Donnerstag, 28. Juli 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos | Kommentare (0)

Durch die Sendung "Lesezeichen" des WDR 3 bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden. Sprache und Inhalt haben mich angesprochen, so dass ich mir den 1898 anonym erschienenen Roman gekauft und gelesen habe. Die Lektüre macht nachvollziehbar, weshalb er anonym erschienen ist. Mit Ironie, Witz und großer Offenheit macht er sowohl die damalige private und gesellschaftliche Situation der Autorin, aber auch der Frauen allgemein deutlich. Die männlichen Perspektive wird repräsentiert durch ihren Ehemann, durchgängig nur der "Grimmige" genannt, stets kommentiert durch die Ich-Erzählerin, mal ironisch, sarkastisch, humorvoll,...: "Der Grimmige, der ansonsten recht schweigsam ist, gleicht das von Zeit zu Zeit ...weiterlesen...


Donnerstag, 14. Juli 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos | Kommentare (1)

"Auch wenn meine ersten Jahre in Freiheit steinig waren, ... so ist doch inzwischen klar, dass ich alles habe, um in einer säkularen Gesellschaft zu leben. Ich habe meinen Platz in der Welt gefunden und bin wider alle Wahrscheinlichkeit in das Land zurückgekehrt, aus dem meine Familie so brutal hinausgeworfen wurde, und ich habe schließlich mein wahres Zuhause zurückerobert ... Ich bin frei, ich selbst zu sein, und das fühlt sich gut an. Wenn irgendwer jemals versuchen sollte, Dir vorzuschreiben, etwas zu sein, was Du nicht bist, dann hoffe ich, dass auch Du den Mut findest, lautstark dagegen anzugehen." Diese Zeilen ...weiterlesen...


Freitag, 1. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Auch im neuen Fall ermitteln Carol Jordan und Tony Hill zeitweilig gemeinsam, argwöhnisch von ihren Kollegen beäugt, u.a. weil die beiden sich offensichtlich gut verstehen. Tony Hill leitet eine Ausbildungsgruppe für zukünftige Profiler. Shaz Brown, die engagierteste und ehrgeizigste dieser Gruppe, glaubt bei ihren "Hausaufgaben" eine heißen Spur gefunden zu haben und einem Serienkiller auf der Spur zu sein. Das Problem ist nur, dass sie einen berühmten TV- Star verdächtigt und es bis dahin noch keine Leiche gibt, nur mehrere vermisste Mädchen, die gewisse Ähnlichkeiten aufweisen und unter ähnlichen Umständen verschwunden sind. Keiner glaubt ihr, im Gegenteil. Sie wird von ...weiterlesen...


Donnerstag, 30. Juni 2016 | Kategorie: Fotos, Rezensionen, Rezensionen-Kalender | Kommentare (0)

Woran ist erkennbar, dass das Jahr seinen Zenit bereits überschritten hat? Am Stand der Sonne? - Eine Möglichkeit! Ein Blick in den aktuellen Kalender? - Eine weitere! Oder: Kalender für 2017 sind in den Vorankündigungen der Verlage bzw. bereits in den Auslagen der Buchhandlungen zu sehen. Fakt ist: Im Juni kommen die Kalender für das folgende Jahr auf den Markt. Nach "Let's talk" ist "Telling time" ein weiteres - mit Lesebändchen ausgestattetes - Kalenderbuch für 2017, von Mehrdad Zaire und Marie Wolf gestaltet. Es ist eine "zum Nachdenken anregende Bildergeschichte mit Zitaten aus dem Werk von Martin Buber:"ICH und DU",das auf dem Hintergrund aktueller ...weiterlesen...


Montag, 27. Juni 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Wer die Sirenen in Homers Odysseus kennt, weiß, dass sie nichts Gutes bringen. In Carol Jordans erstem Fall, bei dem auch der Profiler Tony Hill - gegen enormen Widerstand der beteiligten Polizisten, die sich in ihrer Ermittlerehre verletzt fühlen - hinzugezogen wird, geht es um einen Serienmörder, der alle acht Wochen montags einen Mann in Gebieten ablegt, die von Schwulen stark frequentiert sind. Die Getöteten sind vorher bestialisch gefoltert worden. Fundort ist aber nie der Tatort. Die Ermittlungen gestalten sich außerordentlich schwierig, da der Täter sehr zielgerichtet vorgeht und keine Spuren hinterlässt, die Rückschlüsse auf ihn zulassen bzw. bewusst falsche ...weiterlesen...


