Mittwoch, 26. Juli 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieser schmale christlich religiös ausgerichtete Band gibt zunächst einen kurzen Überblick über die wesentlichen Lebensstationen Dietrich Bonhoeffers, seine Bedeutung für den Herausgebers Christian Hennecke und den Maler, Grafiker und Bildhauer Andreas Felger. Die ausgewählten Texte Dietrich Bonhoeffers, meist haben sie monologischen, gebetähnlichen Charakter, hat der Herausgeber mit eigenen Denkimpulsen ergänzt. Mit ihnen stellt er aktuelle Bezüge zur Lebenssituation heutiger Leser her. Die sich über zwei Seiten erstreckenden Texte wechseln sich jeweils mit ebenfalls doppelseitigen, sehr farbintensiven und farbfrohen, nicht gegenständlichen Aquarellen ab, die in diesem Band zum Teil das erste Mal veröffentlich werden. Herausgekommen ist ein Buch, das einen erahnen lässt, ...weiterlesen...


Montag, 24. Juli 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Achtung: Das Buch bitte nicht an passionierte Kreuzfahrtfahrer verschenken oder nur an solche, die über eine große Portion Humor und Selbstironie verfügen! Diese Erzählung ist alles andere als ein Lobpreis auf die immer beliebteren Kreuzfahrten, sondern eher ein Spiel mit den darüber kursierenden Klischees und Vorstellungen. Formal ist sie die ausführliche Mail-Antwort eines Schriftstellers an die Agentin der Reederei Arkadia Line, Frau Susanne Faber-Eschenbach, die ihn als Gastkünstler "zu einer zweiwöchigen Kreuzfahrt durch die Karibik in einer Außenkabine mit Balkon bei freier Verpflegung sowie freien Getränken an jeder Bar unter der Bedingung mehrerer Lesungen aus meinem Werk, jeweils zur Prime Time ...weiterlesen...


Dienstag, 18. Juli 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Das "Kopfkissenbuch" ist im Manesse Verlag zum ersten Mal vollständig in deutscher Übersetzung erschienen, mit ausführlicher Kommentierung, Personenverzeichnis, Glossar, Nachwort und editorischer Notiz - sinnvolle Ergänzungen, um dem Leser das noch genauerer Eintauchen in die so fremde, exotische Welt des japanischen Kaiserpalastes zu ermöglichen, die Sei Shōnagon so poetisch, intelligent, humorvoll, aber auch oft sehr ironisch in ihren tagebuchartigen Aufzeichnungen von insgesamt 325 Abschnitten vor einem ausbreitet. "Im Frühling liebe ich die Morgendämmerung, wenn das Licht allmählich wiederkehrt, die Umrisse der Berge sich schwach vor dem hellen Himmel abzeichnen und schmale, rosa angehauchte Wolkenstreifen über sie hinwegziehen. Im Sommer sind es ...weiterlesen...


Freitag, 9. Juni 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

"Es ist mein ganzen Leben." Margret Greiner wählt diesen Satz zum Untertitel ihrer spannend geschriebenen, interessanten Biografie über Charlotte Salomon, die mit diesen Worten dem befreundeten französischen Arzt Dr. Moridis im Exil ihr gemaltes Lebenswerk in einem Koffer übergibt, verbunden mit der Bitte, es zu beschützen. Entstanden ist dieses Werk Charlotte Salomons als Aufarbeitung, als eine Art Therapie ihrer Lebensereignisse in Deutschland und im Exil, die sowohl in persönlicher als auch in gesellschaftlich politischer Hinsicht für Charlotte vielfach traumatisierend waren. Reden konnte und wollte sie darüber nicht, aber malen, das war ihr möglich. Wie besessen arbeitete sie nach dem Selbstmord ...weiterlesen...


Dienstag, 6. Juni 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Der 1956 veröffentlichte "erotische Tagebuchroman-Klassiker Japans" - so heißt es auf dem Klappentext - liegt nun in einer Neuübersetzung im Cass Verlag vor. " 1. Januar - VON DIESEM JAHR AN WERDE ICH IN MEINEM TAGEBUCH FREIMÜTIG AUCH DAS ZUR SPRACHE BRINGEN, WAS AUFZUZEICHNEN ICH IMMER BEDENKEN HATTE UND IM EINZELNEN NICHT DARZULEGEN GEWAGT HABE - MEIN SEXUALLEBEN UND DIE BEZIEHUNG ZU MEINER FRAU." So beginnt der Roman, der einen Zeitraum von einem halben Jahr umfasst. Der Ich-Erzähler, ein Universitätsprofessor, der als einziger namenlos bleibt, hat Schwierigkeiten, das sexuelle Verlangen seiner viele jüngeren Frau Ikuku, die er in dieser Hinsicht als ...weiterlesen...


