Sonntag, 27. Dezember 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Tabor Süden arbeitet noch immer auf der Vermisstenstelle. Doch der Fall einer unbekannten, männlichen Leiche führt ihn bis nach Italien auf die Spur einer Frau, die seit etwas zehn Jahren als vermisst gilt und kurz davor steht, als verschollen "zu den Akten gelegt" zu werden. Tabor findet trotz anfänglich hartnäckigen Schweigens von Zeugen einen Zusammenhang der beiden Fälle heraus. Seiner Sturheit ist es zu verdanken, dass sie - zumindest in polizeilicher Hinsicht - als gelöst gelten können. Süden, der sich als "Untermieter seiner selbst" bezeichnet, bemüht sich während seiner Ermittlungen  "um gesellschaftlich konforme Wut", die in ihm nicht aufkommen will. Auf ...weiterlesen...


Mittwoch, 23. Dezember 2009 | Kategorie: Allgemein, Rezensionen | Kommentare (1)

Sylvain lebt mit seiner Schildkröte Gaby bei seiner Mutter. Das wäre nichts Erwähnenswertes, wenn Sylvian nicht bereits 36 Jahre alt wäre und seine Schildkröte um ihren Panzer beneidete: "Es erschien ihm praktisch, in seinem eigenen sicheren Bunker zu wohnen." Alle seine Versuche, sich sebstständig zu machen, scheitern am Widerstand der Mutter, die nichts unversucht lässt, ihn an sich zu binden. Freundinnen ekelt sie regelmäßig aus dem Haus, so dass Sylvain - aus ihrer Sicht - erneut keinen Grund hat auszuziehen. Wegen eines Sturzes der Mutter und des damit verbundenen Aufenthaltes im Krankenhaus sagt Sylvain seine  Reise nach Rumänien ab. Die ...weiterlesen...


Mittwoch, 23. Dezember 2009 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (0)

Schlaglöcher in den Straßen  - meist kein schöner Anblick. Wenn sich aber, von der Sonne beschienen, mindestens fünf Spatzen  in einem mit Schneewasser gefüllten Schlagloch badend tummeln - dann zaubern sie ein Lächeln aufs Gesicht - direkter Weg zum Glück. weiterlesen...


Sonntag, 20. Dezember 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Tabor Süden ermittelt wieder. Gesucht wird Johann Farak, 41 Jahre alt, Sohn eines Ägypters, der offensichtlich aber nur von seiner Schwester vermisst wird. Alle im Zusammenhang mit dieser Vermissung Befragten wundern sich, dass überhaupt jemand Johann vermisst, den alle nur als Trinker, unbegabten Maler und endlosen Schwätzer bezeichnen, mit dem niemand mehr etwas zu tun haben will, der in zahllosen Kneipen Hausverbot hat. Die Angaben der Schwester stellen sich dann auch noch als falsch heraus, geben aber Einblick in den Abgrund ihrer Familie. Süden soll aufhören zu ermitteln, da es wichtigere Fälle gebe. Süden aber hat sich in den Fall ...weiterlesen...


Samstag, 19. Dezember 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

"Ich arbeite auf der Vermisstenstelle des Kripo und kann meinen eigenen Vater nicht finden." so Tabor Süden. Im ersten Krimi der "Süden"-Reihe erfährt der Leser (noch) nicht, ob das auch der Grund für seinen Job bei der Vermisstenstelle ist. Süden gefällt mir als Ermittlertyp. Er ist unkonventionell, nachdenklich, schweigt lieber als zu reden, kein typischer Beamter, manchmal ein wenig klischeehaft gezeichnet, ermittelt nicht immer nach Vorschrift, sehr oft intuitiv, scheinbar ohne objektive Gründe, ab und zu auch gegen die ausdrücklichen Anweisungen seines Chefs. Im ersten Krimi dieser Reihe geht er der Vermisstenanzeige nach, die die Frau eines Schusters gestellt hat, der ...weiterlesen...


