Samstag, 16. Mai 2015 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Das Handke-Stück "Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten", Regie Tiit Ojasoo & Ene-Liis Semper, eine Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg und den Ruhrfestspielen Recklinghausen, dauerte - ohne Pause - zweieinviertel Stunden, in denen pausenlos Menschen unterschiedlichster Art über die Bühne gingen, schritten, liefen, tanzten, schlichen, mit und ohne Kleidung, verschiedensten Reqisiten und Fortbewegungsmitteln. Eigentlich war die gesamte Menschheit - angefangen bei Adam und Eva - mit ihrer Geschichte vorhanden, mit allen kulturellen, sozialen, religiösen Weltanschauungen, ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Eine Menschheit ohne Worte, denn keiner sprach, obwohl es nicht leise war. Die Darsteller gaben Laute von sich, brabbelten ...weiterlesen...


Sonntag, 26. April 2015 | Kategorie: Allgemein, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

"Mitten in mir geht es gut." Diesen Satz habe ich aus der - wie immer hörenswerten - Sendung Lebenszeichen "Miteinandersein. Vom Wirtschaften mit 'Sozialkapital' "mitgenommen, in der es um Humankapital als Grundlage von gesellschaftlichen Veränderungen geht, hin zu einem freudvolleren Leben im empathischen Miteinander. Empathie wird dort in Anlehnung an den Familientherapeuten Jesper Juul und den Schriftsteller Peter Høeg als die härteste und wichtigste Währung von allen bezeichnet, als eine Kostbarkeit, die sich ohne Schwierigkeiten vermehren lässt. Wiederholung: heute Abend um 22:05 im WDR 5 und - hoffentlich wie immer - nachzulesen im Manuskript der Sendung. weiterlesen...


Freitag, 24. April 2015 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (1)

"Dass ich das Leben liebe und dreifach bejahe. Um das Leben ganz zu lieben, dazu muss man auch seine andere Seite, den Tod, umfassen und begreifen. Mögest du nie vergessen, dass ich an dich glaube." "Ich halte Sie für berufen, über den Durchschnitt etwas schaffen zu können." Das sind Zitate aus dem Programmheft der Ballettaufführung "Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin (UA)" im MIR. Eine sehr beeindruckende Aufführung, die die Lebensgeschichte von Charlotte Salomon anhand ihrer Bilder, untermalt mit Musik verschiedener Komponisten, die ihr Lebensgefühl in ihrer Zeit als Jüdin in Deutschland nach 1933 und später in der Emigration in Frankreich, ...weiterlesen...


Donnerstag, 16. April 2015 | Kategorie: Allgemein, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

In der letzten Sendung Lebenszeichen "Mit schwierigen Gefühlen leben. Vom Sinn des Ärgers und der Wut" konnte man hören und nachlesen, welche Wirkmächtigkeit Gefühle haben:„Gefühle haben bei der Handlungssteuerung das erste und das letzte Wort“, schreibt der Bremer Hirnforscher Gerhardt Roth. „Die Letztentscheidung wird emotional getroffen; Vernunft und Verstand allein entscheiden nichts". Wenn man aber erst einmal weiß und erlebt hat, welche Energie in Gefühlen stecken, kann man sich überlegen, wie man sinnvoll (auch für Veränderungen) damit umgehen kann: Verena Karst empfiehlt: "Nehmen Sie Ihren Ärger wahr, nehmen Sie auch den kleinen Ärger wahr und lernen sie ihren Ärger zu formulieren, bevor er ...weiterlesen...


Sonntag, 8. Februar 2015 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Ist Kritik hilfreich oder verletzend? Über den schwierigen Umgang mit Kritik geht es in der heutigen Sendung "Lebenszeichen". Kritik als Teil von Wertschätzung, als Möglichkeit sich zu entwickeln, zu formulieren und anzunehmen, kann schon als "hohe Kunst der Kritik" angesehen werden. Wie kritisiert man wertschätzend und was gehört dazu, Kritik als anregend für die eigene Entwicklung anzusehen? Auf jeden Fall: - Kritik zeitnah - konkret und vor allem als - Ich-Botschaften formulieren und vor allem so, - dass nicht die ganze Person in Frage gestellt wird. Der Kritisierte sollte - zuhören - überprüfen, ob und was die geäußerte Kritk mit einem selbst, aber auch mit ...weiterlesen...


