Samstag, 23. Juni 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (3)

"Schlaraffenbauch" ist ein kunterbuntes Bändchen mit Gedichten für Groß und Klein, gut also fürs gemeinesame Lesen und Genießen für Erwachsene und Kinder. Wer jetzt aber glaubt, es ginge nur um die schönen Seiten der Kindheit, der wird enttäuscht sein. Denn Kindsein heißt ja nicht nur und immer im Schlaraffenland zu leben. Die kleinen und großen Kümmernisse wie Krankheit, Dämonen und Monster finden hier Gehör bzw. kommen zum Ausdruck, auch oder gerade mit ihren seelischen Komponenten. UAAAHHHH!!!!!! monster sizten überall vermehren sich schnell man kann nicht viel über sie wissen sind schon bei dir mit weitem maul mund oder loch mit zackenrand mit ohne hand schlucken das weltall verformen sich sind fürchterlich da! nicht da hinter ...weiterlesen...


Freitag, 22. Juni 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Im Untertitel heißt es nicht wie in einem Grimmschen Märchen, Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen, sondern: Von einem der auszog, das Licht zu suchen. Prof. Dr. Jan Ilhan Kizilhan ist zweifach promovierter Psychotherapeut und spezialisiert auf die Behandlung traumatisierter IS- und Kriegsopfer. Er versucht, ihnen eine Rückkehr in ein Leben nach ihrer Traumatisierung zu ermöglichen. Geduldiges Abwarten, ob und wann sich ihm gegenüber jemand öffnet, um über das Unfassbare, Unerhörte zu sprechen, ist Teil seiner schwierigen Arbeit. Irgendwann nagen immer häufiger Zweifel an ihm, ob er überhaupt helfen kann, ob er der richtige Therapeut ist, ob er ...weiterlesen...


Dienstag, 19. Juni 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"'Wer hat mich gefunden? Wie sah ich aus?" Meine Mutter sitzt vor mir auf der Küchenbank, sie bestreicht sich ein Stück Baguette mit zerschmolzenem Camembert, sie sitzt, wie immer, wenn sie uns besuchte, auf dieser alten Holzbank, die Florian und ich als Studenten, vor über zwanzig Jahren auf einer Reise durch Polen gekauft hatten, sie nippt an ihrem Darjeeling und will alles über ihren Tod wissen." "War mein Anblick eine Zumutung für dich?'" Dieser lesenswerte, spannende Roman wird erzählt von der Tochter Antonias. Antonia ist gerade gestorben und ihre Tochter ist dabei, die Wohnung ihrer Mutter aufzulösen. Sie lässt sich viel Zeit damit. Gegenstände ...weiterlesen...


Montag, 11. Juni 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Dr. Harald Hiesl ist ein Wiener Architekt und auf dem Weg nach Afrika zu einem "Zukunftskongress" an dem er teilnehmen und ein Projekt vorstellen soll. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und ab und zu ein Verhältnis mit einer Belgierin, die er manchmal auf Konferenzen trifft. Als Leser begleitet man ihn auf seiner Reise. Doch es ist kein Reisebericht über Afrika, vielmehr eine Reise mit dem Protagonisten durch seine innere Gedankenwelt, über die er mal selbst in der Ich-Form erzählt und dann aus der distanzierteren Er-Perspektive. Stangls Roman weist keine kontinuierliche, linear erzählte Handlung auf. Die Erzählweise ist recht assoziativ ...weiterlesen...


Freitag, 8. Juni 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Nach "Drüberleben" und "Morgen ist es vorbei" ist nun ihr dritter Roman erschienen, der von Marlene Beckmann erzählt, einer Social Media Managerin, die an diesem Tag 31 Jahre alt wird. "Heute ist mein Geburtstag. Ich bin einunddreißig Jahre alt, mein Körper wohl eher einhundertfünf - zumindest fühlt er sich so an. Emotional bin ich so unreif, dass auch ich den vierten Anruf meiner Mutter an diesem Tag ignoriere." Statt Geburtstagsfeier mit Freunden ist dieser Geburtstag für Marlene eher ein (Horror-) Tag, wie sie viele in den Tagen, Wochen und Monaten davor bereits erlebt hat. Da gibt es viele "Vielleichts" in ihrem Denken, ...weiterlesen...


