Dienstag, 3. Februar 2009 | Kategorie: Allgemein, Aufgeschnappt, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (0)

In der Fußgängerzone. Eine Mutter steht vor ihrem geschminkten Kleinkind, das offensichtlich "mit den Händen" sein Gesicht begriffen  hat. Das bekomme ich aber durch den lauten, äußerst schrillen Schrei der Mutter mit: "Sieh dir doch mal deine Hände an. Wie sehen die denn aus!?" - Folgsam schaut das Kind auf seine Hände. Sie sind blau, passend zur (Schmink-) Farbe des Gesichts. Erstaunen, aber keine Antwort. Was auch wäre eine passende (für die Mutter passende) Antwort gewesen? Der nächste Schrei wird laut: "Jetzt schau dir doch mal dein Gesicht an, wie du aussiehst!" Wie soll das gehen? - Ich denke laut. Und ernte ...weiterlesen...


Donnerstag, 29. Januar 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Gedichte, Merk-Würdiges, Rezensionen, Worte | Kommentare (2)

"Ich setzte den Fuß in die Luft, und sie trug." (Hilde Domin) aus: Nur eine Rose als Stütze Ich bin von Gedichten Hilde Domins immer noch und immer wieder fasziniert. Sie sind trotz ihrer Melancholie, Wehmut, Sehnsucht für mich oft Stützen in meinem Alltag, Möglichkeiten innezuhalten und anschließend den nächsten Schritt zu tun. Aus diesem Gedichtband habe ich auf der Trauerfeier für meinen Mann die Gedichte "Haus ohne Fenster" und "Unterricht" vorgetragen. "Der Schmerz sargt uns ein/ in einem Haus ohne Fenster." Das war genau das, was ich empfunden, so aber nicht hätte sagen können, also habe ich mir ihre Worte geborgt, bin behutsam damit ...weiterlesen...


Mittwoch, 28. Januar 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Rezensionen, Worte, Zitate | Kommentare (0)

In  "Malina" , dem einzigen Roman Ingeborg Bachmanns, beschreibt die Ich-Erzählerin den Stand ihrer Beziehung anhand von Sätzen: "Kopfsätze haben wir viele, haufenweise, wie die Telefonsätze, wie die Schachsätze, wie die Sätze über das ganze Leben. Es fehlen uns noch viele Satzgruppen, über Gefühle haben wir noch keinen einzigen Satz, weil Ivan keinen ausspricht, weil ich es nicht wage, den ersten Satz dieser Art zu machen, doch ich denke nach über diese ferne fehlende Satzgruppe, trotz aller guten Sätze, die wir schon machen können." Es ist ein Roman voller Poesie, nicht einfach zu lesen, weil es (bislang, ich habe den Roman ...weiterlesen...


Sonntag, 25. Januar 2009 | Kategorie: Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (3)

"Solange ich Erlösung von außen erwarte, ist dies mein Untergang." weiterlesen...


Freitag, 16. Januar 2009 | Kategorie: Alltägliches, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (3)

Es gibt Worte, die einfach nur Worte bleiben. Es gibt Worte, die wirksames Handeln nach sich ziehen: Ich kann Ich will Ich werde Ich entscheide mich. Voraussetzung ist: Erst einmal annehmen, was ist und wie es ist und sich positiv darauf einstellen, indem man das, was ist, als Möglichkeit für persönliche Entwicklung und Wachstum ansieht und dafür auch die Verantwortung übernimmt. weiterlesen...


Donnerstag, 15. Januar 2009 | Kategorie: Denk-Würdiges, Worte | Kommentare (0)

"Leute, geht zur Krebsvorsorge!" als Aufruf auf der Todesanzeige ist schon ungewöhnlich, genauso unkonventionell wie der Verstorbene, ein Kollege, mit dem ich den Stress des Referendariats geteilt habe, denn wir hatten sowohl die gleiche Fächerkombination als auch die gleiche Ausbildungsschule. Wir haben sogar an der gleichen Uni studiert. Allerdings sind wir uns dort nicht wirklich über den Weg gelaufen. Die erste Begegnung mit ihm hatte ich während der Prüfungen zum ersten Staatsexamen. Aufgefallen ist er mir, als er etwas aus dem Futter seines Jacketts "zauberte". Proviant war es mit Sicherheit nicht. Wir sind immer aufgefallen: Er mit seinen Cowboy-Stiefeln ich mit meiner ...weiterlesen...


Dienstag, 13. Januar 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Gedichte, Worte, Zitate | Kommentare (2)

An folgende "Autobiographie" musste vor ein paar Tagen denken, als ich erneut über das Thema "Schuld", "Verantwortung"  und "Ehrlichkeit" nachdachte. Solange man die Schuld, die Verantwortung für das eigene Leben bei anderen sucht, solange wird man gelebt, solange jammert man und will nichts verändern, weil man Veränderungen von anderen erwartet. Vor Jahren habe ich einmal den Satz gehört: Wer jammert, will nichts verändern. Er hat mich aufhorchen und nachdenklich werden lassen. Sicher sind Jammern, Selbstmitleid und Schwäche zeigen notwendig, sinnvoll und wichtig. Nur: dabei belassen sollte man es nicht. Wenn einen das gleiche Loch in  der Straße magisch anzieht, dann muss man ...weiterlesen...


Sonntag, 11. Januar 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (0)

In der Welt gibt es Schmiegsameres und Zarteres Nicht als das Wasser. Aber im Angreifen des Harten und Starren Gibt  es nichts, was es überteffen könnte. Es gibt wohl nichts, wodurch es zu ersetzen wäre. Darum: Biegsam besiegt Starr, Zart besiegt Hart; Jeder in der Welt weiß das, Aber keiner kann danach handeln. (Auszug aus dem achtunsiebzigsten Spruch v. Lao-Tse) weiterlesen...


Samstag, 10. Januar 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Worte, Zitate | Kommentare (2)

"Vierzig Jahre hatte ich mich mit Johns Augen gesehen. Ich wurde nicht älter. In diesem Jahr habe ich  mich zum ersten Mal ... mit den Augen anderer gesehen. In diesem Jahr habe ich zum erstenmal seit meinem neunundzwanzigsten Lebensjahr bemerkt, daß ich in der Vorstellung, die ich von mir hatte, sehr viel jünger war." (aus: Joan Didion, Das Jahr magischen Denkens, Berlin 2008, S. 219) weiterlesen...


Dienstag, 23. Dezember 2008 | Kategorie: Aufgeschnappt, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (1)

"Man muss die Dinge so tief sehen, dass sie einfach werden." (Konrad Adenauer) Ist das Wichtigste, Wesentlichste im Leben nicht wirklich einfach? Daran musste ich denken, als ich letzten Sonntag den "Tatort" aus Österreich gesehen habe. Die Stuben der Bauern waren schlicht, einfach, sauber, die wesentlichsten menschlichen Bedürfnisse konnten erfüllt werden. Dagegen ist meine "Bude" überladen. Aber womit? Mit Büchern, Bildern, Gegenständen, an denen Erinnerungen haften. Das ist nicht mehr "einfach". Doch vielleicht ist mein Leben einfach nicht einfach. Kann ich es vereinfachen? Ist Vereinfachung Gewinn durch Reduzierung aufs Wesentliche oder nur Simplifizierung? Wie immer habe ich mehr Fragen als Antworten!!! "Du warst schon als Kind schwierig! ...weiterlesen...