Sonntag, 23. Juli 2017 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (0)

Wozu brauchen wir die Zeit? Damals, in den alten Tagen, brauchten wir sie nicht. Wir richteten uns nach Anfang und Untergang der Sonne. Wir mussten uns niemals beeilen. Wir brauchten nie auf die Uhr zu blicken. Wir mussten nicht zu einer bestimmten Zeit bei der Arbeit sein. Wir taten, was getan werden musste, wenn uns danach war. Aber wir achteten darauf, es zu tun, bevor der Tag zu Ende ging. Wir hatten mehr Zeit, denn der Tag war noch ganz. (Scott Eagle) weiterlesen...


Samstag, 22. Juli 2017 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (0)

"Ich fragte: Wie lang währt das Leben einer Rosenblüte? Die Knospe hörte es und lächelte nur." (Mir, ein Sufi) weiterlesen...


Mittwoch, 19. Juli 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (0)

„Meine liebe Bergit. Es gibt Tage, an denen man das Alleinsein sehr spürt. Da hilft kein Buch. Da hilft selbst die tollste Arbeit nicht. Vielleicht ist das neu einsetzende Winterwetter dran schuld, dass ich heute nur so herum pendle, vielleicht die Übermüdung nach einer anstrengenden Woche, vielleicht ist es das Gefühl, dass dieser Krieg noch endlos dauern wird. Dazu der Gedanke, dass die letzte Nachricht von dir vier Monate alt ist, und vier Monate sind eine schrecklich lange Zeit. Wenn man sich doch nur direkt schreiben könnte! Aber immer auf diesem grässlichen Umweg und dazu stets nur Grüße und nicht ...weiterlesen...


Montag, 17. Juli 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (0)

Es schien, als wäre die alte Welt gestorben und eine neue begönne mit uns, so geistig und kräftig und liebend und leicht war alles geworden, und wir und alle Wesen schwebten, selig vereint wie ein Chor von tausend unzertrennlichen Tönen, durch den unendlichen Aether. ... Sterblichkeit ist Schein, ist, wie die Farben, die vor unserm Auge zittern, wenn es lange in die Sonne sieht! ... Ja, eine Sonne ist der Mensch, allsehend, allverklärend, wenn er liebt, und liebt er nicht, so ist er eine dunkle Wohnung, wo ein rauchend Lämpchen brennt. (aus: Hölderlin, Hyperion oder Der Eremit in Griechenland, Frankfurt a.M. 2. Aufl. ...weiterlesen...


Sonntag, 16. Juli 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

„Deinen Brief vom 23. Mai überreichte mir der Postsekretär heute früh, als ich nach dem Brunnen ging. Es war mir umso angenehmer, als ich wirklich seit einigen Tagen briefdurstig bin: denn außer einem lakonischen Blatt von der Mutter und einem Leipziger Brief von Cotta habe ich die ganze Zeit meines Hierseins von Freunden nichts weiter vernommen…“ (Johann Wolfgang Goethe an seinen achtzehnjährigen Sohn August, mitgenommen aus der heutigen Sendung "Lebenszeichen, Mitten im leben schreib ich dir" des WDR v. 16.07.2017) weiterlesen...


Freitag, 7. Juli 2017 | Kategorie: Zitate | Kommentare (0)

Man kann den Menschen nichts beibringen. Man kann Ihnen nur helfen, es in sich selbst zu entdecken. (Galileo Galilei) weiterlesen...


Mittwoch, 5. Juli 2017 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (6)

Gern schließ ich einmal meine Türen, Um auf des Nachbars Grund zu gehn; Doch muß ich deutlich dort verspüren Den Duft des Kräutleins »Gerngesehn«. (Theodor Storm) weiterlesen...


Dienstag, 13. Juni 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Fotos, Zitate | Kommentare (2)

Der unglückliche Mensch ist immer von sich selbst abwesend und niemals präsent.“ (Søren Kierkegaard) weiterlesen...


Sonntag, 11. Juni 2017 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse), Zitate | Kommentare (2)

Ulrich Matthes liest regelmäßig bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen. Nicht immer habe ich die Möglichkeit, ihn zu hören, aber wenn, dann bin ich auf dem Hügel. Heute las er zunächst Kafkas Erzählung "Kinder auf der Landstraße" und anschließend dessen Brief an seinen Vater, der so beginnt: Liebster Vater, Du hast mich letzthin einmal gefragt, warum ich behaupte, ich hätte Furcht vor Dir. Ich wußte Dir, wie gewöhnlich, nichts zu antworten, zum Teil eben aus der Furcht, die ich vor Dir habe, zum Teil deshalb, weil zur Begründung dieser Furcht zu viele Einzelheiten gehören, als daß ich sie im Reden halbwegs zusammenhalten könnte. ...weiterlesen...


Donnerstag, 8. Juni 2017 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (4)

"Das war, wenn ich beim Tuschen saß. Die Farben, die ich dann mischte, färbten mich. Noch ehe ich sie an die Zeichnung legte, vermummten sie mich selber. Wenn sie noch feucht auf der Palette ineinanderschwammen, nahm ich sie so behutsam auf den Pinsel, als seien sie zerfließendes Gewölk." (Walter Benjamin, Berliner Kindheit um Neunzehnhundert, als Motto vorangestellt: Margret Greiner, Charlotte Salomon, "Es ist mein ganzes Leben", Knaus Verlag 2017) weiterlesen...