Mittwoch, 30. Januar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

John Strelecky, Autor von "Das Cafe am Rande der Welt" und von "Was nützt der schönste Augenblick, wenn du nicht aus dem Fenster guckst" hat ein weiteres kleines, fein gestaltetes Büchlein geschrieben. Es sind mehr oder weniger kurze Auszüge aus seinen Notizbüchern, in denen er besondere Erlebnisse festhält, vor allem aber das, was sie an innerem Erleben und Erkenntnissen in ihm ausgelöst haben. Er lädt seine LeserInnen dazu ein, sich von diesen Texten inspirieren zu lassen, um ihre Verbindung zum Herzen, zum Erleben wieder zu entdecken, die im Laufe des Lebens oft verloren gegangen ist. Manchmal sind es kleine ...weiterlesen...


Montag, 28. Januar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Astrid Lindgrens Bücher habe ich erst kennengelernt, als meine Kinder klein waren. Als Kind bin ich diesen Büchern nicht begegnet. Heute ahne ich auch warum! Ich war keine Spiele- aber eine Vorlesemutter. Abends vor dem Schlafengehen lag immer ein Buch bereit, aus dem ich dann vorgelesen habe, erst einem, dann zwei und dann drei söhnen. Eine für alle passende Lektüre zu finden, war dann gar nicht so einfach. Allen aber haben die Romane von Astrid Lindgren gefallen: die Michel Bücher, Karlsson vom Dach, Ronja Räubertocher ... Wie oft habe ich dann später, wenn ich sie aufforderte, etwas Bestimmtes zu tun, etwa aufzuräumen, ...weiterlesen...


Donnerstag, 10. Januar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Der neue Gedichtband von Günter Abramowski ist erschienen. Es sind Gedichte, die mal mehr oder weniger sofort zugänglich sind. zum lesen tief einatmen alles ausatmen hören sie auf zu denken seien sie still lesen sie einfach weiter vertrauen sie sich darüberhinaus ist jetzt Bei manchen tue ich mich als Leserin eher schwer: hilflos wer von allen geistern verlassen ist noch bei sich den er nicht kennt realitäten verblassen erinnerungen bedarfsweise zu glaubensfragen hilflos aber potent mit erkauften fähigkeiten ungerührt zeit vergeigend solo tanzend durch felder falscher verbundenheit amüsant stark wundersam erfolgreich Ich kann zwar mit einzelnen Metaphern etwas anfangen, doch ein verständliches Ganzes ergibt sich nicht unbedingt. Und das ist gut so, bleibt man doch so an Versen hängen, ...weiterlesen...


Mittwoch, 2. Januar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Viele Menschen hegen die "alte Hoffnung; Der Tod? Das war doch immer der Tod der anderen, nie der eigene. Aber wir werden alle sterben." Der Tod ist unumstößliche Tatsache im Leben eines jeden von uns, ob wir es nun wahrhaben wollen oder nicht. Dass wir sterben, daran können wir nichts ändern, wohl aber, wie wir leben wollen mit dieser Tatsache. Die Debatte im Deutschen Bundestag über die gesetzliche Regelung von Sterbehilfe im Jahr 2014 war für den Journalisten Roland Schulz Anlass, über das Thema "Tod und Sterben" zu recherchieren. Er begann in der Bibliothek München, in der Fakultät für Medizin, ...weiterlesen...


Donnerstag, 20. Dezember 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (7)

Es ist wieder eine dieser wunderbaren kleinformatigen Ausgaben aus dem Manesse Verlag, in sinnlichem Rot, schön anzusehen. Eine poetischen Einladung in die Welt der Katherine Mansfield. Dieses tagebuchartig geführte Buch wird als "Vignetten eines Frauenlebens 1904-1922" bezeichnet. Es enthält kurze Statements über ihren sehr wechselhaften Gemütszustand, über das, was ihr im Alltag passiert: "21. Juni. Was ist heute mit mir los? Der Tag ist dünn und weiß wie Spitzenvorhänge, voll hässlicher Geräusche (wenn etwa jemand die Schubladen einer billigen Kommode herauszieht und versucht, sie wieder zuzustoßen). Alles Essen kommt mir pampig und schwer verdaulich vor - kein Getränk ist heiß genug. ...weiterlesen...


