Sonntag, 29. Januar 2012 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Lesen des Buches "Zurück ins Leben" ist das eine, das andere eine Lesung mit/von der Autorin, die am Holocaust-Gedenktag im Theodor-Heuss-Gymnasium in Waltrop war. In ruhigem Tonfall, begleitet von zahlreichen Bilddokumenten und Filmausschnitten z.b. von Wochenschauen der Nachkriegszeit etc. brachte Anna Andlauern interessierten Zuhörern anschaulich den Inhalt ihres Buches und auf Nachfragen auch die Art ihrer Arbeit, ihr Interesse am Thema und den jeweiligen Menschen nahe, die im damaligen Kloster Indersdorf  gearbeitet oder als Kinder / Jugendliche dort nach dem Krieg untergebracht waren. Vor allem die pädagogische Arbeit von Greta Fischer, die nach noch heute weitgehend gültigen Prinzipien ausgerichtet war, fand entsprechende Würdigung. Anna Andlauer erzählte darüber hinaus von Begegnungen zwischen ...weiterlesen...


Sonntag, 18. Dezember 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Die heutige Sendung Lebenszeichen "Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt" beschäftigt sich mit den (Aus-)Wirkungen der Nacht auf den Menschen: Die Nacht verbirgt, verhüllt; darum ist sie die Mutter alles Schönen, sowie alles Furchtbaren. Karl Philip Moritz, 1881 Dieses Zitat macht die Bandbreite dessen deutlich, was Nacht für den Menschen bedeuten kann: für die einen Symbol alles Schrecklichen, für die anderen eine Oase der Ruhe und des Friedens, in der sie ungestört denken und schreiben können. weiterlesen...


Montag, 28. November 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (4)

Ups, gestern Morgen habe ich versehentlich schon ein Törchen des Adventskalenders aufgemacht. Doch die "normalen" Adventskalender beginnen ja erst am 1. Dezember. Nicht  so "der (etwas) andere  Advent" von "Andere Zeiten". Der beginnt tat-sächlich schon am 1. Adventssonntag und endet am 6. Januar, dem Dreikönigsfest. Man kann zwar keine Törchen aufmachen, hinter denen mehr oder eher weniger originelle Bilder zu sehen oder Süßigkeiten versteckt sind, sondern es sind 2 Seiten in Din 4 Format für jeden Tag mit Bildern und ausgesuchten Texten. In jeder Hinsicht etwas Besonderes. Von Eva Strittmatter etwa gibt es das Gedicht: "Vor einem Winter" Ich mach ein Lied aus Stille Und aus Septemberlicht. Das Schweigen ...weiterlesen...


Mittwoch, 23. November 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (4)

Das CASABLANCA in Bochum ist ein kleines Kino mit roten Plüschsesseln, viel Beinfreiheit und ausgesucht guten Filmen. Gestern lief  "Melancholia", ein Film wie ich ihn noch nie gesehen habe, mit verstörend schönen, z.T. surreal anmutenden Bildern, die an Bosch, Breugel, Dali erinnern, Bilder einer äußeren und inneren Apokalypse. Im Vorspann sieht der Zuschauer - untermalt mit extrem lauten Geräuschen, die einen fragen lassen, ob der Laut-sprecher kaputt ist oder ob man jetzt auch im Kino Ohrstöpsel dabeihaben muss - wie ein Planet un-aufhaltsam auf die Erde zusteuert. Die späteren Prota-gonisten sind Teil dieser unwirklich anmutenden Szenerie, in Bildern, die kaum zu beschreiben sind, sich aber ins Gedächtnis brennen. Der "reale" erste Teil des Films ...weiterlesen...


Mittwoch, 17. August 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (1)

"tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren." Pina Bausch Der 3D Film "Pina" von Wim Wenders ist ein Fest für alle Sinne. Mitreißende Musik, Choreografien, bei denen einem Hören und Sehen vergeht, wunderbare Körper, kraftvoll und fragil zugleich, kurze Interviews mit Mitgliedern des Ensembles, die in allen Sprachen der Welt ihre Faszi-nation über Pina und ihre Art, mit ihnen zu arbeiten in ein, zwei Sätzen zusammenfassen. Räume, die ich in die-ser Aussagekraft, Einfachheit  und Sinnlichkeit noch nicht erlebt habe. "ist es Tanz, ist es Theater, oder einfach nur Leben, Liebe, Freiheit, Kampf, Sehnsucht, Freude, Verzweiflung, Versöh-nung, Schönheit, Kraft" "Pina  hat buchstäblich das Leben in seiner ganzen Band-breite tanzend zum ...weiterlesen...


