Donnerstag, 17. Juli 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Wer den Prolog des Romans "Schilf" - abgedruckt auf dem Klappentext - gelesen hat, weiß bereits, worum es geht: "Wir haben nicht alles gehört, dafür das meiste gesehen, denn immer war einer von uns dabei. Ein Komissar, der tödliches Kopfweh hat, eine pysikalische Theorie liebt und nicht an den Zufall glaubt, löst seinen letzten Fall. Ein Kind wird entführt und weiß nichts davon. Ein Arzt tut, was er nicht soll. Ein Mann stirbt, zwei Physiker streiten, ein Polizeiobermeister ist verliebt. Am Ende scheint alles anders, als der Komissar gedacht hat - und doch genau so. Die Ideen des Menschen sind ...weiterlesen...


Donnerstag, 10. Juli 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Meist finde ich (Literatur-) Verfilmungen nicht gelungen. Sie reichen an meine inneren Bilder nicht heran. Mit diesem Krimi erging es mir anders. Nachdem ich eine Reihe von Wilsberg Krimis im Fernsehen gesehen habe, fand ich diesen Krimi nur mäßig spannend zu lesen, nicht nur aufgrund der Handlung, sondern auch wegen der wenig originellen Dialoge und Erzählpassagen. Kein Satz, an dem ich hängen geblieben bin. Doch stets hatte ich Leonard Lansink als Wilsberg in meiner Vorstellung, seine Mimik, Gestik, sein Schulterzucken, die diese Krimireihe für mich ausmacht und sie mich immer noch sehen lässt, so dass ich beim Lesen gleichzeitig ...weiterlesen...


Dienstag, 24. Juni 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Es ist schon ein typischer Mankell Roman: menschliche Abgründe, Unverständnis über die Motive, die (Geld- und Macht-) Gier menschlichen Handelns, Menschen, die an der Wahrheit interessiert sind und dafür viel Zeit, Geld und sogar ihr Leben riskieren. Ein brisantes Thema: menschenverachtende Praktiken von Pharmakonzernen in Afrika, die auf unerlaubte, kriminelle Art und Weise ihre Aids-Medikamente testen. Jede Menge Tote, zwielichtige Gestalten in offiziellen Ämtern und auf den ersten Blick zwielichtige Gestalten, die sich dann als ehrenwert oder einfach nur menschlich und hilfsbereit erweisen. Und dennoch: die Handlung ist z.T. verworren, verschiedene Theorien, Mutmaßungen über den Tod von Henrik Cantor, der ...weiterlesen...


Dienstag, 17. Juni 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (3)

Der Roman ist in einer Zeit entstanden, in der Yvan Goll mit Paula Ludwig befreundet war, worunter Claire offensichtlich sehr gelitten hat. Ihre Eifersucht, den Hass auf die Konkurrentin hat sie in diesem Roman verarbeitet, der in einem französischen Provinznest spielt, in dem man nicht zu laut denken darf, damit die anderen es nicht mitbekommen. Susanne Amiel leidet darunter, von ihrem Geliebten verlassen worden zu sein. Ihren Hutladen, in dem er sie immer besucht hat, hat sie an Gaby Thomas verkauft. Er liegt dirket gegenüber ihrem jetzigen Schreibwarengeschäft, so dass sie sowohl sehen kann, wer den Hutladen betritt, als auch ...weiterlesen...


Sonntag, 25. Mai 2008 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

Ich hatte meinem Mann versprochen, für seine Seebestattung zu sorgen. Da wir beide einen "westfälischen Dickschädel" hatten bzw. ich immer noch habe, habe ich mich dafür eingesetzt, dass sie so durchgeführt werden konnte, wie ich/ wir es wollten. Gar nicht so einfach im Dschungel der Verordnungen: Aber es ging dann doch mit einem Privatboot raus auf See. Mein Mann hätte großen Gefallen an dieser Motoryacht gehabt, denn im Besitz eines Motorbootführerscheins hat er Zeit seines Lebens von einem eigenen Boot geträumt. Frei durfte ich den Ort wählen. Als Anhaltspunkt habe ich die letzte grüne Tonne vor der Einfahrt in den ...weiterlesen...


