Freitag, 7. September 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Als mich vor ein paar Tagen ein Vater im Rollstuhl sitzend nach der Klasse seines Sohnes fragte, habe ich ihm den Raum genannt, ihm aber gesagt, mit Rollstuhl könne er diese Klasse leider nicht erreichen. Anschließend habe ich ihn gefragt, ob bzw. wie ich ihm helfen könne. " Sie können bitte dafür sorgen, dass mein Sohn sein vergessenes Sportzeug bekommt!" Ich musste allerding nichts mehr unternehmen, da Sohnemann übers Handy bereits über die Ankunft des Vaters informiert war. Den Satz, der mir auf der Zunge gelegen hat, habe ich noch rechtzeitig hinunterschlucken können. weiterlesen...


Donnerstag, 6. September 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

"Andorra" von Max Frisch, ein immer noch aktuelles Stück über die vermeintliche Andersartigkeit von Menschen, über das Phänomen, sich vom anderen ein Bildnis zu machen, das nach Frisch nie dem Original in seiner Einzigartigkeit entspricht, ein Stück über den Umgang mit Wahrheit oder dem, was Menschen dafür halten oder daraus machen. Als Andri die "Stuhlprobe" in den Augen des Tischlers nicht bestanden hat, fragt er: "Wieso seid ihr stärker als die Wahrheit? Sie wissen genau, was wahr ist. Sie sitzen drauf -" Dem Pfarrer, der im zweiten Gespräch behauptet, jetzt wirklich die Wahrheit zu sagen, schleudert Andri ebenfalls eine Frage ...weiterlesen...


Mittwoch, 5. September 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Theatervortellungen von Stücken, die im Deutschunterricht der diversen Schulen im Unterricht gelesen werden, sind für mich ein inzwischen ein Graus'. Ich überlege mittlerweile ernsthaft, ob ich noch in solche Vorstellungen gehen soll. Der Lärmpegel ist enorm. Zudem wird gerülpst, nachdem diverse Sachen erst raschelnd ausgepackt und dann verzehrt worden sind. Ständiges Gerappel an den Sitzen - vielleicht aber sind die Abstände der Reihen für heutige Jugendliche einfach zu eng - fortwährende Kommentare, Fragen, häufiges Kichern zerren an den Nerven. Dazwischen sitzt dann jemand, der immer wieder sein aufgeblasenes Kaugummi platzen lässt. Selbst Furzen scheint zur Tagesordnung hinzuzugehören. ...weiterlesen...


Sonntag, 2. September 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Wollte ich nicht immer schon einmal einen abgeklärten Trommel-, Tanzlehrer kennenlernen? Oder einen charmanten Ästhet, originellen Künstler und Autor oder doch eher den Mann im Herbst, 65, Philosoph, Astrologe und Kosmopolit, der eine Begegnung mit einer lustvoll querdenkenden Frauenpersönlichkeit, einer femme de lettres wünscht? Der zur Ruhe gekommene Steppenwolf ist auch noch zu haben! Bei so vielen Männern im Angebot kann man/frau sich ja gar nicht entscheiden, zumal der Tanz- und Trommellehrer nicht einmal schreibt, wie groß/ klein er ist. Da ist das Risiko, dass er nur bis zur Brust reicht viel zu groß, und dann nicht einmal weiß wie, ...weiterlesen...


Samstag, 1. September 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (2)

Beim Aufräumen habe ich einen Zettel mit folgendem Text gefunden (autormäßig nicht mehr zuzuordnen): jeder hat seine Tür ins Innere sie kann nicht immer weit geöffnet sein jeder muß sie auch schließen können um bei sich zu sein und zu sich zu kommen weiterlesen...


Donnerstag, 30. August 2007 | Kategorie: Aufgeschnappt | Kommentare (0)

Bin ich sprachlich ein typisches Kind der Ruhrgebiets? Immer wieder stolpere ich über Begriffe, die ich auf irgendeine Art und Weise falsch "gespeichert" habe wie etwa die "Krümel". Dass man hier "Servie" sagt und nicht die französisch korrekte Aussprache gebraucht, obwohl man Französisch gelernt hat und natürlich weiß, wie es richtig ausgesprochen wird/ werden müsste, mag in den Ohren einiger Damen außerordentlich misslich klingen, ähnlich wie das Wort "Servierte" , die man hier benutzt, um sich den Mund abzuputzen, nein natürlich abzutupfen. Das sind Damen, die als es als vornehm ansehen, beim Trinken einen Finger abzuspreizen. - Schon ...weiterlesen...


Mittwoch, 29. August 2007 | Kategorie: Aufgeschnappt | Kommentare (4)

Was wäre wenn .... , darüber zu spekulieren, ist eine Möglichkeit, über die Notwendigkeit und die Bedeutung des Konjuktivs nachzudenken. Was wäre wenn, ich ein... - Fußballstar - ein Vogel - ein Rennfahrer - ein Model - reich - berühmt - mächtig - ein König - eine Fee - die Bundeskanzler(-in) wäre, dann.... Die Wünsche sind vielfältig, unterschiedlich, haben aber eines gemeinsam: von denen, die sie äußern, werden sie als unrealistisch, als eher unwahrscheinlich eingestuft, daher auch der Konjunktiv II. Natürlich wurde auch ich gefragt, was wäre wenn... Zunächst habe ich zurückgefragt, ob die sie glaubten, dass ich dann weiterarbeitete oder ob ich dann wohl aufhören würde. Die Meinungen waren gespalten. ...weiterlesen...


Dienstag, 28. August 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (5)

"Liebste, ich bitte Dich, schreib. Du ahnst nicht, wie sehr mir Deine Briefe fehlen! Hat man einmal angefangen, doppelt zu denken, wird man durch fehlenden Austausch halbiert. Ich bin verlassen, solange du nicht schreibst." (Barbara Bronnen, Am Ende ein Anfang, S. 136) weiterlesen...


Montag, 27. August 2007 | Kategorie: Aufgeschnappt | Kommentare (0)

Ich habe es in der Tagesschau gehört: Auf der Leipziger Messe "Game Convention" ist es passiert. Dort hat man während der Ausstellung den "weiblichen Gamer" entdeckt. Oder muss ich "weiblicher gamer" schreiben? weiterlesen...


Sonntag, 26. August 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Dieser Briefroman ist die (Liebes-)Geschichte zwischen Charlotte, einer Witwe, und Johannes, einem eingefleischten Junggesellen, die sich dreißgig Jahre nach ihrer heißen Affäre auf dem Umsteigebahnhof in Hannover wiedersehen. Er steigt aus, sie steigt ein. Zeit zu reden, ist nicht. Der Beginn einer erneuten wunderbaren Freundschaft? Jein. Er schreibt ihr. Sie antwortet. Zunächst ist es eher ein Tasten an der Oberfläche, ein Erfragen und Austausch von Informationen, um die Zeitspanne von dreißig Jahren zu überbrücken. Dann treffen sie sich in Hamburg und versuchen dort weiterzumachen, wo sie aufgehört haben: "Wir scheiterten. ... Zwei beflügelte alte Herzen, die beim Vögeln eine schmerzhafte Bauchlandung erleiden..." ...weiterlesen...