Samstag, 26. Januar 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Elke Heidenreich behauptet, nach der Lektüre des Buches sei man glücklich. Zu lesen auf dem Cover des Romans, dessen vollständiger Titel lautet: "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" - ein großes Versprechen. Der Roman beginnt wie ein Märchen:" Es war einmal ein junger Psychiater, der Hector hieß und mit sich nicht besonders zufrieden war." und endet wie ein Märchen: "Und so heirateten Hector und Clara und lebten glücklich und zufrieden und bekamen einen kleinen Jungen, der Psychiater wurde, ganz wie sein Papa." Dazwischen liegt Hectors Suche nach dem Glück, die er beginnt, als er merkt, dass er mit seiner ...weiterlesen...


Freitag, 25. Januar 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (6)

Dieser Roman für Kinder ist über dreißig Jahre alt, ein Klassiker eben. Es ist eine "Geschichte vom Aufpassen" in der die "Krokodiler", Mitglieder einer Kinder- und Jugendbande, die in der Papageiensiedlung in Dortmund ihr "Unwesen" treiben, wie das die Erwachsenen bezeichnen. Sicher, die "Krokodiler" verhalten sich bei Hannes Mutprobe, Voraussetzung für die Aufnahme in die Bande, unverantwortlich, als sie weglaufen, obwohl Hannes droht vom Dach zu stürzen, zu groß ist die Angst vor der Bestrafung durch die Erwachsenen. Später aber nehmen sie sogar einen Jungen im Rollstuhl auf, von dem sie anfangs nichts wissen wollen, denn mit "Krüppeln" wollen sie ...weiterlesen...


Donnerstag, 24. Januar 2008 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (2)

"Ein Aussagesatz endet mit einem Punkt " Genau, das ist der Fall! Ist doch ganz einfach, oder? Nur mit der Anwendung hapert es noch ein wenig. Ein weitaus schwierigerer Fall ist Nachtbar Kurt. Ich weiß nicht, wo ich ihn finden kann. Vielleicht kann mir jemand helfen. Das sind erheiternde Stilblüten/ Rechtschreibfehler, die mich beim Korrigieren schmunzeln oder auch laut lachen lassen. Dass ich aber - wie unlängst in einem Tatort-Krimi zu sehen - noch nach meiner Pensionierung alte Arbeiten korrigiere, das wird sicher nicht passieren. weiterlesen...


Mittwoch, 23. Januar 2008 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (2)

Welche Facetten "Kollegialität" annehmen kann, habe ich heute Morgen erfahren. Vor einiger Zeit habe ich Kollegen auf meine "flapsige" Art angesprochen und ihnen gesagt, wir hätten ein Date auf dem Schulhof. Daraufhin sind wir nach draußen gegangen und haben Aufsicht geführt. Jetzt, Monate später weist die Kollegin mich heute darauf hin, dass ich keine Aufsicht geführt habe. Aber wie! Ich habe mich entschuldigt und ihr gesagt, ich hätte es wirklich vergessen, sie möge mich doch bitte beim nächsten Mal vorher ansprechen, wenn sie mitbekäme, dass ich keine Anstalten machte, nach draußen zu gehen. - Ich halte Aufsichten nämlich für notwendig! - Daraufhin bekam ...weiterlesen...


Sonntag, 20. Januar 2008 | Kategorie: Allgemein, Zitate | Kommentare (1)

"Die kleinen Alltäglichkeiten sehen nach nichts aus, aber sie geben Frieden." (Georges Bernanos) Das ist oft der Fall, wenn durch tiefgreifende Einschnitte alles in Bewegung, in Unordnung zu geraten scheint. Dann sind Alltäglichkeiten, Rituale hilfreich, nicht unterzugehen, sich nach einer neuen, anderen Struktur, nach einer anderen Sicht- und Zugangsweise umzusehen. weiterlesen...