Dienstag, 11. Dezember 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Das Adelsgut" liegt in einer Neuübersetzung im Manesse Verlag vor, im typischen Kleinformat, fein gestaltet mit Lesebändchen und farbig abgestimmter Bindung, die ab und zu zwischen den Seiten "aufblitzt". Ich liebe diese kleinformatigen Romanausgaben, passen sie doch in jede Handtasche. Fjodor Lawrezki kehrt nach Jahren im Ausland in seine russische Heimat zurück - ohne seine Ehefrau und ihr gemeinsames Kind. Er will das Gut seiner Eltern übernehmen, bewirtschaften und - vom Leben enttäuscht - zurückgezogen leben. Über das, was er im Ausland erlebt hat spricht er nicht. Der auktoriale Erzähler allerdings klärt den Leser darüber und auch über die schwierige Kindheit ...weiterlesen...


Freitag, 7. Dezember 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Gedacht ist dieses Büchlein von nur 41 Seiten, gestaltet als Doppelseite mit Gedanken Bonhoeffers und einer dazu passenden Illustration, als Trostbuch, "weil ein Mensch, mit dem Sie in Liebe verbunden sind, gestorben ist." Geschrieben hat Bonhoeffer diese Texte "voller Stärke und Zuversicht" im Gefängnis, in einer Zeit, in der für ihn wenig Hoffnung bestand, je wieder aus dem Gefängnis entlassen zu werden. An Bonhoeffer wurde am 9. April 1945 das Todesurteil vollstreckt, wie dem Anhang zu entnehmen ist. Optimismus ist seinem Wesen nach keine Ansicht über die gegenwärtige Situation, sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren, eine ...weiterlesen...


Dienstag, 4. Dezember 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg, erinnert sich anhand von Gegenständen, die er mit seinem Vater in Verbindung bringt, nach dessen Tod an das Leben mit ihm als Vater. Den Ausführungen, die er seiner Mutter gewidmet hat, stellt er folgendes Zitat von Gerhard Meier voran: "So hat man über die Dinge immer auch Kontakt mit dem Dahingegangenen." Moritz beginnt seine Erinnerungen mit dem Anruf seiner Mutter: "Rainer, Vati ist gestorben ... Hat meine Mutter das so gesagt? Vermutlich, ein Ausdruck wie Vati ist eingeschlafen wäre ihr nicht in den Sinn gekommen. Das nüchterne, unpathetische Wort eher. Vati ist gestorben. ... Eingeschlafen sei ...weiterlesen...


Montag, 3. Dezember 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

In "Stille" stand eher die Suche nach Stille im Lauten im Vordergrund als das Gehen selbst. In dem gerade erschienenen Band bietet Kagge dem Leser eine sehr persönlich gehaltene, mit vielen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen gespickte "Anleitung" zum Gehen an. Seine Ausführungen beginnen mit seiner Großmutter: "Eines Tages konnte meine Großmutter nicht mehr gehen. An diesem Tag starb sie. Physisch lebte sie noch eine Weile, doch die neuen Knie, die man ihr anstelle der alten eingesetzt hatte, waren abgenutzt und konnten ihren Körper nicht mehr tragen. Da sie im Bett liegen musste, schwand auch die Kraft ihrer Muskeln. ... Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ...weiterlesen...


Freitag, 30. November 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Es ist nur ein kleines Büchlein. Zunächst ein wenig irritierend, denn die Einführung steht hinten im Buch und ist so zu lesen, dass man nicht - wie gewohnt - von rechts nach links umblättern kann, sondern von links nach rechts. Der Buchhändler hat mir versichert, das habe seine Richtigkeit, in Japan würden Bücher so gedruckt. Ok, also anders herum, nach einiger Zeit haben meine Synapsen mitgemacht. Dennoch ein ungewohntes Gefühl. Auf fast allen Seiten steht oft nur ein Satz, der meist gleich beginnt: Ohne Verlangen - Es ist keinesfalls ein Buch, das man einfach so liest. Die Sätze "schreien" ...weiterlesen...