Freitag, 30. Januar 2015 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Die Winterreise von Schubert nach Texten von Wilhelm Müller sind im Gegensatz zu den damals üblichen Wanderliedern eher innere Monologe eines Protagonisten, der sich als Fremder in der Welt fühlt und heimatlos umherirrt. Die Lieder bringen daher Gefühlslandschaften zu Gehör: Einsamkeit, Gefühl der Verlorenheit, Hoffnungslosigkeit und zunehmender Todessehnsucht, typische Themen der Romantik. IRRLICHT In die tiefsten Felsengründe Lockte mich ein Irrlicht hin: Wie ich einen Ausgang finde? Liegt nicht schwer mir in dem Sinn. Bin gewohnt das irre Gehen, 's führt ja jeder Weg zum Ziel: Unsre Freuden, unsre Leiden, Alles eines Irrlichts Spiel. Durch des Bergstroms trockne Rinnen Wind ich ruhig mich hinab - Jeder Strom wird's Meer gewinnen, Jedes Leiden ...weiterlesen...


Montag, 1. September 2014 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Sobald sich das Licht der Farben Grün, Rot und Blau in gleicher Weise mischt erscheint es uns als Weiß. (Farbenlehre nach Helmholtz) Grün, Rot, Blau und Weiß sind denn auch - in sehr unterschiedlicher Länge - die Kapitelüberschriften, in denen der Leser mit den verschiedenen Lebensabschnitten des Protagonisten Sebastian von Eschburg bekannt gemacht wird. Sebastian ist sehr sensibel, ist sich als Kind und Jugendlicher weitgehend selbst überlassen, zu Hause und im Internat. Er flüchtet sich in die Welt der Bücher, redet laut mit ihren Figuren, bis er auch das einstellt, um nicht als verrückt zu gelten. Später - sein Vater hat inzwischen Selbstmord begangen, ...weiterlesen...


Sonntag, 3. August 2014 | Kategorie: Aufgeschnappt, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Freundlichkeit als Marketingkonzept, als Maske, um eigene Schwächen und Ängstlichkeiten zu verbergen? Führt Freundlichkeit zur Unterlegenheit im "Haifischbecken" unserer Gesellschaft oder ist sie einfach die Möglichkeit, Konsens und damit langfristig Frieden zu schaffen, (kriegerische) Auseinandersetzungen zu minimieren? Was hat es mit der Redewendung "Scheißfreundlichkeit" auf sich? Wer sind die freundlichsten Menschen und welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben etwa die Freundlichkeit eines Nelson Mandela, des Dalai Lamas oder des amtierenden Papstes? Dies und weitere Aspekte werden in der - wie fast immer hörenswerten - heutigen Sendung "Lebenszeichen" angesprochen. Sie endet mit folgendem Zitat: Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlichkeit ...weiterlesen...


Montag, 9. Juni 2014 | Kategorie: Gedichte, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Die heutige Sendung "Liegen bleiben" widmet sich ausschließlich Gedichten von Mascha Kaléko. Eine Liste der vorgetragenen Gedichte findet man im Netz (oder mit einem Klick auf "Liste"). Ob im Liegen oder Sitzen, Hauptsache zuhören und genießen. Mein schönstes Gedicht? Ich schrieb es nicht. Aus tiefsten Tiefen stieg es. Ich schwieg es. (Mascha Kaléko) Damit endete diese Sendung. Schade, es hätte ruhig weiter gehen können. weiterlesen...


Sonntag, 11. Mai 2014 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse), Worte | Kommentare (0)

"Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: zuhören. Das ist nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen." Dabei haben wir nach Schulz v. Thun "vier Ohren", um zuzuhören. Das müsste doch eigentlich reichen, um zu verstehen. Wie kompliziert der Vorgang des Verstehens ist, macht die heutige Sendung Lebenszeichen "Gott gab dem Menschen vier Ohren, aber nur einen Mund" deutlich. Und dennoch scheint es auf der anderen Seite soo einfach zu sein, wie Michael Ende in seinem sehr erfolgreichen und in ...weiterlesen...