Montag, 13. Oktober 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (0)

Besuchszeiten für Leichenzellen Mo -Fr. : von .... bis... Sa - So : von ... bis ... Die Assoziation zur Gefängniszelle drängte sich mir beim Anblick dieses Schildes auf. Dass es auch Klosterzellen gibt, die einen kleinen, spartanisch eingerichteten Raum bezeichnen, fiel mir erst später ein. Aber auch dann, wenn ich bei "Zelle" nicht noch an Nasszelle etc. denken muss, so stellt sich die Frage, ob die Leichenzellen besucht werden oder nicht eher der/ die dort liegende Tote. Wäre nicht "Öffnungszeiten der Abschiedsräume" eine sprachlich angemessenere Formulierung? Vielleicht würden dann die Räume auch als solche eingerichtet und verlören ihren Zellencharakter. ...weiterlesen...


Donnerstag, 9. Oktober 2008 | Kategorie: Allgemein, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges | Kommentare (0)

Es scheinen doch mächtig viele Autofahrer Ohrenschmerzen zu haben. Denn Handys am Ohr zu haben, um die Ohren zu wärmen, ist erlaubt. Doch weshalb so viele dabei mit sich selbst reden? weiterlesen...


Sonntag, 5. Oktober 2008 | Kategorie: Alltägliches, Merk-Würdiges | Kommentare (0)

Um einen Besuch auf der Intensivstation machen zu können, muss jeder Besucher einen blauen Überwürf anziehen. Ok, wenn's denn zum Schutz der Kranken ist. Doch ist meine Kleidung eher Überträger von nicht erwünschten Keimen als meine Hände, mein Atem? Meine Frage, ob ich mir nicht die Hände desinfizieren und einen Mundschutz tragen müsse, wurde verneint, das sei nicht nötig. Warum dann aber der Überwurf? Trotz dieser Maskerade habe ich eine Schulkameradin erkannt, neben der ich in der 5. Klasse, damals noch Sexta, gesessen habe. Doch mehr Raum als uns zu erkennen zu geben, war nicht möglich, da wir beide damit beschäftigt waren, ...weiterlesen...


Freitag, 3. Oktober 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (1)

"Je länger man lebt, desto deutlicher sieht man, dass die einfachen Dinge die wahrhaft großen sind." (Romano Guardini) weiterlesen...


Donnerstag, 2. Oktober 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Frag-Würdiges | Kommentare (3)

"Soll ich Ihnen die vereinzelten grauen Haare rausziehen?" Das fragte mich ein Friseur vor ein paar Jahren - oder war es eine Friseurin? Wenn ich dem nachgegeben hätte, wäre ich heute nahezu kahl. "Mit grauen Haaren sieht man älter aus!" habe ich mir dann später einmal von einer blonden Dame gleichen Alters sagen lassen müssen. Sie hat es allgemein formuliert, aber wohl mich damit gemeint. In einer langweiligen Konferenz ist mir vor Jahren dann einmal aufgefallen, dass außer mir keine einzige (!) Kollegin graue Haare hatte. "Altersblond", "friedhofsblond" - vielleicht gibt es noch andere Bezeichnungen, die ich nicht kenne. Das alles ficht ...weiterlesen...


Mittwoch, 1. Oktober 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Aufgeschnappt | Kommentare (3)

Wann funktioniert ein Gerät nicht mehr? Natürlich dann, wenn man es dringend braucht. Ein Stapel Unterlagen sollte kopiert werden. Es blinkt. Papierstau! Gerät ausschalten, zur Vorsicht noch einnmal die Gebrauchsanweisung lesen, Gerät öffnen, Papier entfernen - wenn denn Papier dagewesen wäre. Gerät einschalten. Es zeigt immer noch einen Papierstau an! Nicht richtig hingesehen!? Noch einmal alles von vorn, dieses Mal unter zur Hilfenahme einer Taschenlampe. Doch auch mit Beleuchtung ist von Papier nichts zu sehen. Also: Gerät einpacken und zum Händler fahren, bei dem es mein Mann gekauft hat. Dort begrüßt mich die Verkäuferin mit der Bemerkung: - Was haben Sie denn da für ein ...weiterlesen...


Mittwoch, 1. Oktober 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (3)

Die Konfrontation mit der unmittelbar bevorstehenden Endlichkeit der eigenen Eltern macht nachdenklich, reißt alte Wunden wieder auf und ist Möglichkeit, Anlass, eine Bestandsaufnahme zu machen, das Verhältnis zu klären, Ungesagtes, wenn möglich zu sagen, Dankbarkeit zu empfinden, vielleicht auch zu verzeihen und sich klar zu machen, dass Eltern (wie man selbst) in ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten begrenzt sind, auch wenn sie sich das selbst gegenüber und schon gar nicht den "Kindern" gegenüber zugegeben haben. In "Ein sanfter Tod" schildert Simone de Beauvoir, wie sie tagelang am Bett ihrer krebskranken Mutter gewacht hat. Sie beleuchtet in der Retrospektive ihr Verhältnis zur Mutter, ...weiterlesen...


Dienstag, 30. September 2008 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (0)

Das Wort Nachbar setzt sich laut wikipedia zusammen aus „nahe“ und „Bauer“. Passt für meine Nachbarn wie "Faust auf's Auge", denn Speckhorn ist ein sehr bäuerlich und dörflich geprägter Stadtteil Recklinghausens mit Bauernhöfen, Reitanlagen und Grundstücken, die man früher als Anwesen bezeichnet hätte, bewohnt auch von Personen der Öffentlichkeit, die es vorziehen, abgeschieden zu leben und nicht dort, wo "man" wohnt. Entsprechend konservativ geprägt ist dieser Ortsteil und bei den Einheimischen hat man als Zugezogene kaum Chancen dazuzugehören, was nicht heißt, dass mann nicht im Blickpunkt steht und beäugt wird, was aber immer noch nicht heißen muss, dass man auch gegrüßt ...weiterlesen...


Samstag, 27. September 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (0)

Was man so alles als Stichworte vorfindet, mit denen die Sucher auf der eigenen Seite landen, ist mir schon oft Anlass zum Schmunzeln gewesen. Heute aber konnte ich lesen: gedichte zur beendigung einer jungen frau Was ich mir darunter vorzustellen habe, ist mir völlig unklar. Oder sollte "Beendigung" nur ein anderes Wort für "Tod" sein, das m. E. in unserer Gesellschaft genauso tabuisiert ist wie die Tatsache des Todes? Heute konnte ich in der Zeitung lesen, dass die zentrale Anlaufstelle des hiesigen Hospizes zum hl. Franziskus in der Stadt mangels Nachfrage geschlossen werden muss. weiterlesen...


Donnerstag, 25. September 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

In diesem schmalen Bändchen beschreibt Inoue seine Beziehung zu den Eltern, beginnend mit dem Tod seines Vaters, bei dem ihm das "Herz mit Worten erfüllt (war), die ich als sein Sohn zu ihm, meinem Vater hätte sagen sollen, solange er noch lebte, die ich aber nicht gesprochen hatte." Es ist gleichzeitig auch die Geschichte der Ehe von Vater und Mutter, die in ihren Charakteren unsterschiedlicher kaum sein konnten, verbunden mit Gedanken über den eigenen Tod. "Nachdem mein Vater gestorben war, empfand ich meinen eigenen Tod als ein Geschehen, das nicht mehr unbedingt in weiter Zukunft lag, doch meine Mutter war ...weiterlesen...