunsch, der Partner möge sich doch gefälligst anders verhalten, netter sein, dann wäre alles ok, wenig förderlich ist, weil er in der Regel Stillstand bedeutet. Nein, direkt im Vorwort "Warum eine Paarbeziehung die großartigste Zumutung des Universums ist und das Wunder der Liebe sich lohnt." macht ...weiterlesen...


Montag, 11. Februar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

(Copyright, Marion Deuchars, Laurence King Verlag) "Bob und Fledo sind beste Freunde", so beginnt das Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren mit Text und Bildern der schottischen Autorin Marion Deuchars. Die beiden sind nahezu unzertrennlcih, unternehmen viel gemeinsam, vor allem aber malen sie gemeinsam. Es entstehen viele bunte Bilder. Doch dann findet Fledo einen Brief seines Freundes auf seiner Staffelei. "Lieber Bob, es tut mir sehr leid, aber ich muss für eine Weile eg. Dein bester Freund Fledo" Und mit Fledo sind für Bob auch alle Farben verschwunden. Nur das Blau ist ihm geblieben, so dass er nur noch blaue Bilder malen kann. Die anderen ...weiterlesen...