Montag, 12. Dezember 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

Fragen leben, wie Rilke meint, oder keine Fragen haben - ????????? "Stellt euch vor, der Keimling müßte sich fragen, ob er aus eigener Kraft in der Lage ist, die Asphaltdecke zu durchstoßen. Er ist dadurch geschützt, daß er diese Frage gar nicht kennt. Erfolgt seiner inneren Zielkraft und Entelechie." (aus: S. Lichtenfeld, Quellen der Liebe und des Freidens, S. 162) Hat der Mensch eine solche innere Zielkraft, die Fragen unnötig macht, weil er das Ziel, den Weg  kennt? weiterlesen...


Montag, 12. Dezember 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

Und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen, und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Freitag, 9. Dezember 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (3)

"Väter sind eben ein anderer Menschenschlag. Sie spüren nicht, wie sich in ihrem Körper Leben regt, heben niemals in einer stillen, kalten Nacht den Kopf, weil sie das Klagen ihres Kindes hören. Sie gehen ihren Geschäften nach, ..., und wenn man sie einholt, gut. Wenn nicht, läßt sich auch damit leben." (Lorian Hemingway, Die Stimme des Flusses, S. 348) weiterlesen...


Samstag, 3. Dezember 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (1)

"Wer ist im Stand, das Trübe durch Stille zu klären? Wer vermag Stille so auszuhalten, dass sie Lebendiges austrägt? Wer kann so viel Stille aufbringen, wie nötig wäre, um das Undurchsichtige zu klären? Immer wenn Stille gesagt wird, besteht die Gefahr, dass Beharren und Stillstand gemeint sind. Das darf nicht sein. Stille ist nichts, wenn nicht das Weiter-Eilen darinnen ist." (Erich Kästner) weiterlesen...


Mittwoch, 30. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

<151> Gesellschaft von Sprachfreunden O wie schätz ich euch hoch! Ihr bürstet sorglich die Kleider Unsrer Autoren, und, wem fliegt nicht ein Federgen an? <152> Der Purist Sinnreich bist du, die Sprache von fremden Wörtern zu säubern, Nun so sage doch Freund, wie man Pendant uns verdeutscht. (Friedrich Schiller, Xenien) weiterlesen...


Donnerstag, 24. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Worte, Zitate | Kommentare (0)

"Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend an, aber sie haben mich nicht überwältigt. (Psalm 129) weiterlesen...


Dienstag, 22. November 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

"Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden, als Freude zu gewinnen." (Sigmund Freud) weiterlesen...


Montag, 21. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

Ich liebe diese ersten Kleistsätze, für die man beim (lauten) Lesen eine langen Atem haben muss, die die ungeheuerlichsten Gegensätze vereinen und die gesamte Spannbreite der ihnen folgenden Erzählungen beinhalten, und einen auch inhaltlich in Spannung halten. Ein Grund, die Erzählungen noch einmal zu lesen, ohne Gedanken an didaktische und oder pädagogischen Umsetzungen, ein-fach fürs pure Lesevergnügen. Hier drei "Kostproben": "In M ..., einer bedeutenden Stadt im oberen Italien, ließ die verwitwete Marquise von O ..., eine Dame von vortrefflichem Ruf, und Mutter von mehreren wohlerzoge-nen Kindern, durch die Zeitungen bekannt machen: daß sie, ohne ihr Wissen, in andre Umstände gekommen sei, daß der Vater zu dem Kinde, das sie ...weiterlesen...


Sonntag, 20. November 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (3)

"Es gibt ja nirgends eine ruhigere und ungestörtere Stätte, zu der ein Mensch flüchten könnte, als die eigene Seele, vor allem für den Menschen, der in seinem Innern die Werte trägt, deren Betrachtung ihm augenblicklich Erleichterung gewährt. Mit dieser Erleichterung meine ich nichts anderes als die Wiederherstellung des inne-ren Gleichgewichtes. Gönne dir also ständig diese stille Einkehr und erneuere dich selbst." (Marc Aurel) weiterlesen...


Mittwoch, 16. November 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

"Zwei alte Frauen. Wir beklagen uns, sind nie zufrieden. Wir reden davon, daß es nichts zu essen gibt, und davon, wie gut es früher war, obwohl es in Wirklich-keit nicht besser war. Wir finden, daß wir schon schrecklich alt sind. Und jetzt, nachdem wir so viele Jahre damit ver-bracht haben, die jüngeren Leute davon zu überzeugen, daß wir hilflos sind, glauben sie, daß wir in dieser Welt nicht mehr von Nutzen sind." (aus: Velma Wallis, Zwei alte Frauen, S. 34) weiterlesen...