Freitag, 29. April 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Es gibt Menschen, die träumen davon, Bücher zu schreiben, und schreiben dann nie welche, zumindest veröffentlichen sie keine. Und es gibt Menschen, die haben nie daran gedacht, Bücher zu schreiben. Doch dann ereignet sich etwas so Gravierendes in ihrem Leben, dass ein Buch zu schreiben für sie zur Not-Wendigkeit wird. Antje May wünscht ihrer Tochter noch viel Spaß mit ihrer Freundin, mit der Mascha die Karnevalstage verbringen will. Sie hört ihre Tochter die Holztreppe hinunterlaufen und ein wenig später vernimmt sie dann einen dumpfen Knall, der sie zum Küchenfenster gehen und hinaussehen lässt. Ihre Tochter kann sie nicht sehen, weder ...weiterlesen...


Donnerstag, 21. April 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (3)

Einen so spannenden, dichten und gut geschriebenen Krimi habe ich schon lange nicht mehr gelesen. "Endgültig" ist der gerade erst erschienene Thriller von Andreas Pflüger mit Jenny Aaron als blinder Ermittlerin, die mit einem Gedächtnis ausgestattet ist, vergleichbar einer "Hochleistungssoftware". Sie ist bei einem Einsatz als verdeckte Ermittlerin angeschossen worden und seitdem blind. Mit eiserner Disziplin, einem unbeugsamen Willen, ständiger Übung und der Hilfe ihres Vaters lernt sie, sich als Blinde in der Welt der Sehenden zurechtzufinden. "Er büffelte mit ihr Braille und war ihr Versuchsobjekt, dem sie erwartungsvoll ihr erstes selbstgebratenes Steak servierte. Da wusste sie noch nicht, wie ...weiterlesen...


Dienstag, 5. April 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Kennen Sie jemanden, der nicht stressgeplagt ist, in welcher Form auch immer? Alle "sind überlastet, erschöpft und fertig, weil unser Umfeld es von uns verlangt. Wir können uns nicht in Ruhe auf eine Aufgabe konzentrieren (Spagat zwischen Job und Familie), sondern müssen auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen (Multitasking), uns werden keine Ruhephasen mehr zugestanden (ständige Erreichbarkeit), und all das sollen wir auch noch unter ernormem Zeitdruck bewältigen (ewige Hetze) ... Man treibt uns in die Überforderung, also geht es uns schlecht." Winterhoff, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, bezeichnet dieses "universale Erklärungsmodell" als "Überforderungs-Mythos". Seiner Ansicht nach lenkt dieser Mythos vom eigentlichen Problem ...weiterlesen...


Sonntag, 3. April 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

In seinem neuen Buch befasst sich der Autor von "Irre!- Wir behandeln die Falschen" mit der "Psychologie des Gelingens". Schon im Vorwort macht Lütz deutlich, dass es Glücksratgeber eigentlich gar nicht geben könne, sondern nur eine "Anleitung zum selbstbewussten eigenen Leben und zu einem Glück, das es nicht als allgemeines Ideal gibt, sondern nur höchstpersönlich." Wenn Glück also individuell und damit höchstpersönlich ist, weshalb dann noch ein weiteres Buch über Glück? Sein Ziel ist ein "Glücksbuch, das vor Glücksbüchern warnt. Das ultimative, das letzte Glücksbuch also, das Sie lesen müssen, sodass Sie durch die Lektüre viel Zeit und viel Geld ...weiterlesen...


Samstag, 2. April 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Maria von Wolfsberg stimmt auf Wunsch ihres Vaters - wie damals üblich - der Heirat mit Graf Dornach zu. Eine Liebesheirat ist es nicht, denn sie schwärmt für Felix Tessin, der in den Augen ihres Vaters allerdings keine gute Partie ist, so dass er alles Mögliche unternimmt, Tessin von seiner Tochter fernzuhalten. Nach der Hochzeit zieht sie mit Graf Dornach auf dessen Güter und bekommt einen Sohn, Hermann, den sie liebevoll umsorgt. Tessin findet in dem Halbbruder Marias einen Verbündeten, der ihr den Zutritt zu Maria verschafft. Tessin gibt vor, sich von Maria verabschieden zu wollen, bevor er ...weiterlesen...