Freitag, 18. Januar 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

"Luftfische" ist die Geschichte einer kleinbürgerlichen Dachdeckerfamilie in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts, genauer gesagt, der allmähliche Zerfall dieser Familie. Erzählt wird sie überwiegend aus der Perspektive der Tochter Lene, die es mit einer verhärmten Mutter, zwei Brüdern und einem unberechenbaren schlagenden Vater mit "Verbotsgesicht" zu tun hat. Was passiert? Im Grunde genommen gar nichts und doch wiederum sehr viel. Es ist ein an äußerer Handlung armer Roman, der Einblicke gewährt in ein Familiendrama, das sich sehr leise, von Außenstehenden unbemerkt, entwickelt. Lene ist die Einzige , die sich gegen die "Wutmaschine" wehrt, wenn er sie schlägt. Sie tritt zurück, weil ...weiterlesen...


Donnerstag, 17. Januar 2008 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen | Kommentare (1)

Übung in Nachrufen habe ich nicht. Ich werde dennoch einen verfassen. Gestern habe ich erfahren, dass Gisela Wennerhold, Schulleiterin der Grundschule in Marburg-Michelbach, gestorben ist. Die Nachricht macht mich zutiefst betroffen, ich bin einfach traurig darüber, dass viele Kinder ihre Güte, Liebenswürdigkeit, Freundlichkeit, ihre Warmherzigkeit nicht mehr erfahren können. Meine drei Kinder haben sie als Lehrerin gekannt und geliebt. Der Sohn, der sie vier Jahre als Klassenlehrerin hatte, sagte sofort: "Sie war die Beste!" Und das von einem Kind, das Schule und Lehrer eigentlich gehasst hat. Der Jüngste wollte unbedingt in die Schule, auf keinen Fall mehr in den Kindergarten. Viel später habe ...weiterlesen...


Mittwoch, 16. Januar 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (0)

Jeder kennt Situationen, in denen man das Gefühl hat, alles sei zuviel. Vielleicht hilft die Antwort von Kommissar Adamsberg: "Versuchen Sie nicht mehr, herauszufinden, wo Ihnen der Kopf steht. Lassen Sie sich treiben." (Fred Vargas, Fliehe weit und schnell, S. 236) weiterlesen...


Mittwoch, 16. Januar 2008 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Kontrollen wie am Flughafen, Armbänder, Ketten, Uhren, ja sogar Gürtel mussten ausgezogen und in Kisten gelegt werden. Das dauerte, zumal einige Schüler dann doch ihre Scheren, Nagelpfeilen etc im Rucksack hatten, es aber nicht mehr wussten und suchten. Da merkt man erst einmal wieviel Taschen, Fächer ein Schulrucksack haben kann. Irgendwann kam dann jemand des zahlreich anwesenden Sicherheitspersonals auf die Idee, sie - natürlich bewacht - an der Seite weitersuchen zu lassen, bis sie pfündig wurden. Ein anderer Schüler hatte als Schlüsselanhänger eine oben aufgebohrte leere Patronenhülse (!!!). Statt sie ihm abzunehmen und sie ihm vor Verlassen des Gebäudes ...weiterlesen...


Dienstag, 15. Januar 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Worte | Kommentare (1)

Wo stehen Kopfnoten? Na, oben auf dem Zeugnis, deshalb heißen sie ja doch "Kopfnoten"! Oder? Bei den neuen Kopfnoten ist so ziemlich alles anders: Nicht nur die Anzahl der Kopfnoten, die Tatsache, dass eine Leistungs- und Verantwortung bereitschaft benotet werden soll, sondern auch der Platz auf dem Zeugnis. Sie stehen unterhalb der Leistungsnoten für die einzelnen Fächer. Also haben wir Fußnoten gegeben und keine Kopfnoten. Da war doch die ganze Aufregung umsonst. Wer nimmt schon Fußnoten wahr?! weiterlesen...