Mittwoch, 30. Mai 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieses bereits 2004 erschienene Buch ist nun in ergänzter und überarbeiteter Auflage neu herausgegeben worden. Ein Buch, das sich sicher an Menschen richtet, die als ehrenamtliche und als hauptamtliche Hospizmitarbeiter tätig sind. Meines Erachtens ist es darüber hinaus ein gut geschriebenes, sehr verständliches Buch, das allgemein Menschen dazu einlädt, sich über ihre (Geistes-) Haltung Gedanken zu machen, mit der sie in ihrem Leben unterwegs sind: "Ein Buch kann nicht den inneren Weg und die eigenen Erfahrungen ersetzten. Aber es möchte einladen, den eigenen Weg zu suchen, zu gehen und die dort gemachten Erfahrungen unter dem Gesichtspunkt von Spiritualität anzusehen und zu ...weiterlesen...


Donnerstag, 3. Mai 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Ängste gehören zur emotionalen Grundausstattung des Menschen, und eigentlich handelt es sich dabei um einen großartigen Mechanismus, der uns vor akuten Gefahren retten und in Sicherheit bringen soll." Soweit so gut, doch: "Wann wird Angst zum hilfreichen Impuls, um Herausforderungen zu meistern, und wann blockiert sie einen?" In einer Art Dialog gehen die beiden miteinander verheirateten Autoren dieser Frage nach, indem jeder - aus seiner Perspektive - verschiedene Aspekte der Angst und die damit im Alltag einhergehenden Einschränkungen beschreibt. Mit der Wahrnehmung und Bewusstmachung beginnt die Möglichkeit, nach neuen kreativen Lösungen im Umgang mit der Angst zu suchen. Denn Ängste sind sowohl ...weiterlesen...


Montag, 30. April 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Der 2. Band der "Ermordung des Commendatore I" mit dem Untertitel "Eine Metapher wandelt sich" liegt nun vor: Murakamis Held ist auch im zweiten Band der eher farblose Maler, der von seiner Ehefrau getrennt im Haus des berühmten Malers Tomohiko Amadas lebt, der mittlerweile sehr alt in einer Residenz auf seinen Tod wartet. Obwohl er sich lange geweigert hat, Portraits zu malen, hat er diesen Vorsatz im ersten Band nicht aufrechterhalten. Denn er hat Wataru Menshiki gemalt, der ihn auch gebeten hat, Marie Akikawa zu malen, deren Vater er zu sein glaubt. Regelmäßig kommt die verschlossene ziemlich schweigsame Marie mit ihrer ...weiterlesen...


Montag, 23. April 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Der neue von Kat Menschik illustrierte Band liegt vor: Wie immer eine wunderschöne Ausgabe, mit eindeutiger "Handschrift" in der Art der Gestaltung und der Auswahl der Farben. Nicht zu übersehen, laut und dennoch ästhetisch! Zudem feinsinnig die jeweiligen Geschichten interpretierend. Die "Unheimlichen Geschichten" von Edgar Ellen Poe, ausgewählt von Fjodor Dostojewski, einem Verehrer Poes, erhalten durch Menschiks Illustrationen eine greifbar optische, sinnliche, tiefere Dimension. Sie hat sich mit Sicherheit intensiv mit den Texten auseinandergesetzt und erleichtert dem Leser das Begreifen der tiefsten Schichten dieser Erzählungen, in denen die jeweiligen Erzähler sehr darauf bedacht sind, nicht für verrückt gehalten zu werden: ...weiterlesen...


Donnerstag, 19. April 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Der 30. März 1924 ist ein Sonntag. Ein in jeder Hinsicht besonderer Tag. Es ist Muttertag, damals Mothering Sunday genannt. Jane ist Dienstbotin bei Mr. und Mrs. Niven und hat an dem Tag wie alle Dienstboten frei. Die Herrschaften nutzen den Tag in der Regel für Picknicks mit anderen Familien, da ihnen das Personal nicht zur Verfügung steht. Doch Jane ist Waise und ihr bleibt das Problem, wie sie "ihn verbringen sollte. Ein schmerzlich persönliches Problem. Das herrliche Wetter war da nicht unbedingt hilfreich. Im Gegenteil, es schien - zwei Wochen vor dem Ereignis - nur umso tiefere Schatten zu werfen." ...weiterlesen...