Sonntag, 19. Oktober 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Gedichte, Worte | Kommentare (2)

Gedichte habe ich immer schon gerne gelesen, mir die der Stimmung entspechenden ausgesucht, früher z.T. in schöne Kladden geschrieben, so dass ich meine eigenen Anthologien hatte. Sie stehen heute noch im Regal, letztendlich sind sie eine besondere Form eines Tagebuches. Auf Folgendes bin ich durch einen heutigen Kalenderspruch gestoßen. Mir gefällt besonders die 6. Strophe. Sie hat etwas Tröstliches, vor allem aber etwas Aufmunterndes, Forderndes: Lied der Freude Ach! was wollt ihr, trübe Sinnen Doch beginnen! Traurigsein hebt keine Noth; Es verzehret nur die Herzen, Nicht die Schmerzen, Und ist ärger, als der Tod. Dornenreiches Ungelücke, Donnerblicke Und des Himmels Härtigkeit Wird kein Kummer linder machen; Alle Sachen Werden anders mit der Zeit. Sich ...weiterlesen...


Montag, 13. Oktober 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (0)

Besuchszeiten für Leichenzellen Mo -Fr. : von .... bis... Sa - So : von ... bis ... Die Assoziation zur Gefängniszelle drängte sich mir beim Anblick dieses Schildes auf. Dass es auch Klosterzellen gibt, die einen kleinen, spartanisch eingerichteten Raum bezeichnen, fiel mir erst später ein. Aber auch dann, wenn ich bei "Zelle" nicht noch an Nasszelle etc. denken muss, so stellt sich die Frage, ob die Leichenzellen besucht werden oder nicht eher der/ die dort liegende Tote. Wäre nicht "Öffnungszeiten der Abschiedsräume" eine sprachlich angemessenere Formulierung? Vielleicht würden dann die Räume auch als solche eingerichtet und verlören ihren Zellencharakter. ...weiterlesen...


Samstag, 27. September 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (0)

Was man so alles als Stichworte vorfindet, mit denen die Sucher auf der eigenen Seite landen, ist mir schon oft Anlass zum Schmunzeln gewesen. Heute aber konnte ich lesen: gedichte zur beendigung einer jungen frau Was ich mir darunter vorzustellen habe, ist mir völlig unklar. Oder sollte "Beendigung" nur ein anderes Wort für "Tod" sein, das m. E. in unserer Gesellschaft genauso tabuisiert ist wie die Tatsache des Todes? Heute konnte ich in der Zeitung lesen, dass die zentrale Anlaufstelle des hiesigen Hospizes zum hl. Franziskus in der Stadt mangels Nachfrage geschlossen werden muss. weiterlesen...


Donnerstag, 25. September 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (3)

Durch lesen! bin auf diese Ausgabe Kafkas gestoßen. Da ich immer schon einmal mehr von Kafka lesen wollte als das, was ich aus meiner eigenen Schulzeit (vor und hinter dem Pult) kenne, habe ich zugegriffen. Ein wahrlich schwerwiegendes Exemplar, mit seinen 1461 S. kaum in der Hand zu halten. Die Aphorismen sind Denkanstöße für zwischendurch. Die Romane kann ich nur mit äußerster Konzentration lesen, da zumindest in "Das Schloß" kaum etwas passiert. Und dennoch haben es die Sätze in sich, bleibt man hängen, geht eigenen Gedanken nach, ausgelöst etwa durch folgende Sätze: "Sie sind nichts. Leider aber sind Sie doch etwas, ein ...weiterlesen...


Montag, 22. September 2008 | Kategorie: Allgemein, Worte, Zitate | Kommentare (2)

Nach über einer Woche habe ich wieder Zugang zum Netz. Warum mein Internet auf einmal nicht mehr funktionierte, weiß ich nicht. Das, was ich in der Zwischenzeit erlebt habe, um einen neuen Zugang zu bekommen, "geht auf keine Kuhhaut". Es zu erzählen fehlt mir heute auf jeden Fall die Zeit, da ich die eingegangenen Mails lesen und einige dringend beantworten muss, auch das Lesen eurer Seiten muss ein wenig warten. Deshalb heute "nur " ein Zitat für euch, für mich, das ich für bedenkenswert halte. Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, sondern fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben." ...weiterlesen...


Dienstag, 9. September 2008 | Kategorie: Allgemein, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (2)

Welche Bedeutung haben Bücher für euch? Das würde mich  interessieren. Ich habe hier schon öfter Zitate über Bücher veröffentlicht, hin und wieder auf die Bedeutung für mich hingewiesen. Bücher sind für mich Freunde, mit denen ich die Welt entdecken kann, die mich über mich selbst nachdenken lassen, die mir stets zur Verfügung stehen, unabhängig vom Wetter, der Jahreszeit, meiner eigenen Gemütsverfassung. Dass Bücher lebensrettend sein können oder zumindest vor dem Wahnsinn bewahren können, habe ich noch einmal in der berühmten "Schachnovelle" von Stefan Zweig lesen können. Ein Jurist, Inhaber einer Kanzlei wird von der Gestapo inhaftiert, aber nicht in ein Konzentrationslager gebracht, ...weiterlesen...


Montag, 8. September 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (1)

Heute Morgen ist mir zum ersten Mal eine Anzeige in der Zeitung mit der Überschrift "Mittagstisch" aufgefallen. Dort können interessierte Gastronomen ihre Speisenkarten für den jeweiligen Tag inserieren. Die Gaststätte, die in der letzten Zeile aufgeführt war, eignet sich eher für Leute, die gerade (Heil-) fasten. Dort stand nämlich: "Montags geschlossen!" weiterlesen...


Freitag, 5. September 2008 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Denk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (4)

Als ich folgende Sätze von Stefan Zweig las, dachte ich unwillkürlich: Gut, dass es bei uns zu Hause nicht  soviele Bücher gab!!! Denn ich liebe Bücher (außer beim Umzug, dann werde ich wirklich zur Bücherhasserin!),  ich lese gern und für mich wäre es schrecklich, kein Geld mehr für Bücher zu haben. Noch schlimmer aber wäre es, nicht mehr lesen zu können. "Von Büchern rings umgeben, verachtete ich die Bücher; immer zum Geistigen vom Vater gedrängt, empörte ich mich gegen jede Form schriftlich überlieferter Bildung; so war es nicht verwunderlich, daß ich nur mühsam bis zum Abiturium mich durchrang und dann mit ...weiterlesen...


Donnerstag, 4. September 2008 | Kategorie: Allgemein, Worte | Kommentare (2)

Vor ein paar Tagen haben ich folgenden Satz Kurt Becks im Radio gehört: "Wir haben einen Arbeitskreis am Arbeiten!" Ja bitte, was soll der Arbeitskreis denn sonst tun? weiterlesen...


Donnerstag, 4. September 2008 | Kategorie: Allgemein, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (1)

Das Glück ist ein Schmetterling Es sprach der Meister zu seinen Schülern: "Das Glück ist ein Schmetterling. Jag ihm nach und er entwischt dir, setz dich hin und er lässt sich auf deiner Schulter nieder." "Was soll ich also tun, um das Glück zu erlangen?" fragte jemand der Zuhörenden. "Hör auf, hinter ihm her zu sein." "Aber gibt es nichts, was ich tun kann?" "Du könntest versuchen, dich ruhig hinzusetzen, wenn du es wagst." Sich ruhig hinzusetzen und zu warten auf das, was kommt, sich ereignet, einem zukommt, scheint ein Wagnis (in unserer Zeit)  zu sein. Worin aber genau besteht dieses "Wagnis" , was wage ich, ...weiterlesen...