Mittwoch, 26. Mai 2010 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Wer erinnert sich nicht an die z.T unbequemen Schulbänke und -stühle, weil man etwa wegen der eigenen Größe eine Garnitur der nächst höheren Klasse gebraucht hätte, an die Gravuren, die oft dann in Löcher übergingen, an die Kaugummis unter den Bänken? Und dann soll man freiwillig noch einmal Platz nehmen auf diesen Stühlen, an diesen Tischen? Ja, es geht. Sogar mit Genuss, in angenehmer Atmosphäre und mit freundlicher Bedienung. Und wo? Im Molinari in Berlin,einem Café/Restaurant mit originalem Schulinventar. Dort habe ich gerne Platz genommen, die Speisekarte gesichtet und war mit dem italienischen Essen zufrieden, was echt schnell und heiß serviert wurde, so dass ich kaum Zeit hatte, ...weiterlesen...


Mittwoch, 26. Mai 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (2)

Wer wollte nicht ehrlich zu sich selbst sein? Authentisch sich selbst gegenüber und im Kontakt mit anderen? Der Autor zeigt gut lesbar und nachvollziehbar auf, was einen daran hindert, es tatsächlich auch umzusetzen. Es sind die eigenen, oft unbewussten Glaubenssätze, die man früh gelernt und ungefragt übernommen hat. Er erklärt ihre Entstehung  und die Auswirkungen aufs tägliche Leben. Bin ich der Typ "Kamel", "Hase", "Ameise" oder "Löwe" und reagierte oft automatisch, sozusagen auf "Knopfdruck" als dieser Typ, wenn ich durchs Leben gehe? Woran merke ich, ob ich authentisch handele oder ob ich nur re-agiere? Was verraten mir die kleinen Wörtchen "eigentlich", "aber" oder "man"? Und: Wie schaffe ich es, ...weiterlesen...


Sonntag, 16. Mai 2010 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

Über die Kraft der Sprache haben schon viele gedichtet, geschrieben, nachgedacht und über die Wirkung auf einen selbst und andere ebenfalls.  Jetzt habe ich eine Kartenspiel entdeckt, durch das man oft verblüffende Einsichten und Anschichten von Sprache erhält. Das Kästchen enthält 80 schöne Karten mit Anregungen zum Gebrauch. Jede Karte weist auf einer Seite jeweils zwei Sätze auf: den einen gewöhnlichen, im alltäglichen Sprachgebrauch meist weit verbreiteten, und einen zweiten, der eine andere Sichtweise nahe-bringen will. Die andere Seite gibt einfache Erklärungen, über die es sich nachzudenken lohnt. Ob man immer damit einverstanden ist, ist eine andere Sache. Einen kurzen Moment inne zu halten, lohnt aber allemal. ...weiterlesen...


Montag, 10. Mai 2010 | Kategorie: Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Dieser 2. Krimi Kutschers mit Gereon Rath spielt im Filmmilieu Berlins der dreißiger Jahre, als der Tonfilm beginnt, die Stummfilme zu verdrängen mit all den Konsequenzen für die beteiligten Produzenten, Kinobesitzer und Filmstars. Die erste Filmschauspielerin scheint das Opfer eines Drehunfalls zu sein. Ein herabstürzender Scheinwerfer trifft sie während der Dreharbeiten und verletzt sie schwer, aber nicht lebensgefährlich. Getötet wird sie durch einen Stromschlag, den ihr Film- und  Ehepartner mit einem Eimer Wasser auslöst, als er die Flammen löschen will. Der junge Gereon Rath, ein Neuzugang bei der Berliner Mordkommission, schöpft sofort Verdacht und ist nach einigen Recherchen der Ansicht, dass es kein Unfall ...weiterlesen...


