Dienstag, 20. Januar 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Gestern Abend nahm die Kriminalkommissarin Bella Block, gespielt von Hannelore Hoger, ihren "Hut", nachdem sie wieder einmal einen Fall erfolgreich abgeschlossen hat. Und wieder war es nicht der Täter, den alle anderen für den Mörder hielten. Abschied nimmt Bella Block aber auch von ihrem langjährigen Lebenspartner Simon Abendroth bzw. der von ihr, weil er sich einen Lebentraum erfüllen will, bevor es zu spät ist. Segeln ist aber nicht Bellas Traum. Und so zieht Simon Abendroth nicht nur um die Welt, sondern vorher zieht er aus der gemeinsamen, sehr großen Wohnung aus. Bella bleibt allein zurück, beißt sich in ihrem Job durch, ...weiterlesen...


Montag, 12. Januar 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Gewidmet ist dieser Roman allen, die während des Nazi Terrors im polnischen Widerstand gekämpft haben. Er beginnt in Buenos Aires, in der Gegenwart. Adrian Hartmann, ein reicher Juwelier, wird während seiner morgendlichen Joggingtour von einem Dobermann angefallen und anschließend durch Schüsse ermordet. In New York besucht Mary Dunn Dr. John Sukow, der glaubt, sie zu kennen. In der Hand hält sie eine Ausgabe des Buenos Aires Herald, mit der Ermordung Adrian Hartmanns als Aufmacher. Und schon kennt der Leser die Hauptpersonen und der erfahrene unter ihnen weiß, dass der eigentliche, im Dezember 1941 beginnende Roman, aufklären wird, um wen es sich bei ...weiterlesen...


Freitag, 9. Januar 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Fast wäre Weihnachten zu einer "Katastrophe" geworden: kein Buch auf dem Gabentisch! Am ersten Weihnachtstag konnte ich entspannt aufatmen: Ich bekam sogar einen Doppelband geschenkt! Der landete sogleich in meiner Büchertasche (ihr erinnert euch?). Inspektor Rebus hat es in "Verborgene Muster" scheinbar mit einem Serienmörder zu tun, denn innerhalb kurzer Zeit sind zwei Mädchen ermordet aufgefunden worden, ein drittes ist verschwunden. Die Fälle weisen einige Ähnlichkeiten auf, doch die Opfer scheinen keine Gemeinsamkeiten zu haben.  Er selbst bekommt merkwürdige "Briefe", legt sie im Geiste aber - ohne Verbindung mit den zu bearbeitenden Fällen - unter "Spinnereien" ab. Er ist auch ein ...weiterlesen...


Mittwoch, 7. Januar 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

751 Seiten überragende Spannung verspricht der zweite Teil der als Triologie angelegte Krimi von Stieg Larsson. Schon gleich nach dem Lesen von "Verblendung" , des ersten Bandes, hätte ich mir gerne den zweiten  vorgenommen. Doch Krimis lese ich grundsätzlich nur als Taschenbuchausgaben. Also hieß es warten. Auf Langeoog hatte ich nun Zeit und Gelegenheit. Und ich habe fast pausenlos gelesen. Spannend ist die Geschichte von Lisbeth Salander, die in den Verdacht gerät, drei Menschen auf brutale Weise getötet, ja fast schon hingerichtet zu haben. Die Polizei ist von ihr als Täterin überzeugt, vor allem traut sie  ihr diese Morde auch zu ...weiterlesen...


Dienstag, 6. Januar 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (3)

Der Titel dieses Bändchens ist in jeder Hinsicht irreführend, denn es sind eher keine Geschichten speziell für Kinder, sondern sieben Geschichten von mehr oder weniger alten Männern, die eines gemeinsam haben, so unterschiedlich sie auch sonst sind: Sie sind alle ein wenig einsam und ver-rückt, gemessen an den Maßstäben normaler Erwachsener. Insofern sind es vielleicht doch Geschichten für Kinder, die ja in ihrer Fantasie eigene Welten mit eigenen Gesetzten entstehen lassen, wie der Mann in der recht bekannten Erzählung "Ein Tisch ist ein Tisch". Er erfindet seine eigene Sprache, weil ihm sein Leben zu eintönig und einsam ist. Das Erfinden, ...weiterlesen...


