Montag, 1. Februar 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (6)

Altmann selbst bezeichnet dieses Buch als "Ode an die Schönheit". Es ist zugleich auch eine Ode an das Leben, das lebendige, unmittelbare, von vermeintlich moralischen Vorschriften freie Leben. Ein Aphorismus von Georg Lichtenberg ist dem Buch vorangestellt: "Je länger ich über Frauen nachdenke, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass sie das Beste sind, was wir in dieser Art haben." In Altmanns Leben ist die Frau "Grundnahrungsmittel. Für meine Seele, für den Leib. Für alles, was ich bin. Es scheint, ach, es ist unersetzbar." Für ihn sind Frauen demnach unverzichtbarer Bestandteil seines Lebens, aber seines Lebens. Es gibt offensichtlich nur zeitweilig ...weiterlesen...


Mittwoch, 27. Januar 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (1)

Das Lesen dieses Buches hat mich oft lächeln lassen, zuweilen auch laute Lachsalven ausgelöst. Eine köstliche, zum Teil herrlich selbstironische Beschreibung über seine Erfahrungen mit dem Buddhismus in Indien, speziell die während eines Meditationskurses in einem Vipassana Center. "Ich will den finden, der ich bin, sonst nichts. Wie alle hier. Unter Zuhilfenahme einer rabiaten Meditationspraxis. Eingedenk der Masken, die wir uns umhängen, und die andere uns aufpappen, ist das ein hartes Brot. Aber nur so entsteht Reibung, eben Wärme, Hitze, eben Leben." Der Kurs findet in "Noble Silence" statt, ohne Außenkontakte, mit Schweigegebot. 10 Tage lang. Konzentration auf den Atem ist ...weiterlesen...


Montag, 11. Januar 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"IN SEINEM DREIUNDFÜNFZIGSTEN LEBENSJAHRE, als Casanova längst nicht mehr von der Abenteuerlust der Jugend, sondern von der Ruhelosigkeit nahenden Alters durch die Welt gejagt wurde, fühlte er in seiner Seele das Heimweh nach seiner Vaterstadt Venedig so heftig anwachsen, dass er sie, gleich einem Vogel, der aus luftigen Höhen zum Sterben allmählich nach abwärts steigt, in eng und immer enger werdenden Kreisen zu umziehen begann." Doch Casanova kann nicht einfach so nach Venedig zurückkehren. Er ist aus den Bleikammern der Stadt geflohen und könnte nur aufgrund einer Begnadigung zurückkehren, auf die er inständig hofft. Seine Geldmittel sind knapp, sein äußerer Glanz, ...weiterlesen...


Donnerstag, 7. Januar 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Frieden schaffen in der Welt - ein Wunsch vieler, ja fast aller Menschen, gerade jetzt in diesen unfriedlichen Zeiten. Aber wie viele resignieren, weil sie nicht, wissen, was und wie sie dazu beitragen können. Und tun dann gar nichts. "Wir können an den Kriegen und Krisen in dieser Welt nichts ändern, nicht mal, wenn wir UNO-Genralsekretär wären. Kriege gibt es und wird es wohl immer geben. Aber wir können etwas für den Frieden in unserer kleinen Welt tun - im Umgang mit Familie, Freunden, Nachbarn, Kollegen." Und damit "aktiv für unseren eigenen Seelenfrieden sorgen." Dieses kleine - humorvoll von Kai Pannen ...weiterlesen...


Dienstag, 5. Januar 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Bei dieser Ausgabe (mit blauem Lesebändchen!) handelt es sich um die Neuausgabe des bereits 1996 veröffentlichten literarischen Tagebuchs, erweitert um einen einleitenden Essay des Autors, der seine eigene "Wiederlektüre" kommentiert. Es geht im wesentlichen um seine Sicht der geschichtlichen Ereignisse von 1989 bis 1995, oft aus der Perspektive literarischer Begegnungen der Dichter beider "deutschen" Staaten. So entstehen literarisch wohl formulierte Skizzen zeitgenössischer Ereignisse in Literatur und Gesellschaft sowie Portraits literarischer und politischer Zeitgenossen. Die eingenommene Schreib-Perspektive wechselt zwischen der Ich- und Er-Perspektive, manchmal sogar innerhalb eines Satzes. Anfangs ein wenig irritierend, aber man gewöhnt sich daran. Ortheil erlebt den Mauerfall ...weiterlesen...


