Donnerstag, 26. Juli 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

George Tabori und Ulrich Mühe, zwei großartige, dem Theater bzw. dem Film verbundene Menschen, sind in den letzten Tagen verstorben. Es war zu erwarten - zwar aus unterschiedlichen Gründen (Alter, Krankheit) und dennoch: schade, ich werde sie vermissen. George Taboris "Warten auf Godot" habe ich noch bei den letzten Ruhrfestspielen sehen könne. Der Regisseur starb im biblischen Alter. Einen gut zu lesenden Nachruf "Das Leben , ein Tag" enthält die heutige Ausgabe der "ZEIT", S. 45. Ulrich Mühe, der "Lebensempfindliche" wie ihn der Tagesspiegel nennt, wurde nur 54 Jahre, vielleicht ein Anlass, die eigene Endlichkeit stärker ins Bewusstsein zu ...weiterlesen...


Mittwoch, 25. Juli 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (4)

"Liebesarten" ist ein Erzählband mit ungewöhnlichen Liebesgeschichten, die mancher gar nicht als solche bezeichnen würde, ähnlich wie die "Liebesgedichte" von Ulla Hahn, die liebevoll, zuweilen bissig, ironisch, genau hinschauen und zwar nicht immer nur auf die positiven Seiten. "Rote Schuhe" - ein Paar rote Schuhe auf einem Bügelbrett springen dem Leser ins Gesicht, Schuhe die die Protagonistin dieser gleichnamigen Erzählung ausgerechnet auf einer Beerdigung trägt - ist die Geschichte einer Beziehung, die gerade mal eine Nacht gedauert hat, aber lebenslang nachwirkt. "Manchmal, in den vielen Jahren, die den beiden Nächten folgten, der Nacht mit Konrad und der Nacht ohne ...weiterlesen...


Dienstag, 24. Juli 2007 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Von einer Freundin, die weiß, dass ich Gedichte von Ulla Hahn mag, bekam ich folgende Postkarte (aus dem Postkartenkalender "Fliegende Wörter 2007): Genug Liebt ich ihn noch ich sähe nicht wie sich das Licht in den Seen bricht sähe nicht den Morgen im Mittag vergehn Morgen aus Nachtarmen auferstehn Säh nicht die Blumen sprießen und grün in den Wiesen das Gras aufblühn verglühn Säh nicht die Schwalben im hohen Flug hätte noch immer von ihm genug. Assoziationen, (Be-)Wertungen, mehr Fragen als Antworten, und das ist gut so. weiterlesen...


Dienstag, 24. Juli 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Ein Roman, auf den ersten Blick erschreckend dick, kaum zu halten, aber mit einer faszinierend schönen Frau als Titelbild (ein Porträt der Gertrude, Lady Agnew of Lochnaw). Soll ich es kaufen? Da ich dieses Mal meine Büchertasche offensichtlich sehr nachlässig gepackt habe (viele bereits gelesene Bücher oder solche, die sich mit Sicherheit nicht als entspannende Ferienlektüre eignen), bin ich in die Inselbücherei gegangen und habe Ausschau gehalten. Da ich bisher gute Erfahrungen mit den Empfehlungen der Buchhändlerin gemacht habe, habe ich dann beim zweiten Anlauf, nach dem Lesen des ersten Satzes, das Buch gekauft: "Mein Leben begann wie ein Kriminalschmöker: Man wollte ...weiterlesen...


Montag, 23. Juli 2007 | Kategorie: Aufgeschnappt | Kommentare (6)

Bin wieder da, der Urlaub auf der Insel ist bereits Vergangenheit - und das ist schade und gut so: Schade, dass der Alltag, der normale Wahnsinn wieder droht, gut, weil die Sehnsucht nach der Insel wieder in Kraft treten kann. Das Wetter war nicht besonders erholungsfreudig - oder doch: Ich habe viel geschlafen, gelesen, viel über mich erfahren, einiges aufgeschnappt, was ich in der nächsten Zeit verarbeiten kann. Das schönste (Ferien-)Erlebnis war die Begegnung mit einem kleinen Mädchen, das barfuß auf einer Wiese saß, lächelte und mir - einer für sie völlig Fremden - entgegenrief: " Das Leben ist sooo schön! ...weiterlesen...


Donnerstag, 28. Juni 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Nein, nicht auf dem Jakobsweg mit Hape Kerkeling. Ich fühle mich mal wieder reif für (m)eine Insel. Ob ich dort die Möglichkeit und Lust habe zu schreiben, weiß noch nicht, hoffe aber, euch in absehbarer Zeit hier wieder in alter/ neuer Frische begrüßen zu können. weiterlesen...


Mittwoch, 27. Juni 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Das Spiel zum Buch - das ich mit Vergnügen gelesen habe - war ein Weihnachtsgeschenk. Da ich eigentlich ein Spielmuffel bin, lag es bis vor einiger Zeit unberührt im Schrank. Auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung für (Vertretungs-)Stunden - die sind nach den Zeugniskonferenzen, vor allem in fremden Klassen oder in Klassen, die man nach den Ferien nicht weiterführt, besonders begehrt - fiel mir dieses Spiel wieder ein. Nach genauerer Ansicht eignet es sich für Vertretungsstunden, auf jeden Fall im Fach Deutsch. Man kann damit spielerisch Wortübungen durchführen, Redewendungen überprüfen - jüngere Schüler mögen es, diese dann ...weiterlesen...


Mittwoch, 27. Juni 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Ein Blick aus dem Fenster bzw. der Sprung aus dem warmen Bett machen einem in diesen Tagen die Entscheidung nicht schwer: heißer Tee mit Zitrone und ein wenig Honig, das versüßt die Regentage - dazu ein Stapel Bücher. Da kann man dann so richtig seiner Lesesucht frönen: Auf der Postkarte hier sitzen sich zwei verschrobene Herren gegenüber. Der eine, vom Aussehen her ein fröhlicher Genussmensch, sagt zum andren ernst von einem Buch aufschauenden Asketen: Lesen? Das geht ein, zwei Jahre gut, dann bist du süchtig! Gefunden bei: Ludovica weiterlesen...


Dienstag, 26. Juni 2007 | Kategorie: Aufgeschnappt | Kommentare (5)

Dieser Spruch ist bereits veraltet. Die neue Losung lautet: Der Papst ist der Knut der katholischen Kirche! Aufgeschnappt in der heutigen Sendung "lesen!" weiterlesen...


Dienstag, 26. Juni 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (8)

"Wir haben unseren Job an den Nägel gehängt, nicht unser Leben." Getreu nach diesem Motto hält Henning Scherf in seinem mit Uta von Schrenk geschriebenen Buch danach Aussschau, "Was im Alter möglich ist" - so der Untertitel. Er spricht - gut lesbar - verschiedene Aspekte des Ruhestandes an: neue Notwendigkeiten und Freiheiten, das Loslassen (althergebrachter Strukturen) und das Suchen nach neuen (Wohn-)Möglichkeiten. Alte Menschen sollten nicht isoliert wohnen, wie komfortabel und prächtig auch immer, sondern in dorfähnlichen Strukturen leben, die das Miteinander fördern: kleinere Einheiten in Städten, in denen Menschen wohnen, miteinander leben, voneinander lernen und gebraucht werden. Seine Horrorvision ...weiterlesen...