Montag, 20. Januar 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Über die "drei großen Themen Figur, Ernährung und Sexualität" führt Katrin Jonas die Leserin an Möglichkeiten heran, sich mit ihrem Körper zu versöhnen, indem sie lernt, sich ihre fremdbestimmten gesellschaftlichen Maßstäbe, Ideale und Normen bewusst zu machen und durch individuelle, dem eigenen Körper gemäße und angemessene zu ersetzten. Dabei ist es bei allen drei Themen wichtig "der Natur des eigenen Körpers" näher zu kommen, dessen wahre Bedürfnisse kennenzulernen und ihn in seinen Reaktionen besser zu verstehen" mit dem Ziel, sich im eigenen Körper zu Hause zu fühlen und sein eigenes Spiegelbild nicht mehr mit einem "feindseligen, kritikbereiten, kontrollierenden" , sondern ...weiterlesen...


Samstag, 18. Januar 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Meine Zeit verlangte meinen Pass und meine FingerabdrückeIch aber hatte eine verborgene Identität.Meine Zeit unterzog mich einer Leibesvisitation.Doch meine Schmerzen entdeckte sie nicht.Wird die zukünftige Jugend die Erde bestellen?Wie sind nicht vereint in der Sehnsucht nach toten Planeten.Wie sind vereint in der Sehnsucht nach der Innenfläche der Hände. So beginnt der vielschichtige Roman Agnar Mykle. Der Autor empfiehlt dann auch:Dieses Buch sollte zweimal gelesen werden.Es einhält eine Botschaft, unter anderem.Beim zweiten Lesen, Hören, Anschauen von Kunst(werken) ist dies immer ratsam, entdeckt man doch immer etwas, was man beim ersten Lesen, Hören und Anschauen übersehen hat. "Das Lied vom roten Rubin" ist ...weiterlesen...


Mittwoch, 18. Dezember 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (11)

Das ist ja mal ein Buch für SprachliebhaberInnen, Wörterhexen und andere Sprachinteressierte! Eine wahre Schatztruhe, in der man wühlen, über die man staunen, in der man vieles wieder und neu entdecken, kann - wie das bei Schatztruhen so der Fall ist. Vielleicht ja auch noch ein willkommenes Weihnachtsgeschenk.Die Herausgeber nennen das, was sie zusammengetragen und von 2 x Goldstein+Schöfer grafisch orangerotschwarz haben in Szene setzen lassen, nicht Schatztruhe, sondern "Wunderkammer". Und natürlich erklären sie dieses Wort und Phänomen aus den "Anfängen der Museumsgeschichte" als Orte für Sammelsurien unterschiedlichster Objekte. "Ein solch gedankenfunkenschlagendes Sammelsurium soll auch unsere Wunderkammer sein. Sie schwelgt ...weiterlesen...


Montag, 16. Dezember 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

"Cogito ergo sum" - dieser Grundsatz von René Descartes ist vielen vielleicht geläufig. "Ich schreibe, also bin ich" geht da sicher noch einen Schritt weiter, denn Schreiben setzt m. E. Denken voraus. In ihrem biografischen Essayband stellt Simone Frieling zehn Schriftstellerinnen unterschiedlichster Couleur vor: Sie beginnt mit Virginia Woolf. Es folgen Katherine Mansfield, Gertrude Stein, Marina Zwetjajewa, Rosa Luxemburg, Natalia Ginzburg, Sylvia Plath, Hannah Arendt, Else Lasker-Schüler und Elisabeth Langgässer. So unterschiedlich die Frauen sind, leben und schreiben, so unterschiedlich auch ihre Publikationsbedingungen und der damit verbundene mögliche Erfolg, die ersehnte Anerkennung auch sind, so haben sie doch eines ...weiterlesen...


Donnerstag, 12. Dezember 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

"Brüder" ist der zweite Roman der als Journalistin und Fernsehautorin arbeitenden Jackie Thomae. Sie erzählt die Geschichte von Mick und Gabriel, zwei Männer in der Mitte ihres Lebens, die Halbbrüder sind, weil sie einen gemeinsamen senegalesischen Vater haben, der zum Studieren in die DDR gekommen war. Weder Nick noch Gabriel kennen ihren Vater, noch wissen sie voneinander. So werden folgerichtig ihre Geschichten auch getrennt voneinander und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Nick lebt in den Neunzigern als zwanzigjähriger "Nachtlebendesperado" Berlin und schlägt sich mit Gelegenheitsarbeiten durch, kauft u.a. alte Platten auf, begleitet einen Fotografen bei seiner Arbeit, versucht sich als Drogenkurier ...weiterlesen...