Mittwoch, 30. März 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Kann man sich mit einem Vater, der einen windelweich geschlagen hat, und einer Mutter, die einfach nur froh um jeden Esser weniger am Tisch ist, wenn man das Haus verlässt, versöhnen? Man kann. Das jedenfalls ist die Erfahrung von Ursula Buchfellner, die sie in ihrem Buch vermittelt, das auf der einen Seite von ihrer Kindheit und den Erinnerungen daran erzählt und auf der anderen Seite von dem Annäherungs- und Versöhnungsprozess. "Ich will in die Vergangenheit reisen und will gleichzeitig Zukunft schaffen." Ursula Buchfellner versteht diesen Prozess als ein Experiment mit offenem Ausgang. Ihre Methode: 1. ZUHÖREN "Ich habe mir vorgenommen zuzuhören, ...weiterlesen...


Dienstag, 22. März 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (3)

Es gibt inzwischen zahlreiche Bücher über "Kriegskinder", "Kriegsenkel" oder "Nebelkinder". Matthias Lohres Buch ist ein sehr persönliches, das seine Suche und den Weg aufzeigt, zu verstehen, "Was das Schweigen der Eltern mit uns macht" - so der Untertitel. Matthias Lohre erlebte eine Kindheit "auf Zehenspitzen". Es war eine Welt mit doppeltem Boden und heimlichen Regeln, vor allem ein Zuhause, in der es die Frage nach dem Warum nicht gab, stets gefangen in der kindlichen Annahme, "dass wir etwas "falsch" gemacht haben mussten, dass sie (die Eltern) wütend oder traurig gemacht hatte." Denn ein Grund für ihre Wut, ihre Traurigkeit ...weiterlesen...


Freitag, 4. März 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Wer wäre nicht gern klug und weise und nicht zu betrügen, wie es in der komischen Oper von Lortzing heißt. Doch wer klug ist und viel weiß, ist der schon weise? Sicher nicht. Erhält man Weisheit vielleicht mit zunehmendem Alter oder muss man sie erlagen? Und wenn das so ist, was kann ein Weisheitssuchender dafür tun? Ulla Pfluger-Heist beginnt ihre gut lesbare und spannende "Entdeckungsreise" ins Weisheitsland mit der kleinen Hexe von Otfried Preußler. Die kleine Hexe will eine gute Hexe sein, ohne "alt und dumm" dabei zu werden wie die alten Hexen. Die sind nämlich "nicht nur neidisch und eifersüchtig auf ...weiterlesen...


Montag, 29. Februar 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Anna Lania ist gerade mal sieben Jahre alt und ungewöhnlich sprachbegabt. "Mit ihren knapp sieben Jahren sprach Anna fließend Deutsch, Russisch, Französisch und Englisch, konnte sich auf Jiddisch und Ukrainisch verständigen und besaß Grundkenntnisse in Armenisch und dem karpatischen Romani. ... Lange dachte Anna sogar, dass jede Sprache, die ihr Vater sprach, auf den jeweiligen Gesprächspartner zugeschneidert war wie ein Maßanzug." Was "Krieg" bedeutet ist ihr nicht wirklich klar. Unklar ist ihr auch, dass Deutsche den Begriff "Juden" verwenden, denn "Reb Schmulik sagte nicht Jude. Reb Schmulik sagt Jid." Darüber hinaus bemerkt sie überall Veränderungen, die sie nicht versteht. Sie ...weiterlesen...


Mittwoch, 17. Februar 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Auf der Grundlage einer Zeitungsmeldung erzählt Sandra Huges diesen in vier Kapiteln gegliederten Romen, der ein Jahr der Kleinfamilie Gerber umfasst. "Bis später." So verabschiedet sich Sohn Luca auf dem Weg zum Bankomaten, um Geld für den ersten Urlaub ohne seine Eltern, aber mit seinen Freunden abzuholen. "Fahr vorsichtig" ruft Vera, seine Mutter, ihm nach, wie sie ihm das jeden Morgen nachruft. Schnell wird deutlich, dass Vera enorme Schwierigkeiten hat, Luca aus ihrer Obhut zu entlassen, ihn loszulassen. Schon bald wird sie unruhig, weil Luca länger braucht, als man normalerweise für diesen Weg braucht. Sie überlegt, wie sie reagieren soll, ...weiterlesen...