Mittwoch, 10. März 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (13)

Dass Männer jüngere Frauen bevorzugen ist die Regel, mittlerweile gibt es aber immer mehr Frauen, die Beziehungen zu jüngeren Männern haben. Warum nicht? Was man als in Vavriks Roman "Nacktbadestrand" erfährt, gehört m.E. ins Reich erotischer Phantasien, so wie die Geschichten, die sich die Protagonistin, Frau Vavrik, ausdenkt und z.T. auf Bestellung produziert. Wegen Schlafstörungen, die massiv nach der Schließung ihrer Buchhandlung mit 78 Jahren angefangen haben, geht sie zum Arzt, der sie u.a. nach ihrem Geschlechtsverkehr fragt und ihr den Rat gibt, es übergangsweise mit Baldriantropfen vor dem Schlafengehen zu versuchen und eine Kontaktanzeige aufzugeben. Gesagt, getan, die Baldriantropfen werden gekauft, helfen ...weiterlesen...


Sonntag, 7. März 2010 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Ja, sie wärmt wieder, die Sonne. Eingemummelt in einer windgeschützten Ecke habe ich sie gespürt. Es tut soooo gut. Sie regt Lebensgeister an,  nicht nur im Garten. Möge es so bleiben - zumindest noch ein paar Tage lang. Einen sonnigen Sonntag, wo auch immer ihr seid! weiterlesen...


Freitag, 5. März 2010 | Kategorie: Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Soll ich oder soll ich nicht? Mein Versuch, jemanden mitzunehmen, scheiterte, doch dann sagte ich mir: nix wie hin - trotz angekündigten Schnees. Wer weiß, ob sich die Gelegenheit noch einmal bietet, Harry Rowohlt live zu erleben. Und ich bin froh, mich aufgerafft zu haben. Völlig unbedarft und uninformiert habe in der Kaue in Gelsenkirchen gesessen und der Dinge geharrt, die da kamen. Und Harry Rowohlt kam, in seinem typischen Outfit mit Mütze, Zweireiherjacke, bebeugt, mit einer Stofftasche an der Hand mit dem blauen Logo der "Lindenstraße", legte los und war nicht mehr zu bremsen. Jedenfalls hatte er mehr Energien als viele Zuschauer, die dann vereinzelt vor Schluss aufbrachen - vielleicht aber ...weiterlesen...


Mittwoch, 3. März 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (0)

Eins vorweg: Ich finde die Figur des Tabor Süden nach wie vor interessant, seine verschiedenen Arten zu schweigen, seine Gedanken über Gott und die Welt, seine Art zu ermitteln und seine Vermisstenfälle ebenfalls. Aber die schmaleren Bände "Tabor Süden und..." haben mir insgesamt besser gefallen. In diesem Roman geht es um Lucy, Tochter von Christoph Arano -  vor über dreißig Jahren aus Nigeria nach Deutschland gekommen -  die nach dem Tod ihrer Mutter ständig auf äußerst brutale Art und Weise Straftaten begeht, dafür zwar noch nicht belangt werden kann, aber deshalb stadtbekannt ist. Viele bei der Polizei warten nur darauf, dass sie 14 und damit strafmündig wird, ...weiterlesen...


Montag, 22. Februar 2010 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Nicht käuflich, aber zu mieten, so ein Kommentar zur Sponsorenaquise im Namen des Ministerpräsidenten von NRW. 20.000 € für ein "stattliches" Partnerpaket (diesen Begriff kennt mein Wörterbuch noch nicht, werde ich aber gleich einfügen!!). Und Rüttgers, der Arme, hat nichts davon gewusst, alles ist nur ein Missverständnis. Die Frage ist nur: Wer da was missverstanden hat! Ich fasse es nicht, für wie blöd die uns halten!!! weiterlesen...