Freitag, 11. Dezember 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieses kleine Büchlein ist ein leidenschaftliches "Plädoyer für eine erotische Spiritualität". Ja, Sie haben richtig gelesen. Was aber haben Erotik und Spiritualität miteinander zu tun? Für Quarch ist - in Übereinstimmung mit Schleiermacher - Kirche keine "moralische Erziehungsanstalt und die Religion nicht ein Programm zur Implementierung ethischer Standards" sondern: "Religion ist Sinn und Geschmack fürs Unendliche." (Schleiermacher) Öffentlich wahrgenommen werden Religion und die sie vertretenden Kirchen aber fast durchweg durch "ihren Anspruch auf moralische Autorität", was zu "deren dramatischer Entfremdung von ihrem sprituellen Kern geführt hat". Sie haben "vor lauter moralischen Höhenflügen die spirituelle Bodenhaftung verloren" und sind folglich nicht mehr ...weiterlesen...


Mittwoch, 25. November 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

"Ich habe keine Feinde, jedenfalls keine, die ich umbringen möchte. Das ist der Krieg von Zynikern, die an nichts glauben, außer an das Recht des Stärkeren. Dabei sind's nur Kleingeister und Schwächlinge, ich hab's im Feld erlebt. Treten nach unten, buckeln nach oben und massakrieren Frauen und Kinder." "Und solche Kerle dürfen mir das Licht ausblasen." Das ist Fietes Resümee seiner kurzen Kriegserfahrungen. Er, der mit seinem Freund Walter noch kurz vor Kriegsende zwangsrekrutiert wurde, mit gerade 17 Jahren, soll am nächsten Tag erschossen werden. Sein Versuch zu desertieren ist fehlgeschlagen. Walter ist zum Erschießungs-kommando eingeteilt. Schießt er nicht, wird ...weiterlesen...


Mittwoch, 11. November 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

Heute ist zwar erst St. Martinstag, aber Weihnachten kommt - mit Sicherheit - und damit die Zeit der Weihnachtsmänner, die fast schon wie eine Invasion die Stadtbilder prägen. Holger ist einer davon. Er macht den Weihnachtsmannjob, weil er Geld braucht. Und so sitzt er drei Wochen lang vor dem Eingang eines großen Supermarktes und spielt den Weihnachtsmann. Heilig Abend ist sein letzter Tag. Gleich hat er Feierabend. "Und dann? Das erste Weihnachtsfest, das er komplett allein verbringen würde." Auf dem Weg nach Hause trifft er auf Udo, einen Coutrysongs spielenden Weihnachtsmann, dessen Gitarre auffallend glänzende Saiten hat und der an die ...weiterlesen...


Montag, 9. November 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Rosaleen, Mutter von Hanna, Dan, Constance und Emmet, ist eine "Frau, die nichts tat und alles erwartete. Jahr für Jahr hatte sie in diesem Haus gesessen und immer alles nur erwartet." Das zumindest ist das Urteil von Emmet über seine Mutter. Für Constance, die älteste Tochter, ist Rosaleen eine "unerträgliche Frau, sie verbrachte ihr ganzes Leben damit, anderen Menschen Dinge abzuverlangen und anderen Menschen die Schuld zu geben, sie lebte in einem Zustand der Hoffnung oder des Bedauerns und wollte sich nicht, konnte sich nicht damit befassen, was vor ihr lag, was immer es war." Der Roman beginnt im ersten Teil ...weiterlesen...


Sonntag, 1. November 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (3)

Mit diesem Erstlingswerk der Autorin hält man ein Buch in den Händen, das so außergewöhnlich ist, dass man es kaum beschreiben kann. Es ist eine Hommage an Vladimir Nabokov, im Buch nur VN genannt, an seine Texte, die die Autorin fasziniert haben, obwohl sie nie Bücherwurm war, im Gegenteil: "BÜCHERLESEN WAR MIR NIE GEHEUER: Und doch erzähle ich hier die Geschichte einiger Bücher, die mein Leben verändert haben. Die Abenteuer, die ich mit ihnen erlebte, spielten sich nur in meiner Phantasie ab, zumindest anfänglich. ... Ada schräg vor mir haltend, kämpfte ich mich durch die sonderbaren Sätze der ersten Seite. Nachdem ...weiterlesen...