Sonntag, 10. Juli 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Die Unmittelbarkeit des Jetzt, das Eintauchen in den Augenblick ist das, was in Meditation sich ereignen kann. In der heutigen Sendung "Lebenszeichen" des WDR 3 geht es um "Meditation ohne Religion?" - wie immer auch als Manuskript zu lesen. Poraj behauptet, die Übung des Meditierens dauere so lange: "wie ... wir brauchen, um zu kapieren, dass das, was ist, ist. Und dass nur das, was ist, ist. Und dass es nur so wie es ist, ist. Alles andere ist völlig sekundär." Es ist das Ende des Glaubens, "dass es irgendwann irgendwo irgendwie mal besonders gut sein könnte." Und wir es tatsächlich in der Hand haben, danach zu leben. Eine hörens-, ...weiterlesen...


Samstag, 9. Juli 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (3)

"Versöhnung mit den Eltern" der Titel ist gleich-zeitig Programm für einen Prozess, der dazu führen kann, den Bezug zu den eigenen Wurzeln (wieder) herzustellen, sie in das eigene Leben zu integrieren, in dem die eigenen Eltern als Menschen wie du und ich gesehen werden und nicht mehr vordergründig in ihrer hierarchisch aus-gerichteten Rolle als Eltern. Nerin stellt ausführlich die Not-wendigkeit dieses letzten Schrittes dar auf dem Weg, tatsächlich erwachsen zu werden und sich selbst aus der Rolle des Kindes und die Eltern aus der Rolle der Erzieher zu entlassen. Genogramme, Chroniken, Geburts-phantasien und vor allem Familienrekonstruktionen sind für ihn bewährte Möglichkeiten, die er in Texten und Gra-fiken dem Leser nahe ...weiterlesen...


Donnerstag, 7. Juli 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Im "Kölner Treff" bin ich auf das Duo Klüpfel/Kobr aufmerksam geworden, es entstand in mir die Hoffnung, mal wieder eine Reihe interessanter Krimis lesen zu können. Der 1. Krimi der beiden war nicht mehr vorrätig, also bin ich mit "Erntedank" nach Hause gegangen. "Erntedank" zu lesen hat lange gedauert - bei mir immer ein Zeichen für einen langweiligen Krimi. Und ich finde den Krimi langweilig. Lange Beschreibungen von Tätigkeiten, Räum-lichkeiten, einschließlich der Bestimmung von Stilrichtung etc., Marotten einzelner Beamter, lassen einen zwischendurch fast vergessen, dass es sich um einen Krimi handelt: Es werden zwei mit der Sense umgebrachte Leichen gefunden, die scheinbar nichts mit einander zu tun haben ...weiterlesen...


Sonntag, 29. Mai 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (3)

Ich mag die Schauspielerin und Sängerin Angela Winkler, ihre sanfte, ruhige und dennoch so intensive Aus-strahlung, egal in welcher Rolle sie auftritt. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich heute Abend für ihre Vorstellung bei den Ruhrfestspielen noch eine der letzten Karten bekommen habe . "Ich liebe dich kann ich nicht sagen" ist Titel der Vorstellung und ihrer CD, der sämtliche Texte beiliegen. Ihr Vortrag der Lieder ist sehr berührend. Noch nie habe ich das Brecht-Gedicht "Erinnerung an Marie A." so wunderbar gehört. Mich stört nur, dass nach jedem Lied geklatscht wird, da es mir die Wirkung der Lieder, ihrer letzten Töne ...weiterlesen...


Mittwoch, 25. Mai 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (6)

"Über das Ende haben wir mehrfach gesprochen, nicht aber über das, was davor geschieht." Das ist der Satz, der mir aus dem Film "Satte Farben vor Schwarz" mit Senta Berger und Bruno Ganz im Gedächtnis geblieben ist.  Anita und Fred sind mehr als 50 Jahre ein Paar, als Fred an Krebs erkrankt. Freds Entschluss steht fest. Er will sich nicht operieren lassen, weil er nicht den Rest seines Lebens als Patient leben will. Und was ist mit Anita? Ein stiller Film mit langen Einstellungen und einem Entschluss, den der Zuschauer nur durch die Handlung der beiden Protagonisten mitbekommt. weiterlesen...