Sonntag, 25. August 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Schon lange habe ich keine mehr so packenden, hinreißenden und berührenden Roman gelesen. Was heißt gelesen? Eher verschlungen, neudeutsch würde man von einem "pageturner" sprechen. Delia Owens ist ein Roman gelungen, der inhaltlich spannend und mitreißend erzählt ist, der dem Leser zahlreiche Möglichkeiten bietet, sich mit Kya, der Protagonistin - von allen nur abwertend das "Marschmädchen" genannt - zu identifizieren und mit ihr die noch unberührte Natur des Marschlandes von North Carolina zu erkunden. Freunde im üblichen Sinne des Wortes hat sie keine, bis auf Jumpin' und seine Frau Mabel, als Farbige zu der Zeit Außenseiter wie Kya, die ...weiterlesen...


Samstag, 17. August 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

Jörg Berger, Psychologe und Psychotherapeut in eigener Praxis, und Monika Bylitza, Kommunnikationstrainerin und Coach, haben ein gut lesbares, verständliches und klar strukturiertes Buch über "Stachlige Persönlichkeiten im Business" geschaffen. In der Einleitung erhält man als Leser zunächst einen Überblick über die später im Buch detailliert besprochenen Persönlichkeiten: Grenzüberschreiter, Blender, Energieräuber, Einschüchterer, Abwerter, Vermeider und Rächer, illustriert mit kleinformatigen Bildern der jeweiligen Persönlichkeiten von Thees Carstens. Dann werden im Folgenden die jeweiligen Persönlichkeiten in in sich abgeschlossenen Kapiteln vorgestellt. Jeder kann sich demnach zunächst mit der Persönlichkeit beschäftigen, die ihn am meisten herausfordert. Man muss das Buch also nicht zwingend in chronologischer Reihenfolge ...weiterlesen...


Donnerstag, 15. August 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Seit viel zu langer Zeit versuche ich, Philips Geschichte zu verstehen. Ich will das Geheimnis lüften, das in ihr verborgen ist. Ein ums andere Mal bin ich gescheitert und konnte das Rätsel jener Bilder nicht entschlüsseln, die mich heimsuchen, Bilder der Grausamkeit und der Komik, wie in jeder Erzählung, in der das Begehren auf den Tod trifft. Ich weiß alles, und ich begreife nichts." So beginnt der Roman von Lukas Bärfuss, dem diesjährigen Preisträger des Georg-Büchner-Preises, der ihm am 2. November in Darmstadt verliehen wird. Es könnte der Beginn eines Krimis sein. Könnte, ist es aber nicht. Mit der Auflösung ...weiterlesen...


Montag, 12. August 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Der Untertitel ist verheißungsvoll: "Sex, der Frauen und Männer wirklich glücklich macht." Aha. Wer will das nicht. Wer jetzt aber glaubt, eine einfache Anleitung mit vielleicht anregenden Bildern, in den Händen zu halten, wird sicher bitter enttäuscht werden. Denn zunächst räumen die beiden AutorInnen lang und breit damit auf, was genau Slow Sex nicht ist. Mag vielleicht notwendig sein, war für mich aber eher zu langatmig und letztendlich auch langweilig. Ich will ja auch nicht in einem Geschäft lang und breit erzählt bekommen, was nicht da ist, sonder ob ich das, was ich suche, auch bekommen kann. Man/frau muss sich ...weiterlesen...


Donnerstag, 1. August 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

Mit diesem Band ist dem Kunstanstifter Verlag ein wunderbares Buch gelungen. Die leicht surreale Kurzgeschichte von Marie Luise Kaschnitz ist auf beeindruckende, stilistisch gelungene und zum Text passende Weise von Karen Minden illustriert worden. Das Ergebnis ist pures Lesevergnügen für Augen, Herz und Verstand. Bisher hat die namenlose Ich-Erzählerin gedacht, ihr Mann habe sie liebevoll seinen "Eisbären" genannt, weil sie sich am Eisbärgehege im Zoo zum ersten Mal getroffen haben. © Karen Minden Es war bisher also ein Kosename für sie. Doch eines Nachts dann kommt es zu einem folgenschweren, entlarvenden Gespräch zwischen ihr und ihrem Mann über ihr gemeinsames Leben, ...weiterlesen...


