Dienstag, 26. Dezember 2006 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Dieser philosophische Kurzroman in Taschenbuchformat gelangte als Weihnachtsgeschenk meines Philosophie studierenden Sohnes in meinen Besitz. Zunächst habe ich gedacht: Oh, je! Da ich aber bereits aus Erfahrung weiß, dass er ein "Händchen" für ungewöhnliche, aber doch zu mir passende Geschenke hat, wie diesen Blog als Geburtstagsgeschenk, war ich gespannt, was mich erwartete. Meine Skepis war unnötig: Amüsante Kurzweil für einige Stunden. Candide, der naive und harmlose Protagonist dieses Romans, wächst auf einem westfälischen Schloss auf. Schon die Beschreibung des Schlosses und seiner Bewohner ist ironisch und amüsant : "Die Frau Baronin wog an die dreihunderfünfzig Pfund und erfreute ...weiterlesen...


Samstag, 25. November 2006 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (3)

Erneut greift Schüler Lehrer an. Bekommen Lehrer demnächst zum Ortzuschlag noch eine Gefahrenzulage oder gehören sie zu der Berufsgruppe, die einen Waffenschein beantragen können? Nein, im Ernst. So kann es nicht weitergehen. Der Werte- und Autoritätsverlust in unserer Gesellschaft hat zu einem nicht mehr zu übersehenden Erziehungs- und Bildungsnotstand geführt. Der geht uns alle an, weil er uns das Leben schwer macht und uns in vielen Bereichen nur Mittelmaß sein lässt. "Die fundamentalen Werte unserer Kultur und Moral werden ernsthaft von niemandem bezweifelt, aber ihre Umsetzbarkeit in Tugenden sehr wohl. Nicht der Verfall der Werte ist das Problem unserer Zeit, sondern der ...weiterlesen...


Samstag, 25. November 2006 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (6)

Oskar ist ein zehnjähriger Junge. Leukämiekrank liegt er im Krankenhaus und erfährt durch "Zufall", dass er sterben wird. Seine Eltern sind nicht in der Lage, ihm dies mitzuteilen, ihm in dieser Situation beizustehen. Oskar fühlt sich von ihnen im Stich gelassen und hasst sie dafür. Zum Glück aber gibt es Oma Rosa, die das Vertrauen des Jungen hat, die ihm - oft sehr ungewöhnliche - Antworten auf seine Fragen gibt und nie ausweicht. "Kennen Sie Leute, die sich bei dem Gedanken an den Tod freuen?" fragt Oskar sie. "O ja, solche kenne ich: Meine Mutter zum Beispiel. Auf ihrem Sterbebett ...weiterlesen...


Sonntag, 19. November 2006 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (9)

Diese kurze, anrührende Geschichte von Alice und ihrem Mann Jules fängt an wie viele andere auch: mit dem Ritual der beiden, den Tag zu beginnen. Doch die morgendliche Stille ist trotz des Kaffeeduftes eine andere, stiller eben. Jules "war gestorben. Doch vorher hatte er noch seine Pflicht getan. Er hatte den Tisch gedeckt und Kaffee aufgesetzt." Alice lässt sich einen Tag lang Zeit, Abschied von ihrem Mann zu nehmen."Wie Nieselregen sickerte die Wahrheit durch ihre Poren in sie hinein." David, der autistische Nachbarjunge, kommt wie jeden Tag, um mit Herrn Jules um 10 Uhr Schach zu spielen. Alices versucht vergeblich, seinen Besuch ...weiterlesen...