Sonntag, 4. Juni 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Nach "Schüler Gerber" ist es der zweite Roman Friedrich Torbergs, der 1932 erschienen und nun im Milena Verlag neu aufgelegt worden ist. Es ist ein Roman in Form von Tagebucheintragungen, inneren Monologen und zum Teil auch Briefen von acht jungen Leuten, alle im Alter von etwa zwanzig Jahren, eine Art Clique, die sich - in wechselnder Zusammensetzung - in Kaffeehäusern oder auch im Schwimmbad trifft, manchmal auch gemeinsame Ausflüge macht. In diesen Beiträgen reflektieren die Einzelnen auf unterschiedlich tiefen Ebenen ihr eigenes Verhalten, ihre Gefühle, ihre Sicht auf Welt und ihre Art, mit den anderen aus der Gruppe umzugehen. Da ...weiterlesen...


Freitag, 19. Mai 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Der namenlose Ich-Erzähler dieses Romans, der von sich selbst immer wieder behauptet, er könne nicht schreiben, schon gar keinen Roman, ist neunzehn Jahre alt und bisher wohlbehütet in einem wohlhabenden Elternhaus in Tōkiō aufgewachsen. Seine Eltern haben ihm - wie es üblich ist - eine Frau ausgesucht, die er heiraten soll, aber nicht heiraten will. Die Frau, die erliebt, kann er dagegen nicht heiraten. Für diesen jungen Mann eine ausweglose Situation. Er beschließt, Selbstmord zu begehen, hat aber nicht mit den Schwierigkeiten, sprich seinem Lebenswillen, gerechnet. Er schafft es also nicht, sich zu töten, aber in sein Elternhaus zurückkehren will ...weiterlesen...


Dienstag, 2. Mai 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Die 1945 im Wien der Nachkriegszeit, aufgeteilt in vier Besatzungszonen, spielende Kriminalgeschichte "Der dritte Mann" ist bereits 1950 erschienen und verfilmt worden. Einige Leser werden eher den Film als den Kriminalroman kennen, den die Edition Büchergilde jetzt, illustriert von Annika Siems, neu herausgegeben hat. (Copyright Annika Siems, Edition Büchergilde) Die Illustratorin ist sich der Schwierigkeit ihrer Aufgabe wohl bewusst, wie sie in ihrer Nachbemerkung zum Roman schreibt: "Die Inszenierung und Besetzung des Films ist ein derartiger Geniestreich, dass wohl jeder, der Orson Welles in der Rolle des Harry Lime gesehen hat, bereits Bilder im Kopf haben würde, wenn er diese Ausgabe ...weiterlesen...


Freitag, 28. April 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Diese "Geschichte einer Liebe" hat mich tief bewegt. Hier schreibt ein Intellektueller über die Liebe seines Lebens, mit der er mehr als achtundfünfzig Jahre verheiratet war. Und so beginnt dieser Brief schon auf dem Cover des Büchleins: "... Kürzlich habe ich mich von neuem in Dich verliebt, und wieder trage ich in meiner Brust diese zehrende Leere, die einzig die Wärme Deines Körpers an dem meinen auszufüllen vermag." Dabei war es - dessen ist er sich wohl bewusst - für sie sicher keine einfache Ehe. Doch ihre Unterschiedlichkeiten in vielem war immer Bereicherung, Reichtum, da jeder durch den anderen die Möglichkeit ...weiterlesen...


Mittwoch, 26. April 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Muss man heute noch etwas über Fürstinnen lesen? Das Interesse an der "Yellow Press" zeigt zumindest, dass ein solches vorhanden ist. Aber Literatur über längst vergangene Fürsten-Epochen? Doch auch Personen von Adel beschäftigen sich - wenn sie sich eigenständiges Denken jenseits der Etikette erhalten haben - ob man nicht insgesamt zu viel Zeit in seinem Leben verschwendet hat, "um eine gute Figur" zu machen bzw. worum es eigentlich im Leben geht. " 'Wir alle glauben, würde unser Leben uns gegeben, damit wir es noch einmal leben, wir würden es besser machen. Wenn es so Korrekturbogen ... des Lebens gäbe.' Korrekturbogen, ganz richtig, in ...weiterlesen...