Dienstag, 19. September 2017 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (4)

Wenn alle Gedanken Erschöpft sind, Gehe ich in den Wald Und sammle Eine Handvoll Hirtentäschelkraut. Wie ein kleines Bächlein Durch bemooste Felsspalten Seinen Weg findet, So, auf eine stille Weise, Werde auch ich klar Und durchscheinend. (Meister Ryôkan) weiterlesen...


Sonntag, 17. September 2017 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (4)

Die Luft trägt den Klang der Trommeln herbei. Ebenso schlägt mein Herz. Aus dem Rhythmus wird eine Stimme: "Ich weiß, dass du müde bist. Aber komm! Hier ist der Weg!" (aus: Rumi, Die Musik, die wir sind) weiterlesen...


Freitag, 15. September 2017 | Kategorie: Zitate | Kommentare (3)

"Der ungeheure Raum, in dem sie sich befand, war Bibliothek und Arbeitszimmer. Ein Ort produktiven Alleinseins." (aus: Nadeem Aslam, Die goldene Legende, DVA, München 2017, S.10) weiterlesen...


Dienstag, 12. September 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen. Um eines Verses willen muß man viele Städte sehen, Menschen und Dinge, man muß die Tiere kennen, man muß fühlen, wie die Vögel fliegen, und die Gebärde wissen, mit welcher die kleinen Blumen sich auftun am Morgen. Man muß zurückdenken können an Wege in unbekannten Gegenden, an unerwartete Begegnungen und an Abschiede, die man lange kommen sah, - an Kindheitstage, die noch unaufgeklärt sind, an die Eltern, die man kränken mußte, wenn sie einem eine Freude brachten und man begriff sie nicht ...weiterlesen...


Dienstag, 22. August 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (0)

"Nicht alle, die etwas zu sehen glauben, haben die Augen offen; und nicht alle, die um sich blicken, erkennen auch, was um sie herum und mit ihnen geschieht. Einige fangen erst an zu sehen, wenn nichts mehr zu sehen da ist. Erst wenn sie Haus und Hof zugrunde gerichtet haben, beginnen sie, umsichtige Menschen zu werden. Zu spät hinter die Dinge zu kommen, dient nicht zur Abhilfe, wohl aber zur Betrübnis." (Baltasar Gracián, spanischer Jesuitenpater) weiterlesen...


Freitag, 11. August 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

Der Fuchs verstummte und betrachtete den Prinzen lange: "Bitte ... zähme mich!" sagte er. "Ja, gern", antwortete der kleine Prinz, "aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen." "Man kennt nur Dinge, die man zähmt", sagte der Fuchs. "Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen alles fix und fertig im Laden. Aber da es keine Läden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, zähme mich!" "Was muß ich tun?" fragte der kleine Prinz. "Du musst viel Geduld haben", antwortete der Fuchs."Zuerst setzt du dich ein Stück weit ...weiterlesen...


Donnerstag, 10. August 2017 | Kategorie: Zitate | Kommentare (2)

Sommergewitter hat's dieses Jahr - zumindest hier schon mehrfach gegeben. Doch auch früher war das an der Tagesordnung. In Marguerite Duras Roman "Im Sommer abends um halb elf" spielt eine gewittrige Sommernacht eine wichtige Rolle: "Eine nächste Gewitterphase bereitet sich vor. Diese ozeanische Masse vom Nachmittag bewegt sich langsam voran über der Stadt. Sie kommt von Osten. Die Helligkeit reicht gerade aus, um ihre bedrohliche Farbe zu erkennen. ... Der Schauer setzt ein. Der Ozean wird über der Stadt ausgeleert. Der Platz verschwindet. Die Bogengänge füllen sich. Im Café spricht man lauter, um verstanden zu werden. Manchmal wird geschrien." (aus: Marguerite ...weiterlesen...


Dienstag, 8. August 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

Meistens sind wir mit der Seele dem Körper gegenüber entweder voraus oder zurück, und zu den Korrekturen dieser Differenzen gehören jene Erschütterungen des inneren Lebensgefühls, jenes Zittern und Bangen an den Wurzeln, die uns je und je bei Lebenseinschnitten befallen. Mir scheint, man darf ihnen gegenüber wohl klein sein und sich klein fühlen, wie Kinder durch Weinen und Schwäche hindurch am besten das Gleichgewicht nach einer Störung des Lebens wiederfinden. (Hermann Hesse) weiterlesen...


Montag, 7. August 2017 | Kategorie: Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

Wenn ganz was Unerwartetes begegnet, Wenn unser Blick was Ungeheures sieht, Steht unser Geist auf eine Weile still, Wir haben nichts, womit wir das vergleichen. (aus: J.W. Goethe, Torquato Tasso, 5. Akt, 5. Aufz.) weiterlesen...


Samstag, 5. August 2017 | Kategorie: Zitate | Kommentare (2)

Es ist seit ältesten Zeiten das Geschäft der Dichter, die Glücklichen ins Unglück zu stürzen und die Unglücklichen ins Glück zu heben. Oft geschieht dies im gleichen Werk sogar mehrmals nacheinander. Dass die Leserinnen und Leser den Weg einer sympathischen Person aus dem Jammer in die Seligkeit gerne verfolgen, leuchtet ein. Warum man aber auch den Weg aus dem Licht in die Finsternis mit gleicher Leselust begleitet, ist schwieriger zu erklären. (aus: Peter von Matt, Sieben Küsse, Glück und Unglück in der Literatur, Hanser Verlag München 2017, S. 101) weiterlesen...