Montag, 14. Januar 2013 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Wie eine Nonne schwarz, mit weißen Litzen ums Eulenantlitz, bist du, Wintertag, mit deinem Schnee auf Kanten, Dächern, Spitzen. Und deine Augen, lebenstot und vag, betrachten mich mit kaltem, stumpfen Blitzen und fragen mich: was soll dein Hoffen, sag'! ... (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Sonntag, 13. Januar 2013 | Kategorie: Zitate | Kommentare (2)

An dem Punkt, wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor. (Werner Fink) weiterlesen...


Samstag, 12. Januar 2013 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

»Wer sich der Einsamkeit ergibt, Ach der ist bald allein; Ein jeder lebt, ein jeder liebt Und läßt ihn seiner Pein.« Wer sich dem Weltgewühl ergibt, Der ist zwar nie allein. Doch was er lebt und was er liebt, Es wird wohl nimmer sein. Nur wer der Muse hin sich gibt, Der weilet gern allein, Er ahnt, daß sie ihn wieder liebt, Von ihm geliebt will sein. Sie kränzt den Becher und Altar, Vergöttlicht Lust und Pein. Was sie ihm gibt, es ist so wahr, Gewährt ein ewig Sein. Es blühet hell in seiner Brust Der Lebensflamme Schein. Im Himmlischen ist ihm bewußt Das reine irdsche Sein. (Bettina v. Arnim) weiterlesen...


Freitag, 11. Januar 2013 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (3)

Fiete I Scheint das Licht noch In dem Schlachtgrau? Bleibe Pflicht doch Meine Nachtfrau! Wenn der Wind weht Und der Baum rauscht, Unser Kind geht Und dem Traum lauscht. II Alle sind besser Als ich. Lilie gegen Messer, Kuss gegen Stich. Lächeln gegen Zähne, Herz gegen Stein. Ach ich sehne Mich all-ein. (Klabund) weiterlesen...


Donnerstag, 10. Januar 2013 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Der mittlerweile verfilmte Krimi "Die schwarze Dahlie" ist ungewöhnlich, nicht nur wegen der brutalen Art und Weise, wie Elizabeth Short, die wegen ihrer schwarzen Kleidung von den Medien die schwarze Dahlie genannt wird, zu Tode gekommen ist. Denn deren Leiche ist anschließend noch in zwei Hälften geteilt und geschändet worden. Es ist auch die Besessenheit der beiden ermittelnden Polizisten Blanchard und Bleichert, die weit über das beruflich Normale hinausgeht. Der Krimi ist aus der Ich-Perspektive des ermittelnden Polizisten Dwight Bleichert geschrieben und beginnt so: "Lebend bin ich ihr nie begegnet. Sie existiert für mich durch andere, bezeugt ihr Leben mittelbar in den Folgen, in die ihr Tod jene getrieben hat. Mich ...weiterlesen...


Mittwoch, 9. Januar 2013 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges | Kommentare (1)

In Kutschers Goldstein begegnet der Leser nicht nur einer komplexen Krimihandlung, sondern auch allgemein menschlichen Fragen, die u.a. dem eher im Hintergrund agierenden Protagonisten der Handlung durch den Kopf gehen. "In dieser Nacht hatte er gemerkt, ... dass er keinerlei Angst vor dem Tod hatte, nicht vor dem eigenen, nicht vor dem der anderen. Sobald man den Tod akzeptiert hatte, verlor er seinen Schrecken, so einfach war das. ... Dass wir leben, ist ein verdammter Zufall, aber dass wir sterben, das steht fest ... . Die meisten Leute sahen es genau anders herum, hielten ihre eigene armselige Existenz für vorherbestimmtes Schicksal und ...weiterlesen...


Dienstag, 8. Januar 2013 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (7)

Es gibt keine Liebe ohne Versäumnisse. (Verena Kast) weiterlesen...


Dienstag, 8. Januar 2013 | Kategorie: Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Zitate | Kommentare (3)

Ein Mann, der Tränen streng entwöhnt, Mag sich ein Held erscheinen. Doch wenn's im Innern sehnt und dröhnt, Geb ihm ein Gott zu weinen. (aus: J.W. Goethe, Zahme Xenien) weiterlesen...


Montag, 7. Januar 2013 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Sie fliegen wieder! Habe heute am grauen Horizont eine Formation von (Wild-)Vögeln gesehen! Wo die wohl hinfliegen? Jetzt im Januar? weiterlesen...


Montag, 7. Januar 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Goldstein" ist nach "Der nasse Fisch" und "Der stumme Tod" Gereon Raths dritter Fall und spielt wie die anderen in Berlin. Alex und Benny, zwei obdachlose Jugendliche, die von den Erlösen leben, die sie mit Kaufhausdiebstählen machen, werden erwischt, nachdem sie sich im KaDeWe haben einschließen lassen. Alex kann sich retten, doch Benny der auf einen Sims hat flüchten können, stürzt ab, weil er sich nicht mehr halten kann. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass Benny die Hände zerquetscht worden sind - scheinbar von einem Polizisten. Alex hat den Polizisten dabei gesehen und schwebt nun in großer Gefahr, zumal auch der Hehler, der ihnen ...weiterlesen...