Donnerstag, 8. November 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Prinzessin Märtha Louise und ihre Freundin und Geschäftspartnerin Elisabeth Nordeng wollen - in Zusammenarbeit mit Kristin M. Hauge - mit diesem Buch zeigen, dass und wie Empfindsamkeit stark machen kann Es ist ein sehr persönlich gehaltenes Buch. Märtha und Elisabeth erzählen im Wechsel von ihrer Kindheit und Jugend, ihrem Erwachsenen- und Arbeitsleben und gehen in weiteren Kapiteln auf ihre besondere Nähe zu Tier und Natur, auf die Besonderheiten und Schwierigkeiten in ihren Beziehungen ein, um dann in eine Art Dialog mit ihren LeserInnen zu kommen. Tipps und Übungen für den Alltag runden dann ihre gut lesbaren Ausführungen ab. Wenn man sich bereits ...weiterlesen...


Donnerstag, 1. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Gedichte, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

An allen Feiertagen strahlt das WDR die Sendung "Liegen bleiben" aus. Ich freue mich nach jeder Sendung bereits auf die nächste! Die heutige Sendung war Erich Fried gewidmet, der vor dreißig Jahren verstorben ist. Ich kann mich noch glücklich schätzen, ihn auf einer Lesung - ich meine in Marburg - erlebt haben zu können. Ich mag seine Gedichte wegen der Knappheit und Klarheit im Ausdruck, auf kleinstem Sprach-Raum Platz zu schaffen für ein eigenes Phansatie- und Assoziationsuniversum. Er hat viel von den Herausforderungen der Liebe, in der Liebe, durch die Liebe geschrieben. Viele dieser Gedichte sind nicht weniger politisch als seine ...weiterlesen...


Mittwoch, 31. Oktober 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Nur Narren war es früher gestattet, die Wahrheit am Hofe auszusprechen. Sie hatten die sprichwörtliche "Narrenfreiheit". Vielleicht gehört auch die Figur des Adligen Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen dazu, bekannt als "Lügenbaron". In diesem Roman lässt der russische Schriftsteller Krzyzanowski Münchhausen in den zwanziger Jahren des letzen Jahrhunderts nach Berlin zurückkehren. Sinnigerweise entsteigt diese schillernde Figur seinem eigenen Roman, in den er später dann, nach seinen Reisen, die ihn nach London und nach Russland führen, zurückkehrt. selbstverständlich nachdem er einem oft ungläubig staunenden, aber ausgewählten Publikum seine diversen Reiseerlebnisse erzählt hat: "Und von allen Seiten - von rechts, von links, ...weiterlesen...


Freitag, 19. Oktober 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Das Cover dieses neu erschienenen Bandes täuscht ein wenig. Mann wie Frau scheinen alterslos, also gleichaltrig. Der tatsächliche Altersunterschied zwischen den Frauen und ihren jüngeren Freunden, Geliebten, von denen in den Texten die Rede ist, ist teilweise aber erheblich. Einige könnten Söhne der jeweiligen Frauen sein. Dennoch verstehe ich nicht, weshalb der Begriff "Boys" benutzt wird, genauso wenig wie die immer weiter um sich greifende Bezeichnung "Mädels" auch für erwachsene Frauen. Ich sehe in diesen "Verniedlichungen" einfach keinen Sinn Trotz bekannter Ehepaare von großem Altersunterschied zwischen Frau und Mann - wie Frankreichs Première Dame Brigitte Macron und ihr Ehemann - ist ...weiterlesen...


Mittwoch, 17. Oktober 2018 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen-Kalender | Kommentare (2)

Das wird ein Jahr der Frauen (in meiner Küche, wo der Kalender hängen wird), wie der Untertitel des Kalenders ankündigt. Jede Woche wird eine andere Frau, werden Frauengruppen vorgestellt, die im Jahr 1919 etwas Besonderes "auf die Beine" gestellt haben, wie Marie Curie, die in Paris ihr Radium-Institut eröffnet hat. Mit ihr beginnt dieses besondere Jahr, denn in Deutschland dürfen Frauen am 19.1.1919 zum ersten Mal wählen, vier Tage nachdem Rosa Luxemburg, die für uneingeschränkte Freiheit und Demokratie eingesetzt hat, zusammen mit Karl Liebknecht in Berlin ermordet worden ist. Ein fulminanter Start ins Jahr 2019. Aber auch Schriftstellerinnen, wie Edith Wharton, ...weiterlesen...


