Dienstag, 21. Mai 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

Unter dem Vorwand, für die Zeitung 'Corriere della Sera' ein Interview mit ihm machen zu wollen, verschafft sich Collini Zutrtitt zum Zimmer 400, der "Brandenburg Suite", tötet Hans Meyer mit mehreren Schüssen und zertritt ihm mit dem Absatz anschließend noch das Gesicht. Dann setzt er sich in die Lobby des Hotels. "Collini wartete auf seine Festnahme. Er hatte sein ganzes Leben gewartet, er war immer stumm geblieben." Leinen, der erst seit zweiundvierzig Tagen Rechtsantwalt ist und an dem Tag Notdienst hat, bekommt den Fall als Pflichtverteidiger. Er fühlt sich zunächst ziemlich überfordert, da sein Mandant auch ihm gegenüber schweigt, die Gegenseite ...weiterlesen...


Freitag, 3. Mai 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

Tin Win, ein bekannter New Yorker Rechtsanwalt burmesischer Abstammung, verlässt - ohne Vorankündigung - einen Tag nach dem juristischen Examen seiner Tochter Julia seine Familie. Die Polizei findet nicht heraus, was mit ihm passiert ist. Seine Spur verliert sich in Bangkok. Vier Jahre später bekommt Julia von ihrer Mutter alte Liebesbriefe ihres Vaters, die sie weder lesen noch aufbewahren will. Einer inneren Eingebung folgend, fliegt Julia nach Burma. Sie will herausfinden, wer die Frau ist, der ihr Vater Liebesbriefe geschrieben hat. Zugleich hofft, sie etwas über den Verbleib ihres Vaters zu erfahren. In Kalaw wird sie in einer Teestube von ...weiterlesen...


Donnerstag, 25. April 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieses Bändchen enthält "Lyrische Briefe", die die Autorin in einer Sitation verfasst hat, als sich die "Liebe ihres Lebens" von ihr getrennt hat. Es sind Briefe, die ihre seelische Not und Verzweiflung widerspiegeln. Briefe, die sicher für die Autorin therapeutische Funktionen gehabt haben, mit deren Hilfe sie sich den Weg ins eigene Leben zu ebnen versucht. Warum dies nicht ganz einfach ist, macht ein Satz ihrer Großmutter deutlich, den die Autorin im Vorwort ihren Briefen voranstellt: "Wenn du mir immer widersprichst und nicht gehorchst, werde ich mir ein Kind aus dem Heim holen, und dich werde ich dafür fortschicken!" Ein für ein ...weiterlesen...


Mittwoch, 24. April 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Weitaus treffender ist der englische Orginaltitel: Charlotte und Claudia Keeping in Touch, denn Barfoot erzählt in diesem Roman die Geschichte dieser beiden, seit Jahrzehnten befreundeten Frauen, deren Lebensläufe unterschiedlicher nicht sein können. Charlotte, unverheiratet mit zahlreichen Affären und einer zehnjahre dauernden Beziehung zu einem verheirateten Mann, erfährt durch Gespräche mit ihrer Freundin, wie es ist, mit einem Mann verheiratet zu sein, der zahlreiche Affären hat, aber stets beteuert, das sei nichts. Dieses Nichts setzt Claudia, Mutter von vier Töchtern arg zu, während Charlotte zeitweilig darunter leidet, dass sie so wenig Zeit mit ihrem Geliebten verbringen kann. Beinahe Siebzigjährig will Charlotte ...weiterlesen...


Montag, 22. April 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Ist das ein Mensch?"(1947 zum ersten Mal erschienen) und "Die Atempause" (Erscheinungsjahr 1963) liegen nun in einer neu durchgesehenen Übersetzung in einem Band mit Dünndruckpapier und Lesezeichen vor, unterstützt von der "Stiftung Erinnerung Lindau". Ein Buch von Primo Levi, geschrieben mit dem Ziel, "Zeugnis abzulegen, das deutsche Volk meine Stimme hören zu lassen und dem Kapo, der sich die Hand an meiner Schulter säuberte, dem Doktor Pannwitz, denjenigen, die den Letzten erhängten, und ihren Erben zu 'antworten'." Und er lässt seine Stimme hören, will Zeugnis ablegen. Dazu wählt er die "nüchterne Sprache des Augenzeugen ..., nicht die klagende des Opfers, ...weiterlesen...