Montag, 29. Juli 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Noch als Erwachsenen verfolgen B. Sucher Ereignisse seiner Kindheit im Traum:"Mein Vater erscheint in meinem Kinderzimmer mit der Peitsche und brüllt: Lass diesen Judenscheiß. Großvater Oswald wollte, dass du Protestant bist. Ich prügele dich windelweich, wenn du nicht sofort aus der jüdischen Gemeinde austrittst und dich nochmals konfirmieren lässt, damals hast du geschummelt, ich weiß es genau! Kein Glaubensbekenntnis gesprochen! Du bist Christ. Meine Mutter eilt dazu: Du bist Jude! Mein Vater kommt näher. Er schlägt zu. Ich will fliehen. Ich will schreien. Doch meine Füße kleben am Boden, wie angeleimt; kein Ton bricht aus mir hervor. Mamsi umarmt mich." Die ...weiterlesen...


Sonntag, 21. Juli 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Ob der Titel an den berühmten Film Ingmar Bergmanns "Szenen einer Ehe" anknüpfen will, weiß ich nicht. Doch sowohl der Film als auch der Roman befassen sich mit dem Scheitern einer Ehe. Dass es die Geschichte des Scheiterns ist, darüber wird der Leser nicht im Unklaren gelassen. Ziemlich zu Beginn erfährt man:"Diejenige, die mit mir zusammen war, gibt es nicht mehr. Denjenigen, der mit ihr zusammen war, auch nicht. Einst gab es uns, wir lebten zusammen, und jetzt ist dieses Leben vorbei, und sie hat schon vergessen, wer wir waren. Sie ist außer Reichweite dessen, was geschah, und ich bin ...weiterlesen...


Dienstag, 16. Juli 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

Man könnte Pierre Stutz' "Alltagsrituale" als das Praxisbuch zu seinem Buch "Geborgen und frei" ansehen, in dem er Mystik als möglichen Lebensstil darlegt. Denn nur mit dem Wissen um diese Möglichkeit ist es ja nicht getan - wie wir alle wissen. Das Lesen eines Buches, der Besuch eines Seminars allein bewirken sicher noch keine echte Veränderung des eigenen Alltags. In "Alltagsrituale" entfaltet Pierre Stutz zwölf Grundhaltungen, die dabei helfen können, den inneren Weg zu gehen, wenn man sie denn einübt, einhält und so langsam die eigenen, lange eingeübten, oft auch unbewussten Grundhaltungen verändert. Für ihn bedeutet dieses Praxisbuch eine "Einladung, ...weiterlesen...


Sonntag, 30. Juni 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Der goldene Grubber" ist ein wieder ein wundervolles Buch von Kat Menschik, das die "großen Momente und kleinen Niederlagen im Gartenjahr" im Stil der 50er Jahre auf ihre unnachahmliche Art illustriert. So extrem bunt ihr spezielles Kochbuch "Essen, essen" ist, so schlicht und genial einfach grün-weiß ist das Gartenjahr-Buch gehalten. Nur auf dem Cover ist ein wenig himmelhellblau zu erkennen. Die Einleitung lässt erkennen, welche Bedeutung der Garten für Kat Menschik hat:"Der Garten ist wie ein Familienmitglied. Wir investieren viel Kraft, Arbeit und vor allem Liebe. Wir dürfen erleben, wie der Garten sich entwickelt. Wir machen Fehler, es gibt ...weiterlesen...


Donnerstag, 27. Juni 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Da sitze ich nun bei über 30°Grad im Schatten, barfuß sind sie Steinwege nicht mehr zu betreten, sie sind zu "hot stones" geworden. Und was bringt mir der Postbote ins Haus?Katalog: FALL/WINTER 2019Mit sogenannter Übergangsware und den trostvollen Hinweisen: "Autum ist just a second SPRING. Also bitte keine Melancholie. Denn wenn die Tage dunkler werden, werden die Outfits eben heller."Aha, so ist das also. Sollte ich vielleicht als Anregung verstehen, denn bisher ist es bei mir genau umgekehrt. Je dunkler, kälter es draußen wird, je dunkler wird die Kleidung. Helle Kleidung ist zudem auch besser im Straßenverkehr zu erkennen ;)Die ...weiterlesen...