Montag, 13. Mai 2013 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) |
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Wer bei dem Wort "Harfe" nur an himmlisch Klänge denkt, der kann sich durch Michael David in seinem Konzert Harfe in Blau ... von Klassik bis Jazz eines Besseren belehren lassen und staunen.
Meditationen über Let it be von den Beatles, Eigenkompositionen über lange gesuchte rote Schuhe oder Libertinango von Astor Piazolla. Einfach himmlisch.
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Donnerstag, 9. Mai 2013 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) |
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Liegen bleiben lohnt sich manchmal auch für Frühaufsteher. Dann nämlich, wenn man "Liegen bleiben" im WDR 5 hören kann. Da gilt es Schätze zu entdecken, sich Anregungen zu holen.
Heute waren es Gedichte von Rainer Malkowski. Das folgende, auch auf seiner Homepage zu lesen, hat es mir besonders angetan. Es ist aus dem Gedichtband "Zu Gast".
Die Reisetasche
Meine Reisetasche, abgenutzt
in drei Erdteilen:
seit gestern steht sie mitten
im Wohnzimmer.
Dabei habe ich gar nicht vor,
wegzufahren.
Ich wehre mich nur
gegen die Versuchung, zu glauben,
ich sei
schon angekommen -
wehre mich dagegen,
von der Zukunft nichts anderes
zu erhoffen
als die schmerzlose
Fortdauer
der ...
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Sonntag, 21. April 2013 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse), Zitate |
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"Der schwerste Stein ist gehoben, wenn man akzeptiert hat, was passiert ist." um dann vielleicht zu erkennen, "was habe ich jetzt, was mir vorher fehlte."
Wer mehr über Steine auf dem Weg erfahren will, der höre sich die heutige Sendung Lebenszeichen "Etwas Schönes daraus bauen" an. Spannend, interessant wie fast immer.
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Dienstag, 9. April 2013 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) |
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"Jeder Augenblick ist ewig wenn du ihn zu nehmen weißt. Ist ein Vers der unaufhörlich Leben, Welt und Dasein preist. Alles wendet sich und endet und verliert sich in der Zeit. Nur der Augenblick ist immer. Gib dich hin und sei bereit! Wenn du stirbst, stirbt nur dein Werden. Gönn ihm keinen Blick zurück. In der Zeit muss alles sterben aber nichts im Augenblick."
Das war - nach zahlreichen Zugaben - sein "Abschiedsgedicht" heute Abend im Schauspielhaus Bochum, nach einer wunderbaren, berührenden, nachdenklich und Mut machenden Vorstellung, in der man den "alten", gleichzeitig veränderten Konstantin Wecker erleben konnte, begleitet von Nils ...
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Donnerstag, 4. April 2013 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) |
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Silberkiesel ist Hunkelers erster Fall. Hunkeler ermittelt als Angehöriger der Basler Polizei, der er ziemlich kritisch und distanziert gegenübersteht denn: "die Basler Polizei wurde von den Ordnungsspießern befehligt, die einzig und allein das Ziel hatten, unter allen Umständen Ruhe und Ordnung zu bewahren und die Macht der älteren Generation zu garantieren." Er ist ein grantiger älterer Kommissar, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt, dem aber vieles, was er sieht, machen muss auf den Wecker geht. Insgesamt recht sympathisch, wenngleich nicht unbedingt originell.
Das ist auch sein erster Fall nicht. Von Anfang an ist klar, worum es geht: Ein libanesischer ...
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Sonntag, 24. März 2013 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) |
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Immer wieder fällt der Satz: "Der Missbrauch war katholisch."
Betroffene berichten von sexuellem Missbrauch in kirchlichen Internaten, allerdings "nur" Teil eines flächendeckenden Terror- und Willkürsystems, in dem man eingebettet war in einen rigiden Tagesablauf, in ein Regelsystem, in dem es unendliche viele Regeln gab, die niemand allumfänglich beachten konnte und man damit immer Gefahr lief, böse, schuldig, sündig oder minderwertig zu sein.
Und wenn Regelverstöße nicht ans Tageslicht kamen, war da immer noch der "liebe Gott", der alles sah, alles hörte und sogar Gedanken lesen konnte. Entrinnen war nicht möglich. Es war ein Leben in einem System, welches das Monopol ...
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Donnerstag, 7. März 2013 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) |
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"Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele." (Pablo Picasso)
Wenn das stimmt, ist meine Seele reinweiß, jetzt nach dem Besuch der Kleeausstellung im Folkwangmuseum Essen. Es ist eine kleine feine wunderbare Ausstellung seiner farbigen und bloß mit Bleistift auf weißes Papier gezeichneten Engel.
Engel, die alles andere als vollkommene Wesen sind, im Gegenteil: unfertig sind sie, zweifelnd, häßlich, eben eher menschlich.
Empfehlenswerte Ausstellung und dennoch nicht soo überlaufen wie die vorherige.
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Mittwoch, 6. Februar 2013 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) |
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Die Lektüre dieses Romans ist Jahrzehnte her. Und das ist gut so, denn so kann ich mir den Film vorbehaltlos ansehen, da die Bilder des eigenen Kopfkinos verblasst sind.
Und ich bin tief beeindruckt.
Das, was als harmlose Landpartie beginnt, endet in etwas, das jeder spontan sicher als Katastrophe bezeichnen würde. Eine Bewertung, die man am Ende des Films vielleicht in Frage stellen wird.
Eine Frau fährt mit Bekannten in ein Jagdhaus in die Berge. Diese gehen noch ins nahegelegene Dorf, kehren in der Nacht aber nicht zurück. Am anderen Morgen macht sich die Frau mit Luchs, dem Jagdhund der Bekannten, auf ...
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Mittwoch, 28. November 2012 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) |
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Zum 10. Mal können Besucher der evangelischen Kliniken in Gelsenkirchen Ergebnisse der Senologie-Malgruppen in den Fluren bewundern und zum Teil auch kaufen. Das diesjährige Motto der Jahresausstellung: FARB(T)TRÄUME.
In kurzen Ansprachen wurde auf die therapeutische Bedeutung der Malgruppen hingewiesen, in denen Frauen mit Brustkrebs, eine Möglichkeit finden können, sich mit ihrer Krankheit und den damit verbundenen Veränderungen auseinanderzusetzen, mit alten, vielleicht nicht mehr lebbaren, aber auch mit möglichen neuen Träumen. Kunst als Weg, nicht als Ziel, ganz im Sinne von Rilke.
Marita Linke, Leiterin eriner Malgruppe, sprach von dem Mut, den es zur Traumver-wirklichung braucht, den Mut, neue Wege zu finden und ...
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Sonntag, 14. Oktober 2012 | Kategorie: Denk-Würdiges, Rezensionen, Rezensionen (diverse), Zitate |
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Oh Herr, Du weißt besser als ich,
dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.
Bewahre mich vor der Einbildung,
bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.
Erlöse mich von der großen Leidenschaft,
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich, nachdenklich (aber nicht grüblerisch),
hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein.
Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten
und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.
Lehre mich Schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden.
Sie nehmen zu, und die Lust,
sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.
Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen,
mir die Krankheitsschilderungen anderer mit Freude anzuhören,
aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.
Lehre mich ...
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