Montag, 12. Mai 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (53)

"Bevor ich sterbe" ist der erste Roman von Jenny Downham, die Schauspielerin gewesen ist, bevor sie mit dem Schreiben angefangen hat. Der Roman wird als Jugendroman eingestuft, weil es um eine an Leukämie erkrankte Jugendliche und ihr langsames Sterben geht, ist aber - wie gute Jugend- und Kinderbücher immer - auch für Erwachsene geeignet. "Wenn ich doch nur einen Freund hätte. Ich wünschte er würde im Schrank von einem Kleiderbügel hängen. Immer wenn ich wollte, könnte ich ihn rausholen, und er würde mich so ansehen wie die Jungs im Film, so als ob ich schön war." Mit einem Jungen Sex haben, ...weiterlesen...


Mittwoch, 7. Mai 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (0)

"Hupen nutzlos - Fahrer träumt von Schalke" - so oder ähnlich lautet die Aufschrift einiger Aufkleber, mit denen so manches Autos im Ruhrgebiet herumfährt. An den ersten Teil dieses Ausspruches musste ich denken, als ich heute Morgen eine Frau sah, die hupte, um die Autofahrer vor ihr darauf aufmerksam zu machen, dass die Ampel grün sei und sie doch bitte schön fahren sollten. - Leider hatte sie nicht mitbekommen, dass die Autos vor ihr abgestellt waren. Sie standen -ohne Fahrer - geparkt am Rand der Straße und setzten sich -natürlich nicht - in Bewegung. weiterlesen...


Sonntag, 4. Mai 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Die Buchhändlerin hatte Recht. Der erste Krimi der Autorin Elisabeth Herrmann ist spannender als der zweite. Joachim Vernau, zukünftiger Ehemann der reichen und einflussreichen Sigrun von Zernikow, die das "von" demonstrativ weglässt, weil sie glaubt, es schade ihrer politischen Karriere, gerät ohne eigenes Zutun in Verstrickungen, die sich aus der Vergangenheit der ach so angesehenen, wohlhabenden Familie ergeben. Und plötzlich bröckelt die Fassade der Ehrbarkeit, als nämlich eine ukrainische Frau in der Villa auftaucht und behauptet, die von Zernikows hätten während des Zweiten Weltkrieges eine Zwangsarbeiterin beschäftigt. Die Frau wird kurzerhand vor die Tür gesetzt und zwei Tage später ...weiterlesen...


Donnerstag, 1. Mai 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Rezensionen | Kommentare (1)

Wofür habt ihr euch entschieden? Ich für letzteres. Zeit, die Wintersachen ins Winterquartier zu bringen, habe allerdings vergessen, Mottenpapier zu kaufen, das muss ich dringend nachholen. Denn die Motten, mit denen ich es bis jetzt zu tun hatte, waren sehr, sehr wählerisch. Sie nahmen für ihre Nachkommen nur die besten Stücke. Mal ganz ehrlich: hätte ich als Muttermotte ja auch gemacht. Anschließend habe ich die Bezüge, alte Getreidesäcke aus Leinen, für die Gartenmöbel gebügelt und die Sommergarderobe auf Vordermann gebracht. Im Garten habe ich dann den Sonnenschein genossen und in der Sonne Rosen bearbeitet, gedüngt und "Unkraut" gejätet. Die Frage, ob ich die ...weiterlesen...


Montag, 28. April 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (1)

Tisch gedeckt, Brot geschnitten, Kaffee gekocht, Hund gefüttert - Frühstück ist fertig. Doch etwas fehlt. Zuerst bin ich gar nicht darauf gekommen. Doch dann wusste ich es: Es ist die Zeitung. Selbst wenn die Zeit noch so knapp ist, ein Blick in die Zeitung gehört für mich zum Frühstück dazu. Der Blick in die Zeitungsrolle fiel auf keine Zeitung, der in den Briefkastenschlitz ebensowenig. Also: Frühstück ohne Zeitung! Wird zwar gutgeschrieben, nutzt mir aber auch nichts. Hoffentlich liegt sie morgen wieder an gewohnter Stelle. weiterlesen...