Freitag, 4. Dezember 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Auch in diesem Krimi deutet der Prolog das ganze menschliche Ausmaß einer Tragödie an, deren Opfer Silvia Klages gewesen ist und erneut sein wird: "In jener Nacht im Haus am See war sie nackt gewesen. Danach nur noch beim Duschen oder Baden zu Hause. Zwei Jahre später bat sie Roland zum ersten Mal wieder, zu ihr ins Bett zu kommen und sehr behutsam zu sein. Die Nacht war schwül, und ein Fenster stand offen. Es klirrte nicht, als der Mann einstieg." Der durch einen Unfall blind gewordene Kommissar Vogel ist wie vorher, nur eben blind. " ... ich akzeptiere die Wendung in meinem Leben und ...weiterlesen...


Donnerstag, 3. Dezember 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (4)

Man muss nie verzweifeln, wenn etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und  mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muß in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Milionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes  und Verlorenes gibt.- (Brief von Rainer Maria Rilke an Friedrich Westhoff, Rom 29. April 1904) weiterlesen...


Dienstag, 1. Dezember 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Der Prolog nimmt vorweg, was Kommissar Jonas Vogel später im Krankenhaus erleben wird: "Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Zehn Sekunden. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Zwanzig Sekunden. Wie lange schon? Schwarz. Soviel stand fest: es war schwarz, nicht grau, nicht schattenartig. Nicht irgendwie dunkel, irgendwie schraffiert von etwas hinter dem Dunkel. Nur schwarz . Und es blieb." Durch einen Unfall wird der Kommissar blind, unwiderbringlich, da sein Sehnerv durchtrennt  ist. Für seine labile Ehefrau , die sich zu sehr allein gelassen fühlt, eine noch größere Katastrophe als für Jonas Vogel. "Ich bin eine zerschmetterte Frau, dachte Esther Vogel, und du hast mich zerschmettert." Aber nicht sie, sondern ihr Mann ist blind geworden. Doch bis es zu dem Unfall kommt, ...weiterlesen...


Montag, 30. November 2009 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Der Aesthet Wenn ich sitze, will ich nicht sitzen, wie mein Sitz-Fleisch möchte, sondern wie mein Sitz-Geist sich, säße er, den Stuhl sich flöchte. Der jedoch bedarf nicht viel, schätzt am Stuhl allein den Stil, überläßt den Zweck des Möbels ohne Grimm der Gier des Pöbels. (Christian Morgenstern, Galgenlieder) weiterlesen...


Montag, 30. November 2009 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Was bringt wen dazu eine Haltestelle "Verlorener Sohn" zu nennen? weiterlesen...


Montag, 30. November 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Ja, ich weiß, über Herta Müller und diesen Roman ist soooo viel geschrieben worden. Deshalb werde ich euch mit einer "normalen" Rezension verschonen, es gibt so viele kluge, gut geschriebene, da braucht es meine nicht (mehr). Ich habe den Roman schon vor der Verleihung des Nobelpreises gekauft und angefangen zu lesen, weil mich die Romane Herta Müllers, vor allem aber ihre Sprache immer schon fasziniert haben. Nie leichte Kost, aber immer "Außer-gewöhnlich". So auch dieser Roman, der wenig äußere Handlung erzählt, sondern oftmals Assoziationen beschreibt, die der Häftling, ein junger Deutscher in Rumänien,  mit bestimmten Gebrauchsgegenständen im russischen Gefangenenlager und seiner Umgebung ...weiterlesen...


Sonntag, 29. November 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (1)

"Mensch, geh nur in dich selbst, denn nach dem Stein der Weisen darf man nicht erst in fremde Länder reisen." (Angelus Silesius) weiterlesen...


Sonntag, 29. November 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Der Titel, die Geschichte haben mich neugierig gemacht. Dass die katalanische Autorin als vom Holocaust nicht Betroffene sich an dieses Thema begeben hat, der Roman in 12 Ländern erscheint, hat mich dann dazu bewogen, ihn zu lesen. Der Pariser Musiker Climent lernt in Krakau die polnische Geigerin Regina kennen und ist von ihrem Spiel und dem besonderen Klang der Geige fasziniert. Von ihr erfährt er auch die Geschichte dieser Violnie, die ihr Onkel Daniel auf der Grundlage einer Wette zwischen dem Kommandanten Sauckel und dem experimentierfreudigen Doktor Rascher anfertigen musste. Diese Arbeit ist für ihn lebenswichtig im wahrsten Sinne des Wortes, ...weiterlesen...


Freitag, 27. November 2009 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Ich weiß, daß mir nichts angehört Als der Gedanke, der ungestört Aus meiner Seele will fließen, Und jeder günstige Augenblick, Den mich ein liebendes Geschick Von Grund aus läßt genießen. (J.W.v.Goethe) weiterlesen...


Freitag, 27. November 2009 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (3)

Bei Regen bringt mein Mann morgens die Kinder mit dem Auto zur Schule! Wie kommen sie sonst zur Schule? Mit dem Bus. Warum fahren sie bei Regen nicht mit dem Bus? Weil sie sonst nass werden. (Sind die Kinder aus Zucker oder bin ich eine Rabenmutter, dass meine Kinder auch bei Regen mit dem Bus gefahren sind? Ich wäre nicht einmal auf die Idee gekommen, sie zu bringen. ) weiterlesen...