Sonntag, 21. Februar 2010 | Kategorie: Rezensionen (diverse) | Kommentare (3)

In der heutigen Sendung Lebenszeichen im WDR 3 "Es muss nicht immer alles sein im Leben" geht es um (Lebens-)Pläne, ihre sinnvolle und zerstörende Funktion, aber auch um das Scheitern. Der Schweizer Psychoanalytiker Alain Guggenbühl fordert in seinem Buch "Wer aus der Reihe tanzt lebt intensiver" sogar eine Kultur des Respekt vor dem Scheitern eines Menschen und seinem Umgang mit diesem Scheitern, denn Scheitern, Fehlschläge sind notwendige Korrekturen eines Lebensplanes, die eine Veränderung bisheriger Prioritäten zur Folge haben kann. Wer  bisher immer "Mitfahrer(in)" gewesen ist, kann sich überlegen, ob er fortan nicht lieber "Busfahrer(in)" sein will, der den Kurs des eigenen Lebens bestimmt, wohl wissend, dass man ...weiterlesen...


Dienstag, 16. Februar 2010 | Kategorie: Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Der Titel ist sicherlich eine gewollte Anlehnung an Bonhoeffers Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen". Es ist eine Sammlung von 32 verschiedenfarbigen Karten mit "beflügelnden Worten" und einem kleinen Holzständer zum Aufstellen der liebevoll gestalteten Karten in Postkartenformat. Man kann die Karten für sich selbst nutzten, als komplette Schatzkiste verschenken, sie als Postkarten verschicken, Geschenken beifügen, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Immer, wenn ich gehe: Als sei ich begleitet. Und das beschwingt. Immer, wenn ich gehe: Der Schlag meines Herzens. Und der hält den Rhythmus. Immer, wenn ich gehe: Ein Schritt nach dem andern. Und das bringt voran. Immer, wenn ich gehe: Ein schimmer von Sinn. Und der beflügelt. (Wolfgang Dietrich) Das ...weiterlesen...


Freitag, 12. Februar 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (2)

Vor ca. 14 Jahren habe ich diesen Band geliehen bekommen, mindest drei Umzüge hat er mitgemacht. Ich wusste nicht einmal mehr, dass ich ihn (ausgeliehen) hatte. "Bruder Feuer" hat mich ins Regal sehen lassen, ob nicht noch weitere Bücher von Luise Rinser dort stehen. Ich bin fündig geworden, habe es mit Interesse gelesen und Anregungen in Glaubensfragen bekommen, die mich "zwischendurch" immer wieder, immer noch beschäftigen. Luise Rinser geht in diesem Band auf Fragen meist junger Leser ein -  in Briefen an sie gestellt -  die sie beantwortet. Es sind Fragen nach dem "Sinn des Lebens", nach "Himmel, Hölle, Teufel", "Angst vor dem Sterben" ,um nur einige Überschriften aufzulisten. Und ihre ...weiterlesen...


Mittwoch, 10. Februar 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (0)

In dem Roman "Zigeunerblut" erzählt Sabina als bereits alte Frau aus der Ich-Perspektive ihr Leben als Findelkindes, das bei Zigeunern aufwächst, Liebe und Zuneigung aber nur solange erfährt wie sein Ziehvater in seiner Schmiede arbeitet. Als er von den Sowjets geholt wird, weil er nicht in und für die Kolchose arbeiten will, wird es wie Aschenputtel behandelt, vom Stiefvater sogar vergewaltigt. "Seit jener Nacht war mir alles egal. Als ob etwas in mir abgestorben war, ohne überhaupt geboren worden zu sein." Sabina legt sich viele Seelen, Gesichter zu, verhindert, dass Menschen ihr in die Seele sehen können, und ist dennoch davon überzeugt, dass der Mensch, also auch sie ...weiterlesen...


Dienstag, 9. Februar 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (1)

Tabor Süden, eine der Kommissarfiguren  Friedrich Anis, ermittelt immer noch auf der Vermisstenstelle der Kripo, ist immer noch der Ausnahmepolizist, ein Schweiger, der lieber zuhört als Fragen zu stellen, der Zeugen mit seinem Schweigen oft unsicher macht, der während der Vernehmungen lieber steht und auch damit irritiert. Mir haben die Krimis allesamt gut gefallen. Der schwächste war für mich "Süden und das verkehrte Kind" , der Klappentext verrät sehr viel, die Ermittlungen machen die Beweggründe des Kindes wegzulaufen aber nicht wirklich deutlich. Am besten finde ich "Süden und der glückliche Winkel", eine Vermissung, die eigentlich gar keine ist. Denn der Vermisste befindet sich noch ...weiterlesen...