Sonntag, 14. Januar 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (52)

"Denn die, die verschwunden sind, sind anwesend, so sehr, dass wir manchmal meinen, ihre unsichtbare Anwesenheit verschlage uns den Atem und es werde uns schwindlig." Der unsichtbar Anwesende ist Hilmar, Schüler einer 9. Klasse, der seit Samstag Abend verschwunden ist. Seine Mutter hat ihn nach dem Training zurückgeschickt, um ein neues Handtuch zu holen, das er hat liegen lassen. Kommissar Fors ermittelt im Umfeld des Jungen und stößt auf Indizien, die dafür sprechen, dass er einem Verbrechen auf der Spur ist, an dem rechtsradikal eingestellte Jugendliche beteiligt sind, deren Gesinnung und Aktionen durch drei "H"s bestimmt sind: Hass. Handeln. Helden. Er ...weiterlesen...


Samstag, 13. Januar 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

"Wenn die Welt ein schwarzes Kind lobt, verliert das Kind vor Schreck allen Schwung. Das hatte ich am eigenen Leib erfahren. Man musste Robert nur klarmachen, wie begabt er war, schon entschuldigte er sich dafür. Er wollte doch nur geliebt werden. Etwas Besonderes zu sein hieß Außenseiter sein.... Im Chor stützte seine Stimme den ganzen Alt. Aber jedes Mal, wenn seine staunenden Klassenkameraden sich über seine Künste lustig machten, versteckte er sein Licht wieder für einige Wochen unter dem Scheffel." (Richard Powers, Der Klang der Zeit, S. 717) Trifft diese Beobachtung nur auf schwarze Kinder zu? - Nicht Außenseiter sein ...weiterlesen...


Samstag, 13. Januar 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Wenn von Thronfolgern und Prinzen in den letzten Tagen die Rede ist, handelt es sich nicht um ein (modernes) Märchen, in dem ein König mit den Unbilden des Lebens konfrontiert und dank eines liebevollen Wesen auf den rechten Weg geführt wird, sondern um Machtkämpfe in Bayern. Dort gibt es scheinbar noch Kronprinzen, die hoffen, dass der König abtritt, bevor sie selbst so alt sind, dass sie als Nachfolger nicht mehr in Frage kommen. Parteisoldaten mischen mit, aber auch solche, die das Handtuch werfen. Prinzessinnen scheint es keine zu geben, jedenfalls spricht niemand von ihnen. Aber vielleicht sind die dabei, Gleichgesinnte ...weiterlesen...


Donnerstag, 11. Januar 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Unter der angegebenen Nummer meldet sich niemand, über die Zentrale ebenfalls nicht. Probiere eine weitere Nummer - jemand hebt ab, nennt seinen Namen: XY. Ich: "Mein name ist mona lisa. Ich möchte gerne wissen, ob mein Reisekostenantrag bearbeitet und das Geld bereits überwiesen ist. Es hat da schon einmal eine Verwechslung gegeben und ich möchte gerne den Vorgang für mich abschließen." Er: " Ich bin zwar nicht dafür zuständig, dass macht Herr/Frau Z, aber ich kann Ihnen sagen, dass das alles seine Richtigkeit hat. Der Antrag ist ordnungsgemäß bearbeitet worden, wenn er denn hier eingegangen ist. Ihre Reisekosten ...weiterlesen...


Mittwoch, 10. Januar 2007 | Kategorie: Zitate | Kommentare (0)

"Im tiefsten Winter erkannte ich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt." (Albert Camus) weiterlesen...


Sonntag, 7. Januar 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Als ich vor kurzem den Ausspruch eines Kindes zum Besten gab, das einen Dalmatiner als Schimmelhund bezeichnete, da war ich mir sicher, dass es ein Neologismus, eine Wortneuschöpfung dieses Kindes war. Aber nein, es gibt tatsächlich Hunde, die Schimmel aufspüren und als Schimmelhunde bezeichnet werden. Trotzdem finde ich den Ausruf originell. Es ist sicher eine Transferleistung dieses Kindes gewesen. Vielleicht hat es vorher einen Schimmel gesehen und diese Beobachtung auf den Hund übertragen. Ein weißes Tier mit dunklen, schwarzen Flecken ist ein Schimmel(-hund,). weiterlesen...


Sonntag, 7. Januar 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Stoiber will mit seiner Rivalin sprechen, unter dieser Überschrift wird berichtet, dass Stoiber (großzügigerweise!!!) seine Rivalin zu einem "konstruktiven Gespräch" eingeladen hat, um den Streit beizulegen. Was er wohl unter "Konstruktivität" versteht? Ich bin mal gespannt, ob sich seine "Rivalin" einwickeln lässt, ob sie "käuflich" ist, weil es auch ihr nur um Macht geht. weiterlesen...


Samstag, 6. Januar 2007 | Kategorie: Zitate | Kommentare (0)

" Es ist viel leichter den Übernächsten zu lieben, als den Nächsten" Diesen Spruch konnte ich heute im Wartezimmer lesen. "Da ist was dran!", dachte ich mir, denn die Nächsten, selbst wenn man sie liebt, sind manchmal ganz schön anstrengend, vor allem dann, wenn Grenzen überschritten werden, die Dritte nicht überschreiten dürften. Liebend Grenzverletzungen aushalten und dennoch um Grenzziehung bemüht - das ist mit dem Übernächsten machmal einfacher. Wenn der's irgendwann dann doch nicht kapiert, kann man weggehen oder ihn wegschicken, aber den Nächsten? weiterlesen...


Freitag, 5. Januar 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Ein Tag = 24 Stunden = 1.440 Min. = 86.4000 Sek. (Bitte rechnet es nach, wenn es wichtig ist, dass die Zahlen stimmen!!!) - Diese Zeitspanne mag machmal arg quälend sein, wenn man nicht weiß, was man tun soll, was einen erwartet (an Schlechtigkeiten, an positiven Überraschungen), welche Entscheidung man aus welchem Grund fällen soll, muss oder will - oder besser nicht. Aber, was ist mit der gleichen Zeit, wenn man/frau tausend (vielleicht nicht gerade), aber hundert oder auch nur - zig Interessen, Termine .... wahrnehmen, lesen, schreiben, mit interessanten Menschen reden möchte? Dann gibt es auch noch ...weiterlesen...


Freitag, 5. Januar 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (4)

"Jenen ohne Talent kann man nichts beibringen. Und die mit Talent brauchen keine Lehrer." Dieser Satzt stammt nicht von einem Kritiker der neuen Schulpolitik in NRW, sondern von Dr. David Strom in Richard Powers Roman "Der Klang der Zeit" (ein schier unerschöpflicher Fundus). Davids Lehrmethode ist ungewöhnlich: "Keiner könnte sagen, was David macht. Nichts Greifbares. Er nimmt ihnen nur einfach die Scheuklappen ab. Führt sie durch einen hermetischen Raum, bis sie die verborgene Tür finden. ... Sie sagen, er springe einfach vor in die Zukunft zu einem Punkt, an dem das Problem schon gelöst ist und dann komme er ...weiterlesen...