Mittwoch, 6. November 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Leutnant John Glueck, geboren 1921 in New York als Kind deutscher Auswanderer, ist Angehöriger der Armee der Vereinigten Staaten von Amerika, Department for Psychological Warfare, kurz Sykewar genannt. "Alle anderen nannten uns Propaganda." Er ist der Protagonist eines faszinierenden, geschickt konstruierten und gut erzählten Romans, der in Amerika der dreißiger Jahre beginnt. Glueck ist der Literatur seiner Vorfahren sehr verbunden, belesen und will schreiben. Er besucht einen Kurs für kreatives Schreiben, wo er unter anderen die später bekannten Schriftsteller J.D. Salinger und Charles Bukowski trifft und mit ihnen eine kurze, intensive Freundschaft lebt. In der Propagandaabteilung der US ...weiterlesen...


Freitag, 25. Oktober 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (3)

Das Alphabet brauche ich, um Worte, Sätze zu bilden, Geschichten zu erzählen. Ilma Rakusa, Kleist-Pristrägerin 2019, hat in ihrem Band von "Anders" bis "Zaun" ihr eigenes Alphabet zusammengestellt. In Form kleinerer Geschichten, Anekdoten und Gedichten hat sie ihre Lebenserfahrungen und -ereignisse einfließen lassen. Interessant zu lesen, mal mit einem Lächeln verbunden: "Ich liebe das Meer vom Ufer aus, auf dem Meer werde ich sofort seekrank." Oder mit Staunen, etwa wenn sie - sehr poetisch - einen Granatapfel beschreibt. Sie preist die Geduld, schreibt über ihre Kleider, und bekennt in ihrem Loblied auf das "Querfeldein", dass sie "Weltforscherin" werden wollte, ...weiterlesen...


Dienstag, 22. Oktober 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Uff, zunächst bin ich nicht warm geworden mit diesem Roman. Dennoch konnte ich mich nicht entscheiden, ihn ungelesen an die Seite zu legen. Etwas hat mich daran fasziniert, ohne dass ich es direkt benennen konnte. Und nun bin ich froh, drangeblieben zu sein, ihn komplett gelesen zu haben. Der Roman ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Ich weiß nicht einmal, ob ich ihn angemessen würdigen kann. Doch vielleicht beginne ich mit einem Zitat: Du verstehst nicht, wovon sie eigentlich redet, verstehst aber, dass du es nicht verstehst, und du denkst, keinesfalls, unter keinen Umständen würde sie eine solche Frage stellen, oder eine ...weiterlesen...


Montag, 14. Oktober 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Wer den Roman aufmerksam liest, der ahnt schon zu Beginn, dass die Liebesgeschichte ein tragisches Ende nehmen wird. "In jener feuchten Nacht gelingt es mir nicht, meinen Blick von ihrem nackten Körper zu lösen, von ihrem wächsernen Schädel. Von ihrer Totensilhouette." In zwei Kapiteln des nur 180 Seiten langen Romans erzählt die 1988 geborene Pauline Delabroy-Allard wie Sahara, eine in jeder Hinsicht zu "laute" Violonistin, in das Leben der eher ruhigen, zurückhaltenden Ich-Erzählerin tritt, einer Grundschullehrerin mit vierjähriger Tochter, gerade geschieden und einem jungen Bulgaren als Partner. "Es geht um Sarah, ihre unerhörte Schönheit, ihre steile Nase, die einem seltenen Vogel zu ...weiterlesen...


Samstag, 12. Oktober 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Vorsicht! Suchtgefahr! Bitte mit dem Lesen erst dann beginnen, wenn genug Zeit, ist den gesamten Roman in einem Rutsch zu lesen. Den Leser erwartet Spannung pur! Man legt den Roman vielleicht ab und zu an die Seite, wenn man sich selbst ein wenig erholen, durchatmen muss. Auch im dritten Band um Jenny Aaron, der durch einen Einsatz erblindeten Ermittlerin, geht es wieder um brisante (politische) Einsätze der Abteilung. Jenny Aaron hat sich zum Meditieren zu ihrem Lehrer Kishō in die Blue Rich Mountains zurückgezogen und überlegt, ob sie sich einer Therapie unterziehen soll, die ihr möglicherweise das Augenlicht zurückbringen ...weiterlesen...