Montag, 3. Mai 2010 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

"Was aber die Liebe betrifft, so muß ich dir sagen, daß das Zusammenleben mit einer Frau, die Spencer gelesen hat und dir zuliebe bis ans Ende der Welt mitgegangen ist, genauso uninteressant ist wie mit irgendeiner Anfissa oder Akulina. In der Wohnung riecht es ebenso nach dem Bügeleisen, nach Puder und Arzneien, jeden Morgen werden die gleichen Papilloten gedreht und es ist auch der gleiche Selbstbetrug..." (Anton Tschechow, Das Duell, S. 9) Ja wenn der (Ehe-)Partner den jeweils anderen aus der "Ekelhaftigkeit und Leere des eignen Lebens" retten soll, hat dann eine Beziehung überhaupt eine Chance? Wanjas Vorstellungen, woanders zu bekommen, was er benötigt, sind Illusionen. Er selbst ...weiterlesen...


Sonntag, 2. Mai 2010 | Kategorie: Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

"Lichtersprache aus den Rissen" lautet der heutige Titel der Sendung "Lebenszeichen" des WDR 3. Es ist eine Sendung über die Literaturnobelpreisträgerin Nelly Sachs, die heute Abend wiederholt wird und als Manuskript auch herunterzuladen ist. Da ich mir immer unsicher bin, was ich zitieren darf oder nicht, belasse ich es bei diesem Hinweis. Interessierte können die wunderbaren Gedichte dort nachlesen. weiterlesen...


Sonntag, 2. Mai 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (1)

Was macht man/frau, wenn in einer Beziehung die Liebe abhanden gekommen zu sein scheint? Wenn man glaubt: " Sie würde sich von mir ebenso schwer trennen, wie von ihrem Puder oder ihren Lockenwicklern. Ich bin für sie eine unumgänglicher Bestandteil ihres Boudoirs." Sie unter fadenscheinigen Umständen verlassen oder bis zum Tode zusammenbleiben? Pikanterweise lebt Wanja Lajewski mit der verheirateten Nadeschda Fjodorowna in wilder Ehe zusammen, was ihr die Türen zu den meisten "anständigen" Häusern verschließt. Während er wild über eine Zukunft ohne sie spekuliert und sich Geld zu leihen versucht, beginnt sie eine Affäre mit einem angesehenen Bürger, ist aber schon nach dem ersten Treffen entsetzt über ihr Verhalten, was ihr nicht viel ...weiterlesen...


Samstag, 1. Mai 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (0)

Folgende Aufschrift ist der Wunsch Murakamis für seinen Grabstein: Haruki Murakami Schriftsteller (und Läufer) Zumindest ist er nie gegangen. Nie zu gehen während eines Laufes, ist das Ziel Murakamis, des Langstreckenläufers, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert läuft und mittlerweile an seinen Zeiten merkt, dass er älter wird. Doch mit dem Laufen aufzuhören, das kommt für ihn (noch) nicht in Frage. Warum er läuft und was sein Laufen mit der Schriftstellerei zu tun hat, das erfährt man in dem soeben als Taschenbuch erschienenen Laufbuch Murakamis: "Sich selbst bis an seine persönlichen Grenzen zu verausgaben ist die Essenz des Laufens und eine Metapher für das Leben überhaupt (und für mich ...weiterlesen...


Mittwoch, 14. April 2010 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

"Es geschieht zu jeder Zeit etwas Unerwartetes. Unter anderem ist auch deshalb das Leben so interessant." (M. Ebner-Eschenbach) Mal sehen, was das Leben heute so an Unerwartetem zu bieten hat. weiterlesen...


Sonntag, 11. April 2010 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (5)

Und sie sammeln wieder wie alle Jahre. Ich schaue den Vögeln gerne dabei zu, wie sie - die Schnäbel vollgestopft - davonfliegen, ihre Nester zu bauen. Aber wieder ist es mir passiert:  Gestern sie haben sich meine zum Lüften draußen hängende Alpakadecke vorgenommen und an einem einzigen Tag soviel Flaum abgetragen, dass die Decke nun hässlich anzusehen ist. Soll ich sie ihnen nun ganz überlassen? Mein Geschenk an die Natur? Vor Jahren habe ich einen alten, unansehnlichen Berberteppich vor die Terrassentür gelegt. Von uns hinter der Glasscheibe beobachtet konnten die Nestlebauer nach Herzenslust daran herumzupfen und sich mit vollgepacken Schnäbeln davon machen. Vorher aber hatten sie mir dicke Löcher in ...weiterlesen...