Freitag, 11. Dezember 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Inzwischen wird Schenkel als 'TANNÖD' - Autorin bezeichnet, zumindest auf dem Einband ihres dritten Romans 'Bunker', nach 'Kalteis' sicher ein notwendiger (?!) Verkaufsanreiz. Denn mir hat dieser Roman überhaupt nicht gefallen. Die Angestellte eines Autohauses wird abends von einem Mann überfallen, entführt und in einer alten Mühle gefangengehalten, als der Täter merkt, dass die Angestellte den Schlüssel zum Tresor nicht hat. Wie in den ersten beiden Romanen wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive des Opfers und Täters - gekennzeichnet durch verschiedene Schrifttypen - das Geschehen in der Mühle und nach einem Ausbruchsversuch der Entführten im Wald erzählt. Gegenwart und Vergangenheit der beiden ...weiterlesen...


Freitag, 4. Dezember 2009 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

"Ich weiß nicht, ob wir immer erst einen Menschen verlieren müssen, um uns darüber klar zu werden, daß wir ihn geliebt haben, aber mir ging es so. Zu Lebzeiten hatte ich keine Zeit, darüber nachzudenken, ob ich Liebe für den Onkel empfand oder Dankbarkeit und Respekt. Doch als er dann tot war, durchdrang mich eine große Zuneigung für diesen Mann, der mir viele Jahre den Vater ersetzt hatte. Vielleicht ohne Begeisterung zu zeigen, was seinem Charakter auch nicht entsprochen hätte, wohl aber mit gutem Willen." (S. 55) (Maria Barbal, Wie ein Stein im Geröll, für Leseratten sicher ein geeignetes Weihnachtsgeschenk, es ...weiterlesen...


Freitag, 4. Dezember 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Auch in diesem Krimi deutet der Prolog das ganze menschliche Ausmaß einer Tragödie an, deren Opfer Silvia Klages gewesen ist und erneut sein wird: "In jener Nacht im Haus am See war sie nackt gewesen. Danach nur noch beim Duschen oder Baden zu Hause. Zwei Jahre später bat sie Roland zum ersten Mal wieder, zu ihr ins Bett zu kommen und sehr behutsam zu sein. Die Nacht war schwül, und ein Fenster stand offen. Es klirrte nicht, als der Mann einstieg." Der durch einen Unfall blind gewordene Kommissar Vogel ist wie vorher, nur eben blind. " ... ich akzeptiere die Wendung in meinem Leben und ...weiterlesen...


Dienstag, 1. Dezember 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Der Prolog nimmt vorweg, was Kommissar Jonas Vogel später im Krankenhaus erleben wird: "Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Zehn Sekunden. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Zwanzig Sekunden. Wie lange schon? Schwarz. Soviel stand fest: es war schwarz, nicht grau, nicht schattenartig. Nicht irgendwie dunkel, irgendwie schraffiert von etwas hinter dem Dunkel. Nur schwarz . Und es blieb." Durch einen Unfall wird der Kommissar blind, unwiderbringlich, da sein Sehnerv durchtrennt  ist. Für seine labile Ehefrau , die sich zu sehr allein gelassen fühlt, eine noch größere Katastrophe als für Jonas Vogel. "Ich bin eine zerschmetterte Frau, dachte Esther Vogel, und du hast mich zerschmettert." Aber nicht sie, sondern ihr Mann ist blind geworden. Doch bis es zu dem Unfall kommt, ...weiterlesen...


Montag, 30. November 2009 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

Ja, ich weiß, über Herta Müller und diesen Roman ist soooo viel geschrieben worden. Deshalb werde ich euch mit einer "normalen" Rezension verschonen, es gibt so viele kluge, gut geschriebene, da braucht es meine nicht (mehr). Ich habe den Roman schon vor der Verleihung des Nobelpreises gekauft und angefangen zu lesen, weil mich die Romane Herta Müllers, vor allem aber ihre Sprache, immer schon fasziniert haben. Nie leichte Kost, aber immer "außer-gewöhnlich". So auch dieser Roman, der wenig äußere Handlung erzählt, sondern oftmals Assoziationen beschreibt, die der Häftling, ein junger Deutscher in Rumänien, mit bestimmten Gebrauchsgegenständen im russischen Gefangenenlager und seiner Umgebung verbindet ...weiterlesen...