Donnerstag, 11. April 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"DAMIT EINS VON VORNHEREIN KLAR IST: Ich war genau der Richtige für diesen Fall." An Selbstbewusstsein mangelt es Detective Kennedy also nicht, als er mit diesem schrecklichen, ungewöhnlichen Mordfall beauftragt wird: Eine Familie - Vater, Mutter, ein Junge und ein Mädchen - wird in ihrem Haus aufgefunden. Nur die Mutter hat den Anschlag schwer verletzt überlebt. Die Kinder sind erstickt, der Ehemann erstochen worden. Es muss einer der Familienmitglieder gewesen sein, denn die Haustür des Einfamilienhauses war verschlossen, es gab keine Einbruchsspuren, aber eine Reihe von Löchern in den Wänden verschiedener Räume. Die Schwester der Schwerverletzten hatte einen Schlüssel, scheidet ...weiterlesen...


Donnerstag, 28. März 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Die erste Ausgabe dieser "Geschichte eines Moralisten" ist zensiert erschienen. Die damals gestrichenen Passagen, sind dem heutigen Leser im Anhang zugänglich. Es ist eine ironisch bittere Großstadtsatire, die der damaligen Gesellschaft den Abgrund vor Augen führen wollte, auf den sie unaufhaltsam zuging. Der ursprüngliche Titel sollte denn auch "Der Gang vor die Hunde" heißen. Doch sieht man sich in einem (Zerr-) Spiegel, so erkennt man sich oft nicht, sondern bleibt an den Abweichungen vom vermeintlichen Spiegelbild hängen bzw. beschimpft den Spiegel. Der Roman begleitet Fabian, den Moralisten und "Fachmann für Planlosigkeit", auf seinem alltäglichen Leben durch die Großstadt. "Soweit diese ...weiterlesen...


Mittwoch, 20. März 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Buch 3 ist der dritte und letzte Teil von 1Q 84, einer modernen, verrückten Variante von Romeo und Julia. Verrückt, weil die Wirklichkeit, in der Aomame und Tengo leben und sich begegnen, nicht die wirkliche ist, obwohl ihre Liebesgeschichte in der wirklichen Wirklichkeit begonnen hat und dort wunschgemäß auch weitergehen soll. Doch damit sind gewisse Personen, die einer Welt mit zwei Monden angehören, nicht einverstanden. Sie setzen alles daran, Aomame gefangen zu nehmen und versuchen, mit Hilfe des Detektivs Ushikawa über Tengo an sie heranzukommen. Eine spannende, dennoch langatmige Verfolgungsjagd beginnt. Langatmig ist sie, weil wieder gleiche Ereignisse aus den ...weiterlesen...


Montag, 4. März 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Dieser Roman hat wie "Die Erfindung des Lebens" autobiografische Züge. Er beginnt mit der Beerdigung des Vaters. "... Als ich aber aus der kleinen Leichenhalle des Dorfes ins freie trat, schlugen mir die Sonnenstrahlen gerade ins Gesicht". Es ist ein Roman, in dem der Ich-Erzähler die Erinnerungen an den Vater unter allen Umständen verdrängen will, ohne dass ihm das gelingt, egal was er unternimmt. Er lässt seine Mutter im Trauerhaus zurück und fliegt nach Amerika. Dort unternimmt er mit der Tochter eines Freundes, die ihn vor allen Leuten als ihren Vater ausgibt, eine Dampferfahrt auf dem Mississippi. Ihre Gesellschaft wie auch ...weiterlesen...


Mittwoch, 27. Februar 2013 | Kategorie: Allgemein, Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (5)

Wenn Julia Onken sich in "Rabentöchter" für den Dialog zwischen den Generationen einsetzt, so macht Sabine Bode in ihrem Buch deutlich, weshalb es in vielen Fällen extrem schwierig bis nahezu unmöglich ist, nicht nur zwischen Müttern und Töchtern. Der Untertitel lautet: "Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen" fast 60 (!!!) Jahre nach Beendigung des Krieges (das Buch ist erstmals 2004 erschienen). Erst jetzt sind manche in der Lage, über ihre traumatischen Erfahrungen zu reden, weil sie ihnen vorher vielleicht nicht bewusst waren oder sie nicht darüber reden konnten, durften, ihre Erfahrungen nicht ernst genommen wurden oder im Gegenteil als Anekdoten zur ...weiterlesen...