Samstag, 25. Juni 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

"Man hat nicht HS, sondern man ist es." Reichardt räumt in ihrem interessanten und gut zu lesenden Buch mit vielen, weit verbreiteten Vorurteilen über Hochsensibilität auf. Eine davon ist, dass man sich Hochsensibilität abgewöhnen kann, wie eine lästige Marotte, die einem nur den Alltag, den Umgang mit anderen schwer macht. Nein, man kann nur lernen, damit zu leben und die eigene Lebensmelodie zu finden, indem man die eigenen "Stärken erkennt und das wirkliche Potential entfaltet." Dabei kann das Buch einen nützlichen Beitrag leisten. Insgesamt klar und gut strukturiert bekommt man zunächst durch einen ausführlichen Test in der Einleitung die Möglichkeit zu ...weiterlesen...


Sonntag, 19. Juni 2016 | Kategorie: Allgemein, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

In der heutigen Sendung "Lebenszeichen" im WDR 3 geht es um sogenannte Ersatzkinder, Kinder, die nach dem Tod eines Geschwisterkindes zur Welt gekommen sind und im Extremfall auch denselben Namen erhalten haben. Eine - wie immer - hörenswerte Sendung, die nicht nur für Betroffene wichtig sein kann, sondern für viele. Denn: Jeder ist ja auf jeden Fall Kind gewesen, viele sicher auch Mutter/ Vater oder später dann auch Oma oder Opa. Es geht in der Sendung auch um Voraussetzungen guter Bindungen, die, sollten sie nicht vorhanden sein, warum auch immer, zu Schwierigkeiten in der eigenen Identitätsfindung führen können. Darüber mehr ...weiterlesen...


Montag, 13. Juni 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Ein Maulwurf der russischen Mafia bei der Polizei in Kopenhagen? Nach Ansicht Jens Jessens kommen dafür fünf Verdächtige in Frage. Einer davon ist Vizekriminalkommissar Axel Steen, dessen Leben gerade suboptimal läuft. Er kifft, trinkt übermäßig viel Alkohol, nimmt Kokain zu sich und hat Kontakte in die Unterwelt Kopenhagens. Er trifft sich mit V-Leuten und vernachlässigt seine kleine Tochter, wenn sie denn mal bei ihm sein kann, sein darf, denn Cecilie Lind, seine Ex-Ehefrau, verheiratet mit Jens Jessen, seinem Chef, überlässt ihm das Kind nur ungern, hält sie ihn doch für äußerst unzuverlässig. Doch damit ist das Konfliktpotential, das sich aus den ...weiterlesen...


Sonntag, 5. Juni 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Das Nachwort habe ich zuerst gelesen. Die biografischen Angaben zu Irène Némirovksky haben mich neugierig gemacht auf ihre Geschichten. Die Autorin lebte als russische Jüdin in Paris, nachdem sie fünfzehnjährig mit ihren Eltern vor der russischen Revolution über Finnland und Schweden nach Frankreich geflohen ist. Dort erst hat sie, verheiratet und Mutter zweiter Töchter, mit dem Schreiben begonnen, das durch ihre Inhaftierung und Deportation jäh beendet worden ist. Den Töchtern erzählt sie, sie verreise nur für ein paar Tage. "Wir haben uns an einen alten russischen Brauch gehalten, nämlich zu schweigen, wenn ein Familienmitglied allein weggeht." Ihr Mann und ihre ...weiterlesen...


Freitag, 3. Juni 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Carol Jordan, die Ermittlerin dieses Thrillers tritt ihre neue Position psychisch ziemlich angeschlagen an. In einem früheren Fall ist sie - sozusagen im Dienst - vergewaltigt worden, da es Pannen bei den Ermittlungen gegeben hat. Das wird ihr als Leiterin nicht passieren, das hat sie sich geschworen. Sie soll sich mit ihrem neu zusammengestellten Team alte, nicht aufgeklärte Fälle vornehmen, um zu überprüfen, ob in den Akten nicht doch noch brauchbare Hinweise, neue Ansätze zur Wiederaufnahme von Ermittlung zu finden sind. Stacey, die Computerspezialistin, findet im Internet das Bild eines vor einiger Zeit entführten Jungen, nackt vor dem Panorama einer Berglandschaft. ...weiterlesen...