Freitag, 12. Oktober 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Der faszinierende Roman, "Hör auf zu lügen" spielt in den Jahren 1984, als alles begann zwischen den beiden Gymnasiasten Philippe, Sohn eines Schuldirektors, und Thomas, Sohn eines Winzers, 2007 als Philippe, inzwischen fernsehbekannter Schriftsteller zufällig Thomas Sohn Lucas das erste Mal in einem Hotel in Bordeaux trifft, wo er sich auf einer Lesereise aufhält, und 2016, in dem die beiden sich ein zweites Mal treffen, dieses Mal verabredet in einem Cafe in Paris. Ich habe diesen gerade Roman nahezu "in einem Rutsch" gelesen. Besson schafft es, den Leser in seine Geschichte hineinzuziehen, deren Faszination er sich kaum entziehen kann. Und das ...weiterlesen...


Dienstag, 25. September 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (1)

Was bitte muss man sich unter "Kriegslicht" vorstellen? Licht und Krieg - die Begriffe könnten gegensätzlicher nicht sein. Sie lösen Verwirrung oder im besten Falle Fragezeichen aus. So auch der aktuelle Roman von Michael Ondaatje: "Wenn die Wunde schlimm ist, kann man nicht darüber sprechen, kann man kaum darüber schreiben. ... doch ... weiß auch ich, wie man aus einem Sandkorn oder dem Bruchstück einer Wahrheit, das man entdeckt hat, eine ganze Geschichte machen kann. Im Rückblick betrachtet waren die Sandkörner schon immer da." Nathaniel ist der Ich-Erzähler, der sich als "ahnungsloser Sohn ohne Eltern" mit den Bruchstücken der Nachkriegs-Geschichte und -damit ...weiterlesen...


Freitag, 21. September 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Poesie ist Widerstand. Widerstand gegen was, wen? Wecker ist der Ansicht, dass in unserer durchökonomisierten, stets auf Profit ausgerichteten (Gedanken-) Welt schon eine "Wunderwaffe" not-wendig ist, um Wichtiges von Unwichtigem, Essenzielles von Nicht-Essenziellem unterscheiden zu können. "Sie heißt Kreativität und sie entfaltet sich immer dann, wenn wir zweckfrei zu spielen beginnen. Wir können das auch mit Gedanken, Worten und Begriffen machen. Dann nennen wir das Spiel Poesie. Aber nicht jedes Wortspiel ist Poesie. Um Poesie zu einer kreativen Kraft werden zu lassen, reicht es nicht, schöne Worte aneinanderzureihen. Zu einer Waffe wird Poesie erst dann, wenn sie unter die Haut geht und die ...weiterlesen...


Mittwoch, 5. September 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

In den meisten Erzählungen wird direkt oder indirekt Sexualität als Machtinstrument thematisiert, das vom "Boss" (Erzählung von Anna Prizkau) ausgeübt wird und die damit verbundene Angst vor der Gewalt der Männer, die Frauen bis in den Schlaf begleitet, so in der Erzählung "Dickicht" von Julia Wolf. Doch auch Frauen und sogar schon Grundschülerinnen nutzen ihre (sexuelle) Macht als Instrument, Männer anzumachen oder Julian, Grundschüler einer 2. Klasse, zu quälen, indem sie ihn zwingen, sich auszuziehen und ihn dann, gefesselt mit einem Springseil, verprügeln. Scham verhindert, dass er sich auf direkte Weise seiner Mutter anvertraut. So erfindet er eine Geschichte, ...weiterlesen...


Freitag, 24. August 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Wenn man mit wachem Blick durch die Welt geht, kann man Engel allüberall erblicken: in Gedichten (man denke nur an die von Rilke), Kirchen, auf Friedhöfen, Postkarten, Bildern (u.a. von Emil Nolde, Chagall), als Schmuckanhänger, teilweise nur als Flügel angedeutet. In der Bibel sind sie Botschaftsverkünder, Mittler zwischen Gott und den Menschen. Versicherungen arbeiten in ihren Werbeanzeigen mit "Schutzengeln", die allüberall auf uns aufpassen. Manche Menschen bezeichnet man als "Engel", die einem der "Himmel" geschickt hat. Engel sind also mehr oder weniger im Alltag präsent. Doch gibt es sie tatsächlich? Wieviele Menschen glauben wirklich an die Existenz von Engeln, weil sie ...weiterlesen...