Freitag, 26. Dezember 2008 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Vor sechsundzwanzig Jahren habe ich den Jahreswechsel im Krankenhaus verbracht, da mein ältester Sohn keine Lust mehr hatte zu warten. Er ist am 31.12.1982 zur Welt gekommen. " Da bekommst du für ihn ja noch Kindergeld!" Als wenn mich das in dem Moment interessiert hätte. Ich war froh, dass er auf der Welt und augenscheinlich gesund war, denn er hatte die Nabelschnur um den Hals und zum Schluss war es lebensbedrohlich eng. Danach hatte er offensichtlich "Druck", denn die erste Aktion auf dem Wickeltisch war, sich zu erleichtern und zwar in hohem Bogen. Ob und wen er erwischt hat, daran erinnere ...weiterlesen...


Montag, 22. Dezember 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (4)

Das Leben ändert sich schnell. Das Leben ändert sich in einem Augenblick. Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört auf. Die Frage des Selbstmitleids. Das sind die ersten Worte Joan Didions, die sie nach dem Tod ihres Mannes John aufgeschrieben hat. Danach herrscht für lange Zeit Sprachlosigkeit, weil für sie das Herausgerissenwerden aus einem ganz gewöhnlichen Alltag kaum zu glauben ist, lange für irreal gehalten wird und daher kaum in Worte, in Sprache zu fassen ist. Hinzu kommt, dass ihre Tochter zu der Zeit, als ihr Vater stirbt, auf einer Intensivstation liegt. Joan Didion kommt lange Zeit kaum dazu, den ...weiterlesen...


Dienstag, 16. Dezember 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (8)

Oberinspektor Chen hat nie vorgehabt, Polizist zu werden, sondern will als Student eher literarisch Karriere machen. Doch im China der 80iger des letzten Jahrhunderts haben Studenten ihr Arbeitsplätze nicht frei wählen können. Sie sind ihnen zugewiesen worden. Chen hat zunächt die Diplomatenlaufbahn einschlagen sollen, doch die Überprüfung seines familiären Hintergrunds - einer seiner Onkel ist als Konterrevolutionär hingerichtet worden - ließ dies nicht zu. So ist er Polizist in Shanghai geworden und hat in den ersten Jahren ein Verhörhandbuch übersetzten und politische Berichte verfassen müssen. Zu Beginn des Kriminalromans ist Chen gerade - für alle überraschend - Leiter einer ...weiterlesen...


Dienstag, 9. Dezember 2008 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

Einmal mit einem Porsche über die Autobahn fahren, das habe ich mir schon als Kind gewünscht. Warum? Ich weiß es nicht. Gefragt habe ich immer wieder Leute mit Porsche, die ihre spontanen Zusagen allerdings nie wahrgemacht haben, weshalb auch immer. Heute morgen war es dann soweit. Der Nachbar hatte seine Garage offen, in der sein Porsche steht. Hat mich gewundert, weil der Wagen eine Saisonzulassung hat, die im Oktober des jeweiligen Jahres endet. Dann taucht ein nigelnagelneuer blauer Porsche auf (Mein Mann mochte blaue Porsche, ich würde mich immer für einen schwarzen entscheiden. Ich hoffe, ihr erkennt den Konj.II!!!). Zwei Männer ...weiterlesen...


Montag, 8. Dezember 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (3)

Ich brauchte mal wieder ein Buch, das spannende Unterhaltung bietet. Die Buchhändlerin gab mir diesen Roman in die Hand. "Ein gut geschriebener Spionageroman." "Nee, das ist nicht's für mich." Ich mag keine Spionageromane, da ich bei meinem schlechten Namensgedächtnis irgendwann nicht mehr weiß, wer zu wem gehört bzw. wer gegen wen ist. Und das finde ich zu anstrengend. Doch sie ließ sich nicht beirren und begann, mir den Inhalt zu erzählen. Da ich ihr vertraue, habe ich mich überreden lassen. Der Roman beginnt mit einem Zitat von Marcel Proust. Den ersten Satz dieses Roman hätte ich vorgeschlagen, finde ihn allemal besser ...weiterlesen...